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	<title>Lockvogelangebot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T05:08:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lockvogelangebot&amp;diff=312518&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AxelHH: Änderungen von ~2026-12513-04 (Diskussion) auf die letzte Version von Priwo zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-02-25T21:29:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-12513-04&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-12513-04&quot;&gt;~2026-12513-04&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-12513-04&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-12513-04 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Priwo&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Priwo (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Priwo&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lockvogelangebot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Lockangebot&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|bait-and-switch selling}}) ist im [[Wettbewerbsrecht]] eine [[Werbung|Werbemaßnahme]] für eine besonders preisgünstige [[Ware]] oder [[Dienstleistung]], die der [[Unternehmer]] nicht in angemessener Menge und/oder für einen angemessenen Zeitraum bereitstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 17. Januar 2008, Az.: III ZR 239/06 = {{Rspr|BGH NJW 2008, 982}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Lockvogel oder die Locke ist die Art und Weise, Tiere, insbesondere Vögel, durch andere abgerichtete Vögel anzulocken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ab9DAQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA562 Johann Hübner, &amp;#039;&amp;#039;Zeitungs- und Conversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1825, S. 561]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit dient der Lockvogel im übertragenen Sinne lediglich dazu, [[Kaufanreiz]]e für andere Kaufgegenstände – und nicht für sich selbst – zu schaffen.   &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Im [[Einzelhandel]] sollen innerhalb der [[Preispolitik]] durch von [[Sonderangebot]]en angezogene [[Verbraucher]] verleitet werden, auf teurere Produkte auszuweichen oder zusätzlich zu erwerben. Die Lockvogelangebote werden vielfach zu einem unter dem [[Einstandspreis]] liegenden [[Verkaufspreis]] angeboten, wobei es wettbewerbsrechtlich kaum möglich ist, den Untereinstandspreis genau zu definieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=81egBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA276 Ludwig G. Poth/Marcus Pradel/Gudrun S. Poth, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 276]&amp;lt;/ref&amp;gt; Lockvogelangebote wirken wie [[Schnäppchen]] und schalten das [[Belohnungszentrum]] im Gehirn ein und den [[Verstand]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=iLx5-IJ7O7MC&amp;amp;pg=PA150 Hans-Georg Häusel, &amp;#039;&amp;#039;Kauf mich! Wie wir zum Kaufen verführt werden&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 150]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Zentrum ist nur aktiviert, wenn der [[Geldwert]] einer Ware geringer ist als ihr [[Nutzwert]], also der Trennungsschmerz vom Geld geringer ist als der vom Produkt erwartete [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]]. Das ist der Fall bei Waren, die preisgünstiger verkauft werden als üblich, bei denen das [[Preis-Leistungs-Verhältnis]] günstiger ist als gewöhnlich. Der niedrigere Preis wird dabei als Belohnung empfunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Das [[Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb|GWB]] bietet im Anhang eine [[Legaldefinition]] des Lockangebots: „Waren- oder Dienstleistungsangebote im Sinne des {{§|5a|gwb|juris}} Abs. 3 GWB zu einem bestimmten Preis, wenn der Unternehmer nicht darüber aufklärt, dass er hinreichende Gründe für die Annahme hat, er werde nicht in der Lage sein, diese oder gleichartige Waren oder Dienstleistungen für einen angemessenen Zeitraum in angemessener Menge zum genannten Preis bereitzustellen oder bereitstellen zu lassen. Ist die Bevorratung kürzer als zwei Tage, obliegt es dem Unternehmer, die Angemessenheit nachzuweisen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uwg-anhang-5&amp;quot;&amp;gt; Nummer 5 der Liste unzulässiger geschäftlicher Handlungen gemäß {{§§|uwg_2004|juris|seite=anhang.html|text=Anhang zu § 3 Abs. 3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühere Regelfall der erforderlichen [[Vorratshaltung|Warenbevorratung]] betrug drei Tage ab Erscheinen der Ankündigung; die jüngere Rechtsprechung hält dagegen teilweise ein Vorhandensein am Erscheinungstag der Anzeige für ausreichend.&amp;lt;ref&amp;gt;so beispielsweise der BGH, {{Rspr|GRUR 1989, 609}}, 611, &amp;#039;&amp;#039;Fotoapparate&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem anderen Fall urteilte der BGH dagegen, dass der in einer Werbebeilage beworbene Artikel grundsätzlich eine Woche vorrätig sein müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, {{Rspr|GRUR 1999, 1011}}, 1012, &amp;#039;&amp;#039;Werbebeilage&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Das UWG legte als Richtwert einen Vorrat für zwei Tage fest; der entsprechende Absatz ({{§|5|uwg_2004|juris}} Abs. 5 UWG a.F.) wurde aber 2008 ersatzlos aufgehoben. Ist allerdings „die Bevorratung kürzer als zwei Tage, obliegt es dem Unternehmer, die Angemessenheit nachzuweisen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;uwg-anhang-5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäisches Wettbewerbsrecht ==&lt;br /&gt;
