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	<title>Loe de Jong - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Schriften */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-06T21:33:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Loe de Jong - De bezetting.png|miniatur|Loe de Jong (1966)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louis de Jong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. April]] [[1914]] in [[Amsterdam]]; † [[15. März]] [[2005]] ebenda) war einer der bekanntesten niederländischen [[Historiker]] und [[Journalist]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Loe (ausgesprochen: &amp;#039;&amp;#039;Lu&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|lu}}]) de Jong ist vor allem bekannt geworden durch sein vierzehnteiliges Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Het Koninkrijk der Nederlanden in de Tweede Wereldoorlog]]&amp;#039;&amp;#039; („Das [[Königreich]] der [[Niederlande]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]“), das bis auf den letzten Band von ihm allein verfasst wurde und als Standardwerk über die Zeit des Zweiten Weltkrieges in den Niederlanden und [[Niederländisch-Indien]], dem heutigen [[Indonesien]], gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Loe de Jong wurde in eine jüdische Familie geboren, sein Vater betrieb ein Lebensmittelgeschäft. Von 1926 bis 1932 besuchte er das &amp;#039;&amp;#039;Vossius Gymnasium&amp;#039;&amp;#039; seiner Heimatstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Shirley Haasnoot, Johannes Houwink ten Cate, Eva Rensman: [https://www.historischnieuwsblad.nl/nl/artikel/5603/loe-de-jong.html &amp;#039;&amp;#039;Loe de Jong&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Historisch Nieuwsblad&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 2001, Heft 1 (niederländisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort beeindruckte und beeinflusste ihn sein junger Geschichtslehrer [[Jacques Presser]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wim Berkelaar, Jos Palm: &amp;#039;&amp;#039;„Ik wil wekken en waarschuwen“. Gespreken over Nederlandse historici en hun eeuw&amp;#039;&amp;#039;. Aksant, Amsterdam 2008, ISBN 978-90-5260-208-0, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1932 bis 1937 studierte De Jong [[Geschichte]] und im Nebenfach [[Sozialgeographie]] an der [[Universität von Amsterdam]].&amp;lt;ref&amp;gt;Conny Kristel: &amp;#039;&amp;#039;Geschiedschrijving als opdracht. Abel Herzberg, Jacques Presser en Loe de Jong over de jodenvervolging&amp;#039;&amp;#039;. Meulenhoff, Amsterdam 1998, ISBN 90-290-5498-0, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1938 bis 1940 arbeitete er als Journalist und Auslandsredakteur für das linksorientierte Wochenblatt &amp;#039;&amp;#039;[[De Groene Amsterdammer]]&amp;#039;&amp;#039; (Der grüne Amsterdamer).&lt;br /&gt;
[[Datei:Loe de Jong (1942).jpg|mini|Loe de Jong (1942)]]&lt;br /&gt;
Nach dem deutschen [[Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg|Überfall auf die Niederlande]] am 10. Mai 1940 wurde ihm bewusst, dass er als [[Juden|Jude]] und als linksorientierter Journalist in großer Gefahr war. Er plante unverzüglich die Flucht ins sichere Ausland, die ihm wenige Tage später, am 15. Mai 1940, dem Tag der Kapitulation der Niederlande, mit seiner Frau nach [[London]] gelang. Dort wurde er sowohl Berichterstatter als auch Direktor von &amp;#039;&amp;#039;[[Radio Oranje]]&amp;#039;&amp;#039;, dem Radiosender des niederländischen &amp;#039;&amp;#039;[[Verzet]]&amp;#039;&amp;#039; („Widerstandes“), der von [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] aus ins besetzte Vaterland sendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Holocaust|nationalsozialistische Verfolgung]] im Zweiten Weltkrieg verlor De Jong viele Familienmitglieder, darunter seine Eltern, seinen Zwillingsbruder Sally und seine Tante, die Kommunalpolitikerin und Gewerkschafterin [[Alida de Jong]]. Dieser tragische Verlust wie auch die Judenverfolgung im Allgemeinen prägte den Rest seines Lebens. Er [[Überlebensschuld-Syndrom|fühlte sich schuldig]], den Krieg überlebt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 konnte er Minister [[Gerrit Bolkestein]] vom Ministerium für Unterricht, Kultur und Wissenschaft dazu bewegen, nach dem Krieg ein Reichsinstitut zu gründen, das sich mit der Chronologie und dem Sammeln von Augenzeugenberichten während des Zweiten Weltkrieges in den Niederlanden beschäftigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde am 15. September 1945 das [[Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie]] (RIOD, Reichsinstitut für Kriegsdokumentation), das heutige [[Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie]] (NIOD, Niederländisches Institut für Kriegsdokumentation), gegründet und Loe de Jong als Direktor die Leitung des Institutes anvertraut. Diese Position hatte er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1979 inne. Nach seiner Pensionierung beschäftigte sich De Jong mit der Vollendung seines Werkes über die Kriegszeit in den Niederlanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1960 bis 1965 präsentierte er im niederländischen Fernsehen die Dokumentationsreihe &amp;#039;&amp;#039;De Bezetting&amp;#039;&amp;#039; (Die Okkupation), die er auch moderierte