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	<title>Locken - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T23:35:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Locken&amp;diff=206501&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Kulturelle Bedeutung */</title>
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		<updated>2025-07-20T10:19:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kulturelle Bedeutung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Locke (fcm).jpg|mini|alt=Eine zehn Zentimeter lange mittebraune gelockte Haarsträhne neben einem Zollstock liegend|Locke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lockenkopf von hinten (fcm).jpg|mini|alt=Hinterkopfansicht von kurzem dunkelblondem naturgewelltem Haar im Kopfbildausschnitt|Naturlocken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Locken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man gekräuseltes [[Haar]] beim Menschen. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Locke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; findet seinen Ursprung im Germanischen, von &amp;#039;&amp;#039;lukka&amp;#039;&amp;#039;. Damit bezeichnete man eigentlich so genannte &amp;#039;&amp;#039;Laubbüschel&amp;#039;&amp;#039;. Außergermanisch lässt sich dies auch vom griech. &amp;#039;&amp;#039;Zweig, Ast&amp;#039;&amp;#039; erschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.wissen.de/wortherkunft/locke Locke.]&amp;#039;&amp;#039; In: Wissen.de, Herkunftswörterbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biochemie und Genetik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Disulfide Bridges (SCHEMATIC) V.1.svg|mini|Cystin-Disulfidbrücken innerhalb (intramolekular) eines Proteins.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haar, egal welcher Ausprägung, besteht aus Filamenten („Strängen“) von [[Keratine|Keratin]]. Keratin-Proteine sind reich an [[Cystein]] (bis zu 17 %; bekannt ist der unangenehme Geruch von [[Sulfhydryl]]-Gruppen enthaltenden Verbindungen in verbrannten Haaren&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|title=Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde|url=https://books.google.de/books?id=Khw-AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA3&amp;amp;hl=de|year=1835|publisher=Schweizerbart|pages=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), [[Glutaminsäure]] (bis zu 13 %),  [[Serin]] und [[Prolin]] (beide um 9 %)&amp;lt;ref&amp;gt;N.H. Leon: {{Webarchiv|url=http://journal.scconline.org/pdf/cc1972/cc023n07/p00427-p00445.pdf |wayback=20150205112521 |text=&amp;#039;&amp;#039;Structural aspects of keratin fibres&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2019-04-28 04:29:54 InternetArchiveBot }} (PDF) In: &amp;#039;&amp;#039;J. Soc. Cosmet. Chem.&amp;#039;&amp;#039;, 23, 1972, S. 427–445.&amp;lt;/ref&amp;gt; und haben eine [[Helix|helikale]] [[Tertiärstruktur]], die als α-Keratin bezeichnet wird. Zwei dieser Keratin-[[Monomer]]e lagern sich zu einer linksgängigen Superhelix zusammen und zwei dieser Superhelices bilden eine Protofibrille. Mehrere Protofibrillen vereinigen sich zu einer Mikrofibrille und diese lagern sich zu Bündeln zusammen, die die Makrofibrillen des einzelnen Haares ausbilden. Der hohe Cystein-Anteil ermöglicht eine Stabilisierung sowohl innerhalb einzelner Keratine ([[Molekular#Intramolekular|intramolekular]]) als auch zwischen mehreren Keratinen ([[Molekular#Intermolekular|intermolekular]]) durch [[Cystin]]-Disulfidbrücken (Crosslinking).