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	<title>Loa loa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:15:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Loa_loa&amp;diff=535796&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille am 5. Juni 2025 um 12:22 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-05T12:22:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum kamerunischen Fußballspieler siehe [[Patrick Steve Loa Loa]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName  = Loa loa&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang      = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor     = [[Thomas Spencer Cobbold|Cobbold]], 1864&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName = Loa&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName = nein&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang     = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName = Splendidofilariinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang     = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName = Onchocercidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang     = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name     = Filarien&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName = Filarioidea&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang     = Superfamilia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name     = Rollschwänze&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName = Spirurida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang     = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild            = Filariasis Microfilariae of Loa loa (right) and Mansonella perstans (left) DPDx.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Mikrofilarie von &amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039; (rechts) und &amp;#039;&amp;#039;Mansonella perstans&amp;#039;&amp;#039; (links) im selben Blutausstrich&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wanderfilarie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augenwurm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, ist ein [[Fadenwürmer|Fadenwurm]], der beim Menschen im Unterhautfettgewebe [[parasit]]iert und das Krankheitsbild [[Loiasis]] (auch „Kamerunbeule“) hervorruft. Da er bei seinen Wanderungen auch im Auge auftritt, ist er als Augenwurm bekannt. Der Parasit ist endemisch im tropischen Afrika und wird durch [[Bremsen]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Chrysops]]&amp;#039;&amp;#039; übertragen. &amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den sogenannten [[Vernachlässigte Krankheiten|vernachlässigten Krankheiten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfram Gottfried Metzger, Benjamin Mordmüller |Titel=Loa loa—does it deserve to be neglected? |Sammelwerk=The Lancet Infectious Diseases |Band=14 |Nummer=4 |Datum=2014-04 |Seiten=353–357 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S1473309913702639 |Abruf=2019-04-23 |DOI=10.1016/S1473-3099(13)70263-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die ausgewachsenen Würmer ([[Makrofilarie]]n) sind weißlich mit einem für Fadenwürmer typischen Habitus. Die Männchen werden 30 bis 35&amp;amp;nbsp;mm lang und messen etwa 0,4&amp;amp;nbsp;mm im Durchmesser. Die weiblichen Augenwürmer werden 40 bis 70&amp;amp;nbsp;mm lang und 0,5&amp;amp;nbsp;mm dick. Die Mikrofilarien werden nur 300&amp;amp;nbsp;µm lang und sind von einer Scheide umhüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das Vorkommen ist auf das tropische [[Afrika|West- und Zentralafrika]] zwischen dem 10. Breitengrad Nord und dem 5. Breitengrad Süd beschränkt, vor allem auf die [[Demokratische Republik Kongo]] und die [[Republik Kongo]], [[Gabun]], [[Tschad]], den [[Sudan]], die [[Zentralafrikanische Republik]], [[Kamerun]], [[Nigeria]] und [[Angola|Nord-Angola]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039; lebt als parasitischer Fadenwurm im Unterhautfettgewebe seiner Wirte. Auf seinen Wanderungen dringt er auch in das Auge ein und ist dort unterhalb der Bindehaut sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtsspektrum ===&lt;br /&gt;
Das Wirtsspektrum umfasst neben dem Menschen einige afrikanische [[Primaten]]arten&amp;lt;ref&amp;gt;Ramiro Morales-Hojas: &amp;#039;&amp;#039;Molecular systematics of filarial parasites, with an emphasis on groups of medical and veterinary importance, and its relevance for epidemiology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Infection, Genetics and Evolution]]&amp;#039;&amp;#039; 9 (5), September 2009; S. 748–759.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie den [[Drill (Primat)|Drill]] (&amp;#039;&amp;#039;Mandrillus leucophaeus&amp;#039;&amp;#039;), den [[Anubispavian]] (&amp;#039;&amp;#039;Papio anubis&amp;#039;&amp;#039;) und den [[Husarenaffe]]n (&amp;#039;&amp;#039;Erythrocebus patas&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mackenzie 1982&amp;quot;&amp;gt;C.D. Mackenzie, R.R. Suswillo, D.A. Denham: &amp;#039;&amp;#039;Survival of Loa loa following transplantation from drills (Mandrillus leucophaeus) into jirds (Meriones unguiculatus): parasitology and pathology.&amp;#039;&amp;#039; Transactions of the Royal Society of Tropical Medicine and Hygiene 76 (6), 1982; S. 778–782.&amp;lt;/ref&amp;gt; Experimentelle Infektionen sind zudem bei Nagetieren möglich, etwa bei der [[Mongolische Rennmaus|Mongolischen Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Meriones unguiculatus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mackenzie 1982&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebenszyklus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:L loa LifeCycle.gif|mini|hochkant=1.8|Lebenszyklus von &amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
