<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lokalkolorit</id>
	<title>Lokalkolorit - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lokalkolorit"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lokalkolorit&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T16:45:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lokalkolorit&amp;diff=75190&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AsepTisch: /* Weblinks */ Answers.com ist keine geeignete Quelle für Wikipedia.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lokalkolorit&amp;diff=75190&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-21T19:23:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Answers.com ist keine geeignete Quelle für Wikipedia.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wunderburg-Brauerei-Mahr-PC180071-PS.jpg|mini|hochkant|Lokalkolorit in [[Bierfranken]]: Brauereigasthof Mahr/Wunderburg in [[Bamberg]]]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lokalkolorit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von frz. &amp;#039;&amp;#039;couleur locale:&amp;#039;&amp;#039; ‚örtliche Färbung‘) versteht man die Eigenart und Atmosphäre, die einen Ort, eine Gegend oder Landschaft auszeichnen. Dies können Sehenswürdigkeiten ([[Eiffelturm]], [[Kölner Dom]], [[Hamburger Hafen]]), Feierlichkeiten ([[Oktoberfest]], [[Kirchweih]]en, [[Weinfest]]e), [[Tracht (Kleidung)|Tracht]] und [[Brauchtum]] ([[Karneval, Fastnacht und Fasching|Karneval, Fastnacht, Fasching]], [[Plantanz]]), Spiele ([[Schafkopf]], [[Skat]]) oder [[Dialekt]]e sein. Eine besondere Rolle (aber mit geringerer Beachtung in Norddeutschland) spielt die [[Gastronomie]] (in Bayern die Wirtshauskultur) mit ihren unzähligen Spezialitäten und charakteristischen Örtlichkeiten (bayerische [[Biergarten|Biergärten]], fränkische [[Bierkeller]] oder in Österreich das [[Wiener Kaffeehaus]]). Eine Schlüsselfunktion kommt beim Lokalkolorit naturgemäß dem alles prägenden, örtlichen [[Lebensstil]] der Menschen zu – in englischsprachigen Ländern spricht man in diesem Zusammenhang eher von [[Regionalismus]] &amp;#039;&amp;#039;(regionalism)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Begriff [[Kolorit]] bezieht sich ursprünglich auf die Farbgebung eines Gemäldes. Weil die [[Bühnenbild]]er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gemalt waren, konnte er sich auf die Illusionstechnik der Theaterbühne beziehen. Im weiteren Sinne wurde er auch auf die Kostüme, die Musik und andere Komponenten der Bühnenaufführung übertragen. Im 18./19. Jahrhundert bildete sich die Vorstellung, dass ein Kolorit regionale Besonderheiten charakterisieren könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lokalkolorit auf Bildern, in Texten und in der darstellenden Kunst wirkt oft auf die Wahrnehmung des Originals zurück: So erklärte [[Goethe]] seinen mitteleuropäischen Lesern in der &amp;#039;&amp;#039;[[Italienische Reise|Italienischen Reise]],&amp;#039;&amp;#039; dass ein Marktplatz in Neapel so aussehe wie eine Marktszene in der italienischen [[Opera buffa]] („Volksleben in Neapel“). Oft werden zum [[Klischee]] erstarrte Vorstellungen herangezogen, um einen [[Schauplatz]] in einem literarischen Werk oder einem Film zu charakterisieren. Besonderheiten werden so dargestellt, dass sie einen [[Wiedererkennungseffekt]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lokalkolorit kann entweder das Eigene, Vertraute oder das Fremde, Ungewohnte hervorheben. Vor allem dämpft es das potenziell Beunruhigende jedes Fremden, indem es ihm eine touristische Erkennbarkeit und Verfügbarkeit verleiht. In diesem Sinne ist es in Romanen, Film- und Fernsehformaten allgegenwärtig: „Das Lokalkolorit ist nichts Nebensächliches, sondern gehört zum Schema der geordneten Welt, die durch das Außergewöhnliche bedroht wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Plake: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Fernsehforschung: Befunde und Perspektiven,&amp;#039;&amp;#039; Springer, Wiesbaden 2004, S. 148. ISBN 978-3-531-14153-4&amp;lt;/ref&amp;gt; So werden zum Beispiel in vielen in [[Paris]] spielenden Filmen der [[Eiffelturm]] gezeigt, schmissige [[Akkordeon]]musik eingespielt und [[Baguette]]s kaufende [[Baskenmütze]]nträger dargestellt. Eine lange Tradition hat das [[orient]]alische Lokalkolorit ([[Minarett]]e, [[Turban]]e und bunte Teppiche etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Linguistik]] ist von Lokalkolorit die Rede, wenn fremdsprachige oder nicht [[Standardsprache|standardsprachliche]] Wörter und Wendungen unübersetzt oder unkorrigiert bleiben, um ein Besonderes oder Fremdes zu charakterisieren (wie etwa „Reverend“ statt „Hochwürden“ in einem aus dem Englischen übersetzten Text&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Dieter Gottschalk: &amp;#039;&amp;#039;Lokalkolorit in der Übersetzung. Chatwin: On the Black Hill,&amp;#039;&amp;#039; in: Jürg Sträßler (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Tendenzen europäischer Linguistik,&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1998, S. 55–58. ISBN 3-484-30381-6&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der [[Genremalerei]] gibt es Lokalkolorit spätestens seit dem 17. Jahrhundert. Als Gegenbewegung zum [[Klassizistischer Barock|Klassizismus]], der sich von den lokalen Beschränkungen zu lösen versuchte, erfuhr das Lokalkolorit einen Auftrieb im 18. Jahrhundert, auch im Zuge der Aufwertung des [[Bürgertum]]s, seiner Sprache und seiner Lebensweise. Die populäre [[Türkenoper]] versammelte dagegen alles auf der Bühne, was für fremd und exotisch gehalten wurde. Die [[Romantik]] versuchte sich von antiken Vorbildern zu lösen und das Lokale zu verklären, etwa in den sogenannten [[Volkslied]]ern und [[Volksmärchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Biedermeier]] erfuhr das Lokalkolorit einen Höhepunkt. Nun war es stärker einem [[Realismus (Kunst)|Realismus]] verpflichtet, der die wahrhaftige Schilderung sozialer Verhältnisse behauptete. Im Theater entstand etwa die [[Lokalposse]] oder das ernst gemeinte [[Lebensbild]] mit Dialekten und Anspielungen auf lokale Bräuche, lokale Architektur und Geografie. Der [[Verismus]] in Literatur und Theater verschärfte den Wahrheitsanspruch solcher Darstellungen. Bei Bearbeitungen beliebter Stücke zeigte sich allerdings oft, dass ihr Lokalkolorit beliebig ausgetauscht werden konnte. Ein spätes Beispiel ist die [[Wiener Operette]] &amp;#039;&amp;#039;Servus, servus&amp;#039;&amp;#039; (1935) von [[Robert Stolz]], die in Italien als &amp;#039;&amp;#039;Ciao, ciao&amp;#039;&amp;#039; und in der Schweiz als &amp;#039;&amp;#039;Grüezi, grüezi&amp;#039;&amp;#039; gegeben wurde. – Das Fremde oder Ferne als ungenau definiertes Lokalkolorit behauptete sich in Theaterformen wie der [[Feerie]] und der [[Extravaganza]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lokalkolorit als Leistung einer Illusionsmaschinerie zeigte sich etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts: in [[Panorama (Kunst)|Panoramen]] und [[Diorama|Dioramen]], später in [[Völkerschau]]en oder Themenparks wie [[Venedig in Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hat Lokalkolorit in Gestalt lieb gewonnener Klischees eine touristische Bedeutung, indem sich Reiseziele den Erwartungen der Gäste anpassen. Im [[Historienfilm]] bemüht man sich um einigermaßen genaue Recherche der lokalen Umstände, aber meist ohne Berücksichtigung sprachlicher Eigenheiten. Das „orientalische“ Lokalkolorit als Zeichen für das Fremde und Abenteuerliche verschiebt sich im [[Fantasyfilm]] oft auf eine neutralere Fantasiewelt, in der eine wertende Darstellung von Hautfarbe oder Kleidungsgewohnheiten vermieden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Atmo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Becker: &amp;#039;&amp;#039;Die Couleur locale in der Oper des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg: Bosse 1976. ISBN 3-7649-2101-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltagskultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturraum|!Lokalkolorit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergeschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Regionalism (literature)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AsepTisch</name></author>
	</entry>
</feed>