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	<title>Logischer Raum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T18:04:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Logischer_Raum&amp;diff=2204827&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-13T14:02:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Logischer Raum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein von [[Ludwig Wittgenstein]] im &amp;#039;&amp;#039;[[Tractatus Logico-Philosophicus]]&amp;#039;&amp;#039; eingeführter Fachbegriff für das Strukturganze sämtlicher [[Sachverhalt]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Raum, logischer&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Wittgensteins Terminologie beschreibt jeder [[Elementarsatz]] einen Sachverhalt, ein bestehender Sachverhalt gilt als [[Tatsache]]. Die Definition des logischen Raums als Inbegriff der Sachverhalte schließt nicht nur Tatsachen, sondern auch nicht bestehende (bloß-[[Möglichkeit|mögliche]]) Sachverhalte mit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formale Rekonstruktionen ==&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene formale Rekonstruktionen der [[Logik]] bzw. [[Ontologie]] des &amp;#039;&amp;#039;Tractatus&amp;#039;&amp;#039; vorgeschlagen. So wurde versucht, den „logischen Raum“ als Paar aus einer Menge an Gegenständen und einer Menge nicht-komplementärer n-stelliger Prädikate aufzufassen,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. {{Literatur |Autor=Nino Cocchiarella |Titel=Logical Atomism, Nominalism, and Modal Logic |Sammelwerk=Synthese |Band=31 |Nummer=1 |Datum=1975-06 |Sprache=en |JSTOR=20115055 |Seiten=23–62 |Online=https://d1wqtxts1xzle7.cloudfront.net/50757902/bf0086947020161206-29840-1oiekj4-libre.pdf?1481087590=&amp;amp;response-content-disposition=inline%3B+filename%3DLogical_atomism_nominalism_and_modal_log.pdf&amp;amp;Expires=1658676709&amp;amp;Signature=ehNf4T8tzl2i1zQGXxmNaiY~4vY-12-r6pWSSh7aLnmLU1A2Favz7VAhNYoYXY8XIsI7pmWFC-HLcofXAQBnqFwtzIymZCZX~uihMpTFeV~~U0tnoxM2QQo2JeIWjI3eM7XV09tjnwHseGcwL8CVGRWcqpQdg1nbYFe9HExn4CWvJ3NlNcQ3JJeJxx31KJJf786jOUVdEPODmrYvHcuPUrBspr7sK2WIgcwz41ZGCuTg9RAS8sa83~0kW1M539N3geqHpEzOZdnRh3LkQt0z2ze3O2oMgAquNPAYGAVqREUev9XmDZUox77i-J7mHJJypOcrPKPjzK9SrrLEsYag9w__&amp;amp;Key-Pair-Id=APKAJLOHF5GGSLRBV4ZA |Format=PDF |Abruf=2022-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder als [[Boolesche Algebra]] von Situationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Literatur |Autor=Gert-Jan C. Lokhorst |Titel=Ontology, Semantics, and Philosophy of Mind in Wittgenstein&amp;#039;s Tractatus: A formal reconstruction |Sammelwerk=Erkenntnis |Band=29 |Nummer=1 |Datum=1988 |Sprache=en |ISSN=0165-0106 |DOI=10.1007/BF00166365 |Seiten=35–75 |Online=https://web.archive.org/web/20100216220255/http://homepages.ipact.nl/~lokhorst/wittgenstein.pdf |Format=PDF |KBytes=378 |Abruf=2022-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wird unter der Bezeichnung „logischer Raum“  auch in verschiedenen Logiksystemen ein formal definierter Begriff eingeführt, ohne dass damit beansprucht wird, eine Operationalisierung des Wittgenstein’schen Begriffes zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sellars ==&lt;br /&gt;
[[Wilfrid Sellars]] hat in Anknüpfung an Passagen des &amp;#039;&amp;#039;Tractatus&amp;#039;&amp;#039; von einem „logischen Raum der Gründe“ gesprochen, die Textnähe dieser Lesart ist allerdings umstritten. Dieser ist durch Relationen wie etwa Rechtfertigungsbeziehungen strukturiert, im Unterschied zur Gesamtheit empirischer Beschreibungen; wenn ein [[mentaler Zustand]] als „Wissen“ gekennzeichnet werde, werde dieser damit in diesen „Raum der Gründe“ eingeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. z.&amp;amp;nbsp;B.