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	<title>Loiblpass - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Loiblpass&amp;diff=369281&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Geolba am 5. Dezember 2025 um 20:35 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-05T20:35:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Pass&lt;br /&gt;
|NAME             = &lt;br /&gt;
|BILD             = Ferlach Loibltal Alter Loiblpass mit Obelisken 24052011 555.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Alter Loiblpass Richtung Slowenien&lt;br /&gt;
|SEITE1           = Nord&lt;br /&gt;
|SEITE2           = Süd&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE         = 1368&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE-BEZUG   = AT&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE1         = 1068&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE1-BEZUG   = AT&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE2         = 1068&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE2-BEZUG   = SI&lt;br /&gt;
|REGION           = &lt;br /&gt;
|REGION1          = [[Kärnten]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
|REGION2          = [[Oberkrain]], [[Slowenien]]&lt;br /&gt;
|REGION-BEZ       = &lt;br /&gt;
|REGION1-BEZ      = Region&lt;br /&gt;
|REGION2-BEZ      = Region&lt;br /&gt;
|REGION-ISO       = AT-2/SI-131&lt;br /&gt;
|WASSER1          = Loiblbach → [[Drau]] → [[Donau]]&amp;lt;ref name=flv&amp;gt;{{HydrographischeBeitraegeOesterreich |nr=59 |seite=61}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|WASSER2          = Mošenik → Tržiška Bistrica → [[Save]] → [[Donau]]&lt;br /&gt;
|ORT1             = [[Ferlach]]&lt;br /&gt;
|ORT2             = [[Tržič]] (Neumarktl)&lt;br /&gt;
|AUSBAU           = [[Loiblpass-Straße]] B91 (Scheiteltunnel)&lt;br /&gt;
|AUSBAU1          = &lt;br /&gt;
|AUSBAU2          = &lt;br /&gt;
|ERBAUT           = Zweiter Weltkrieg / 1967&lt;br /&gt;
|ERBAUT1          = &lt;br /&gt;
|ERBAUT2          = &lt;br /&gt;
|SPERREART        = &lt;br /&gt;
|SPERRE           = KFZ &amp;gt; 3,5 t / Anhänger &amp;gt;750 kg&lt;br /&gt;
|SPERRE1          = &lt;br /&gt;
|SPERRE2          = &lt;br /&gt;
|GEBIRGE          = [[Karawanken]]&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN   = &lt;br /&gt;
|PROFIL           = &lt;br /&gt;
|BERGWERTUNG1     = &lt;br /&gt;
|BERGWERTUNG2     = &lt;br /&gt;
|MAXSTEIGUNG1     = &lt;br /&gt;
|MAXSTEIGUNG2     = &lt;br /&gt;
|STEILSTERKM1     = &lt;br /&gt;
|STEILSTERKM2     = &lt;br /&gt;
|DSTEIGUNG1       = &lt;br /&gt;
|DSTEIGUNG2       = &lt;br /&gt;
|HORT1              = 466&lt;br /&gt;
|HORT2              = 515&lt;br /&gt;
|LÄNGE1           = 14&lt;br /&gt;
|LÄNGE2           = 13&lt;br /&gt;
|KARTE            = &lt;br /&gt;
|POSKARTE         = Österreich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE  = &lt;br /&gt;
|LAT              = 46/26/21/N&lt;br /&gt;
|LONG             = 14/16/0/E&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Loiblpass und Loibltunnel.png|mini|Karte: Alte Loiblpass-Straße und Loibltunnel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Loiblpass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Loibl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Slowenische Sprache|slowenisch]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ljubelj&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein {{Höhe|1368|AT|link=true}}&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.austrianmap.at/amap/index.php?setTo=1~469211~280031~474211~285031~%40471711%7C282531~0~LAM_ETRS89~1611~660 Loiblpass und Umgebung auf ÖK 50], &amp;#039;&amp;#039;www.austrianmap.at&amp;#039;&amp;#039;, [[Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen]] Österreich, Österreichische Karte, Maßstab 1:50.000.