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	<title>Lodde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T01:44:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lodde&amp;diff=351449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: Revert - Das ist gelebte WP-Praxis,vgl. Wikipedia:Begriffsklärung#Der_Begriffsklärungshinweis_(BKH)</title>
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		<updated>2026-02-06T17:53:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert - Das ist gelebte WP-Praxis,vgl. &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Begriffskl%C3%A4rung#Der_Begriffsklärungshinweis_(BKH)&quot; title=&quot;Wikipedia:Begriffsklärung&quot;&gt;Wikipedia:Begriffsklärung#Der_Begriffsklärungshinweis_(BKH)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu dem im KZ Dachau ermordeten Coesfelder Pfarrdechanten [[Joseph Lodde]] siehe dort.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Lodde&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Mallotus villosus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Otto Friedrich Müller|Müller]], 1776)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Mallotus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Georges Cuvier|Cuvier]], 1829&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Stinte&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Osmeridae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Stintartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Osmeriformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Stomiati&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterkohorte&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Euteleosteomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Kohorte&lt;br /&gt;
| Bild             = Mallotus villosus.gif&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Lodde (&amp;#039;&amp;#039;Mallotus villosus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Rang     = Unterart&lt;br /&gt;
| Subtaxa          = * Lodde (&amp;#039;&amp;#039;M. villosus villosus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Pacific Capelin (&amp;#039;&amp;#039;M. villosus socialis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lodde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapelan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Mallotus villosus&amp;#039;&amp;#039;) ist ein kleiner Fisch aus der Familie der [[Stinte]], der in großen Schwärmen im [[Arktischer Ozean|Arktischen Ozean]] lebt. Im Handel ist sie auch unter ihrem englischen Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Capelin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Lodde ist ein [[Schwarmfisch]]. Die [[Biomasse]] der riesigen Schwärme kann in manchen Gebieten Millionen von Tonnen betragen. Sie leben in einer Meerestiefe bis 300&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeine Lodde (&amp;#039;&amp;#039;Mallotus villosus villosus&amp;#039;&amp;#039;) lebt je nach Jahreszeit im Arktischen Ozean vom [[Weißes Meer|Weißen Meer]] über die [[Barentssee]] und im [[Atlantischer Ozean|Nordatlantik]] bis auf die Höhe von [[Neufundland]]. Die Unterart &amp;#039;&amp;#039;Mallotus villosus socialis&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Pacific Capelin&amp;#039;&amp;#039; genannt) lebt im Nordpazifik von der [[Beringstraße]] bis auf die Höhe von [[Japan]] und [[Korea]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsbild und Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männchen werden rund 20 cm lang, die Weibchen bis zu 25 cm. Der Rücken ist olivfarben mit einem fließenden Übergang zu den silbernen Flanken- und Bauchschuppen. Die sehr kleinen Schuppen sind von dunklen Pünktchen umgeben. Die Körperform ist schlank und nur wenig gewölbt. Die Zähne sind winzig und kaum sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Männchen tragen in der Laichzeit Reihen haarartig besetzter Schuppen an den Seiten, wahrscheinlich zum Zwecke besseren Kontakts mit Weibchen beim Laichen. Sie erinnern angeblich an die Kleidung eines Geistlichen oder möglicherweise auch an eine [[Tonsur|Mönchstonsur]], weshalb der Fisch in [[Frankreich]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;capelan&amp;#039;&amp;#039; trägt ([[Altfranzösische Sprache|altfranzösisch]] für [[Kaplan]]; von [[mittellatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;cappelanus&amp;#039;&amp;#039;), wovon die englische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;capelin&amp;#039;&amp;#039; und das deutsche &amp;#039;&amp;#039;Kapelan&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet ist. Von diesem Zottenbesatz kommt auch der Name &amp;#039;&amp;#039;Lodde(n)&amp;#039;&amp;#039;, [[Altnordische Sprache|altnordisch]] &amp;#039;&amp;#039;loðinn&amp;#039;&amp;#039; ‚zottig‘, und der [[latein]]ische Beiname &amp;#039;&amp;#039;villosus&amp;#039;&amp;#039; ‚zottig‘, altgriechisch μαλλωτός ‚behaart‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capelin-iceland.svg|mini|Lebensraum und Wanderungen der Lodde im Nordpolarmeer um [[Island]].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Grüne Fläche:&amp;#039;&amp;#039; Futtergebiete der ausgewachsenen Tiere&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Blaue Fläche:&amp;#039;&amp;#039; Lebensraum der Jungtiere&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Grüne und blaue Pfeile:&amp;#039;&amp;#039; Wanderung auf Nahrungssuche&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rote Fläche:&amp;#039;&amp;#039; Laichgebiete&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rote Pfeile:&amp;#039;&amp;#039; Wanderung in der Laichzeit]]&lt;br /&gt;
