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	<title>Liutbert (Mainz) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T11:50:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liutbert_(Mainz)&amp;diff=1454582&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: falsche Abkürzung</title>
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		<updated>2025-05-12T07:37:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsche Abkürzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liutbert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]] († [[17. Februar]] [[889]]) war [[Erzbischof]] von [[Bistum Mainz|Mainz]], Abt des [[Kloster Weißenburg (Elsass)|Klosters Weißenburg]] und dritter Abt des [[Kollegiatstift Herrieden|Klosters Herrieden]]. 870 wurde ihm als erstem Mainzer Erzbischof das Amt des Erzkaplans und [[Erzkanzler (Frankenreich)|Erzkanzlers]] übertragen. Liutbert wurde vermutlich in [[Stift St. Alban vor Mainz|St. Alban]] in [[Mainz]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Liutbert entstammte einer vornehmen schwäbischen Familie und war Lehrer im [[Kloster Reichenau]], ehe er am 30. November 863 Erzbischof von Mainz wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit als Erzbischof stand Liutbert vor allem in den politischen und bisweilen militärischen Diensten [[Ludwig der Deutsche|Ludwigs des Deutschen]], [[Ludwig III. (Ostfrankenreich)|Ludwigs des Jüngeren]] und [[Karl III. (Ostfrankenreich)|Karls III.]] Ludwig der Deutsche ernannte ihn zwischen 863 und 870 – der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt – zum Abt des Klosters Weißenburg im [[Elsass]], sein Nachfolger, Karl III., bestätigte das 882 und sicherte gleichzeitig den Mönchen des Klosters zu, dass sie den Nachfolger wählen durften.&amp;lt;ref&amp;gt; Anton Doll und [[Hans Ammerich]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Landdekanat Weissenburg (mit Kloster St. Peter in Weißenburg)&amp;#039;&amp;#039; = Palatia Sacra. Kirchen- und Pfründebschreibung der Pfalz in vorreformatorischer Zeit 1: Bistum Speyer. Der Archdiakonat des Dompropstes von Speyer 2 = Quellen und Abhandlungen zur mittelalterlichen Kirchengeschichte 61.2. [[Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte]], Mainz 1999. ISBN 3-929135-29-9, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
868 leitete er die [[Synode von Worms (868)|Synode von Worms]], die langwirkende kirchenrechtliche Beschlüsse fasste.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Hartmann (Historiker)|Wilfried Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzil von Worms 868. Überlieferung und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039; = Abhandlungen der [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften in Göttingen]]. Philologisch-historische Klasse. Dritte Folge Nr. 105. [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]], Göttingen 1977, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liutbert verhandelte mit dem westfränkischen König [[Karl der Kahle|Karl dem Kahlen]] über die Teilung des [[Lotharii Regnum|Mittelreichs]], nachdem dessen Herrscher [[Lothar II. (Lothringen)|Lothar II.]] 869 gestorben war. Während Karl der Kahle sich in Metz zum König von Lotharingen krönen ließ, gelang es Erzbischof Liutbert am 7. Januar 870 [[Willibert]], einen Parteigänger Ludwigs des Deutschen, als neuen [[Erzbistum Köln|Erzbischof von Köln]], der bedeutendsten Diözese des Mittelreiches, einzusetzen. Der neue Kölner Erzbischof sollte die Ansprüche Ludwigs bezüglich des Mittelreichs sichern. Liutbert wurde für diese Aktion von Ludwig mit der Position des [[Reichserzkanzler|Erzkaplans und Erzkanzlers]] belohnt. Er war damit der erste Mainzer Erzbischof, der dieses Doppelamt innehatte. Nach ihm wurde es erst Erzbischof [[Heriger]] (913–927) wieder verliehen, ab 965 war es dauerhaft mit dem Mainzer Erzstuhl verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich nach dem Tod des Herzogs und Markgrafen der [[Limes Sorabicus|Sorbenmark]], [[Thakulf]] (848–873), die Siusili (beiderseits der unteren [[Mulde (Fluss)|Mulde]]) nicht mehr an die mit ihm geschlossenen Verträge gebunden fühlten, zog Erzbischof Liutbert mit dem neuen Markgrafen [[Ratolf (Sorbenmark)|Ratolf]] im Januar 874 dorthin. Sie stellten den vorherigen Zustand ohne militärische Auseinandersetzung wieder her.