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Studien wurde festgestellt, dass beim Menschen lockiges Haar dominant (85–95 %) vererbt wird. Die genetischen Sachverhalte sind noch nicht komplett geklärt, aber Ergebnisse von 2009 legen nahe, dass [[Mutation]]en im &amp;#039;&amp;#039;TCHH&amp;#039;&amp;#039;-Gen die Haarstruktur beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;SE Medland, DR Nyholt, JN Painter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Common Variants in the Trichohyalin Gene Are Associated with Straight Hair in Europeans&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Human Genetics&amp;#039;&amp;#039;, 2009, 85(5), S. 750–755, [[doi:10.1016/j.ajhg.2009.10.009]], {{PMC|2775823}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;TCHH&amp;#039;&amp;#039;-Gen codiert für das Protein [[Trichohyalin]], das in den inneren Haarwurzelscheide-Zellen der Haarfollikel [[Genexpression|exprimiert]] wird. Trichohyalin macht das Haar kräftig, indem es sich mit sich selber, mit Keratin und mit weiteren Proteinen der inneren Haarwurzelscheide verlinken kann. Nach dieser Studie trägt Trichohyalin ohne Mutation(en) (besonders ohne den Leucin-zu-Methionin-Austausch in Position 790) zu glattem (statt zu gewelltem oder lockigen) Haar bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bio.davidson.edu/genomics/2011/Piper/Scientific%20Articles.html &amp;#039;&amp;#039;Straight vs. curly&amp;#039;&amp;#039;.] Davidson College, eine Analyse der Publikation in &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Human Genetics&amp;#039;&amp;#039; (2009).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob das Haar glatt, gewellt oder gelockt ausgebildet wird, hängt also maßgeblich von der Form des Follikels, das es ausbildet, ab. Je runder der [[Haar#Haarfollikel (Haarbalg)|Follikel]], desto glatter ist das ausgebildete Haar. Je ovaler der Follikel, desto lockiger ist es. Zudem trägt der Winkel des Follikeltunnels zur [[Epidermis (Wirbeltiere)|Hautoberfläche]] zur Haarform bei. Ist der Tunnel senkrecht, kommt das Haar glatter heraus, ist er geneigt oder gar gebogen, kommt das Haar gewellter respektive lockiger heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Leidamarie Tirado-Lee: &amp;#039;&amp;#039;[https://helix.northwestern.edu/blog/2014/05/science-curls The Science of Curls]&amp;#039;&amp;#039;, Helix Magazine, 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Schon früh versuchten Menschen, ihr Haar künstlich zu locken. Archäologen haben in Ägypten Tonwickler ausgegraben, die zeigen, dass man am Nil schon 3.100 Jahre v. Chr. Haare zu Locken aufdrehte. Auch die antiken Römer verwendeten eine Methode, sie verformten die Haare mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Calamistrum]]&amp;#039;&amp;#039;, einem Röhrchen, in das ein heißer Stab eingeschoben wurde. In der Neuzeit wurden Locken mit erhitzten Quetsch- und [[Papilloteisen]] ins Haar gebracht. Im 18. Jahrhundert wurden Perücken in kochendes [[Base (Chemie)|alkalisches]] [[Boraxwasser]] (möglicherweise eine Quecksilbersalzlösung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]] &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 360–361 (&amp;#039;&amp;#039;[[Borax]].&amp;#039;&amp;#039; Zu „borraswasser“)&amp;lt;/ref&amp;gt;) gelegt, dadurch entstanden auf der Perücke Locken. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der Franzose [[Marcel Grateau]] das [[Ondulation|Ondulier]]-Eisen für Locken, die aber nur bis zur nächsten Wäsche hielten. In Deutschland wickelte man das Haar auf vom Kopf abstehende Stäbchen aus Metall und tränkte das Haar mit Pottasche und Rosenöl, ebenfalls eine alkalische Lösung. Vier bis fünf Stunden wurde dies dann bei 120 Grad erhitzt und dann zur Fixierung abgekühlt. [[Karl Ludwig Nessler]] stellte 1906 die [[Dauerwelle]] in London vor. Sie wurde 1910 patentiert. Etwa ab den 1920er Jahren begannen [[Friseur]]e auch des Öfteren Haarglättungen anzubieten. Besonderer Popularität erfreuten sich dieser Zeit Frisuren wie der [[Conk]], der von vielen afro-amerikanischen Berühmtheiten wie zum Beispiel [[Chuck Berry]] oder [[James Brown]] getragen wurde. Ab den 80er Jahren kamen andere, schonendere Methoden auf, um Haare zu locken beziehungsweise zu wellen, wie zum Beispiel die [[Jheri Curl]], die Berühmtheit durch [[Michael Jackson]] erreichte, jedoch ist das Resultat hierbei nicht annähernd so beständig wie das bei der Dauerwelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lock- und Glättungsmethoden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lockenwickler.jpg|mini|alt=Auf