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	<title>Literaturrevolution - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:40:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Literaturrevolution&amp;diff=964623&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: bibliographische Angaben vervollständigt; Paul Pörtner</title>
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		<updated>2026-04-01T20:03:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bibliographische Angaben vervollständigt; Paul Pörtner&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Literaturrevolution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umreißt man eine Vielzahl heterogener und teilweise kurzlebiger literarischer Einzelströmungen und Gruppierungen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der europäischen Literatur aufkamen. Dazu zählen u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
*der [[Futurismus]],&lt;br /&gt;
*der [[Expressionismus (Literatur)|Expressionismus]], vor allem der [[Der Sturm (Zeitschrift)|Sturmkreis]],&lt;br /&gt;
*der [[Dadaismus]],&lt;br /&gt;
*der [[Kubismus]],&lt;br /&gt;
*der [[Surrealismus]] und&lt;br /&gt;
*der [[Poetismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft werden auch der literarische [[Naturalismus (Literatur)|Naturalismus]] und die ästhetisierenden Gegentendenzen am Ausgang des 19. Jahrhunderts wie [[Symbolismus (Literatur)|Symbolismus]] oder [[Impressionismus (Literatur)|Impressionismus]] als Phasen der Literaturrevolution betrachtet, als &amp;#039;&amp;#039;Erste&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zweite [[Moderne]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einzelstile verbindet bei allen Unterschieden, dass sie&lt;br /&gt;
*die Traditionen des [[Bildungsbürgertum]]s ablehnten, insbesondere dessen an der [[Weimarer Klassik]] und [[Romantik]] geschultes Verständnis von Literatur und sämtliche Dichtungsformen der bürgerlichen [[Ästhetik]],&lt;br /&gt;
*neue Ausdrucksmöglichkeiten suchten in der Auffassung der Sprache als akustischem, phonetischem, grammatischem oder visuellem Material, das z.&amp;amp;nbsp;B. zu [[Abstrakte Dichtung|abstrakter]] und [[Konkrete Poesie|konkreter Poesie]], [[Montage (Literatur)|Montage]] und [[Collage]] führte und&lt;br /&gt;
*gegenüber vielen anderen Literaturströmungen ein politisches oder [[Ideologie|ideologisches]] Engagement – [[Pazifismus]], [[Anarchismus]], [[Kommunismus]], [[Faschismus]] – vertraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind widersprüchliche Aspekte innerhalb der Öffnung aller [[Kunst|Künste]] für den [[Stilpluralismus]], die das Verhältnis von Kunst und Wirklichkeit auf radikale Weise neu deuteten, um die Rolle der Kunst in den politisch-sozialen und wissenschaftlichen Umbrüchen an der Schwelle zur Moderne zu definieren. Die einzelnen Stile nach formalen Gesichtspunkten zu unterscheiden ist schwierig und oft unmöglich, da sie dieselben Mittel für sehr unterschiedliche Zwecke einsetzten. So diente die Montage aus Sprachmaterialien im italienischen Futurismus der Verherrlichung von Krieg und Faschismus, in der [[Zürich|Zürcher]] Dada-Schule dazu, bedingungslosen Pazifismus zu fordern. Auch die Stile selbst stellen keine einheitlichen Gruppierungen da, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Zürcher und [[Berlin]]er Dadaisten sich unterschieden oder die untereinander zerstrittenen Surrealisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abgrenzung wird nur da möglich, wo die Gruppierungen in den gesellschaftlichen Umbrüchen politisch Partei ergriffen wie der russische Futurismus für den Kommunismus und der italienische Futurismus für den Faschismus; statt eines Einzelbegriffs wird deshalb oft das Paar &amp;#039;&amp;#039;Literatur und Revolution&amp;#039;&amp;#039; verwandt, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Leo Trotzki]]s gleichnamiger Schrift (1923) und seinem gemeinsam mit [[André Breton]] verfassten Manifest &amp;#039;&amp;#039;Für eine unabhängige revolutionäre Kunst&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Pour un art indépendant révolutionnaire&amp;#039;&amp;#039;, 1938). Da jedoch die ästhetischen Ansätze der Einzelstile vor allem Widerspiegelungen der sozialen Wirklichkeit waren, ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Literaturrevolution&amp;#039;&amp;#039; dennoch gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1950er-Jahren entstanden aus den Wurzeln der Literaturrevolution experimentell mit dem Sprachmaterial arbeitende Gruppierungen wie der [[Darmstädter Kreis (Moderne)|Darmstädter Kreis]], die [[Wiener Gruppe]] und die [[Stuttgarter Gruppe/Schule]] um [[Max Bense]]. Daneben wurden einzelne Dichter und Schriftsteller wie [[Helmut Heißenbüttel]], [[Arno Schmidt]] oder [[H. C. Artmann]] inspiriert. Ausdrucksformen wie [[Visuelle Poesie]], [[Lettrismus]], [[Computerkunst|Computer-]], [[Medienkunst|Medien-]] und [[Netzkunst]], [[Antiroman]] und [[Absurdes Theater|Antitheater]] entstanden in der Folge der Rezeption.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Leo Trotzki: &amp;#039;&amp;#039;Literatur und Revolution&amp;#039;&amp;#039;. Deutsch von Eugen Schäfer und Hans von Riesen. Arbeiterpresse-Verlag, Essen 1994, ISBN 3-88634-062-7.&lt;br /&gt;
* [[Paul Pörtner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Literatur-Revolution 1910–1925. Dokumente, Manifeste, Programme&amp;#039;&amp;#039;. Luchterhand, Darmstadt und Neuwied.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ästhetik und Poetik&amp;#039;&amp;#039;. 1960.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Zur Begriffsbestimmung der „Ismen“&amp;#039;&amp;#039;. 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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