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	<title>Lohrhaupten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lohrhaupten&amp;diff=740125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Matthias M.: /* Nachbargemeinden */ WP:BKL aufgelöst</title>
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		<updated>2026-04-26T20:12:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachbargemeinden: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:BKL&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:BKL (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:BKL&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Lohrhaupten&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Flörsbachtal&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Lohrhaupten COA.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen von Lohrhaupten&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50.12949&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9.48034&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 340 &amp;lt;!-- Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 25.81&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1035 &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.floersbachtal.de/seite/de/gemeinde/040/msr/Lohrhaupten.html |titel=Gemeinde Flörsbachtal |abruf=2023-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-07-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 63639&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06057&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Lohrhaupten.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Lohrhaupten mit [[St. Matthäus (Lohrhaupten)|Matthäuskirche]]&lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lohrhaupten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Flörsbachtal]] im [[Osthessen|osthessischen]] [[Main-Kinzig-Kreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Lohrhaupten liegt auf einer Höhe von 347 m über [[Normalnull|NN]], 15 km südöstlich von [[Bad Orb]], am historischen Fernhandelsweg [[Birkenhainer Straße]]. Die nahe gelegene „Bayrische Schanz“ ist ein altes Zollhaus an dieser Straße. Unweit des Ortes liegt die [[Hermannskoppe]], mit 567 m die höchste Erhebung im hessischen Spessart.&lt;br /&gt;
In Lohrhaupten entspringt der [[Lohrbach (Lohr)|Lohrbach]]. Er ist der Oberlauf der [[Lohr (Fluss)|Lohr]], die in [[Lohr am Main]] in den [[Main]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Grundgestein ist hier der [[Buntsandstein]] des [[Spessart]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Durch die Tallage bedingt, gibt es nur zwei direkte Straßenanbindungen: zu dem Ortsteil Kempfenbrunn im Südwesten und zu Pfaffenhausen, einem Ortsteil der Gemeinde Jossgrund im Norden.&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | NORDWEST= [[Lettgenbrunn]], 10,5&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
 | NORD    = [[Pfaffenhausen (Jossgrund)|Pfaffenhausen]], 6&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
 | NORDOST= [[Fellen]], 13&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
 | WEST= [[Flörsbach (Flörsbachtal)|Flörsbach]], 9,5&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
 | OST= [[Rengersbrunn]], 7,5&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST= [[Kempfenbrunn]], 6,6&amp;amp;nbsp;km,&lt;br /&gt;
 | SUED= [[Frammersbach]], 8&amp;amp;nbsp;km,&lt;br /&gt;
 | SUEDOST= [[Ruppertshütten]], 8&amp;amp;nbsp;km&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Der Ortsname Lohrhaupten geht ersturkundlich (1057) auf &amp;#039;&amp;#039;Larahobedun&amp;#039;&amp;#039; zurück. Der Ortsname besteht aus dem [[keltisch]]en Flussnamen &amp;#039;&amp;#039;Lara&amp;#039;&amp;#039; und dem [[althochdeutsch]]en Wort &amp;#039;&amp;#039;hobed(un)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Bichlmeier, Wolfgang Vorwerk: &amp;#039;&amp;#039;Zum Gewässer- und Ortsnamen Lohr – bisherige Forschungen und neue Ideen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bayerisch-österreichische Orts- und Gewässernamen aus indogermanistischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; Teil 5). In: Wolf-Arnim Frhr. v. Reitzenstein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Blätter für oberdeutsche Namenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 51, 2014. Verband für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern e.