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	<title>Littles Gesetz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:26:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Littles_Gesetz&amp;diff=145751&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2023-08-27T04:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Littles Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Littles Theorem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satz von Little&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Formel von Little&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine bedeutende, 1961 von [[John D. C. Little]] formulierte und bewiesene [[Gesetzmäßigkeit]] in der [[Warteschlangentheorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Außerhalb der [[Rechtswissenschaft]] (hier gibt es formale [[Gesetz]]e) spricht man in den übrigen [[Wissenschaft]]en von einem Gesetz oder einer Gesetzmäßigkeit, wenn aus einer [[Theorie]] orts-, zeit- und kulturunabhängige allgemeingültige [[Aussage (Logik)|Aussagen]] abgeleitet werden, die weltweit dauerhaft, aber nicht immer ausnahmslos, gelten. [[Naturgesetz]]e sind in der [[Naturwissenschaft]] dagegen ausnahmslos geltende Regeln für den Ablauf des Geschehens.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Apel/Peter Ludz, &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 110&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gesetz von Little gilt ausnahmslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Littles Gesetz beschreibt in [[Produktionsprozess]]en jeder Art (von der [[Automobilhersteller|Automobilherstellung]] bis zur [[Abfertigung (Transport)|Abfertigung]] von Kunden am [[Schalter (Abfertigung)|Schalter]]) den Zusammenhang zwischen der Anzahl der [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]], [[Person]]en und [[Dienstleistung]]en, die einen Produktionsprozess durchlaufen sollen und der Zeit, die zu ihrer Abfertigung oder Fertigstellung benötigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
John D. C. Little stellte seine Thesen erstmals 1954 in einem Aufsatz vor, ohne sie zunächst zu beweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alan Cobham/John D. C. Little, &amp;#039;&amp;#039;Priority Assignment in Waiting Line Problems&amp;#039;&amp;#039;, in: Operations Research. 2 (1), 1954, S. 70–76&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Philip M. Morse]] forderte 1958 seine Leser auf, eine Situation zu nennen, in der diese [[These]]n nicht gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip M. Morse, &amp;#039;&amp;#039;Queues, inventories, and maintenance: The analysis of operational system with variable demand and supply&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Little veröffentlichte daraufhin im Juni 1961 mit seinem Aufsatz auch die Beweise für die Gültigkeit seiner Theorie.&amp;lt;ref&amp;gt;John D. C. Little, &amp;#039;&amp;#039;A Proof of the Queuing Formula &amp;lt;math&amp;gt;L = \lambda \cdot W&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;, in: Operations Research 9 (3), 1961, S. 383–387; {{JSTOR|167570}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierin erläuterte er an einem Weinkeller, wie viele Weinflaschen ankommen ({{enS|arrivals}}), einige Zeit in diesem Lagersystem verweilen und zwecks [[Verbrauch]] den Keller wieder verlassen ({{enS|departures}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Littles Gesetz geht in seiner [[Theorie]] von den Annahmen aus, dass sich die [[Arbeitsbedingungen (Betriebsverfassungsgesetz)|Arbeitsbedingungen]] nicht ändern, [[Technologie]]n gleich bleiben und das [[Personal]] unverändert bleibt. Die „anstehende Arbeit“ ({{enS|work in process}}, &amp;lt;math&amp;gt;WIP&amp;lt;/math&amp;gt;) können [[Kunde]]n sein, [[Auftragseingang|Auftragseingänge]], [[Barauszahlung]]en, [[Lieferung]]en, [[Rechnung]]en oder [[Partei (Recht)|Gerichtsparteien]], die auf ihren [[Gerichtsprozess]] warten. [[Durchsatz]] ({{enS|throughput}}) ist die Rate im Produktionsprozess (Kunden oder Auftragseingänge pro Tag, Liter Bier pro Stunde oder Barauszahlungen pro Monat).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ngaSDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA76&amp;amp;dq=Littles+Gesetz&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjxiOH6-b32AhWlneAKHd_YDagQ6AF6BAgHEAE#v=onepage&amp;amp;q=Littles%20Gesetz&amp;amp;f=false John Bicheno, &amp;#039;&amp;#039;Die Service System Toolbox&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 76]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz besagt, dass die durchschnittliche Anzahl von Kunden in einem stabilen System ([[Unternehmen]], [[Behörde]]) und einem bestimmten Zeitraum gleich dem Produkt der durchschnittlichen Ankunftsrate und ihrer durchschnittlichen Verweildauer im System ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=E0iHDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT311&amp;amp;dq=littles+gesetz+formel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwif4OWhyLf2AhXZQvEDHUhLAHYQ6AF6BAgAEAE#v=onepage&amp;amp;q=littles%20gesetz%20formel&amp;amp;f=false Doug Rose, &amp;#039;&amp;#039;Das agile Unternehmen für Dummies&amp;#039;&amp;#039;, 2019, o. S.