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	<title>Lokalfarbe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:41:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sebastiano Ricci 002.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Allegorie]] der Künste&amp;#039;&amp;#039; von [[Sebastiano Ricci]]. Die Gegenstände (Buch, Hautfarbe, Himmel, Kleidung) sind in [[Erscheinungsfarbe]] dargestellt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lokalfarbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gegenstandsfarbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Dingfarbe, Eigenfarbe, farbiger Eigenwert, Gedächtnisfarbe, Körperfarbe, Lokalton, Materialfarbe, Oberflächenfarbe oder Objektfarbe) ist eine [[Farbfunktion]] und gibt die charakteristische, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;objektive&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Farbe eines Gegenstandes wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Borkmann, Dr. Sibylle Ehringhaus et al. |Titel=Duden Basiswissen Schule Kunst |TitelErg=7. Klasse bis Abitur |Hrsg=Simone Felgentreu, Prof. Dr. Karlheinz Nowald |Auflage= |Verlag=Duden Schulbuchverlag |Ort=Mannheim und Berlin |Datum=2011 |Sprache=de |ISBN=978-3-411-71972-3 |Seiten=247}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Lokalfarbe |titel=Lokalfarbe, die |werk=duden.de |hrsg=Cornelsen Verlag GmbH, 2025 |datum=2025-03-19 |sprache=de |abruf=2025-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Cumming |Titel=Kunst kompakt &amp;amp; visuell, Malerei, Bildhauerei, Künstler, Stile, Genres |Verlag=Dorley Kindersley Verlag GmbH |Ort=München |Datum=2006 |ISBN=978-3-8310-09510 |Seiten=489}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird die Lokalfarbe durch [[Modellierung]], [[Schattenwirkung|Schattierung]] und Spitzlichter (Glanzlichter, Lichtreflexe) beeinflusst, wird sie zur [[Erscheinungsfarbe]] (einer weiteren Farbfunktion).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kunst Pocket Teacher Abi, Basiswissen Oberstufe |Hrsg=Ingo Wirth, Fachleiter für Kunst in Frankfurt am Main |Auflage=1. Auflage |Verlag=Cornelsen Scriptor |Ort=Berlin |Datum=2007 |ISBN=978-3-589-22499-9 |Seiten=33}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lokalfarbe besitzt in der gegenständlichen Kunst die Aufgabe, Gegenstände zu bezeichnen und abzubilden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Lexikon Kunstwissenschaft. Hundert Grundbegriffe |Hrsg=Stefan Jordan, Jürgen Müller |Verlag=Stichwort: Farbe. Verlag Philipp Reclam jun. |Ort=Stuttgart |Datum=2012 |ISBN=978-3-15-010844-4 |Seiten=111}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich-barbarossa-und-soehne-welfenchronik 1-1000x1540.jpg|mini|In der mittelalterlichen Buchmalerei finden sich einfarbig-flächige Lokalfarben. Lediglich in den Gesichtern und im Untergewand des Königs sind Schatten vereinfacht dargestellt. ]]&lt;br /&gt;
Die Lokalfarbe ist die Farbigkeit, die im mittleren, natürlichen Tageslicht erkennbar ist. Auf den Gegenstand fällt &amp;#039;&amp;#039;weißes Licht&amp;#039;&amp;#039;, das in allen Spektralfarben reflektiert werden kann. Da die Lokalfarbe durch Schatten nicht verändert wird (es handelt sich sonst um Erscheinungsfarbe), muss es sich um ein diffuses, ungerichtetes Licht handeln, das keinen Eigenschatten erzeugt. Dabei ist die vom Gegenstand angenommene Farbigkeit von chemischen Strukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Ein undurchsichtiger, farbiger Körper reflektiert einige Spektralfarben, ein durchsichtiger, farbiger Körper lässt einige Spektralfarben durch. (Roman Sexl, Ivo Raab, Ernst Streeruwitz: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zur modernen Physik. Eine Einführung in die Physik.&amp;#039;&amp;#039; S. 59.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Schöttle |Titel=Workshop Kunst. Unterrichtsideen für die Klassen 5–10 |Band=Band 1: Farbe / Malerei |Verlag=Schöningh Verlag |Ort=Paderborn |Datum=2004 |ISBN=978-3-14-018110-5 |Seiten=84}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des Gegenstandes abhängig. Die reflektierten Anteile führen zu einer wahrgenommenen Mischfarbe, der Lokalfarbe des Gegenstandes. Beispielsweise erscheint der Gegenstand rot, wenn er hauptsächlich rotes Licht reflektiert. Werden alle Spektralbereiche in voller Stärke reflektiert, erscheint er weiß, bei geringerer Lichtmenge im Schattenbereich grau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roman Sexl, Ivo Raab, Ernst Streeruwitz |Titel=Der Weg zur modernen Physik |Sammelwerk=Eine Einführung in die Physik |Band=Band 2 |Auflage=1 |Verlag=Verlag Moritz Diesterweg |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1980 |ISBN=3-425-05062-1 |Seiten=58 und 59}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Malerei, die mit Lokalfarben gestaltet ist, wirkt abgeschlossen, fixiert und objektiv.