&amp;amp;nbsp;V., München 2015, S. 15–85, hier S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;hobed(un)&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Haupt“ bzw. übertragen auch „Quelle“. Als Bedeutung für den Ortsnamen ergibt sich daraus: Quelle der Lohr. Der Ortsname Lohrhaupten ist auch Beleg dafür, dass &amp;#039;&amp;#039;Lara&amp;#039;&amp;#039; primär stets ein Flussname war, der auf die Orte gleichen Namens wie Lohr oder auf Orte mit diesem Namensteil wie Lohrhaupten übergegangen ist. Die Orte haben also nie den Flüssen, an denen sie lagen, ihren Namen gegeben. Zur keltischen Herkunft des Flussnamens Lohr siehe [[Lohr (Fluss)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Namensformen ===&lt;br /&gt;
In historischen Dokumenten ist der Ort unter folgenden [[Ortsname]]n belegt (jeweils mit dem Jahr der Erwähnung):&lt;br /&gt;
* 1057 Larahobedun&lt;br /&gt;
* 1184 Larehuptin&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10515370_00309.html |titel=Codex diplomaticus: exhibens anecdota ab anno DCCCLXXXI ad MCCC Moguntiaca, ius Germanicum et S. R. I. historiam illustrantia |hrsg=Gudenus, Valentin Ferdinand von |datum=1743 |abruf=2021-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1233 Larhoubten&lt;br /&gt;
* 1265 Larhoybeten&lt;br /&gt;
*1339 Larhoubeten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.regesta-imperii.de/id/e58db22e-5d58-4d8b-95f4-d1ee69530dbb |titel=RIplus Regg. EB Mainz 1,2 n. 4386 |werk=Regesta Imperii Online |datum=1339-07-01 |abruf=2021-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1374 Larheibten&lt;br /&gt;
* 1586 Lohrhaupten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene Erwähnung von Lohrhaupten stammt aus dem Jahr 1057. Die hier beurkundende Pfarrei ist somit die älteste, die im Spessart bezeugt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]] war dem [[Apostel]] [[Matthias (Apostel)|Matthias]] geweiht. Die Gemeinde gehörte zur [[Erzbistum Mainz|Diözese Mainz]]. Kirchliche Mittelbehörde war das [[Archidiakonat]] [[St. Peter und Alexander (Aschaffenburg)|St. Peter und Alexander]] in [[Aschaffenburg]], [[Landkapitel Rodgau]]. St. Peter und Alexander hatte auch das [[Kirchenpatronat]] inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1184 wird der Ort als „Larehuptin“ unter den Besitzungen des [[Stift (Kirche)|Stifts]] St. Peter und Alexander genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Später war die Hälfte des Ortes [[Kurmainz]]er [[Lehenswesen|Lehen]] im Besitz der Grafen von [[Rieneck (Adelsgeschlecht)|Rieneck]] und gehörte dort zur [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Zent]] [[Frammersbach]]. Spätestens 1333 ging Lohrhaupten dann als Erbschaft oder Mitgift von den Grafen von Rieneck an die Herren von [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Hanau]] über. Die andere Hälfte des Ortes, die sogenannte „Seulbacher Seite“ blieb mainzischer Besitz. Das Dorf war so ein [[Kondominat]]. Auf Hanauer Seite gehörte das Dorf zunächst wohl zum [[Amt Schwarzenfels]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; später zum [[Amt Lohrhaupten]]. Die Bewohner von Lohrhaupten waren in der Wald- und Viehwirtschaft tätig und bearbeiteten die kargen Spessartböden. Darüber hinaus hatte es „die Funktion eines Rastplatzes an der wichtigen überregionalen Handelsverbindung, der &amp;#039;&amp;#039;Birkenhainer Straße&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brand&amp;quot;&amp;gt;„Als Lohrhaupten samt Kirche niederbrannte – Vor 350 Jahren brach großes Unglück über den Spessartort herein: Nur zwei Häuser überstanden das Inferno“, Gelnhäuser Neue Zeitung, 8. März 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1559 wurde die [[Reformation]] eingeführt, zunächst nach [[Luthertum|lutherischem]] [[Bekenntnis]]. 