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	<title>Lodur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T19:06:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lodur&amp;diff=188254&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: s.auch-Link raus (steht schon im Text), zus. Links</title>
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		<updated>2026-01-21T20:46:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;s.auch-Link raus (steht schon im Text), zus. Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Odin, Lodur, Hoenir skabe Ask og Embla by Frølich.jpg|mini|300px|Odin, Hönir und Lodur erschaffen Ask und Embla. Illustration von [[Lorenz Frølich]], 1895]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lodur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altnordische Sprache|altnordisch]] &amp;#039;&amp;#039;Lóðurr&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]] der Name einer Gottheit, der so selten erwähnt wird, dass sich nichts Gewisses über sie sagen lässt. Man geht davon aus, dass es sich entweder um den [[Beiname]]n eines Gottes oder den Namen einer eigenständigen, aber sonst unbekannten Gottheit handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Edda|eddischen Literatur]] wird Lodur nur im [[Schöpfung]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gedicht &amp;#039;&amp;#039;[[Völuspá]]&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Danach gingen [[Odin]], [[Hönir]] und Lodur am Strand entlang und fanden dort [[Ask und Embla]], aus denen sie die ersten Menschen schufen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Unz þrír qvómo ór því liði,&amp;lt;br /&amp;gt;ǫflgir oc ástgir, æsir, at húsi;&amp;lt;br /&amp;gt;fundo á landi, lítt megandi,&amp;lt;br /&amp;gt;Asc oc Emblo, ørlǫglausa.&amp;lt;br /&amp;gt;ǫnd þau né átto, óð þau né hǫfðo,&amp;lt;br /&amp;gt;lá né læti né lito góða;&amp;lt;br /&amp;gt;ǫnd gaf Óðinn, óð gaf Hœnir,&amp;lt;br /&amp;gt;lá gaf Lóðurr oc lito góða.&amp;lt;ref&amp;gt;Lieder-Edda: Völuspá, Strophe 17&amp;amp;nbsp;f.. Textausgabe nach Titus Projekt, URL: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/anord/edda/edda.htm, aufgerufen am 4. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Völuspá,&amp;#039;&amp;#039; [[Strophe]]&amp;amp;nbsp;17&amp;amp;nbsp;f. &amp;lt;small&amp;gt;(Übersetzung nach [[Karl Joseph Simrock]])&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung nach [[Karl Joseph Simrock]]: &amp;#039;&amp;#039;[[s:Die Edda (Simrock 1876)|Die Edda]]&amp;#039;&amp;#039; (Übersetzung). Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung. Stuttgart 1876. Bei Simrock handelt es sich um Strophe 17&amp;amp;nbsp;f. der &amp;#039;&amp;#039;Völuspá&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Umschrift=&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Gingen da dreie aus dieser Versammlung,&amp;lt;br /&amp;gt;Mächtige, milde [[Ase]]n zumal,&amp;lt;br /&amp;gt;Fanden am Ufer unmächtig&amp;lt;br /&amp;gt;Ask und Embla und ohne Bestimmung.&amp;lt;br /&amp;gt;Besaßen nicht Seele, und Sinn noch nicht,&amp;lt;br /&amp;gt;Nicht Blut noch Bewegung, noch blühende Farbe.&amp;lt;br /&amp;gt;Seele gab Odin, Hönir gab Sinn,&amp;lt;br /&amp;gt;Blut gab Lodur und blühende Farbe.}}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus taucht der Name noch in der [[Skaldendichtung]] auf. Im&amp;amp;nbsp;10. und&amp;amp;nbsp;12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gebrauchen zwei [[Skalde]]n die [[Kenning]] &amp;#039;&amp;#039;Lóðurrs vinr&amp;#039;&amp;#039; „Lodurrs Freund“ für Odin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Snorri Sturluson]] führt in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Prosa-Edda]]&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Gylfaginning]]&amp;#039;&amp;#039; eine andere Göttertrias auf, die zuerst die Welt und danach die Menschen erschuf: Odin und seine Brüder [[Vili]] und [[Vé]]. Beiden Dreiheiten ist gemein, dass Odin einer der Götter ist und dass sie bei der Menschenschöpfung dieselbe Rolle übernehmen. Deswegen wurde mitunter vertreten, dass Odins Brüder Entsprechungen von Hönir und Lodur seien. Doch könnte Snorri Sturluson die Weltenschöpfer mit den Menschenschöpfern gleichgesetzt haben, um die nordische Mythologie zu harmonisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglich auch, dass er mit den [[schemen]]haften Göttern Hönir und Lodur nicht mehr viel anzufangen wusste. Die Handlung der Götter könnte für ihn bedeutsamer gewesen sein als ihre [[Genealogie|genealogisch]]-[[Mythos|mythische]] Abstammung. Lodur