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Meginhard (Fulda)|Meginhard]] |Titel=Annales Fuldensis sive Annales regni Francorum orientalis |Hrsg=[[Friedrich Kurze]] |Sammelwerk=[[Monumenta Germaniae Historica|MGH]], SS rer. Germ. |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Hannover |Datum=1891 |ISBN= |Seiten=81|Online=https://www.dmgh.de/mgh_ss_rer_germ_7/#page/81/mode/1up}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Amtszeit fuhren mehrfach [[Raubzüge der Wikinger in das Rheinland|Wikinger auf Raubzügen]] den Rhein hinauf. Im Sommer 882 verwüsteten sie die Städte [[Köln]], [[Bonn]] und [[Andernach]]. In der Umgebung von Andernach wurden zudem zahlreiche Kirchen und Klöster geplündert und in Brand gesteckt. Als sich die Wikinger rheinaufwärts nach [[Mainz]] wandten, wurden sie von einem Heer unter Führung Liutberts und des Grafen [[Heinrich (princeps militiae)|Heinrich von Babenberg]] zurückgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/wikinger-am-mittelrhein/DE-2086/lido/57d11ffb5b1dd7.60977295| titel=Wikinger am Mittelrhein | autor=Jennifer Striewski | hrsg=Portal Rheinische Geschichte | datum=2013-02-25 | zugriff=2024-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Reich 882 auf Karl III. übergegangen war, wurde Liutbert im Amt des Erzkaplans und Erzkanzlers durch dessen Günstling [[Liutward von Vercelli]] ersetzt, 887 aber wieder eingesetzt. Im gleichen Jahr verlor Karl jedoch die Herrschaft im Ostfrankenreich an [[Arnulf von Kärnten]], der das Doppelamt auf den Salzburger Erzbischof, [[Theotmar]], übertrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
Liutbert leitete die Synoden der Jahre [[Synode von Worms (868)|868]] und 888&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Hartmann |Titel=Äbte und Mönche als Vermittler von Texten auf karolingischen Synoden |Hrsg=Julia Becker, Tino Licht und [[Stefan Weinfurter]] |Sammelwerk=Karolingische Klöster |Band=B. 4 |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2015 |ISBN=978-3-11-037123-9 |Seiten=219}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die sich mit kirchlichen Fragen im ostfränkischen Reich befassten. Er setzte sich für eine gewisse Unabhängigkeit der Klöster ein und gründete gegen Ende seiner Amtszeit das Mauritiusstift in [[Mainz]], das im Mittelalter Taufkirche des [[St. Maria ad Gradus (Mainz)|Liebfrauenstifts]] war, das wiederum Taufkirche des Domstifts war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Im Umfeld Liutberts entstand zumindest die Mainzer Fortsetzung der &amp;#039;&amp;#039;[[Annales Fuldenses]]&amp;#039;&amp;#039;, in der Karl und Liutward negativ dargestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hagen Keller]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Sturz Karls III. Über die Rolle Liutwards von Vercelli und Liutberts von Mainz, Arnulfs von Kärnten und der ostfränkischen Großen bei der Absetzung des Kaisers&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters]]&amp;#039;&amp;#039; 22, 1966, S. 333–384; auch in: &amp;#039;&amp;#039;Königswahl und Thronfolge in fränkisch-karolingischer Zeit&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Eduard Hlawitschka]] (= &amp;#039;&amp;#039;[[Wege der Forschung]]&amp;#039;&amp;#039; 247). Darmstadt 1975, S. 432–494.&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|722|723|Liutbert|[[Rudolf Schieffer]]|121037398}}&lt;br /&gt;
* [[Franz Staab]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Kirche im Frühmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Hrsg. von Friedhelm Jürgensmeier, Echter Verlag, Würzburg 2000, ISBN 3-429-02258-4&lt;br /&gt;
* [[Karl Schmid (Mediävist)|Karl Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Liutbert von Mainz und Liutward von Vercelli im Winter 879/880 in Italien. Zur Erschließung bisher unbeachteter Gedenkbucheinträge aus S. Giulia in Brescia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte, Wirtschaft, Gesellschaft. Festschrift Clemens Bauer&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1974, S. 41–60.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Hartmann (Historiker)|Wilfried Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Äbte und Mönche als Vermittler von Texten auf karolingischen Synoden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Karolingische Klöster&amp;#039;&amp;#039;, De Gruyter, 2015, S. 211–226.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|121037398|Liutbertus archiepiscopus Moguntinus}}&lt;br /&gt;
* Jennifer Striewski: [https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/wikinger-am-mittelrhein/DE-2086/lido/57d11ffb5b1dd7.60977295 &amp;#039;&amp;#039;Wikinger am Mittelrhein&amp;#039;&amp;#039;.] Portal Rheinische Geschichte, 23. Februar 2013, abgerufen am 19. März 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Karl von Aquitanien]]|NACHFOLGER=[[Sunderold]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Mainz|Erzbischof von Mainz]]|ZEIT=863–889}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121037398|VIAF=62393875}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liutbert #Mainz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzkanzler (Fränkisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (9. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 8. oder 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liutbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Liutbertus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Erzbischof von Mainz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Jahrhundert oder 9. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Februar 889&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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