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	<title>Lithograf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T07:45:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lithograf&amp;diff=282599&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Channy8: fehlendes Wort eingefügt</title>
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		<updated>2026-02-25T23:43:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fehlendes Wort eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wappen der Lithographen Steindrucker und Offsetdrucker.jpg|mini|Wappen der Lithographen, Steindrucker und Offsetdrucker]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lithograf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lithograph&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|λίθος|lithos}} ‚Stein‘ und {{lang|grc|γράφειν|grafein}} ‚schreiben‘) ist ein ehemaliger Beruf aus der [[Drucktechnik]]. Die Aufgabe eines Lithografen war, eine der [[Druckvorlage]] möglichst genau entsprechende [[Reproduktion]] auf den [[Lithografie#Lithografiestein|Lithografiestein]] zu übertragen. Ein Lithograf war also jemand, der die zu druckenden Texte und Bilder auf einem Lithografiestein manuell und seitenverkehrt anfertigte. Vom Stein zu drucken war die Aufgabe des [[Steindruck]]ers; der Druck selbst wiederum wurde Lithografie genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderungen und Techniken ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lithografie}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Zigarrendeckelbild.jpg|mini|Chromolithografie in Federpunktmanier]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lithografie-Gravur.jpg|mini|Lithografie in Gravurtechnik]]&lt;br /&gt;
Der Steindruck war im 19. Jahrhundert das einzige Druckverfahren, das größere Auflagen farbiger Drucksachen ermöglichte und basierte auf einer Erfindung von [[Alois Senefelder]] aus dem Jahr 1798. Als Druckträger diente ein Kalkschieferstein, der in [[Solnhofener Plattenkalk|Solnhofen]] in [[Bayern]] gebrochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre dauerte in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre, an deren Ende die [[Gesellenprüfung]] stand. Voraussetzung war, dass der angehende Lithograf zeichnen konnte und eine gute [[Farbwahrnehmung]] hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Lehrzeit als Geselle wurde der Lithograf nach seinen Fähigkeiten und dem Bedarf des Betriebes als &amp;#039;&amp;#039;Schrift-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Chromo-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gravurlithograf&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt. Bei der Lithografie war es nicht möglich, Texte aus dem Buchdruck zu übernehmen, sondern sie wurden manuell seitenverkehrt mit [[Zeichenfeder]] und [[Lithografie#Lithografische Tusche und Kreide|Lithografietusche]] auf den Stein gezeichnet. Diese Aufgabe wurde von &amp;#039;&amp;#039;Schriftlithografen&amp;#039;&amp;#039; ausgeführt, die vorgezeichnete Buchstaben mit großer [[Akribie]] auf den Stein übertrugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Repro&amp;quot;&amp;gt;[http://www.arbeitskreis-druckgeschichte.de/downloads/vortragschoebel.doc Entwicklung der Reprotechnik, abgerufen am 10. Januar 2010] ([[Microsoft Word|MS Word]]; 64&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wurden Texte mit farbigen Bildern kombiniert, so dass der [[Lithografie#Chromolithografie|Chromolithograf]] tätig werden musste. Diesem diente ein gemaltes Bild als Vorlage. Vor der Erfindung des [[Druckraster|Rasters]] konnten sogenannte [[Halbtonbild|Halbtöne]] nur mit manuellen Techniken erzeugt werden. Die bekannteste Technik in der Chromolithografie heißt &amp;#039;&amp;#039;Berliner Manier&amp;#039;&amp;#039;, bei der der Lithograf kleine Punkte halbkreisförmig aneinandersetzte. Die farbigen Lithografien bestanden häufig aus zwölf und mehr übereinander gedruckten Farben, die sich stark in der Helligkeit unterschieden. So wurde bei den helleren Farben grob punktiert und die Töne sogar vollflächig unterlegt. Die dunkleren, zeichnenden Farben wurden von speziellen Lithografen ausgeführt, die besonders feine Punkte setzen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Gravurlithograf&amp;#039;&amp;#039; ritzte die Zeichnung mit einer Nadel oder einem Gravurdiamanten in die Steinoberfläche. Die Technik der Steingravur wurde besonders für Visitenkarten, Briefköpfe, Landkarten und Wertpapiere wegen ihrer