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf die [[Arbeit (Philosophie)#Spätes 20. und 21. Jahrhundert|Arbeitswelt]] übertragen bedeutet dies, dass sich der [[Arbeitsvolumen|Arbeitsanfall]] zu stauen beginnt, wenn mehr [[Aufgabe (Pflicht)|Arbeitsaufgaben]] hinzukommen als Arbeiten erledigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bestandsgröße|Bestand]] &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; erhöht sich, wenn sich bei gleichbleibendem [[Durchsatz]] &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt; die mittlere [[Durchlaufzeit]] &amp;lt;math&amp;gt;W&amp;lt;/math&amp;gt; erhöht:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=b1O3tvUc2kwC&amp;amp;pg=PA643&amp;amp;dq=Littles+Gesetz+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjX2evRw7f2AhUPxGEKHezdDu8Q6AF6BAgIEAE#v=onepage&amp;amp;q=Littles%20Gesetz%20lexikon&amp;amp;f=false Peter Klaus/Winfried Krieger/Michael Krupp (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Logistik&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 643]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;L = \lambda \cdot W&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Verringern sich umgekehrt Bestände, können weniger [[Arbeitsmittel]] (wie [[Werkzeug]]e, [[Aktenordner]]) verloren gehen, die [[Arbeitsumgebung]] bleibt übersichtlich ([[Werkstatt]], [[Schreibtisch]]), und umso weniger Zeit wird mit [[Suchverfahren|Suchen]] verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dies intuitiv sinnvoll erscheint, ist es ein beachtenswertes Ergebnis: Es impliziert, dass dieses Verhalten vollkommen unabhängig von den benutzten [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]]en ist und somit keine Annahmen über die Verteilung der Ankunftszeiten oder die [[Warteschlangentheorie#Systematik|Abfertigungsdisziplin]] getroffen werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Modifizierung des Gesetzes von Little ist die Beziehung zwischen [[Durchlaufzeit]] &amp;lt;math&amp;gt;DLZ&amp;lt;/math&amp;gt; (beispielsweise durch eine [[Produktionsanlage]]), der Anzahl der durchlaufenden Stücke (oder Personen) &amp;lt;math&amp;gt;WIP&amp;lt;/math&amp;gt; und dem Durchsatz &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;DLZ = \frac{\text{WIP}}{\lambda}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Gibt es beispielsweise einen [[Auftragsbestand]] von 60 [[Auftrag|Aufträgen]] und einen Durchsatz von 5 Aufträgen pro [[Arbeitstag]], dann beträgt die Durchlaufzeit 12 Tage (&amp;lt;math&amp;gt; \frac{\text{60}}{\text{5}} = 12&amp;lt;/math&amp;gt;). Für die Abarbeitung des Auftragsbestands werden 12 Tage benötigt, vorausgesetzt, es gibt während der Durchlaufzeit keine weiteren [[Auftragseingang|Auftragseingänge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Littles Gesetz findet im Arbeitsalltag breite Anwendungsmöglichkeiten. Überall dort, wo ein Durchsatz vorhanden ist ([[Kunde]]n, [[Rohstoff]]e, [[Werkstoff]]e), spielt Littles Gesetz eine Rolle. Es gilt für [[Build-to-Order|Auftragsfertigung]], [[Fließbandfertigung]], [[Kanban]], [[Lieferkette]]n, [[Logistik]], [[Massenproduktion]], [[Netzwerk]]e, [[Serienfertigung]], [[Stapelverarbeitung]], [[Transportsystem]]e, [[Verbrauchsfolgeverfahren]] oder [[Warteschlange]]n ([[Callcenter]], [[Kasse]]n, [[Schalter (Abfertigung)|Schalter]], [[Verkehrsstau]]s, [[Warteliste]]n, [[Wartezimmer]]). Generell können Bestände bei konstantem Durchsatz nur dann gesenkt werden, wenn die Durchlaufzeit im gleichen Maße reduziert wird. Die Länge der Wartezeit, also ihr [[Erwartungswert]], wird mit Hilfe von Littles Gesetz berechnet. Es zählt zu den zentralen Grundlagen der Warteschlangentheorie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Xu5sDQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA157&amp;amp;dq=littles+gesetz+warteschlangentheorie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwijr8jXlL72AhUBTd8KHVYoB5wQ6AF6BAgBEAE#v=onepage&amp;amp;q=littles%20gesetz%20warteschlangentheorie&amp;amp;f=false Klaus Leopold, &amp;#039;&amp;#039;Kanban in der Praxis&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 157]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[John Kingman|Kingman-Gleichung]] erweitert die [[Variable (Mathematik)|Variablen]] der [[Wartezeit (Produktion)|Wartezeit]] (Ankunftsvariation, Prozessvariation und [[Auslastung]]), so dass Littles Gesetz mit der Gleichung verbunden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;John Bicheno, &amp;#039;&amp;#039;Die Service System Toolbox&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Arnold/Kai Furmans, &amp;#039;&amp;#039;Materialflusslehre in Logistiksystemen&amp;#039;&amp;#039;. 5., erweiterte Auflage. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag, ISBN 978-3-540-45659-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satz (Stochastik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeitsrechnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Loi de Little]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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