Zwischenwirte und damit Überträger sind [[Bremsen]] der Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Chrysops dimidiata]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Chrysops silacea]]&amp;#039;&amp;#039;. Beim Stich (nur die weiblichen Bremsen saugen Blut) gelangen die Filarien als Larven im L3-Larvenstadium in die Haut. Die Entwicklung zum ausgewachsenen, adulten Wurm (Makrofilarie) dauert mindestens drei Monate. Diese Würmer leben dann im subkutanen Fettgewebe (Unterhautfettgewebe) und können sich dort mit einer Geschwindigkeit von etwa 1&amp;amp;nbsp;cm pro Minute fortbewegen. Ihre Lebenserwartung kann 20 Jahre übersteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiblichen Filarien geben ihre Larven (L1-Stadium) als Mikrofilarien ins Gewebe ab, die danach über die [[Lymphgefäß]]e in das [[Blut]] gelangen. Sie sind vor allem um die Mittagszeit (zwischen 10 und 15 Uhr) in den Blutgefäßen unter der Haut zu finden, wo sie von stechenden Bremsen aufgenommen werden können.  Daneben sind sie manchmal auch im [[Sputum]], [[Urin]], [[Liquor cerebrospinalis]] und, vor allem nachts, in der [[Lunge]] anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Mikrofilarien von einer Bremse aufgenommen wurde, streifen sie ihre Scheide ab und durchdringen deren Mitteldarm. Sie durchlaufen in der thorakalen Muskulatur zwei Larvenstadien und werden als L3-Larvenstadium wieder auf einen menschlichen Wirt übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diagnose und Behandlung ===&lt;br /&gt;
Die Diagnose beruht vor allem auf dem Auftreten der Mikrofilarien im Blut (Mikroskop), sichtbar im Auge oder auf wandernden Hautschwellungen. Der Wurm kann einerseits chirurgisch leicht entfernt werden, ansonsten erfolgt die übliche Behandlung durch [[Anthelminthikum|Wurmgifte]] wie [[Diethylcarbamazin]], die spezifisch in den Stoffwechsel der Parasiten eingreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits in einem Kupferstich von [[Johann Theodor de Bry]] aus dem Jahr 1598 ist die Entfernung eines &amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039; aus einem Auge dargestellt. Die erste umfassende Beschreibung des Parasiten legte der französische Arzt M. Mongin vor, der 1770 ein Exemplar aus dem Auge einer Sklavin in [[Santo Domingo]] entfernte. In den Folgejahren gab es mehrere Loaose-Beschreibungen von anderen karibischen Inseln, der französische Arzt Guyot beschrieb 1778 mehrere Fälle in [[Angola]]. Die erste umfassende Artbeschreibung legte der Augenarzt Argyll-Roberston zusammen mit dem schottischen Tropenmediziner [[Patrick Manson]] vor. Die Art wurde zunächst fälschlicherweise dem [[Medinawurm]] zugeschrieben, 1845 wurde die Art von Dujardin dann als &amp;#039;&amp;#039;Filaria oculi humani&amp;#039;&amp;#039; den Filarien zugeordnet. Castellani und Chambers schufen 1913 die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Loa&amp;#039;&amp;#039;, in die der Parasit heute noch eingeordnet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Auer, Horst Aspöck: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zobodat.at/pdf/DENISIA_0030_0795-0800.pdf Loa loa und die Loaose]&amp;#039;&amp;#039;. Biologiezentrum Linz/Austria. Abgerufen am 23. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Artikel &amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Loiasis&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinz Mehlhorn]]: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedic Reference of Parasitology. Biology, Structure, Function.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2001, ISBN 3-540-66239-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Loa loa|&amp;#039;&amp;#039;Loa loa&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/tropenmediziner-wollen-wurmkrankheit-loa-loa-entraetseln-a-958743.html Spiegel Online: Geheimnisvolle Wurmkrankheit – Tropenmediziner wollen Loa loa enträtseln]&lt;br /&gt;
* [https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099%2813%2970263-9/fulltext The Lancet: Loa loa — does it deserve to be neglected?] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spirurina (Unterordnung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spirurina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasit des Menschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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