&amp;lt;/ref&amp;gt; hoher [[Alpenpass]] über die [[Karawanken]] zwischen [[Kärnten]] in [[Österreich]] und der [[Slowenien|slowenischen]] [[Oberkrain]]. Die Straße über den Loibl ist die kürzeste Verbindung zwischen [[Ferlach]] und [[Tržič]] (Neumarktl). Er liegt in den östlichen Karawanken, unweit des [[Hochstuhl]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Loiblpass war jahrhundertelang einer der wichtigsten Übergänge über die Karawanken, seit der Eröffnung des [[Karawankentunnel (Autobahn)|Karawankentunnels]] verlor er jedoch stark an Bedeutung. Die [[Loiblpass-Straße]] B91 beginnt an der Gemeindegrenze von [[Klagenfurt]] (Weiterführung der [[Rosental Straße]] B85, bis 1918 auch &amp;#039;&amp;#039;Laibacher Straße&amp;#039;&amp;#039; genannt), führt von [[Kirschentheuer]] über [[Ferlach#Gemeindegliederung|Unterloibl]] zum Kleinen Loibl, weiter in das Loibltal und über steile Kehren auf den Loiblpass, unterhalb dessen und etwas westlicher Österreich und Slowenien durch den Loibltunnel verbunden sind. Die Durchfahrt durch den Tunnel kostet keine Maut (Stand: 28. April 2024). Personalpapiere mitführen, mit Kontrollen muss gerechnet werden. Auf slowenischer Seite bildet die [[Glavna cesta 101]] die Fortsetzung der Straße. Für Kraftfahrzeuge über 3,5&amp;amp;nbsp;Tonnen Gesamtgewicht sowie für Fahrzeuge mit Anhängern mit mehr als 750 kg zulässigem Gesamtgewicht besteht ein Fahrverbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbarübergänge sind im Westen der [[Wurzenpass]], im Osten der [[Seebergsattel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits zur [[Römerzeit]] wurden hier schon die Karawanken auf dem Weg von [[Virunum]] nach Emona – dem heutigen Laibach/[[Ljubljana]] – überquert. Zwei Altarfunde auf Kärntner Seite, beide der Göttin [[Belestis]] geweiht, belegen dies. Einer davon befindet sich in einer Wegkapelle unterhalb der Leonhardkirche im Loibltal, der andere an der Pfarrkirche in Unterloibl. Nach dem Untergang des römischen Imperiums verlor der Weg jedoch an Bedeutung und verfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Berthold von [[Aquileja]] dann im 12. Jahrhundert das Loibltal dem neu gegründeten [[Stift Viktring]] vermachte, musste dieses sich dafür zur Betreuung eines [[Hospitium|Hospizes]] am Loibl verpflichten. Das Kloster scheiterte jedoch an der Erhaltung des Weges, weshalb 1488 die Herrschaft [[Burg Hollenburg|Hollenburg]] den Besitz und somit auch die Erhaltung des Weges übernahm. Das Hospiz und die Kirche Alt St. Leonhard wurden im Lauf der Jahrhunderte dem Verfall preisgegeben. Von den Gebäuden sind heute nur mehr Ruinen erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Lux, Helmuth Weichselbraun |Titel=Verfallen &amp;amp; vergessen - Lost Places in der Alpen-Adria-Region |Verlag=Styria Verlag |Ort=Wien / Graz / Klagenfurt |Datum=2017 |ISBN=978-3-222-13551-4 |Seiten=34-39}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis ins [[Mittelalter]] benutzte [[Saumpfad]]-Trasse, die eine Schlucht weiträumig umging, wurde ab dem Jahr 1560 von den [[Landstände]]n erweitert. Zuvor von der Stadt [[Klagenfurt am Wörthersee|Klagenfurt]] erhalten, suchten sie nun eine günstige Verbindung zum Hafen von [[Triest]]. Die Errichtung kostete 20.000 [[Gulden]] und dauerte durch die erschwerten Bedingungen 20 Jahre. Dafür konnte die Straße nunmehr mit sechsspännigen Wagen befahren werden. Ab dem Jahr 1573 war die Straße auf Kärntner Seite fertiggestellt. Es wurden zwei [[Maut]]stellen errichtet – in Unterloibl und am Kleinen Loibl – sowie die Teufelsbrücke, die den Weg stark verkürzte. Auch entstand in dieser Zeit bereits ein erster kurzer Tunnel auf der Passhöhe, der allerdings wegen Einsturzgefahr abgetragen werden musste, als 1728 [[Karl VI. (HRR)|Kaiser Karl&amp;amp;nbsp;VI.]] den Loiblpass überqueren wollte.&lt;br /&gt;