feinen Linienzeichnung eingesetzt. Gravurlithograf wurden nur die besten Fachleute und hatten ein hohes Ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden zunehmend Elemente der [[Fotografie]] übernommen und es bildete sich die Bezeichnung [[Fotolithografie (Drucktechnik)|Fotolithograf]]. In der Fotolithografie sind drei Verfahrensstufen zu unterscheiden, nämlich die fotografische [[Fotografische Aufnahme|Aufnahme]] bzw. Erstellung der [[Farbauszug|Farbauszüge]] durch den Reprofotografen, die manuelle Korrektur der Farbauszüge und die Übertragung der Aufnahme auf den Stein durch die Steinkopie, beides Aufgaben des Fotolithografen. Häufig wurde der Stein von einem Chromolithografen noch manuell nachbearbeitet. Nachdem der Steindruck in den 1950er Jahren vom [[Offsetdruck]] verdrängt worden war, blieb nur noch die irreführende Berufsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Fotolithograf&amp;#039;&amp;#039;, obwohl dieser Beruf inzwischen nichts mehr mit einem Lithografiestein zu tun hatte. Im englischen Sprachraum heißen die in diesem Bereich tätigen Fachleute noch immer &amp;#039;&amp;#039;lithographer&amp;#039;&amp;#039;, also &amp;#039;&amp;#039;Lithograf&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Repro&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und heutige Situation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alois Senefelder2.jpg|mini|Alois Senefelder, Lithographie]]&lt;br /&gt;
[[Alois Senefelder]] gilt als Erfinder des Steindrucks, den er zwischen 1796 und 1798 entwickelte. Er entdeckte die Abstoßreaktion von Fett und Wasser auf dem Stein und entwickelte daraus den [[Flachdruck]]. Senefelder nannte sein neues Verfahren &amp;#039;&amp;#039;Chemische Druckerey&amp;#039;&amp;#039; und arbeitete bis zu seinem Todesjahr 1836 an der Weiterentwicklung des Steindrucks. Seit 1803 wurde die neue Technik in Frankreich &amp;#039;&amp;#039;Lithographie&amp;#039;&amp;#039; genannt. Im Jahr 1804 einigte man sich in München ebenfalls auf die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Lithografie.&amp;#039;&amp;#039; Zunächst wurde der Steindruck nur für nichtkünstlerische Zwecke wie Text- und [[Note (Musik)|Notendruck]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeidler&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Zeidler: &amp;#039;&amp;#039;Lithographie und Steindruck.&amp;#039;&amp;#039; Ravensberger Buchverlag, 1994, ISBN 3-473-48381-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon bald entdeckten Künstler die Lithografie als autonome Kunstform, die es dem Maler und Zeichner erlaubte, den ursprünglichen Charakter der Zeichnung zu bewahren. Auch für die [[Presse (Medien)|Presse]] war sie vor der Entdeckung der [[Fotografie]] ein geeignetes Medium, um aktuelles Zeitgeschehen bildhaft darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 ließ sich der deutsch-französische Lithograf [[Godefroy Engelmann]] (1788–1839) aus [[Mülhausen]] eine farbige Variante der Lithografie unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Chromolithografie&amp;#039;&amp;#039; (Farbsteindruck, Farblithografie) patentieren. Nach Einführung der &amp;#039;&amp;#039;Steindruck-Schnellpresse&amp;#039;&amp;#039; um 1871 entstanden große Mengen an farbigen lithografischen Drucksachen, da nun höhere Auflagen möglich waren. Bis in die 1930er Jahre war die Chromolithografie das verbreitetste Verfahren für farbige Illustrationen hoher Qualität und eine entsprechend hohe Anzahl an Lithografen wurde in den &amp;#039;&amp;#039;Lithografischen Kunstanstalten&amp;#039;&amp;#039; ausgebildet und beschäftigt. Qualifizierte Lithografen wurden im Vergleich zu anderen Berufsgruppen relativ gut bezahlt und die Ausbildung war sehr begehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeidler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Erfindung der Fotografie und des [[Druckraster|Glasgravurrasters]] durch [[Georg Meisenbach]] 1881 gab es Versuche, die neue Technik auch in der Lithografie einzusetzen. Aufgrund der differenzierten Tonwertwiedergabe ermöglichte diese neue Technik, die gedruckte Wiedergabe in sechs oder vier Farben anstelle von zwölf oder mehr und war damit bei weitem wirtschaftlicher als die konventionelle Chromolithografie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Beruf des Fotolithografen. Allerdings war um 1906 mit der Erfindung des [[Offsetdruck]]s durch [[Ira W. Rubel]] aus den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und [[Caspar Hermann]] aus