kann deswegen eine sehr alte Gottheit sein, deren Mythen zum Zeitpunkt der Niederschrift der &amp;#039;&amp;#039;Völuspá&amp;#039;&amp;#039; bereits so verblasst waren,&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche Jan de Vries: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte, Band 2: Religion der Nordgermanen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Walter de Gruyter &amp;amp; Co., Berlin–Leipzig 1937, § 322&amp;lt;/ref&amp;gt; dass nur in der [[Germanische Schöpfungsgeschichte|Schöpfungsgeschichte]] der Name noch formelhaft erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lodur kann aber auch der Beiname einer Gottheit sein. Insbesondere in der ersten Hälfte des&amp;amp;nbsp;20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vertrat man in der älteren Forschung die Meinung, dass Lodur ein Beiname des Gottes [[Loki]] sei. Nach dieser Ansicht entsprach die Dreiheit Odin–Hönir–Lodur der in der nordischen Überlieferung mehrfach erwähnten Trias Odin–Hönir–Loki. Die Kenning &amp;#039;&amp;#039;Lodurs Freund&amp;#039;&amp;#039; habe auch eine Analogie in der Kenning &amp;#039;&amp;#039;Lopts Freund&amp;#039;&amp;#039; für Odin, wobei Lopt zweifellos ein Beiname Lokis sei. Teilweise wurde auch vertreten, dass der [[Rune]]n&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;name &amp;#039;&amp;#039;Logaþore&amp;#039;&amp;#039; eine [[etymologisch]]e Brücke von Loki zu Lodur schlage.&amp;lt;ref&amp;gt;Schröder, 1960, S. 247&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch stellt man &amp;#039;&amp;#039;Logaþore&amp;#039;&amp;#039; inzwischen mehr zu [[Altenglische Sprache|altenglisch]] &amp;#039;&amp;#039;logðor, logeþer&amp;#039;&amp;#039; „[[Ränke]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;schmied“ und „Zauberer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Düwel: &amp;#039;&amp;#039;Nordendorf. § 2 Runologisches.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Beck, [[Dieter Geuenich]], [[Heiko Steuer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der germanischen Altertumskunde – Band 21.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin – New York 2002, ISBN 978-3-11-017272-0, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztlich kann die Gleichsetzung von Lodur mit Loki nicht eindeutig belegt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan de Vries: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte, Band 2: Religion der Nordgermanen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Walter de Gruyter &amp;amp; Co., Berlin–Leipzig 1937, § 262&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere spricht dagegen, dass die Rolle des Lebensschenkers kaum zu Loki passen könne,&amp;lt;ref&amp;gt;Simek, 2006, S.&amp;amp;nbsp;246.&amp;lt;/ref&amp;gt; zumal es sein einziger Bezug zu den Menschen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Deutung sieht in Lodur einen Beinamen des Gottes [[Freyr]]: leite man Lodur von altnordisch &amp;#039;&amp;#039;lód&amp;#039;&amp;#039; „Frucht, Ertrag“ ab, so ergebe sich daraus ein möglicher Beiname des [[Fruchtbarkeitsgottheit|Gottes der Fruchtbarkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Skeptisch hierzu Simek, 2006, S.&amp;amp;nbsp;246.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Yvonne S. Bonnetain: &amp;#039;&amp;#039;Der nordgermanische Gott Loki aus literaturwissenschaftlicher Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Tübingen 2005. In: &amp;#039;&amp;#039;Göppinger Arbeiten zur Germanistik.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 733. Kümmerle, Göppingen 2006, ISBN 978-3-87452-985-3.&lt;br /&gt;
* Ludwig Rübekeil: &amp;#039;&amp;#039;Diachrone Studien zur Kontaktzone zwischen Kelten und Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2002, ISBN 978-3-7001-3124-3.&lt;br /&gt;
* [[Franz Rolf Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Göttin des Urmeeres und ihr männlicher Partner.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut de Boor, Ingeborg Schröbler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Band 1960, Heft 82. Niemeyer, Tübingen 1960, S. 221–264 (S. 247&amp;amp;nbsp;f.)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.&lt;br /&gt;
* [[Jan de Vries (Philologe)|Jan de Vries]]: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. De Gruyter, Berlin, New York 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarische Figur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordische Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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