Die Lodde wird zwei bis fünf Jahre alt. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen die Schwärme auf hoher See, bis sich Teile von ihnen einmal im Jahr zum [[Laichen]] in das flache und wärmere Wasser in Nähe der Küsten begeben. Bevorzugte Laichplätze sind die Küsten von [[Neufundland]], [[Grönland]] und [[Russland]], die Südküste von [[Island]] und die [[Fjord]]e der [[Finnmark (Provinz)|Finnmark]], wobei sie häufig auch in [[Brackwasser|Brack-]] und [[Süßwasser]] vordringen. Die pazifische Unterart laicht an den Küsten von [[Alaska]] und [[British Columbia]]. Die Laichzeiten liegen je nach Ort zwischen März und Oktober.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um im flachen Brandungswasser den Laich abzulegen und ihn zu befruchten, halten die Männchen die Weibchen mit den Brust- und Bauchflossen und den haarartigen Zotten fest. Ein einzelnes Weibchen legt zwischen 6.000 und 12.000 Eier ab, die in Trauben aneinanderkleben. Die Brandung spült die Eier bis zu 10&amp;amp;nbsp;Zentimeter tief in den Meeresgrund, wo die Jungtiere nach 15 bis 20 Tagen schlüpfen. Viele der Fische laichen nur ein einziges Mal im Leben, denn die meisten, von den Männchen fast alle, sterben direkt nach dem Laichen. Eine große Anzahl geht an Entkräftung und Verletzungen zugrunde oder wird an den Strand gespült, noch bevor sie im flachen Küstenwasser Opfer von Seevögeln und [[Seehunde]]n werden. Aufgrund Erhöhung der Wassertemperatur im Zeitraum von 1995 bis 2019 sind die Bestände der Lodde erheblich nach Norden gewandert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anja Jardine]] in NZZ vom 25. Oktober 2019: [https://www.nzz.ch/wochenende/schwerpunkt/und-was-wenn-das-klima-kippt-ld.1515435 Auf der ganzen Welt schmilzt das Eis unaufhaltsam. Was passiert, wenn das Klima kippt?]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrungskette ==&lt;br /&gt;
In den Laichgebieten ist die Lodde ein wichtiger Teil der [[Nahrungskette]]. Laich und Jungfische sind eine wichtige Nahrungsquelle für den [[Kabeljau]]. Große Kabeljauschwärme folgen der Lodde deshalb bis in ihre Laichgebiete. In einer 2024 veröffentlichten Studie wurde berichtet, dass in der [[Barentssee]] ein großer Kabeljauschwarm beobachtet worden war, der binnen vier Stunden rund 10,6 Millionen junge Lodden erbeutete.&amp;lt;ref&amp;gt;Shourav Pednekar et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rapid predator-prey balance shift follows critical-population-density transmission between cod (Gadus morhua) and capelin (Mallotus villosus).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Communications Biology.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, Artikel Nr. 1386, 2024, [[doi:10.1038/s42003-024-06952-6]].&amp;lt;br /&amp;gt; [https://www.eurekalert.org/news-releases/1062909 &amp;#039;&amp;#039;Oceanographers record the largest predation event ever observed in the ocean.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;eurekalert.org&amp;#039;&amp;#039; vom 29. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch zahlreiche Seevogelarten sind vom regelmäßigen Laichen der Lodden abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lodde selbst ernährt sich hauptsächlich von tierischem [[Plankton]] am Rande des [[Eisschelf]]s. Ausgewachsene Lodden fressen auch [[Krill]], kleine [[Schalentiere]] und Fische. Zu ihren Nahrungskonkurrenten gehören der [[Polardorsch]] und der [[Atlantischer Hering|Hering]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fischerei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dried ammasat upernavik 2007-07-08.jpg|mini|An der Sonne getrocknete Lodde auf einem Buffet in Grönland]]&lt;br /&gt;
Die regionale [[Fischerei]] fängt die Lodde in ihren Laichgebieten wohl schon seit Menschengedenken. Als bedeutender Speisefisch hat die grönländische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;ammassaat&amp;#039;&amp;#039; (Pl.) als &amp;#039;&amp;#039;ammassæt/ammassat&amp;#039;&amp;#039; (Sg.) auch Eingang ins Dänische gefunden. Seit den 1950er Jahren wird sie jedoch in industriellem Maßstab mit [[Schleppnetzfischerei|pelagischen Schleppnetzen]] auf hoher See gefangen. Seither ist die Fangmenge stark gestiegen. Die kommerzielle Ausbeutung der Lodde stieg in den 1970er Jahren bis zur Gefährdung des ganzen Bestandes. Fänge, die zu viele Männchen enthalten, wurden in der kommerziellen Fischerei oft direkt ins Meer zurückgekippt, weil sie weniger Ertrag bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Überfischung]] der Lodde dezimierte auch die Bestände des Kabeljaus und konkurrierender Arten wie dem Polardorsch. Man schätzt, dass für die Produktion von sieben Tonnen Kabeljaufilet ungefähr 100&amp;amp;nbsp;Tonnen (Verhältnis 1:15) Lodde erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1980er Jahren gibt es staatlich regulierte Fangquoten. Hauptfangländer sind [[Norwegen]], [[Russland]], [[Island]] und [[Kanada]], wo es jeweils nationale Höchstfangmengen gibt. Der Bestand der Lodde wird von den nationalen Umweltschutzbehörden überwacht. Zu Beginn der 1980er Jahre waren die Bestände der Lodde auf einem kritischen Tiefstand; sie haben sich trotz der Fangbeschränkungen seither nur teilweise erholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weibchen werden hauptsächlich wegen ihres [[Rogen]]s gefangen, der im Handel als „Capelinrogen“ oder „[[Kaviar|Isländischer Kaviar]]“ angeboten wird. Vor allem in [[Japan]] ist die Lodde auch ein beliebter Speisefisch („Shishamo“, der Fisch wird einen Tag getrocknet und dann gegrillt). In ihren Laichgebieten wird die Lodde als Trockenfisch verzehrt. Die Männchen werden als sogenannter „Industriefisch“ zu [[Fischmehl]] und [[Tran|Fischöl]] verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.fao.org/DOCREP/003/X6850B/X6850B21.htm H. Vilhjálmsson: &amp;#039;&amp;#039;On the biology and changes in exploitation and abundance of the Icelandic Capelin&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.ices.dk/reports/ACFM/2004/WGNPBW/S4.pdf Fangregulierung und Statistiken] ([[PDF]], englisch; 986&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mallotus villosus|Lodde}}&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|g=Mallotus|s=villosus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stintartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisefisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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