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	<title>Liuli - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:16:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Friedl 11: +Begriffsklärungshinweis</title>
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		<updated>2025-01-15T19:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Begriffsklärungshinweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Ort. Zum Bezirk (Ward) siehe [[Liuli (Nyasa)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liuli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ort im südlichen [[Tansania]] am Ufer des [[Nyassasee]]. Es gehört zum Nyassadistrikt der [[Ruvuma (Region)|Region Ruvuma]]. Es wurde unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sphinxhafen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zur Zeit der ehemaligen [[Deutsche Kolonien|deutschen Kolonie]] [[Deutsch-Ostafrika]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ort wurde von deutschen [[Missionar]]en oberhalb eines Naturhafens um 1890 am Nyassasee gegründet. Er erhielt seinen Namen von einer bizarren Felsformation oberhalb des Hafens, die an eine [[Sphinx (ägyptisch)|Sphinx]] erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den 1893 in Dienst gegangenen kleinen deutschen Dampfer &amp;#039;&amp;#039;[[Hermann von Wissmann]]&amp;#039;&amp;#039; wurde in Spinxhafen eine [[Helling]] gebaut, auf der der Dampfer alljährlich einer Wartung unterzogen wurde. Gleichzeitig wurde Spinxhafen auch als Stapelplatz für Brennholz für die Dampfmaschine der &amp;#039;&amp;#039;Hermann von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; gewählt, wegen des Waldreichtums der Bucht. So gab es neben der Missionsstation in Spinxhafen nur die Helling und ein paar Holzfällerhütten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Schnee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Ostafrika im Weltkriege&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1920, Seite 116&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Übernahme Deutsch-Ostafrikas durch die Briten verlegten diese ihren Hauptstützpunkt am östlichen Ufer des Sees in das 25&amp;amp;nbsp;km südlicher liegende [[Mbamba Bay]]. Im heutigen Liuli befindet sich das anglikanische St. Anne Missionshospital, das die medizinische Versorgung eines großen Teils der tansanischen südlichen Seeküste darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärische Aktionen gegen Sphinxhafen 1914 und 1915 ==&lt;br /&gt;
Kurz nach Beginn des [[Erster Weltkrieg in Ostafrika|Ersten Weltkrieges]] erteilte der [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|britische]] &amp;#039;&amp;#039;Commissioner&amp;#039;&amp;#039; von [[Nyassaland]] (heute [[Malawi]]) Kapitän Edmund Rhoades, den Kommandanten des [[Bewehrung#Geschichte|armierten]] Dampfers &amp;#039;&amp;#039;[[Gwendolen (Schiff)|SS&amp;amp;nbsp;Gwendolen]]&amp;#039;&amp;#039; den Auftrag, den etwa gleich großen deutschen Dampfer [[Hermann von Wissmann (Schiff)|&amp;#039;&amp;#039;Hermann von Wissmann&amp;#039;&amp;#039;]] zu zerstören. Rhoades wusste, dass das deutsche Schiff sich für Reparaturarbeiten auf der Helling von Sphinxhafen befand. In der Abenddämmerung des 13.&amp;amp;nbsp;August 1914 fuhr er in den natürlichen Hafen ein. Ein britischer Offizier erklärte dem Kapitän der &amp;#039;&amp;#039;Hermann von Wissmann&amp;#039;&amp;#039;, Berndt, dass zwischen dem [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reich]] und Großbritannien der Krieg ausgebrochen sei und er den Befehl habe, den Dampfer unschädlich zu machen. Da Widerstand zwecklos war, konnte Berndt nicht verhindern, dass britische Soldaten das 3,7-cm-[[Geschütz]] seines Schiffs demontierten, Teile der Maschinenanlage abbauten und das Geschütz und die [[Munition]] mit an Bord des britischen Dampfers nahmen. Prager und sein Maschinist wurden von den Briten gefangen genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Imre Josef Demhardt: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialgrenzen in Afrika: historisch-geographische Untersuchungen ausgewählter Grenzräume von Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika.&amp;#039;&amp;#039; Georg OLms Verlag, Hildesheim 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Benedikt Stuchtey: &amp;#039;&amp;#039;Die europäische Expansion und ihre Feinde: Kolonialismuskritik vom 18. bis in das 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; R. Oldenbourg Verlag, München 2010, S.&amp;amp;nbsp;278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Röhr: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Marinechronik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg/Hamburg 1974, ISBN 3-7979-1845-3, S.&amp;amp;nbsp;196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar wurde diese Aktion von der britischen Presse leicht überzogen als Seesieg dargestellt. So machte die &amp;#039;&amp;#039;[[The Times|Times]]&amp;#039;&amp;#039; am 16. August 1914 mit der Schlagzeile auf: &amp;#039;&amp;#039;Naval Victory on Lake Nyasa&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1915 wurde Sphinxhafen nochmals von britischen Truppen angegriffen. Es handelte sich um ein Landungskorps, das aus 30 europäischen [[Unteroffizier]]en und [[Offizier]]en sowie 200 einheimischen [[Soldat]]en bestand, die zwei Geschütze und zwei Maschinengewehre mit sich führten. Der Ort wurde von einigen deutschen [[Askaris]] unter der Führung offensichtlich eines deutschen Unteroffiziers verteidigt, die über ein [[Maschinengewehr]] verfügten. Nach einem Beschuss des Ortes durch die Briten zog sich der deutsche Trupp zurück. Das Landungskorps machte daraufhin die &amp;#039;&amp;#039;Hermann von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; unbrauchbar, bis sie 1919 von den Briten unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;King George&amp;#039;&amp;#039; wieder flott gemacht wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.com/books?id=8y8XSs9xIEIC&amp;amp;pg=PA146&amp;amp;dq=King+George+lake+nyasa&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=aIYyVfmNCcrcywOKmIDoBg&amp;amp;ved=0CCMQuwUwAA#v=onepage&amp;amp;q=King%20George%20lake%20nyasa&amp;amp;f=false Charles M. Good, The Steamer Parish: The Rise and Fall of Missionary Medicine on an African Frontier, S. 146]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Albert Röhr, [[Otto Mielke]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Seen  von Deutsch-Ostafrika. Dampfer „Hermann von Wissmann“.&amp;#039;&amp;#039; SOS Schicksale deutscher Schiffe, Nr. 155, München 1958.&lt;br /&gt;
* Ulrich Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;„Hermann v. Wissmann“. Ein Dampfer für den Nyassa-See.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schiff &amp;amp; Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 35 (1992), S. 11–16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.nytimes.com/1915/06/08/archives/german-steamer-sunk-british-destroy-the-hermann-von-wissmann-in.html Bericht über die Zerstörung der &amp;#039;&amp;#039;Hermann von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; im Juni 1915 in Sphinxhafen durch britische Truppen in der &amp;#039;&amp;#039;New York Times&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Juni 1915]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=11/5/12.6/S |EW=34/38/33.7/E |type=city |region=TZ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Tansania]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort mit Seehafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ruvuma (Region)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Ostafrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malawisee]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Friedl 11</name></author>
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