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	<title>Lokalkompakter Raum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:40:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lokalkompakter_Raum&amp;diff=105440&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-39796-82: /* Verschwinden im Unendlichen */</title>
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		<updated>2025-12-11T10:09:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verschwinden im Unendlichen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Im [[Mathematik|mathematischen]] Teilgebiet der [[Topologie (Mathematik)|Topologie]] sind die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lokalkompakten Räume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lokal kompakten Räume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) eine Klasse [[Topologischer Raum|topologischer Räume]], die eine gewisse [[Lokal (Topologie)|lokale]] Endlichkeitsbedingung erfüllen. Sie wurden 1924 von [[Heinrich Tietze]] und [[Pawel Sergejewitsch Alexandrow]] unabhängig voneinander eingeführt. Die beiden Mathematiker erkannten auch, dass sich das aus der [[Funktionentheorie]] bekannte Verfahren, die [[gaußsche Zahlenebene]] zur [[riemannsche Zahlenkugel|riemannschen Zahlenkugel]] abzuschließen, auf die Klasse der lokalkompakten Räume übertragen lässt. Dieses Verfahren heißt daher auch [[Alexandroff-Kompaktifizierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Boto von Querenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Mengentheoretische Topologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Springer-Verlag, Berlin u. a. 2001, ISBN 3-540-67790-9, S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Ein [[topologischer Raum]] heißt &amp;#039;&amp;#039;lokalkompakt&amp;#039;&amp;#039;, wenn jede [[Umgebung (Mathematik)|Umgebung]] eines jeden Punktes eine [[Kompakter Raum|kompakt]]e Umgebung enthält; falls also jeder Punkt eine [[Umgebungsbasis]] aus kompakten Mengen besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Hausdorff-Raum]] ist bereits dann lokalkompakt, wenn jeder Punkt eine kompakte Umgebung besitzt. Manchmal findet sich daher in der Literatur auch folgende Definition, bei der zusätzlich die Hausdorff-Eigenschaft gefordert wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein topologischer Raum heißt &amp;#039;&amp;#039;lokalkompakt&amp;#039;&amp;#039;, wenn er ein Hausdorff-Raum ist und jeder Punkt eine kompakte Umgebung besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgerungen ==&lt;br /&gt;
Ein Hausdorff-Raum ist genau dann lokalkompakt, wenn die [[Alexandroff-Kompaktifizierung]], die durch Hinzufügen eines einzigen unendlich fernen Punktes &amp;lt;math&amp;gt;\infty&amp;lt;/math&amp;gt; entsteht und stets [[Kompakter Raum|kompakt]] (=&amp;amp;nbsp;quasikompakt in der Terminologie einiger Autoren, z.&amp;amp;nbsp;B. Bourbaki und [[Boto von Querenburg]]) ist, sogar hausdorffsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus erhält man folgende Charakterisierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lokalkompakten Hausdorff-Räume sind genau die offenen [[Unterraum#Topologischer Raum|Unterräume]] kompakter Hausdorff-Räume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieraus folgt, dass jeder lokalkompakte Hausdorff-Raum [[Vollständig regulärer Raum|vollständig regulär]] ist, denn jeder kompakte Hausdorff-Raum ist [[Normaler Raum|normal]] und damit gemäß dem [[Lemma von Urysohn]] vollständig regulär, was sich im Gegensatz zur Normalität auf den Unterraum vererbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder lokalkompakte Hausdorff-Raum ist ein [[Baire-Raum (allgemein)#Definition|Baire-Raum]], das heißt, der Durchschnitt abzählbar vieler offener, [[Dichte Teilmenge|dichter Teilmengen]] ist dicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Permanenz-Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
* [[Abgeschlossene Menge|Abgeschlossene]] [[Teilraumtopologie|Unterräume]] und [[Offene Menge|offene]] Unterräume lokalkompakter Räume sind wieder lokalkompakt.&lt;br /&gt;