Kaiser Karl förderte den weiteren Ausbau der Loiblstraße zu einer befestigten [[Chaussee|Kunststraße]], da auch er sie als Hauptverbindungsstraße von [[Wien]] nach Triest nutzen wollte.&lt;br /&gt;
Der Ausbau zur heutigen Straßenführung erfolgte während des Zweiten Weltkrieges durch [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]], die auch den Loibltunnel errichteten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alois Hotschnig]] nimmt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Ludwigs Zimmer&amp;#039;&amp;#039; (2000) auf diese Zeit Bezug.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tscheppaschlucht ==&lt;br /&gt;
Der [[Loiblbach]] hat über Jahrmillionen eine tiefe Schlucht am Beginn des Loibltals gefressen: die [[Tscheppaschlucht]]. Diese ist heute durch schmale Steige, Brücken und Leitern als beliebtes Ausflugsziel von Unterloibl bis zum Gasthof &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Peter]]&amp;#039;&amp;#039; begehbar. Am Ende in der Nähe der Teufelsbrücke zeigen sich mehrere [[Wasserfall|Wasserfälle]], u.&amp;amp;nbsp;a. der 26&amp;amp;nbsp;m hohe Tschaukofall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Tschaukofall Bodental.jpg|Der Tschaukowasserfall&lt;br /&gt;
   Teufelsbruecke Tscheppaschlucht.jpg|Teufelsbrücke&lt;br /&gt;
   bodenbach.jpg|Bodenbach durchs Bodental&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutscher Peter und Karl VI. ==&lt;br /&gt;
Nahe der Passhöhe des Kleinen Loibl (Sapotnica) zweigt die Straße nach [[Windisch Bleiberg]] und ins [[Bodental]] ab. Es wird erzählt, dass dort Kaiser Karl&amp;amp;nbsp;VI. am 25. August 1728 auf seinem Weg zum Loiblpass an einem Gasthof von den Einheimischen begrüßt wurde und sich nach deren Lebensweise erkundigen wollte. Diese konnten jedoch nur auf [[Slowenische Sprache|Slowenisch]] antworten, was wiederum der Kaiser nicht verstand. Der einzige Mann, der Deutsch sprechen konnte, war Peter Tschauko, der Wirt der Gaststätte. Der Kaiser soll von der Unterhaltung mit dem Wirt derart angetan gewesen sein, dass er ihn mit „Deutscher Peter“ anredete. Diese Bezeichnung übertrug sich auf den Gasthof und wurde beibehalten, zumal jeweils der älteste Sohn seit damals immer Peter getauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Loibltunnel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Predor Ljubelj-Valvasor.jpg|mini|Loiblpass und erster Tunnel auf einem Kupferstich von 1689 ([[Valvasor]])]]&lt;br /&gt;
Ein verkehrstechnisch wichtiges Element über den Loiblpass ist der Loibltunnel. Der erste Tunnelbau erfolgte um 1560, war 150 Meter lang und lag unmittelbar unter dem schmalen Karawankenkamm. In der damaligen Zeit war ein so langer Tunnel eine Besonderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 17. Jahrhundert gab es Pläne zur Errichtung eines neuen Tunnels in der Nähe des heutigen Tunnels, was eine immense Erleichterung der Überquerung bedeutet hätte. Es scheiterte jedoch an der Finanzierung der Errichtungskosten. Der alte Tunnel wurde stattdessen entfernt und durch einen vier Meter breiten Einschnitt mit 130&amp;amp;nbsp;m Länge ersetzt. Zwei [[Obelisk]]en auf der Passhöhe sollen an die Vollendung der Baumaßnahmen unter Kaiser Karl&amp;amp;nbsp;VI. erinnern. Sie markieren gleichzeitig den Verlauf des ehemaligen Tunnels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1942 setzte [[Friedrich Rainer]], der [[Gauleiter]] von Kärnten, den Bau eines neuen Loiblüberganges durch, dessen Kernstück ein neuer Tunnel sein sollte: 1570&amp;amp;nbsp;m lang in 1068&amp;amp;nbsp;m Seehöhe unter dem Gebirgskamm. Die mangelnden Verbindungen über die Karawanken rechtfertigten diese militärwirtschaftlich wichtige Nord-Süd-Verbindung. Zur Errichtung schloss die SS-Organisation einen Vertrag mit der [[Universale Bau|Universale Hoch- und Tiefbau AG]], in dem sich unter anderem die SS zur Bereitstellung von Arbeitskräften aus Konzentrationslagern verpflichtete. Ab März 1943 arbeiteten deshalb Zivilkräfte sowie 1.652 [[Kriegsgefangene]] und [[Konzentrationslager|KZ-Häftlinge]] unter unmenschlichen Bedingungen am neuen Tunnel. Interniert waren die Zwangsarbeiter in zwei [[Liste der Außenlager des KZ Mauthausen|Außenstellen]] des [[KZ Mauthausen]]: das [[KZ Loibl]] bestand aus dem Loiblpass-Südlager bei Sankt Anna unter dem Loibl (Sveta Ana pod Ljubeljem) sowie ab Sommer 1943 dem Loiblpass-Nordlager unmittelbar hinter der Grenze im Gemeindegebiet von [[Windisch Bleiberg]]. 40 Menschen sind dabei an den Folgen der harten Arbeit und am ständigen Steinschlag verstorben. Da nach den Arbeitsverträgen zudem eine maximale Quote von 7,5 % verletzten oder kranken Arbeitern erlaubt war, wurden diese zahlreich zurück ins KZ Mauthausen geschickt, was für hunderte Menschen den sicheren Tod bedeutete. Jene Zwangsarbeiter, die transportunfähig waren, wurden noch im Lager von [[Sigbert Ramsauer]], dem damaligen Lagerarzt, durch Benzininjektionen getötet.&lt;br /&gt;
[[Datei:18 Ljubelj (6).JPG|alternativtext=|mini|Heutiger Tunnel]]&lt;br /&gt;
Der Bau des Tunnels wurde von geologischer Seite intensiv begleitet, da er als wichtige Nord-Süd-Verbindung für die Material- und Truppentransporte der Wehrmacht erachtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunnar Mertz: &amp;#039;&amp;#039;„Das Braun der Erde“: Die Träger der Haidinger-Medaille der Geologischen Bundesanstalt und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt, 160, Wien 2020. S. 359–408, hier S. 395 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/JbGeolReichsanst_160_0359-0408.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Baugeologe [[Josef Stiny]] legte bereits am 19. September 1943 einen „Bericht über die geologischen Verhältnisse im Loibltunnel“ vor. Zusammen mit [[Ladislaus von Rabcewicz|Ladislaus Rabcewicz]] nahm Stiny am 29. Oktober 1943 an einer Besprechung mit der Bauleitung teil. In dieser Besprechung wurde der unmenschliche Zeitdruck des Bauprojekts deutlich: Um den für den 4. Dezember 1943 (Barbaratag) geplanten feierlichen Durchschlagstermin zu halten, war es „unbedingt zur Einhaltung des Termins notwendig, dass eine weitgehende Erhöhung des derzeitigen Standes an Pölzmineuren erreicht wird“ und 200 zusätzliche Pölzmineure benötigt würden. Die Ingenieure erwarteten zudem einen geringeren Arbeitsfortschritt in den Druckstrecken, wo Stiny eine Vermehrung des Gebirgsdrucks erwartete.&amp;lt;ref&amp;gt;Mertz 2020, S. 396.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 1943 erfolgte der Durchbruch. Gauleiter [[Friedrich Rainer]] kam mit anderen hohen SS-Vertretern zu einer Besichtigung. Exakt ein Jahr später, am 4. Dezember 1944, konnten die ersten Wehrmachtsfahrzeuge den Tunnel befahren, der damals mehr ein Provisorium war: Nur zwei mal drei Meter im Profil, bildete er dennoch einen wichtigen Übergang für den Militärverkehr und war nach dem Kriegsende eine lebensrettende Verbindung für tausende Soldaten auf dem Heimweg sowie für Flüchtlinge. Am 7. Mai 1945 erfolgte die Selbstbefreiung der verbleibenden 950 Häftlinge aus den beiden KZ-Lagern, die am Tag darauf zu