{{Literatur |Titel=Empiricism and the Philosophy of Mind |Hrsg=H. Feigl, M. Scriven |Sammelwerk=The Foundations of Science and the Concepts of Psychoanalysis, Minnesota Studies in the Philosophy of Science 1 |Verlag=University of Minnesota Press |Ort=Minneapolis |Datum=1956 |Sprache=en |Kommentar=diverse vollständige und auszugsweise Nachdrucke, u.&amp;amp;nbsp;a. hg. Robert Brandom, Harvard University Press, Cambridge 1997, § 36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diese Redeweise knüpfen [[Robert Brandom]] und [[John McDowell (Philosoph)|John McDowell]] an; hier wird dieser Term zu einem Zentralbegriff zur versuchsweisen Bestimmung von theoretischen Konzepten der [[Philosophie des Geistes]] wie dem der Intentionalität oder dem des Wissens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John McDowell |Titel=Mind and World |Verlag=Harvard University Press |Ort=Cambridge |Datum=1994 |Sprache=en}} {{Literatur |Autor=Robert Brandom |Titel=Making it Explicit |Verlag=Harvard University Press |Datum=1994 |Sprache=en |Seiten=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate aus dem Tractatus ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1.13&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Tatsachen im logischen Raum sind die Welt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3.4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Satz bestimmt einen Ort im logischen Raum. Die Existenz dieses logischen Ortes ist durch die Existenz der Bestandteile allein verbürgt, durch die Existenz des sinnvollen Satzes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3.41&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Satzzeichen und die logischen Koordinaten: Das ist der logische Ort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3.42&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Obwohl der Satz nur einen Ort des logischen Raumes bestimmen darf, so muss doch durch ihn schon der ganze logische Raum gegeben sein. (Sonst würden durch die Verneinung, die logische Summe, das logische Produkt etc. immer neue Elemente – in Koordinaten – eingeführt.) (Das logische Gerüst um das Bild herum bestimmt den logischen Raum. Der Satz durchgreift den ganzen logischen Raum.)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4.463&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Wahrheitsbedingungen bestimmen den Spielraum, der den Tatsachen durch den Satz gelassen wird.&lt;br /&gt;
(Der Satz, das Bild, das Modell, sind im negativen Sinne wie ein fester Körper, der die Bewegungsfreiheit der anderen beschränkt; im positiven Sinne, wie der von fester Substanz begrenzte Raum, worin ein Körper Platz hat.)&lt;br /&gt;
Die Tautologie lässt der Wirklichkeit den ganzen – unendlichen – logischen Raum; die Kontradiktion erfüllt den ganzen logischen Raum und lässt der Wirklichkeit keinen Punkt. Keine von beiden kann daher die Wirklichkeit irgendwie bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Wittgenstein |Titel=Logisch-philosophische Abhandlung, Tractatus logico-philosophicus |TitelErg=Kritische Edition |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1998}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Albert Newen]] |Titel=Interpretation und Rekonstruktion der Ontologie in Wittgensteins Tractatus |Sammelwerk=Grazer Philosophische Studien |Band=41 |Datum=1991-01 |DOI=10.5840/gps19914141 |Seiten=33–65}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ulrich Metschl |Titel=Ein Platz für alles Mögliche. Der logische Raum im Tractatus |Hrsg=Wilhelm Vossenkuhl |Sammelwerk=Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus (Reihe:Klassiker auslegen) |Verlag=Akademie Verlag |Ort=Berlin |Datum=2010 |ISBN=9783050026947 |DOI=10.1524/9783050050348.141 |Seiten=141-177}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metaphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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