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	<title>Lockersyrosem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:54:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lockersyrosem&amp;diff=527087&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:E7:5745:A700:F5A7:9872:E54F:44B1: /* Horizontierung */</title>
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		<updated>2025-05-18T00:05:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Horizontierung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lockersyrosem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Zusammensetzung aus &amp;quot;locker&amp;quot; und &amp;quot;Syrosem&amp;quot; ([[Russische Sprache|russ.]]: &amp;#039;&amp;#039;rohe Erde&amp;#039;&amp;#039;); kurz &amp;#039;&amp;#039;OL&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Rohboden]], der am Beginn der [[Pedogenese|Bodenbildung]] auf Lockermaterialien wie [[Löss]] oder [[Sand]] steht. Dies unterscheidet ihn vom verwandten [[Syrosem]], dem frühen Entwicklungsstadium auf massiven Ausgangsmaterialien wie [[Gestein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Sobald sich auf freiliegenden Lockermaterialien eine [[Sukzession (Biologie)|Vegetationsdecke]] ausbildet, kommt es zur Bildung von [[Humus]]. Auf diese Weise bildet sich an der Oberfläche des Ausgangsmaterials ein humoser [[Bodenhorizont|Horizont]] aus. Solange dieser nicht mehr als 2 cm mächtig ist, wird vom Stadium eines Rohbodens (Lockersyrosem) gesprochen. Der Lockersyrosem ist damit das erste Stadium der Bodenbildung auf Lockermaterial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der humose Oberboden die zwei Zentimeter überschritten hat, wird ein weiter entwickelter Bodentyp erreicht. Dies vollzieht sich auf nicht gestörten Standorten innerhalb von 1 bis 2 Jahren, so dass der Lockersyrosem nur ein kurzes Übergangsstadium darstellt. Nur auf erosionsanfälligen Standorten liegt er längerfristig oder gar dauerhaft vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind durchaus in [[Gebirge]]n in [[Bodenerosion|Erosion]]s- oder [[Akkumulation (Geowissenschaften)|Akkumulationsgebieten]] anzutreffen, haben dort aber im Gegensatz zum Syrosem nicht ihren Verbreitungsschwerpunkt. Das häufigste, natürliche Verbreitungsgebiet der Lockersyroseme sind [[Düne]]n, im Speziellen der Bereich der [[Küstendüne#Weiß- oder Haldendüne|Weißdünen]]. In Deutschland finden sich diese in erster Linie an den [[Küste]]n. Bedingt durch die intensive menschliche Nutzung vieler Gebiete kommen Lockersyroseme heute nicht mehr nur auf wenigen Extremstandorten vor, sondern weltweit und breit gestreut. So sind die meisten Lockersyroseme heutzutage ein Produkt der [[Bodenerosion]] auf übernutzten Äckern. Darüber hinaus findet man sie auch z.&amp;amp;nbsp;B. auf militärischen Übungsplätzen oder unbefestigten [[Parkplatz|Parkplätzen]] und [[Straße]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodenvergesellschaftung ==&lt;br /&gt;
Liegen in Gebirgen steinige Zonen neben Bereichen mit Lockermaterialien, so kommen in direkter Nachbarschaft zum Lockersyrosem auch Böden der Klasse [[O/C-Böden|O/C]] ([[Felshumusboden]] und [[Skeletthumusboden]]) sowie Syroseme vor. In Dünen und normalen Äckern, wo nur Lockermaterial anliegt, gibt es keine vergesellschafteten Initialstadien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich bei dem Lockermaterial fast immer um Sand handelt, folgt auf den Lockersyrosem meist der [[Regosol]]. Sollten durch Erosion oder [[Sedimentation]] andere [[Bodenart|Körnungsgrößen]] freiliegen, so sind aber auch Übergänge zu anderen Böden möglich, beispielsweise den [[Pararendzina|Pararendzinen]] auf [[Löss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Horizontierung ==&lt;br /&gt;