1597 führte Graf [[Philipp Ludwig II. (Hanau-Münzenberg)|Philipp Ludwig II.]] von [[Grafschaft Hanau-Münzenberg|Hanau-Münzenberg]] eine „zweite Reformation“ in seinem Herrschaftsgebiet durch: Die Grafschaft wurde nun [[Calvinismus|reformiert]]. 1607 trat das Stift St. Peter und Alexander das Kirchenpatronat an Kurmainz ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Brand vernichtete am 9. März 1675 das gesamte Dorf inklusive der Kirche. Nur zwei Häuser überstanden die Katastrophe. Die Kirche wurde 1765 von Pfarrer Johann Heinrich Schmalberger wiedererrichtet. Verloren blieben aber alle Unterlagen über den Wiederaufbau des Dorfes nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] und die Entwicklung des [[Fuhrmann (Beruf)|Fuhrmannswesens]], das wohl aus dem im Spessart häufig notwendigen Vorspann hervorging&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brand&amp;quot;&amp;gt;„Als Lohrhaupten samt Kirche niederbrannte – Vor 350 Jahren brach großes Unglück über den Spessartort herein: Nur zwei Häuser überstanden das Inferno“, Gelnhäuser Neue Zeitung, 8. März 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1684 fiel die Mainzer Hälfte – als Lehen von Mainz – zusammen mit dem [[Amt Bieber]] im Tausch gegen die hanauische Hälfte des ebenfalls mit Mainz gemeinschaftlichen Amtes [[Amt Partenstein|Partenstein]] komplett an die [[Grafschaft Hanau]]. Auch das Kirchenpatronat ging an Hanau über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lohrhaupten und [[Kempfenbrunn]] bildeten bis 1701 eine gemeinsame Pfarrei, die der „Klasse“ ([[Dekanat]]) [[Schlüchtern]] zugeordnet war. Anschließend war Kempfenbrunn bis 1801 selbständig. Von 1801 bis 1834 gehörte es erneut zur Kirchengemeinde Lohrhaupten. Nach 1701 gehörte die Pfarrei zur „Klasse“ [[Meerholz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, [[Johann Reinhard III. (Hanau)|Johann Reinhard III.]], fielen Dorf und Amt 1736 – zusammen mit der ganzen [[Grafschaft Hanau-Münzenberg]] – an die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]], aus der 1803 das [[Kurfürstentum Hessen]] wurde. Hier wurde das Amt Lohrhaupten mit der [[Kurfürstentum Hessen#Verwaltungsgliederung|Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen]] von 1821 aufgelöst, Lohrhaupten kam zu dem neu gebildeten [[Landkreis Gelnhausen]]. 1866 wurde das Kurfürstentum nach dem [[Deutscher Krieg|Deutsch-Österreichischen Krieg]] von [[Preußen]] annektiert und Lohrhaupten kam nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zum Land Hessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] wurden am 1. Juli 1974 Lohrhaupten kraft Landesgesetz in die 1972 neu gegründete Gemeinde Flörsbachtal eingegliedert&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister des Innern |titel=Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) |nr=9 |jahr=1974 |datum=1974-03-12 |seite=1 |seiten=149 |fundstelle=§&amp;amp;nbsp;10 |kbytes=2910}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=363}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der ehemalige Landkreis Gelnhausen ging im neu gebildeten [[Main-Kinzig-Kreis]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spuren jüdischen Lebens ===&lt;br /&gt;
Die ersten Erwähnungen jüdischer Bewohner in Lohrhaupten stammen aus der Zeit zwischen 1693 und 1717. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde hängt mit der [[Birkenhainer Straße]] und dem [[Viehhandel]] zusammen, der von jüdischen Händlern dominiert wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Juden&amp;quot;&amp;gt;„Als Juden Hakenkreuzfahnen verkauften - Die Geschichte des jüdischen Lebens in Lohrhaupten mit Synagoge, rituellem Bad und eigener Schule“; Gelnhäuser Neue Zeitung, 31. Mai 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;. Als Vornamen werden genannt: Abraham, Vastel, Josias, Mahnes und Gerson. Später die Familiennamen Ehrlich, Maier, Rosenthal, Stern und Strauss. Eine Zählung im Jahr 1885 ergab bei 868 Einwohnern 55 jüdische Personen. Wenig später, im Jahr 1924 waren es 20 bis 25 Personen, und 1932 nur noch 18 Bürger. Eine jüdische Gemeinde bestand in Lohrhaupten bis 1936&amp;lt;ref name=&amp;quot;Juden&amp;quot; /&amp;gt;. Sie verfügte wohl in den Anfangszeiten über einen Betsaal, später, ab 1889 über eine Synagoge, eine Mikwe und eine jüdische Elementarschule mit Lehrerwohnung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Juden&amp;quot; /&amp;gt;. Der Bestattungsort für die Toten der Gemeinde war der Friedhof in [[Altengronau]]. Dort finden sich heute noch Grabinschriften mit dem Hinweis auf Lohrhaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1583: || 93 Huldigende&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1632: || 44 Dienstpflichtige, dazu 38 auf Seilbacher Seite&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1753: || 119 Haushaltungen und 1 Jude, zusammen 546 Personen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1812:|| 126 Feuerstellen, 666 Seelen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Lohrhaupten|width=450|float=none|maxEinwohner=1090&lt;br /&gt;
|783|892|960|795|787|841|827|837|868|859|831|810|823|818|1146|1066|949|907|927&lt;br /&gt;
|vor1834=(1753,546)(1812,666)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,969)(2011,1097)(2013,1085)(2017,1029)(2021,1035)&lt;br /&gt;
|quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Gemeinde Flörsbachtal&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || 805 evangelische (= 92,74 %), 8 katholische (= 0,92 %), 55 jüdische (= 6,34 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 834 evangelische (= 91,95 %), 71 katholische (= 7,83 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur und Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
=== Verkehrsanbindung ===&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
Durch den Ort verläuft die [[Landesstraße|Landesstraße L 3199]], sie ist nach Norden hin die Verbindung über Pfaffenhausen und Bad Orb zum Kinzigtal und südlich zu der nach Lohr führenden Bundesstraße B 276. Die Entfernung zum [[Anschlussstelle (Autobahn)|Autobahnanschluss]] Bad Orb/Wächtersbach (AS 45) der [[Bundesautobahn 66|A 66]], beträgt etwa 25 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bahn ====&lt;br /&gt;
Eine Anbindung an den Bahnverkehr bietet der [[Bahnhof Gelnhausen]] und [[Bahnhof Wächtersbach]] an der [[Kinzigtalbahn (Hessen)|Kinzigtalbahn]]. Die Regionalbahn, die im [[Stundentakt]] verkehrt, bindet an die ICE-Haltepunkte [[Fulda]] und [[Hanau]] bzw. [[Frankfurt am Main]] an. Der Bahnhof ist 28 km entfernt und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Bahnhof Wächtersbach ist [[Barrierefreiheit|barrierefrei]] ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nahverkehr ====&lt;br /&gt;
Ganzjährig verkehren die Buslinien MKK 64 und MKK 86, des KVG Main-Kinzig und schaffen öffentliche Verkehrsanschlüsse zu den andern Ortsteilen, den Nachbargemeinden und über Bad Orb bzw. Biebertal ins Kinzigtal und an die Kinzigtalbahn (Hessen) am Bahnhof Gelnhausen. Es gilt der Tarif des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
==== Kindertagesstätten ====&lt;br /&gt;
Lohrhaupten verfügt über eine Kindertagesstätte &amp;quot;Kindertraum&amp;quot;, mit einem Platzangebot für 57 Kinder. Darin enthalten sind je eine Krippengruppe (12 Kinder), eine Kindergartengruppe mit (25 Kindern - ab dem 3. Lebensjahr), eine Naturgruppe (20 Kinder - ab dem 3. Lebensjahr). Weitere Kindergärten bzw. Kindertagesstätten befinden sich in den Ortsteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schulen ====&lt;br /&gt;
===== Grundschule =====&lt;br /&gt;
Im Ortsteil Lohrhaupten befindet sich die Wilhelm-Hauff Schule. Sie ist über Bus und Taxi mit weiteren Ortsteilen verbunden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.whs-lohrhaupten.de/das-angebot-unserer-schule/, Grundschule], abgerufen am 25. März 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Weiterführende Schulen =====&lt;br /&gt;
