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	<title>Lob der Stiefmutter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:08:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lob_der_Stiefmutter&amp;diff=2582910&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-26990-92: Korrekturen.</title>
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		<updated>2025-11-18T14:42:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrekturen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lob der Stiefmutter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Spanische Sprache|span.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|es|Elogio de la madrastra}}&amp;#039;&amp;#039;) ist ein erotischer Roman des [[peru]]anischen Literatur-Nobelpreisträgers [[Mario Vargas Llosa]] aus dem Jahr 1988.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, S. 4, 4. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neun Jahre danach erschienen „[[Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto]]“ als Fortsetzung der Geschichte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--versteckte Kommentare verweisen auf Stellen (seite,zeile) in der verwendeten Ausgabe (Quelle) (ggf. durch Semikolon getrennt)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
In Lima hat der verwitwete großbürgerliche Don Rigoberto, Vater eines Sohns und Geschäftsführer einer Versicherungsgesellschaft, die vierzigjährige, schöne, geschiedene&amp;lt;!--53--&amp;gt; Doña Lukrezia&amp;lt;!--11,2--&amp;gt; geehelicht. Die beiden haben ein aktives, erfüllendes Liebesleben. Sein Sohn Alfonso (genannt Foncho und Fonchito) , dessen genaues Alter nicht genannt wird, der aber als kindlich beschrieben wird, zeigt große Zuneigung zu der Stiefmutter und vollbringt schulische Bestleistungen für sie. Die familiäre Harmonie scheint vollkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Hausangestellte Justiniana (genannt Justita) Lukrezia warnt, dass Alfonso seine Stiefmutter heimlich beim Baden beobachte, erkennt Lukrezia, dass der Junge sich scheinbar in sie verliebt hat. Als sie versucht, sich emotional und körperlich von ihrem Stiefsohn zu distanzieren, macht ihn das unglücklich bis hin zur Selbstmorddrohung. Erschrocken und heimlich erregt zeigt sie dem Minderjährigen wieder Zuneigung, einschließlich grenzwertiger Küsse und Umarmungen. Eines Tages vollziehen sie während Rigobertos allabendlicher ritueller Körperpflege heimlich den Geschlechtsakt. Als Don Rigoberto auf eine mehrtägige Geschäftsreise geht, schlafen sie wiederholt miteinander.&amp;lt;!--161mitte--&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bald danach präsentiert der Junge seinem Vater, scheinbar in aller Unschuld, seine neueste Hausaufgabe, einen Aufsatz über ein freies Thema&amp;lt;!--193,8u--&amp;gt; – das „Lob der Stiefmutter“&amp;lt;!--194,3--&amp;gt;. Offenbar geht aus dem Aufsatz genau hervor, was Lukrezia mit ihm getan hat. Der Vater, fassungslos und am Boden zerstört, trennt sich von Lukrezia und wirft sie aus dem Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Romans konfrontiert die Hausangestellte Justiniana den minderjährigen Alfonso und beschuldigt ihn, Lukrezia verführt und manipuliert zu haben, um sie loszuwerden. Alfonso gibt sich zwar erst unschuldig, behauptet aber dann doch, es für Justiniana und seinen Vater getan zu haben und küsst sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
In der Struktur des Romans wechseln sich in fester Reihenfolge Begegnungen zwischen Lukrezia und Alfonso, intime Beschreibungen von Rigobertos achtsam ritualisierter abendlicher Körperpflege einschließlich seiner ästhetischen und philosophischen Assoziationen, der Beischlaf der Eheleute und sich um bestimmte reale Kunstwerke drehende erotische Fantasien ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
* Jung sterben als Ideal: „Ich werde schön und glücklich sterben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, S. 64, 9. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Unbemerkt bleiben heißt für mich glücklich sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, S. 208, 6. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ganz konkret über körperliche Liebe reden heißt, auch einmal gegen die herkömmliche Syntax anschreiben: „Ich gebe dich mich hin, du masturbierst mich dir, saugdichmichuns.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, S. 182, 6. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Pleonasmus: „Glasvitrine“&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, S. 186, 1. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstzeugnis ==&lt;br /&gt;