Fuß bis nach [[Feistritz im Rosental]] marschierten, wo sie auf die [[Partisan]]en trafen. Am 10. Oktober 1947 wurde Sigbert Ramsauer von einem englischen [[Militärgericht]] zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, jedoch schon 1954 [[Gnadenrecht|begnadigt]] und bald sogar als Arzt am [[Landeskrankenhaus (Österreich)|Landeskrankenhaus]] Klagenfurt angestellt. Die hauptverantwortlichen SS-Kommandanten Jakob Winkler und Walter Brietzke wurden am 10. November 1947 zum Tode durch den Strang verurteilt, beide Todesurteile wurden im März 1948 vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Jugoslawien]] [[Kommunismus|kommunistisch]] wurde, wurde der Grenzübergang vorerst gesperrt. Ab August 1950 konnte der alte Passübergang wieder befahren werden, ein weiterer Ausbau des Loibltunnels und der Loiblpassbundesstraße verzögerte sich jedoch bis zum Jahr 1960, als die Tunnelröhre erweitert wurde. Seit 15. November 1963 wird der Verkehr zweispurig durch die adaptierte Tunnelröhre geleitet; die offizielle Eröffnung erfolgte am 1. Juli 1964.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung |Titel=Der Loibltunnel ist befahrbar. Offizielle Eröffnung erst am 1. Juli 1964 |Datum=1963-11-16 |Seite=4 |POS=Mitte rechts}},&amp;lt;br /&amp;gt;(Bildunterschrift:) {{Arbeiterzeitung |Titel=Autos rollen durch den Loiblpaßtunnel, der Freitag eröffnet wurde |Datum=1963-11-17 |Seite=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die alte Loiblpass-Straße ist seitdem für den öffentlichen Verkehr nicht befahrbar, ein [[Grenze|Grenzübertritt]] zu Fuß ist jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde die am Loibltunnel praktizierte Bauweise von Ladislaus Rabcewicz (1965) als „erster – allerdings durch die Kriegsverhältnisse nicht befriedigend gelungener – Versuch“ der später als „[[Neue Österreichische Tunnelbaumethode]]“ bezeichneten Methode präsentiert, was in der Forschung kritisch diskutiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Mertz 2020, S. 396.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Informationstafel KZ Loibl.jpg|mini|Gedenktafel auf slowenischer Seite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KZ Denkmal Loiblpass.jpg|mini|Denkmal auf slowenischer Seite]]&lt;br /&gt;
An das Unrecht während des Tunnelbaus und die Opfer der NS-Zeit erinnern auf österreichischer Seite zwei unscheinbare Steintafeln, die rechts am Tunnelportal angebracht sind, sowie auf slowenischer Seite, gut einen Kilometer hinter der Landesgrenze, ein eindrucksvolles Denkmal rechts der Straße und auf der gegenüberliegenden Seite Erklärungstafeln auf dem Gelände des ehemaligen Lagers Süd, wo Grundmauern von Lagergebäuden erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Juni 2015 fand eine Gedenkfeier für die KZ-Opfer auf dem Loiblpass statt. Delegationen aus 5 Staaten, Partisanen- und KZ-Verbände, Angehörige der damals Deportierten und Politiker etwa der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser und Sozialminister Rudolf Hundstorfer nahmen teil. Stanislaw Leszczynski aus Polen, einer der Überlebenden dieses Martyriums appellierte an die Jugend, aus der Vergangenheit zu lernen, Toleranz zu üben, um den Frieden in Europa zu wahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mauthausenkomitee Kärnten/Koroska setzt seit Mitte der 1990er Jahre Initiativen gegen das Verdrängen der NS-Gräueltaten. Peter Gstettner: „Weil wir uns in einer tiefgreifenden moralischen Krise befinden, wurden zwar Banken gerettet, aber noch keine würdige Gedenkstätte hier errichtet.