[[Weiterführende Schule]]n liegen außerhalb der Gemeinde. Es sind u. a.: die Kreisrealschule Bad Orb, das [[Grimmelshausen-Gymnasium Gelnhausen]], die Henry-Harnischfeger Schule in [[Bad Soden-Salmünster]] und die Brentano-Schule im [[Linsengericht (Hessen)|Linsengericht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mühlen ===&lt;br /&gt;
Im Ortsbereich standen zahlreiche Mühlen, die vom Wasser des [[Lohrbach (Lohr)|Lohrbaches]], des [[Lepgesborns]], [[Krebsborns]], [[Wüstenborns]], [[Peddigesborns]] und der [[Borngasse]] gespeist wurden. Hierzu gehörten:&lt;br /&gt;
* Mühle Horbeld (auch: „Obermühle“), in den 1950er Jahren stillgelegt&lt;br /&gt;
* Keßlersche Mahlmühle&lt;br /&gt;
* Mittelmühle (auch: „Mühle Deusingen“), 1986 stillgelegt&lt;br /&gt;
* Ölmühle, 1929 stillgelegt. Das Mahlwerk der Mühle aus dem Jahr 1750 steht im [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in [[München]].&lt;br /&gt;
* „Seitze“-Mühle, um 1950 stillgelegt&lt;br /&gt;
* Untermühle, um 1950 stillgelegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Blasonierung = Im gespaltenen Schild: vorne in Gold ein grüner Wald, hinten in Rot ein silberner goldbewehrter Löwe.&lt;br /&gt;
|Zusatz = Das Wappen wurde am 26. April 1954 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.&lt;br /&gt;
|Quelle = {{HessAmtsBL |typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Lohrhaupten im Landkreis Gelnhausen, Regierungsbezirk Wiesbaden |fundstelle=Punkt 430 |nr=20 |jahr=1954 |datum=1954-04-26 |seite=3 |seiten=483 |kbytes=2810}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturdenkmäler ==&lt;br /&gt;
Siehe: [[Liste der Kulturdenkmäler in Flörsbachtal#Lohrhaupten|Liste der Kulturdenkmäler in Flörsbachtal-Lohrhaupten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Ludwig Bickell]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Cassel&lt;br /&gt;
   |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Kreis Gelnhausen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elwert&lt;br /&gt;
   |Ort=Marburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1901&lt;br /&gt;
   |Seiten=157 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Willi Klein&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Geschichte des Mühlenwesens im Main-Kinzig-Kreis&lt;br /&gt;
   |Reihe=[[Hanauer Geschichtsverein 1844|Hanauer Geschichtsblätter]]&lt;br /&gt;
   |BandReihe=40&lt;br /&gt;
   |Ort=Hanau&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |Seiten=397–403}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Heinrich Reimer (Archivar)|Heinrich Reimer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Historisches Ortslexikon für Kurhessen&lt;br /&gt;
   |Datum=1926&lt;br /&gt;
   |Seiten=309, 544}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116333049 |GND=4256040-8}}&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|SUCHE=Archiv|title:(Lohrhaupten)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.floersbachtal.de/seite/de/gemeinde/036:1506:40/-/Lohrhaupten.html Ortsteil Lohrhaupten] im Internetauftritt der Gemeinde Flörsbachtal.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=11452|titel=Lohrhaupten, Main-Kinzig-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 {{LAGIS|ref=nein|ID=11452|titel=Lohrhaupten, Main-Kinzig-Kreis |datum=2018-05-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Flörsbachtal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4256040-8|VIAF=237804005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Main-Kinzig-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Flörsbachtal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Main-Kinzig-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1057]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Matthias M.</name></author>
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