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	<title>Logozentrismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:09:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Logozentrismus&amp;diff=579658&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emigrette: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-01T21:25:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Logozentrismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde erstmals von [[Ludwig Klages]] gebildet&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Klages: [https://giuseppecapograssi.wordpress.com/wp-content/uploads/2013/07/klages-l1-der-geist-als-wiedersacher-der-seele.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Geist als Widersacher der Seele&amp;#039;&amp;#039;] (drei Bände 1929–1932), 6. Auflage, [[Bouvier Verlag|Bouvier]], Bonn 1981, s. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der damit die neuzeitliche Betonung der [[Rationalität]] als losgelöst von der Wirklichkeit des Lebens kritisierte und dieser Weltsicht ein „biozentrisches“ Konzept entgegenstellte, in dem das eigentliche Leben als Einheit von Körper und Seele betrachtet wird. In anderer Bedeutung und ohne Bezugnahme auf Klages wurde der Begriff auch von [[Jacques Derrida]] verwendet („logocentrique“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Egon Pöhler, Red. |url=https://www.schwabeonline.ch/schwabe-xaveropp/elibrary/start.xav?start=//*%5B@attr_id=%27verw.logozentrisch%27%20and%20@outline_id=%27hwph_verw.logozentrisch%27%5D |titel=Logozentrisch |werk=Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 5 |hrsg=[[Schwabe Verlag]] |datum=1980 |sprache=de |abruf=2024-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als logozentristisch kritisieren heute vor allem [[Poststrukturalismus|poststrukturalistische Theorien]] jede vernunftzentrierte [[Metaphysik]], mithin:  die gesamte abendländische Rationalität. Logozentrisches Denken wird hier als „herrschender [[Diskurs]]“ bzw. als „herrschende Denkform“ betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an der Identitätslogik ==&lt;br /&gt;
Kritisiert werden mit diesem Begriff konstruierte Bedeutungen oder auch [[Ideologie|ideologisch]] aufgeladene Bedeutungen, die die Wirklichkeit in identitätslogische Gegenteilspaare ([[Seele]]/[[Körper (Biologie)|Körper]], positiv/negativ usw.) aufteilen und als Perspektive der Beurteilung ([[Referenzpunkt]]) die Gegenwart außenstehender Größen wie [[Wahrheit]], [[Gott]], Transparenz, Ursprung, [[Kausalität|Ursache]], [[Vernunft]] oder ähnlicher Zentren und [[Kategorie (Philosophie)|Kategorien]] der Metaphysik behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe Wahrheit und Vernunft werden dabei als [[Idee]]n von Wahrheit und [[Entität|Wesenheit]] und als [[autoritär]], eindimensional, [[Hierarchie|hierarchisch]], [[Totalitarismus|totalitär]] sowie pluralitätsfeindlich abgelehnt. Die Begriffe der Metaphysik werden als ein ineinandergreifendes und auf [[Selbstreferenzialität#Systemtheorie|sich selbst beziehendes System]] von [[Metapher]]n betrachtet. Als [[Konstrukt]]ionen besitzen diese Metaphern keinen eigentlichen Inhalt, der darstellbar und damit sinnvoll wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu: Gabriel Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden – Eine Einführung in die politische Philosophie des Poststrukturalismus.&amp;#039;&amp;#039; Unrast, 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Poststrukturalistische Positionen ==&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund ist für [[Roland Barthes]] die sokratische [[Mäeutik]] allein ein Prinzip, „den anderen zur äußersten Schande zu treiben: sich zu widersprechen.