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guschti Meyer |Titel=Sprache der Bilder. Kunst verstehen: Form, Farbe, Komposition |Band=15. Kapitel: Auffassung der Farbe |Verlag=E. A. Seemann Verlag |Ort=Leipzig |Datum=2011 |ISBN=978-3-86502-280-6 |Seiten=208}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbkonstanz ==&lt;br /&gt;
Wenn ein Gegenstand nicht mit weißem Licht beleuchtet wird, erscheint er dennoch in seiner Lokalfarbe. Unser visuelles Wahrnehmungssystem weist eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Farbwahrnehmung|Farbkonstanz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (chromatische Adaption) auf, d. h. ein bekannter Gegenstand besitzt für uns – unabhängig von Beleuchtungsunterschied, Blickwinkel, Entfernung, Helligkeit, Schatten und Umgebung – im Wesentlichen eine vorherrschende Farbe, diese entspricht der Lokalfarbe. Zum Beispiel wirkt Gras auch im rötlichen Abendlicht grün.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Eid, Michael Langer, Hakon Ruprecht |Titel=Grundlagen des Kunstunterrichts: Eine Einführung in die kunstdidaktische Theorie und Praxis |Auflage=5., überarbeitete und erweiterte |Verlag=Ferdinand Schöningh |Ort=Paderborn u. a. |Datum=2000 |ISBN=3-8252-1051-0 |Seiten=18 und 19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Burgau (Schwaben) COA.svg|mini|Einfarbig-flächige Lokalfarben im Wappen von Burgau. Der Himmel ist blau, der Turm ist weiß, die Tannen und die Wiese sind grün.]]&lt;br /&gt;
Die Lokalfarbe findet Verwendung in der naturalistischen Malerei, vor allem in der Renaissance, im Barock, Klassizismus, in der Romantik, im Realismus, [[Surrealismus]], Fotorealismus, wie auch in Architektur, Druckmedien, Filmen, Fotografie oder Werbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einfarbig-flächige Lokalfarben (ohne Modellierung, Schattierung und Spitzlichter) finden sich z. B. in der mittelalterlichen Buchmalerei, in Wappen, Comics und Vektorgrafiken. Auch Kinder verwenden beim Malen einfarbige Lokalfarben. Sie malen eine Wiese grün, den Himmel blau und ein Dach rot.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Eid, Michael Langer, Hakon Ruprecht |Titel=Grundlagen des Kunstunterrichts. Eine Einführung in die kunstdidaktische Theorie und Praxis. |Auflage=5., überarbeitete und erweiterte |Verlag=Verlag Ferdinand Schöningh |Ort=Paderborn |Datum=2000 |ISBN=3-8252-1051-0 |Seiten=150}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Weitaus häufiger kommt es vor, dass Lokalfarben durch Modellierung, Schattierung und Spitzlichter verändert werden, es handelt sich dann jedoch um [[Erscheinungsfarbe]]. Im Gemälde z. B. von Sebastiano Ricci erscheinen die Objekte und Personen in ihrer „natürlichen“ Farbe: der Himmel ist blau, das in Leder gebundene Buch in der rechten unteren Ecke des Bildes hat einen braunen Einband. Ein symbolischer Gehalt, wie beim &amp;#039;&amp;#039;roten&amp;#039;&amp;#039; Umhang, bleibt hiervon unberührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erweiterung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Italino 31 ottobre 1915.jpg|mini|In älteren Comics sind die Lokalfarben einfarbig-flächig aufgetragen.]]Insgesamt finden sich immer auch Mischformen aus Lokalfarbe und anderen Farbfunktionen. Die spätmittelalterliche Malerei verbindet z. B. oft Lokalfarbigkeit mit Symbolfarben. Im Gegensatz zur Lokalfarbe bezieht die [[Erscheinungsfarbe]] Licht- und Schattenwirkungen sowie die Farbreflexe der Umgebung mit ein, etwa wenn Eigenschatten dargestellt werden oder wenn bei einer weißen Vase auf einem blauen Tischtuch die Schattenseite einen blauen Schimmer bekommt. Den Gesamtton eines Bildes beschreibt der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Raumfarbe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbenlehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MagisterArts</name></author>
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