und bei der [[Milo Anstadt]] Regie und Produktion übernahm. Da die Ereignisse der Jahre 1940 bis 1945 in der Zeit des Wiederaufbaus verdrängt worden waren, gerieten sie durch die Fernsehserie wieder in die öffentliche Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein großes Werk über den Zweiten Weltkrieg wurde nicht unwidersprochen hingenommen. Ein Punkt der Kritik war, dass sich De Jong zu viel von den subjektiven Begriffen „gut“ und „böse“ hätte leiten lassen. Dies führte einerseits dazu, dass er die Rolle [[Niederländischer Widerstand 1940–1945|niederländischer Widerstandskämpfer]] verklärte, andererseits jedoch der Rolle niederländischer [[Kollaborateur]]e wenig Beachtung schenkte. Auch seine Beschreibungen der Kriegsgeschehnisse in Niederländisch-Indien entfachten Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
In der Berliner Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen und Aufklärung. Die erste Generation der Holocaustforschung&amp;#039;&amp;#039;, die von der Gedenk- und Bildungsstätte [[Wannseekonferenz#Das Konferenzgebäude als Gedenkstätte|Haus der Wannsee-Konferenz]] und vom [[Touro College Berlin]] erarbeitet und im Januar / Februar 2019 im [[Haus am Werderschen Markt]] gezeigt wurde, wird Loe de Jong als einer von 20 Pionieren der Holocaustforschung vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.auswaertiges-amt.de/blob/2181126/d573f31292a1add339c2d6d729c91432/190124-flyer-de-data.pdf &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen und Aufklärung. Die erste Generation der Holocaustforschung&amp;#039;&amp;#039;], auf der Webseite des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]], abgerufen am 30. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Fünfte Kolonne im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1959 (deutsche Übersetzung seiner Doktorarbeit &amp;#039;&amp;#039;De Duitse Vijfde Colonne in de Tweede Wereldoorlog&amp;#039;&amp;#039;, 1953 ([https://www.dbnl.org/tekst/jong038duit01_01/index.php online])).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Het Koninkrijk der Nederlanden in de Tweede Wereldoorlog]]&amp;#039;&amp;#039;, 14 Bände. SDU-Verlag, Den Haag 1969–1991 ([https://www.niod.nl/en/publications/het-koninkrijk-der-nederlanden-in-de-tweede-wereldoorlog online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Bezetting.&amp;#039;&amp;#039; drei Bände, SDU-Verlag, Den Haag 1990, ISBN 90-12-06335-3, ISBN 90-12-06336-1 und ISBN 90-12-06337-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heeft Fewlix Kersten het Nederlandse volk gered ?&amp;#039;&amp;#039; (1972). Deutsche Übersetzung 1974: &amp;#039;&amp;#039;[[Felix Kersten]] und die Niederlande.&amp;#039;&amp;#039; In:  Hans-Heinrich Wilhelm, Louis de Jong: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Legenden aus dem Dritten Reich. Quellenkritische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, 1974 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 28), S. 77–138, ISBN 3-421-01680-1.&amp;lt;ref&amp;gt;teilweise [https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=kWvoBQAAQBAJ&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA001 online] (Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Doolan: &amp;#039;&amp;#039;Collective Memory and the Dutch East Indies. Unremembering Decolonization&amp;#039;&amp;#039;. Amsterdam University Press, Amsterdam 2021, ISBN 978-94-6372-874-4, S. 199–232: &amp;#039;&amp;#039;Loe de Jong Controversy&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119099926}}&lt;br /&gt;
* [https://dwc.knaw.nl/en/biografie/pmknaw/?pagetype=authorDetail&amp;amp;aId=PE00001127 Louis de Jong] Eintrag bei der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften&lt;br /&gt;
* [http://www.parool.nl/nieuws/2005/MRT/15/p4.html &amp;#039;&amp;#039;Het Parool&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.refdag.nl/website/artikel.php?id=1206544 &amp;#039;&amp;#039;Reformatorisch Dagblad&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.vpro.nl/geschiedenis/anderetijden/index.shtml?4158511+2899536+18545223+21377598 &amp;#039;&amp;#039;Andere Tijden&amp;#039;&amp;#039;]: Fernsehsendung des &amp;#039;&amp;#039;Vrijzinnig Protestantse Radio Omroep&amp;#039;&amp;#039; (VPRO) über das Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie (RIOD), u.&amp;amp;nbsp;a. mit dem letzten Fernsehinterview von Louis de Jong&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/personen/jong.html Artikel unter &amp;#039;&amp;#039;Niederlande-Wissen&amp;#039;&amp;#039; der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119099926|LCCN=n/79/56396|VIAF=110969412}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jong, Loe De}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (niederländischer Widerstand 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Amsterdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jong, Loe de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jong, Louis de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Historiker und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Amsterdam]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. März 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Amsterdam]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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