* Endliche [[Produkttopologie|Produkte]] lokalkompakter Räume sind wieder lokalkompakt. Allgemeiner ist das Produkt einer beliebigen Familie topologischer Räume genau dann lokalkompakt, wenn alle beteiligten Räume lokalkompakt und höchstens endlich viele davon nicht kompakt sind.&lt;br /&gt;
* Das [[Summentopologie|Koprodukt]] einer beliebigen Familie lokalkompakter Räume ist lokalkompakt genau dann, wenn alle beteiligten Räume lokalkompakt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bartsch&amp;quot;&amp;gt;René Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=GaOlCQAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Allgemeine Topologie].&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co KG, 2015, ISBN 978-3-110-40618-4, S.&amp;amp;nbsp;160 ({{Google Buch |BuchID=GaOlCQAAQBAJ |Seite=160}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das Bild eines lokalkompakten Raumes unter einer [[Stetige Funktion|stetigen]], [[Offene Menge#Offene Abbildung|offenen]] Abbildung ist lokalkompakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abzählbarkeit im Unendlichen ==&lt;br /&gt;
Ein lokalkompakter Raum heißt &amp;#039;&amp;#039;[[abzählbar im Unendlichen]]&amp;#039;&amp;#039;, wenn er durch abzählbar viele kompakte Teilmengen überdeckt wird.&lt;br /&gt;
Dies ist gleichbedeutend dazu, dass der unendliche Punkt &amp;lt;math&amp;gt;\infty&amp;lt;/math&amp;gt; in der [[Alexandroff-Kompaktifizierung]] eine abzählbare Umgebungsbasis besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Jeder [[Diskrete Topologie|diskrete topologische Raum]] ist lokalkompakt.&lt;br /&gt;
* Jeder kompakte Hausdorff-Raum ist lokalkompakt.&lt;br /&gt;
* Endlichdimensionale reelle oder komplexe [[Vektorraum|Vektorräume]] mit der [[Normtopologie]] sind lokalkompakt.&lt;br /&gt;
* Umgekehrt ist ein unendlichdimensionaler reeller oder komplexer [[Normierter Raum|normierter Vektorraum]], der [[Hausdorff-Raum|hausdorffsch]] ist, niemals lokalkompakt.&lt;br /&gt;
* Allgemeiner gilt: Ein mindestens eindimensionaler [[Kolmogorow-Raum|T&amp;lt;sub&amp;gt;0&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-[[topologischer Vektorraum]] über einem bzgl. der durch die Addition induzierten [[uniforme Struktur|uniformen Struktur]] vollständigen, nicht-[[diskrete Topologie|diskreten]] topologischen [[Schiefkörper]] ist genau dann lokalkompakt, wenn er endlichdimensional und der Schiefkörper lokalkompakt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Nicolas Bourbaki]]|Reihe=Elements of Mathematics|Titel=V. Topological Vector Spaces|Kapitel=I|Seiten=15|ISBN=3-540-42338-9|Ort=Berlin|Verlag=[[Springer Science+Business Media|Springer]]|Jahr=2003|Übersetzer=H. G. Eggleston und S. Madan|Originaltitel=Éspaces vectoriels topologiques|Originalort=Paris|Originaljahr=1981}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Da Lokalkompaktheit eine lokale Eigenschaft ist, sind alle (endlichdimensionalen) [[Mannigfaltigkeit]]en lokalkompakt.&lt;br /&gt;
* [[Lokaler Körper|Lokale Körper]] sind lokalkompakt, insbesondere die [[P-adische Zahl|&amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;-adischen Zahlen]] mit der Topologie, die durch den &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;-adischen Absolutbetrag definiert wird.&lt;br /&gt;
* Die Menge der rationalen Zahlen, versehen mit dem Absolutbetrag, ist &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; lokalkompakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokalkompakte Gruppen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lokalkompakte Gruppe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Theorie der [[topologische Gruppe]]n sind die lokalkompakten besonders interessant, da man auf diesen Gruppen bezüglich eines [[Haar-Maß]]es integrieren kann. Dieses ist eine Grundlage der [[Harmonische Analyse|harmonischen Analyse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokalkompaktheit topologischer  Vektorräume  ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kompaktheitssatz von Riesz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ein [[hausdorffsch]]er [[topologischer Vektorraum]] über &amp;lt;math&amp;gt;\R&amp;lt;/math&amp;gt;, dem [[Körper der reellen Zahlen]], so sind die folgenden Aussagen gleichwertig:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Lutz Führer|Titel=Allgemeine Topologie mit Anwendungen |Verlag=Vieweg |Ort=Braunschweig|Datum=1977|Seiten=116}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;(i)&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ist von [[Endliche Menge|endlicher]] [[Dimension_(Mathematik)#Hamel-Dimension|Dimension]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;(ii)&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ist [[homöomorph]] zu einem &amp;lt;math&amp;gt;{\R}^n&amp;lt;/math&amp;gt; .