Interview&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas M. Scheerer: &amp;#039;&amp;#039;Mario Vargas Llosa. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, S. 163–171 und S. 205&amp;lt;/ref&amp;gt; am 13. September 1990 in London: Der Autor gesteht, während des Schreibens zensiere er sich nie. Ein klein wenig [[Surrealismus|surreal]] sei der Text schon. Gelesen habe Vargas Llosa zuvor unter anderem [[Guillaume Apollinaire|Apollinaires]] &amp;#039;&amp;#039;[[Les maîtres de l&amp;#039;amour]]&amp;#039;&amp;#039; (Meister der Liebe), [[Pietro Aretino|Aretino]] und auch [[Donatien Alphonse François de Sade|de Sade]]. [[Sigmund Freud|Freud]] habe – die Souveränität Lukrezias betreffend – eine Rolle gespielt. Der Autor nennt sich einen [[Agnostizismus|Agnostiker]] und „nicht gläubig“. Bei alledem ist ihm angeblich kein ernsthafterer Widerstand der Kirche gegen den anzüglichen, mit Anomalien durchsetzten Text zu Ohren gekommen. Hinsichtlich der [[Dekadenzdichtung|Dekadenz]] des Kindes Alfonso sei ein Gedanke [[Georges Bataille|Batailles]], nach dem die Unschuld sowohl engelhaft als auch teuflisch sein könne, wohl doch ziemlich ausschlaggebend gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Roman eingebettet sind sechs vignettenhafte phantastische Erzählungen, inspiriert von je einem spezifischen Gemälde. Darunter [[Francis Bacon (Maler)|Francis Bacons]] Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Kopf I&amp;#039;&amp;#039; (1948).&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, zwischen S. 136 und 137&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Weg nach Mendieta 10&amp;#039;&amp;#039; (1979)&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, vor S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt; von Fernando de Szyszlo (1925–2017) sowie folgende Bilder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jacob Jordaens 01.JPG|[[Jacob Jordaens]]: &amp;#039;&amp;#039;Kandaules, König von Lydien, zeigt dem Minister Gyges seine Frau&amp;#039;&amp;#039; (1646)&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, zwischen S. 32 und 33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Boucher Diane sortant du bain Louvre 2712.jpg|[[François Boucher]]: &amp;#039;&amp;#039;Diana nach dem Bade&amp;#039;&amp;#039; (1742)&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle Ausgabe, zwischen S. 80 und 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Venus with organist and Cupid.jpg|[[Tizian]]: &amp;#039;&amp;#039;Venus mit Amor und Musik&amp;#039;&amp;#039; (etwa 1555)&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, zwischen S. 112 und 113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fra Angelico - The Annunciation - WGA00555.jpg|[[Fra Angelico]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verkündigung&amp;#039;&amp;#039; (1442/43)&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle, zwischen S. 208 und 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Hanspeter Brode besprach den Roman am 16. Januar 1989 in der „[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]“, [[Wolfram Schütte]] am 5. August 1989 in der „[[Frankfurter Rundschau]]“, [[Volker Hage]] am 11. August 1989 in „[[Die Zeit]]“, Rolf Grimminger am 24. September 1989 in der „[[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]]“ und M. Halter am 5. Oktober 1990 in „[[die tageszeitung]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Scheerer, S. 205, 11. Z. v. u., S. 212–219&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* Mario Vargas Llosa: &amp;#039;&amp;#039;Lob der Stiefmutter.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Aus dem Spanischen von [[Elke Wehr (Übersetzerin)|Elke Wehr]]. Lizenzgeber Suhrkamp, Frankfurt am Main 1989, Heyne, München 2000, ISBN 3-453-16516-0. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* José Morales Saravia: &amp;#039;&amp;#039;Mario Vargas Llosa im deutschen Sprachraum. Zur Einführung.&amp;#039;&amp;#039; In: Publikationsserver des Ibero-Amerikanischen Instituts, S. 13, 21 u. 26.&lt;br /&gt;
* [[Thomas M. Scheerer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mario Vargas Llosa. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-38289-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Werke von Mario Vargas Llosa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lob Der Stiefmutter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Mario Vargas Llosa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Spanisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erotische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peruanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
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