Im [[Wettbewerbsrecht (Europäische Union)|europäischen Wettbewerbsrecht]] gibt es eine gleichlautende Regelung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|2005|29|titel=vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken, Anhang I, Nummer 5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierin ist das Lockangebot in Anhang I Nr. 5 als „unter allen Umständen als unlauter geltende Geschäftspraktik“ untersagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Union]] hat Lockvogelangebote als irreführende, stets [[Lauterkeit|unlautere]] und daher in den [[EU-Mitgliedstaaten]] zu verbietende Geschäftspraxis erkannt, die wie anderes unlauteres Geschäftsgebaren den Verbraucherinteressen schade und Unternehmer wie Verbraucher hemme, an einem funktionierenden [[EU-Binnenmarkt|Binnenmarkt]] und seinen Freiheiten teilzuhaben. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Richtlinie (EU)|Richtlinie]] 2005/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken im binnenmarktinternen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern&amp;#039;&amp;#039; nennt sie daher als eine von 31 Fallgruppen und definiert sie als „Aufforderung zum Kauf von Produkten zu einem bestimmten Preis, ohne dass darüber aufgeklärt wird, dass der Gewerbetreibende hinreichende Gründe für die Annahme hat, dass er nicht in der Lage sein wird, dieses oder ein gleichwertiges Produkt zu dem genannten Preis für einen Zeitraum und in einer Menge zur Lieferung bereitzustellen oder durch einen anderen Gewerbetreibenden bereitstellen zu lassen, wie es in Bezug auf das Produkt, den Umfang der für das Produkt eingesetzten Werbung und den Angebotspreis angemessen wäre“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat Anhang I Nr. 5, Erwägungen (2) bis (4) zu den allgemeinen Hintergründen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lockvogelangebote und Kaufentscheidung == &lt;br /&gt;
Wesentlichster Teil des [[Kaufverhalten]]s von Verbrauchern ist ihre [[Kaufentscheidung]]. Die Art der Kaufentscheidung hängt allgemein von [[Kaufrisiko]], Kaufhäufigkeit und externen [[Kaufanreiz]]en ab. Bei hohem Kaufrisiko informieren sich die Verbraucher vorher über die [[Produktqualität]] und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ist dabei die Kaufhäufigkeit gering, gibt es eine [[Kaufentscheidung#Arten|extensive Kaufentscheidung]], bei hoher Kaufhäufigkeit eine [[Kaufentscheidung#Arten|limitierte Kaufentscheidung]]. Ist das Kaufrisiko gering und es gibt keinen externen Anreiz, kommt es zur [[habitualisierte Kaufentscheidung|habitualisierten Kaufentscheidung]]. Ein vorhandener externer Anreiz führt bei geringem Kaufrisiko zu einer [[Kaufentscheidung#Arten|impulsiven Kaufentscheidung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=L5swEAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA180 Dirk Lippold, &amp;#039;&amp;#039;Marktorientierte Unternehmensführung und Digitalisierung&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 180]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein externer Kaufanreiz besteht darin, dass von außen auf den Kunden einwirkende Reize (Lockvogelangebote, [[Rabatt]]e, reizvolle [[Auslage (Werbung)|Auslage]], [[Zeitdruck]] oder das [[persönliches Ziel|persönliche Ziel]], sich [[Schnäppchen]] nicht entgehen zu lassen) die Kaufentscheidung beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Lippold, &amp;#039;&amp;#039;Marktorientierte Unternehmensführung und Digitalisierung&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 181&amp;lt;/ref&amp;gt; Begünstigt werden Impulskäufe durch [[künstliche Knappheit]] („nur heute im Angebot“, „nur noch drei Stück vorhanden“), geschickte Platzierung (an der [[Kontaktstrecke]] oder [[Kasse]]) oder Sonderangebote.&amp;lt;ref&amp;gt;Katja Gelbrich/Stefan Wünschmann/Stefan Müller, &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsfaktoren des Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grundsätzlich entbindet der Zusatz „So lange der Vorrat reicht“ das werbende Unternehmen nicht von seiner Pflicht, die Ware in ausreichender Menge vorzuhalten; es handelt sich bei dieser Floskel um eine „rechtlich irrelevante Banalität“.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Nordemann, &amp;#039;&amp;#039;Wettbewerbsrecht, Markenrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mondpreis]]&lt;br /&gt;
* [[Unlauterer Wettbewerb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Axel Nordemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wettbewerbsrecht, Markenrecht&amp;#039;&amp;#039;. Nomos-Verlag, Baden-Baden 2004, ISBN 3-8329-0919-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4168020-0}}   &lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettbewerbsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonderangebot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preispolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AxelHH</name></author>
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