“ Bis dahin erinnert das Kunstwerk mit dem Titel „Ein Grab in den Lüften“ von Bernadette Grabner in Anlehnung an die „Todesfuge“ Paul Celans an die Seelen der Verstorbenen, die symbolisch in Kokons eingesponnen in einer Baumkrone, unweit des ehemaligen KZ Loibl, darauf warten, endlich befreit zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kaernten.orf.at/news/stories/2716026/ kaernten.orf.at] Gedenkfeier für KZ-Opfer auf Loiblpass, ORF.at vom 13. Juni 2015. – Passagenweise fast zitiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter liegen quaderförmige Granitsteine in der Wiese, menschliche Körper darstellend – „Die Rückkehr der Steine“ (2014) von Georg Planer. (Gedenkstätte am ehemaligen KZ-Gelände (Nord) am Loiblpass.)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kaernten.orf.at/tv/stories/2705529/ kaernten.orf.at] Ende des Grauens: 70 Jahre KZ Loibl, ORF.at vom 15. April 2015. Abgerufen am 13. Juni 2015. – Bilder aus dem KZ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.millstatt.at/index.php?id=270 millstatt.at] Website der Marktgemeinde Millstatt &amp;gt; Tourismus/Kultur &amp;gt; Kultur &amp;gt; Künstler &amp;gt; Planer Georg. Abgerufen am 13. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederschlagsrekorde ==&lt;br /&gt;
Die in 1097 m Höhe in der Nähe des Nordportals des Tunnels gelegene Wetterstation der [[ZAMG]] registrierte am 4. September 2009 einen Niederschlagsrekord in der österreichischen Messgeschichte: 233 mm in 24 Stunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000081487627/bei-unwettern-ist-in-drei-stunden-fast-gesamte-monatsmenge-an |titel=Monatsmenge an Regen in nur drei Stunden gefallen |sprache=de-AT |abruf=2023-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 2014 gab es dort 535 mm Niederschlag,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news/im-sueden-bis-zu-neunmal-mehr-niederschlag |titel=Im Süden bis zu neunmal mehr Niederschlag — ZAMG |abruf=2023-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit 3440 mm Gesamtniederschlag im Jahr 2014 registrierte die dortige Wetterstation die zweithöchste Jahresmenge Österreichs überhaupt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news/waermstes-jahr-der-messgeschichte |titel=Wärmstes Jahr der Messgeschichte — ZAMG |abruf=2023-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Hochwasserkatastrophe Anfang August 2023 in Slowenien und Teilen Kärntens gab es im Zuge einer [[Vb-Wetterlage]] erneut enorme Niederschläge: Zwischen dem 3. und 5. August fielen am Loibl, wiederum an der Wetterstation an der Nordseite, 266 mm Regen innerhalb von 48 Stunden, während der Durchschnittswert für einen gesamten August bei 184 mm liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/news/grosse-regenmengen |titel=Große Regenmengen — ZAMG |abruf=2023-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Šmid: &amp;#039;&amp;#039;Der Loibelpaß&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Carniola. Mitteilungen des Musealvereins für Krain&amp;#039;&amp;#039;. Heft 3/4, II. Jahrgang (1909), {{ZDB|342089-9}}. Musealverein, Ljubljana 1909, S. 156–163. – [http://www.dlib.si/stream/URN:NBN:SI:DOC-7O805IWG/767f8038-1766-4f2b-9f4f-48d1b324fb91/PDF Volltext online] (PDF; 13&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* [[Matthias Maierbrugger]]: &amp;#039;&amp;#039;Heimliches Kärnten. Ein Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. Europäischer Verlag, Wien 1966.&lt;br /&gt;
* André Lacaze: &amp;#039;&amp;#039;Le tunnel. Récit&amp;#039;&amp;#039;. (französisch). Editions Julliard, Paris 1978, ISBN 2-260-00108-4.&lt;br /&gt;