Deutschland dem Steindruck ein ernsthafter Konkurrent entstanden. Bis in die 1950er Jahre gab es beide Verfahren nebeneinander, wobei der wirtschaftlichere Offsetdruck kontinuierlich immer mehr Anteile am Druckvolumen übernahm. Die Lehrberufe Lithograf und Steindrucker wurden 1956 aus den Lehrlingsrollen der [[Industrie- und Handelskammer]]n gestrichen. Seitdem gibt es keine gewerbliche Ausbildung mehr in diesen Berufen. Grundkenntnisse können Interessierte durch ein Studium an Fach- oder Kunsthochschulen erwerben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeidler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachfolgeberufe hießen &amp;#039;&amp;#039;Druckvorlagenhersteller&amp;#039;&amp;#039; und galten für alle Druckverfahren. Die Bezeichnungen waren zwischen der Bundesrepublik und der [[DDR]] zum Teil unterschiedlich. So gab es in der Bundesrepublik den &amp;#039;&amp;#039;Druckvorlagenhersteller&amp;#039;&amp;#039; in den Fachrichtungen &amp;#039;&amp;#039;Reprofotografie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Reproretusche&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Reprovorbereitung&amp;#039;&amp;#039;. In der DDR hießen diese Berufe &amp;#039;&amp;#039;Facharbeiter für Satztechnik, Reproduktionstechnik und Druckformherstellung&amp;#039;&amp;#039;. Ab 2008 heißt der alle Druckverfahren umfassende aktuelle Ausbildungsberuf &amp;#039;&amp;#039;Mediengestalter&amp;#039;&amp;#039; mit den Fachrichtungen &amp;#039;&amp;#039;Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung,&amp;#039;&amp;#039; sowie [[Mediengestalter Digital und Print|Digital und Print]].&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=xF5JJAXbXNbHdBYO0LnJPU1qqzWD8Fb51G-hfanlcCZ4Vx8Jy_DO!509231482?path=null/kurzbeschreibung&amp;amp;dkz=57883 Ausbildungs-Informationen] Mediengestalter/innen Digital und Print der Fachrichtung Gestaltung und Technik. Bundesagentur für Arbeit, Zugriff am 9. Dez. 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab nahezu keine weiblichen Lithografen, obwohl es sich um eine körperlich leichte Arbeit handelte. Erst in den 1950er Jahren wurden die ersten weiblichen Lehrlinge ausgebildet, vor allem in der DDR. Der Anteil der Frauen, die als Druckvorlagenherstellerinnen arbeiteten, wuchs in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich. Heute stellen sie als Mediengestalterinnen rund 57 % aller Berufsangehörigen in dieser Branche. Mit diesem Anteil unterscheidet sich dieser Beruf deutlich von den anderen Berufen im [[Informationstechnik|IT-Bereich]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://datenreport.bibb.de/media2009/datenreport_bbb_090525_screen.pdf Frauenanteil Mediengestalter, abgerufen am 10. Januar 2010] (PDF; 3,3&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Twyman: &amp;#039;&amp;#039;History of chromolithography : printed colour for all.&amp;#039;&amp;#039; British Library [u.&amp;amp;nbsp;a.], London [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2013, ISBN 978-1-58456-320-4, ISBN 0-7123-5710-6, ISBN 978-0-7123-5710-4.&lt;br /&gt;
* Helmut Kipphan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Printmedien. Technologien und Produktionsverfahren.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-540-66941-8 (mit CD-ROM).&lt;br /&gt;
* Michael Limburg: &amp;#039;&amp;#039;Der digitale Gutenberg.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-540-61204-1.&lt;br /&gt;
* Ulrich Paasch und Roland Golpon (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Informationen verbreiten. Medien gestalten und herstellen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. Verlag Beruf und Schule, Itzehoe 2006, ISBN 978-3-88013-660-1.&lt;br /&gt;
* Jürgen Zeidler: &amp;#039;&amp;#039;Lithographie und Steindruck in Gewerbe und Kunst, Technik und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 1994, ISBN 3-473-48381-8.&lt;br /&gt;
* Walter Domen: &amp;#039;&amp;#039;Die Lithographie. Geschichte, Kunst, Technik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Dumont-Taschenbücher;&amp;#039;&amp;#039; Bd. 124). 2. Aufl. Dumont, Köln 1982, ISBN 3-7701-1431-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4398813-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithograf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Drucktechnik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktionstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Channy8</name></author>
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