<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lohnpolitik</id>
	<title>Lohnpolitik - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lohnpolitik"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lohnpolitik&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T08:13:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lohnpolitik&amp;diff=524725&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Berlinautor: +kat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lohnpolitik&amp;diff=524725&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-02-21T15:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lohnpolitik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (als eine Unterart von [[Politik]]) bezeichnet einen Vorgang mit dem Ziel, zu allgemein verbindlichen Entscheidungen über die Höhe der [[Arbeitsentgelt|Löhne]] als [[Arbeitsentgelt]] zu kommen, indem sich mehrere Interessengruppen, [[Gewerkschaft]]en als Vertreter der [[Arbeitnehmer]], Arbeitgeberverbände als Vertreter der [[Arbeitgeber]], oder andere Einrichtungen und Personen gezielt an diesem verbindlichen Entscheidungsprozess etwa im Rahmen von [[Tarifverhandlung]]en beteiligen. Auf die Lohnpolitik nehmen auch staatliche Einrichtungen wie Regierung oder [[Partei]]en sowie die [[Massenmedien|Medien]] und die wissenschaftlichen Beratungsinstitutionen indirekt Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lohnpolitik findet ihren Niederschlag im [[Tarifvertrag]], z. B. im [[Flächentarifvertrag]] (Deutschland). Zu den Rahmenbedingungen der Lohnpolitik in Deutschland gehört die [[Tarifautonomie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lohnpolitik hängt auch vom Machteinfluss ab, der in [[Arbeitskampf|Arbeitskämpfen]] zum Einsatz kommt, etwa als [[Streik]] der Arbeitnehmer oder [[Aussperrung]] von Arbeitnehmern durch die Arbeitgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forderungen der [[Tarifpartei]]en in den Verhandlungen zur Lohnpolitik richten sich nach wirtschaftlichen Größen wie [[Arbeitsproduktivität]], Rate der [[Inflation]], Quote der [[Arbeitslosigkeit]], [[Lohnquote]]. Diese Bezugsgrößen, als Basis für eine schnellere Lösung bei den Verhandlungen, dienen auch dazu, längere Arbeitskämpfe zu vermeiden und [[Verteilungskonflikt]]e zu entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lohntheorien ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lohntheorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaufkrafttheorie des Lohns ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe ausführlichen Artikel [[Kaufkrafttheorie]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Produktivitätstheorie des Lohns ===&lt;br /&gt;
Nach dieser Theorie sollen die Löhne in dem Ausmaß steigen, in dem die [[Arbeitsproduktivität]] gestiegen ist, da sich so das Verhältnis, mit dem die [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] der Unternehmen sich auf [[Gewinn]]e und [[Arbeitsentgelt|Löhne]] aufteilt, nicht ändere (sog. „produktivitätsorientierte Lohnpolitik“). So bekämen die [[Arbeitnehmer]] einen konstanten Anteil an der Produktivitätssteigerung und an der Produktion bzw. dem Einkommen insgesamt. Eine solche produktivitätsorientierte Lohnpolitik führt zu einer stabilen [[Lohnquote]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker machen geltend, dass die Arbeitsproduktivität eine rein statistische Größe sei, aus der man nicht ableiten könne, welchen Anteil ursachengemäß an der Produktivitätssteigerung die einzelnen [[Produktionsfaktor]]en (Arbeit, [[Kapital]]) hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Produktivitätstheorie des Lohnes wird von vielen [[Wirtschaftswissenschaftler]]n empfohlen, wobei je nach allgemeiner Wirtschaftslage (insbesondere Höhe der [[Arbeitslosigkeit]]), aber auch nach zugrunde liegender [[Wirtschaftstheorie]], Zu- oder Abstriche zu machen sind. Für [[Ludwig Erhard]] waren Lohnerhöhungen gemäß einer gesteigerten Ergiebigkeit der Volkswirtschaft Teil der [[Marktwirtschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Erhard]]: [[Wohlstand für Alle (Buch)|Wohlstand für Alle]]. 8. Auflage 1964, S. 211 ({{Webarchiv|url=http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/files/wohlstand_fuer_alle.pdf |wayback=20110822113139 |text=PDF }})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „produktivitätsorientierte Lohnpolitik“ wurde von [[Viktor Agartz]] als „dynamische Lohnpolitik“ im Unterschied zur „expansiven Lohnpolitik“ bezeichnet. Entsprechende Begriffe finden sich bei [[Theodor Brauer (Ethiker)|Theodor Brauer]] mit „regulativer“ und „spekulativer“ Lohnerhöhung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;B%Sch&amp;quot;&amp;gt;Reinhard Bispinck und Thorsten Schulten: Das Konzept der expansiven Lohnpolitik - eine kritische Würdigung aus heutiger Sicht. In: Reinhard Bispinck, Thorsten Schulten, Peeter Raane (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsdemokratie und expansive Lohnpolitik. Zur Aktualität von Viktor Agartz&amp;#039;&amp;#039;. VSA-Verlag Hamburg 2008. ISBN 978-3-89965-282-6. S. 48 bis 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expansive Lohnpolitik ===&lt;br /&gt;
Eine „dynamische“ Lohnpolitik bedeutet für [[Viktor Agartz]] lediglich eine Anpassung des Reallohns an die Produktivitätsentwicklung, wobei der Reallohn der Entwicklung ständig hinterherhinke. Demgegenüber befürwortet er eine „expansive“ Lohnpolitik. Darunter ist zu verstehen, dass die Lohnpolitik mit der dadurch erzielten Kaufkraftsteigerung die Ausweitung der Produktion fördern soll, womit das Wirtschaftswachstum weiter vorangetrieben werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Viktor Agartz: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur wirtschaftlichen Entwicklung 1953. Expansive Lohnpolitik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts der Gewerkschaften in Köln&amp;#039;&amp;#039;. 6. Jahrgang, 1953, Heft 12, S. 246. Wieder abgedruckt in: Reinhard Bispinck, Thorsten Schulten, Peeter Raane (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsdemokratie und expansive Lohnpolitik. Zur Aktualität von Viktor Agartz&amp;#039;&amp;#039;. VSA-Verlag, Hamburg 2008. ISBN 978-3-89965-282-6. S. 151–157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Herbert Ehrenberg]] wird Lohnpolitik damit zu einem Instrument der [[Verteilungspolitik]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Herbert Ehrenberg]] |Titel=Expansive Lohnpolitik, ein Mittel der Einkommensverteilung |Ort=Göttingen |Datum=1958}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ansicht einiger neo-Schumpeterscher Ökonomen (wie [[Alfred H. Kleinknecht]] und [[Hans-Heinrich Bass]]) können höhere Lohnsätze auch als „Produktivitätspeitsche“ die Durchsetzung von arbeitssparenden Prozessinnovationen fördern und so den technischen Fortschritt beschleunigen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. H. Kleinknecht: &amp;#039;&amp;#039;Heeft Nederland een loongolf nodig? Een neo-Schumpeteriaans verhaal over bedrijfswinsten, werkgelegenheid en export&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Tijdschrift voor politieke ekonomie&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 17, 2, S. 5–24. Hans-Heinrich Bass: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsmärkte in Deutschland und Japan. Eine kurze Geschichte mit offenem Ende&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;List-Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 35, Heft 1, S. 63–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Effizienzlohntheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Meinhold-Formel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4036241-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsentgelt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Berlinautor</name></author>
	</entry>
</feed>