“ Das logozentrische Denken versuche, das Prinzip, „jenes alte Gespenst abzuschütteln: den logischen Widerspruch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacques Derrida spricht von einem „[[Imperialismus]] des [[Logos]]“, reflektiert das Heterogene, das „dem [[Ethnozentrismus]] ..., dem Logo- und [[Phonozentrismus]] der abendländischen Metaphysik zu entkommen sucht“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katharina Mai, [[Michael Wetzel]] |url=https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/derrida-jacques/85 |titel=Derrida, Jacques |werk=Metzler Philosophen-Lexikon |hrsg=[[Metzler]] |datum=2003 |sprache=de |abruf=2024-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Jean-François Lyotard]] wird im Logozentrismus „vom Denken verlangt, am [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierungsprozeß]] teilzunehmen. Jede andere Denkweise wird verurteilt, isoliert und als [[irrational]] abgelehnt“; denn „der Logos ist kein Spezialfall in der Unendlichkeit von [[Code]]s: er ist der Code, der der Unendlichkeit ein Ende setzt; er ist der Diskurs der Umschließung, der dem Poetischen, dem Para- und [[Anagramm]]atischen ein Ende setzt“ ([[Jean Baudrillard]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luce Irigaray]]: „Diese Dominanz des philosophischen Logos verdankt sich … seinem Vermögen, alles Andere in die Ökonomie des Gleichen zurückzuführen.“ „Aktivität/Passivität, Sonne/Mond, Kultur/Natur, Tag/Nacht, Vater/Mutter, Kopf/Herz, [[intelligibel]]/ sinnlich wahrnehmbar, Logos/ [[Pathos]] … Denken hat immer nach Oppositionen funktioniert … Nach dualen, hierarchisierten Oppositionen“ ([[Hélène Cixous]], zit. nach Kuhn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Roland Barthes]], &amp;#039;&amp;#039;[[Die Lust am Text]]&amp;#039;&amp;#039; (1973). Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M.: [[Suhrkamp Verlag|Suhrkamp]] 1974. ISBN 3518013785&lt;br /&gt;
* [[Jean Baudrillard]], &amp;#039;&amp;#039;Der symbolische Tausch und der Tod&amp;#039;&amp;#039; (1976). Berlin: [[Matthes &amp;amp; Seitz Berlin|Matthes &amp;amp; Seitz]] 1982. ISBN 3-88221-215-2&lt;br /&gt;
* [[Hélène Cixous]], &amp;#039;&amp;#039;Sorties&amp;#039;&amp;#039;, in: Butler/Scott (Hg): &amp;#039;&amp;#039;Feminist Philosophy&amp;#039;&amp;#039;. New York/London: [[Routledge (Verlag)|Routledge]] 1992.&lt;br /&gt;
* [[Gilles Deleuze]]/[[Félix Guattari]], &amp;#039;&amp;#039;[[Schizoanalyse|Anti-Ödipus]]. Kapitalismus und Schizophrenie I&amp;#039;&amp;#039; (1972). Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1974&lt;br /&gt;
* Gilles Deleuze/Félix Guattari, &amp;#039;&amp;#039;Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie II&amp;#039;&amp;#039; (1980), Berlin: [[Merve Verlag|Merve]] 1992&lt;br /&gt;
* [[Jacques Derrida]], &amp;#039;&amp;#039;[[Grammatologie (Derrida)|Grammatologie]]&amp;#039;&amp;#039; (1967). Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1983. (ISBN 3-518-28017-1)&lt;br /&gt;
* [[Jean-François Lyotard]], &amp;#039;&amp;#039;Das Inhumane. Plaudereien über die Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Wien: [[Passagen Verlag|Passagen]] 2004. (3. Auflage), ISBN 3-85165-551-6&lt;br /&gt;
* [[Luce Irigaray]], &amp;#039;&amp;#039;Das Geschlecht das nicht eins ist&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Merve 1972. ISBN 3-88396-001-2&lt;br /&gt;
* [[Susanne Konrad]], &amp;#039;&amp;#039;Goethes &amp;#039;Wahlverwandtschaften&amp;#039; und das Dilemma des Logozentrismus&amp;#039;&amp;#039;. Heidelberg: [[Universitätsverlag Winter|Carl Winter]] 1995. ISBN 3-8253-0335-7&lt;br /&gt;
* [[Gabriel Kuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden – Eine Einführung in die politische Philosophie des Poststrukturalismus&amp;#039;&amp;#039;. [[Unrast Verlag]] 2005. ISBN 3-89771-441-8&lt;br /&gt;
* [[Donatella Di Cesare]]: Art. &amp;#039;&amp;#039;[https://www.schwabeonline.ch/schwabe-xaveropp/elibrary/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27verw.logozentrisch%27%20and%20%40outline_id%3D%27hwph_verw.logozentrisch%27%5D#__elibrary__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27verw.stimme%27%5D__1711552082136 Stimme]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 10, 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Postmoderne Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissen (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Poststrukturalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emigrette</name></author>
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