** —, Helmut Kossodo (Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Der Tunnel. Roman&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage, genehmigte, ungekürzte Taschenbuchausgabe. Heyne-Bücher, 01 Allgemeine Reihe, Band 6153, {{ZDB|2080203-1}}. Heyne, München 1987, ISBN 3-453-01667-X.&lt;br /&gt;
* Manfred Stippich: &amp;#039;&amp;#039;Der Loibltunnel und das vergessene KZ in Kärnten. Ausstellung 10. bis 28. Mai 1995, Napoleonstadl&amp;#039;&amp;#039;. Mauthausen-Aktiv Kärnten, Klagenfurt/Celovec 1995.&lt;br /&gt;
* Josef Zausnig: &amp;#039;&amp;#039;Der Loibl-Tunnel. Das vergessene KZ an der Südgrenze Österreichs. Eine Spurensicherung&amp;#039;&amp;#039;. Drava-Verlag, Klagenfurt 1995, ISBN 3-85435-241-7. (&amp;#039;&amp;#039;Slowenisches Institut zur Alpen-Adria-Forschung, Klagenfurt – Dissertationen und Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 37, {{ZDB|1141000-0}}).&lt;br /&gt;
** Zugleich Diplomarbeit: Josef Valentin Zausnig: &amp;#039;&amp;#039;Der Loibltunnel und seine Entstehungsgeschichte. Eine Arbeit, die mit Hilfe von Zeitzeugen, mit dem Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten eines NS-Projektes, dem Vergessen und Verdrängen entgegenarbeiten will&amp;#039;&amp;#039;. Universität Klagenfurt, Klagenfurt 1994.&lt;br /&gt;
* Jean-René Chauvin:&amp;lt;ref&amp;gt;Jeanne Menjoulet: {{Webarchiv|url=http://chs.univ-paris1.fr/spip.php?article416 |wayback=20171002171744 |text=&amp;#039;&amp;#039;Jean-René Chauvin&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-12-08 05:45:17 InternetArchiveBot }}. (französisch). In: &amp;#039;&amp;#039;chs.univ-paris1.fr&amp;#039;&amp;#039;, 9. Februar 2012, abgerufen am 20. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Un trotskiste dans l’enfer nazi. Mauthausen-Auschwitz-Buchenwald (1943–1945)&amp;#039;&amp;#039;. (französisch). Editions Syllepse, Paris 2006, ISBN 2-84950-093-3.&lt;br /&gt;
* Steffan Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Alpenpässe. Geschichte der alpinen Passübergänge&amp;#039;&amp;#039;. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Von der Donau zur Adria&amp;#039;&amp;#039;. Staakmann, München 2011, ISBN 978-3-88675-274-4, S. 184–188.&lt;br /&gt;
* Georg Lux, Helmuth Weichselbraun: &amp;#039;&amp;#039;Verfallen &amp;amp; vergessen – Lost Places in der Alpen-Adria-Region&amp;#039;&amp;#039;. Styria Verlag, Wien / Graz / Klagenfurt 2017, ISBN 978-3-222-13551-4&lt;br /&gt;
* Gunnar Mertz: &amp;#039;&amp;#039;„Das Braun der Erde“: Die Träger der Haidinger-Medaille der Geologischen Bundesanstalt und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt, 160, Wien 2020. S. 359–408. [https://www.zobodat.at/pdf/JbGeolReichsanst_160_0359-0408.pdf (Online)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Alpenpässe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Loiblpass/Ljubelj}}&lt;br /&gt;
* [https://www.u-berg.at/texte/loibl_kz.htm Loibl KZ – Das „vergessene“ Konzentrationslager]&lt;br /&gt;
* [https://www.tscheppaschlucht-ferlach.at/ Tscheppaschlucht]&lt;br /&gt;
* [http://www.naturerlebnis-bodental.at/ Naturerlebnis Bodental]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Österreichische Alpenpässe&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Alpenpass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirgspass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pass in Slowenien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pass in Kärnten]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geographie (Ferlach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde Tržič]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserscheide Drau – Save]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Grenze zwischen Österreich und Slowenien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Geolba</name></author>
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