Der Lockersyrosem hat nach [[Bodenklassifikation|Deutscher Bodensystematik]] die Horizontierung Ai/lC:&lt;br /&gt;
*Ai: An der Oberfläche befindet sich ein [[A-Horizont|Oberbodenhorizont]] (A) im Anfangsstadium (i = initial) der Bodenbildung. Er ist meist lückig und sehr flachgründig mit einer Mächtigkeit von maximal 2 cm.&lt;br /&gt;
* lC: Unter dem Oberbodenhorizont folgt direkt das lockere (l) Ausgangsmaterial (C). Die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Materials können verschieden sein, da eine Unterscheidung nach Substrat im Stadium des Lockersyrosems noch nicht vorgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der internationalen Bodenklassifikation [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) gehören die meisten Lockersyroseme zu den Referenzbodengruppen [[Arenosol]] und [[Regosol (WRB)|Regosol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Oberbodens ähneln noch sehr stark dem Ausgangsmaterial. Bei Sand, der häufig ansteht, liegen geringe Nährstoffgehalte und hohe Sickerraten für Niederschläge vor. Sande aus dem Binnenland sind oft stark [[Auswaschung|ausgewaschen]] und haben daher niedrige [[pH-Wert]]e, während der aus Küstendünen sehr hoch ist ([[Calciumcarbonat|Kalk]] aus [[Muschelschale]]n). Die Humusgehalte sind wegen der gerade erst ansetzenden Bodenentwicklung noch sehr gering mit etwa 0,6–2 [[Masseprozent|Gew.%]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Syrosem, der auf massivem Festgestein liegt, befindet sich der Lockersyrosem auf Materialien, die leicht zu bearbeiten und tief durchwurzelbar sind. Er ist damit z.&amp;amp;nbsp;B. auf erodierten Ackerflächen durchaus kultivierbar. Bei sandigem Substrat müssen aber [[Pflanzennährstoff|Nährstoffarmut]] und [[Wasserstress]] durch Wechselfeuchte beachtet werden. Bei Erosion sollten bodenschützende Maßnahmen ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erosionsintensiven Regionen, wo Lockersyroseme von [[Natur]] aus vorkommen, sind die Zonen wichtig für den [[Naturschutz]] und können bzw. sollten nicht genutzt werden. Insbesondere den Dünen kommt im [[Küstenschutz]] eine große Bedeutung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Amelung, [[Hans-Peter Blume|H.-P. Blume]], H. Fleige, R. Horn, [[Ellen Kandeler|E. Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner|I. Kögel-Knabner]], R. Kretschmar, [[Karl Stahr|K. Stahr]], B.-M. Wilke: [[Fritz Scheffer|Scheffer]]/[[Paul Schachtschabel|Schachtschabel]] Lehrbuch der Bodenkunde. 17. Auflage. Heidelberg 2018. ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
* H. Kuntze, G. Roeschmann, G. Schwerdtfeger: &amp;#039;&amp;#039;Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; UTB, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-8076-4&lt;br /&gt;
* Blume H.-P., Felix-Henningsen P., Fischer W. R. (2002): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Ecomed Verlag, Landsberg, ISBN 3-609-72232-0&lt;br /&gt;
* AD-HOC-Arbeitsgruppe Boden: &amp;#039;&amp;#039;Bodenkundliche Kartieranleitung&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Geologischen Dienstern, 5. Aufl., 438 S.; 41 Abb., 103 Tab., 31 Listen, Hannover 2005. ISBN 3-510-95920-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ahabc.de/bodentypen/klasse-typen-oder-bodensystematische-einheiten/bodentyp-lockersyrosem/ Lockersyrosem] bei [http://www.ahabc.de ahabc.de]: Magazin für Boden und Garten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:E7:5745:A700:F5A7:9872:E54F:44B1</name></author>
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