einem schlichten Friseurtisch präsentierte verschiedenfarbige Lockenwickler (kleine Rollen mit feiner Netzstruktur) aus Plastik mit und ohne Häkchen|Verschiedene Lockenwickler in einem Friseursalon]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Papilotte.jpg|mini|[[Papillote]] aus Schaumstoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lockenwickler sind im Wesentlichen zylinderförmige Gegenstände, die dazu dienen, glatte oder schwach gelockte [[Kopfhaar|Haare]] aufzuwickeln und in aufgewickeltem Zustand zu fixieren, bis die Haare die gewünschte Form angenommen haben bzw. getrocknet sind. Lockenwickler in Form einer biegsamen Rolle aus Schaumstoff (auf dem Bild rechts zu sehen) werden [[Papillote]]n genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Heizwickler, auch Lockenstäbe genannt, die zum Ziel haben, die Locken durch die Hitze in Form zu bringen. Dies geschieht durch einen Wachskern im Inneren des Heizwicklers, welcher sich aufwärmt. Die meisten beheizbaren Lockenwickler besitzen eine Ionenbeschichtung. Diese gibt negativ geladene Ionen an die Haarstruktur ab und wirkt dort gezielt statischen Aufladungen entgegen und mindert Kräuselungen.&lt;br /&gt;
Lockenwickler wurden vor dem industriellen Zeitalter entweder aus Holzstäbchen selbst hergestellt oder Eisenrollen (Papilloten) wurden als solche verwendet.&lt;br /&gt;
Heute werden Lockenwickler [[Extruder|extrudiert]], [[Spritzgießen|gespritzt]], gewickelt oder in Spezialverfahren hergestellt. Dabei kommen überwiegend [[Kunststoff]]e zur Anwendung, aber auch [[Aluminium]], Schaumschnüre und [[Messing]]draht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Haarglättung|Glätteisen]] erhitzen sich wie Lockenstäbe, um die Haare durch Hitze zu formen. Die sich erhitzenden Stellen sind aus Metall gefertigt und oft mit Keramikplatten beschichtet. Der Haaransatz wird zunächst zwischen die Keramikplatten geklemmt und dann wird das Glätteisen in Richtung Haarspitzen gezogen, um so die Haare zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warmluftbürsten schwächen die Wasserstoffbindungen und entziehen die natürliche Feuchtigkeit des Haars. Anschließend kann das Haar gelockt und gewellt werden. Dieser Feuchtigkeitsentzug ist aber im Grunde nur vorübergehend. Die meisten Warmluftbürsten haben einen keramikbeschichteten Bürstenkopf. Dieser sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Die Frisur hält für mehrere Stunden. Es entstehen keine dauerhaften Schäden der Haarstruktur, da Warmluftbürsten mit vergleichsweise wenig Wärme arbeiten und die Haare im Gegensatz zu Lockenwicklern und Glätteisen nicht angreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Dauerwelle]] oder Kaltwelle bezeichnet man die chemische Umformung, bei der glatte Haare gewellt oder gelockt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich der Dauerwelle werden bei der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Gegenwelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://friseur-news.de/fachbereich/fachwissen-behandlung/fachwissen-welle-und-volumen/dauerwelle-fachlich |titel=Dauer- und Gegenwelle - So funktioniert&amp;#039;s! |abruf=2020-05-22 |sprache=de-de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Haare mit dem gleichen Verfahren behandelt, jedoch währenddessen nicht aufgewickelt, sondern glattgezogen. Unter Afrikanern und Afro-Amerikanern sind hier Haarprodukte wie die sogenannten Relaxer und Texturizer bekannt und beliebt, die auf meist alkalischer Basis die Haare glätten (siehe [[Conk]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stöpsellocke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Curls|Locken}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Locke}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Lockenwickler}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Lockenwickler||TEXT=Literatur über Lockenwickler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haarpflege]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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