&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;(iii)&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; ist lokalkompakt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschwinden im Unendlichen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|C0-Funktion|titel1=&amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;0&amp;lt;/sub&amp;gt;-Funktion}}&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;f\colon X\to {\mathbb K}&amp;lt;/math&amp;gt; eine reell- oder komplexwertige Funktion auf einem lokalkompakten Raum &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt;, so sagt man, &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; verschwinde im Unendlichen, wenn &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; außerhalb kompakter Mengen beliebig klein gemacht werden kann, d.&amp;amp;nbsp;h., wenn es zu jedem &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt; eine kompakte Menge &amp;lt;math&amp;gt;K\subset X&amp;lt;/math&amp;gt; gibt mit &amp;lt;math&amp;gt;\left|f(x) \right| &amp;lt; \varepsilon &amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;x\in X\setminus K&amp;lt;/math&amp;gt;. Ist die Funktion zudem stetig, so nennt man sie &amp;#039;&amp;#039;C&amp;lt;sub&amp;gt;0&amp;lt;/sub&amp;gt;-Funktion&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Cigler]], [[Hans-Christian Reichel]]: &amp;#039;&amp;#039;Topologie. Eine Grundvorlesung.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Mannheim u. a. 1978, ISBN 3-411-00121-6 (&amp;#039;&amp;#039;BI-Hochschultaschenbücher&amp;#039;&amp;#039; 121).&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Franz (Mathematiker)|Wolfgang Franz]]: &amp;#039;&amp;#039;Topologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Topologie.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. de Gruyter, Berlin u. a. 1973, ISBN 3-11-004117-0 (&amp;#039;&amp;#039;Sammlung Göschen&amp;#039;&amp;#039; 6181).&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Lutz Führer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Allgemeine Topologie mit Anwendungen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Vieweg&lt;br /&gt;
   |Ort=Braunschweig&lt;br /&gt;
   |Datum=1977&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-528-03059-3&lt;br /&gt;
   |Seiten=94&amp;amp;nbsp;ff.,116&amp;amp;nbsp;ff. &lt;br /&gt;
   |Online=[https://zbmath.org/0342.54001 &amp;#039;&amp;#039;zbMATH Open&amp;#039;&amp;#039;]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Horst Schubert (Mathematiker)|Horst Schubert]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Topologie. Eine Einführung&lt;br /&gt;
   |Auflage=4.&lt;br /&gt;
   |Verlag=B. G. Teubner Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1975&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-519-12200-6&lt;br /&gt;
   |Seiten=59&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
   |Online=[https://zbmath.org/0339.54001 &amp;#039;&amp;#039;zbMATH Open&amp;#039;&amp;#039;]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Stephen Willard]]&lt;br /&gt;
   |Titel=General Topology&lt;br /&gt;
   |Reihe=Addison-Wesley Series in Mathematics&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Addison-Wesley]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Reading, Massachusetts u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
   |Datum=1970&lt;br /&gt;
   |Online=[https://zbmath.org/0205.26601 &amp;#039;&amp;#039;zbMATH Open&amp;#039;&amp;#039;]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Topologie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Topologischer Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kompaktheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-39796-82</name></author>
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