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	<title>Literaturpapst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Literaturpapst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ironisch-anerkennende Bezeichnung für einen [[Literaturkritik]]er, dessen ästhetische Urteile gleichsam [[ex cathedra]] päpstliche [[Unfehlbarkeit]] beanspruchen wollen. In der jüngeren Vergangenheit stand diese Bezeichnung meist [[Synonymie|synonym]] für den 2013 verstorbenen „Großkritiker“ [[Marcel Reich-Ranicki]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Für [[Gotthold Ephraim Lessing]] war der Gelehrte [[Christian Adolph Klotz]], mit dem er eine heftige Auseinandersetzung über die Dichtkunst führte, „ein eitler, aufgeblasener und selbstgerechter Literaturpapst“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frühnaturalisten [[Heinrich Hart]] und [[Julius Hart]] beschimpften den Schriftsteller und Journalisten [[Paul Lindau]] in ihren &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Waffengänge|Kritischen Waffengängen]]&amp;#039;&amp;#039; als „Literaturpapst“. Angeregt wurde die metaphorische Prägung vielleicht von den Entwicklungen in der katholischen Kirche: Erst 1870 hatte das [[Erstes Vatikanisches Konzil|Erste Vatikanische Konzil]] festgelegt, unter welchen Umständen der [[Papst]] [[Unfehlbarkeit]] beanspruchen darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kurt Tucholsky]] sah es als das „erste Bestreben“ seiner Buchkritik, „nicht das Literaturpäpstlein zu spielen. Das kann es nicht geben, und das soll es auch nicht geben. Jeder, der kritisch tätig ist, sollte täglich dreimal dieses Gebet beten: Damit, daß du kritisierst, bist du dem Werk nicht überlegen; dadurch bist du ihm nicht überlegen; dadurch bist du ihm nicht überlegen“. (aus: „Die Aussortierten“, in: [[Die Weltbühne]] Jg. 27, 1931, Nr. 2, S. 58ff) Der Autorin [[Irmgard Keun]] schrieb er in einem Brief: „Ich trete für neue Leute ein, wo ich nur kann, und daß ich kein Literaturpapst bin, wissen Sie auch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kritiker [[Alfred Kerr]] wurde in der [[Zeit der Weimarer Republik]] als „Literaturpapst vom Hause Mosse“ bezeichnet. ([[Rudolf Mosse]] war der Gründer des &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]s&amp;#039;&amp;#039;.) Ob die Bezeichnung respektvoll war, ist zu bezweifeln: Der Linguist [[Manfred Pechau]] hielt sie bereits vor 1933 für diffamierend genug, sie neben [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismen]] wie „geistige Verjudung“ und „Parasitenvolk“ in ein geplantes Wörterbuch der nationalsozialistischen Sprache aufzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-12 |url=http://w210.ub.uni-tuebingen.de/portal/GIFT/fulltext_link?id=214 |text= |archivebot=2018-12-02 20:23:49 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] galt [[Hellmuth Langenbucher]] als Literaturpapst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 publizierte [[Martin Walser]] in [[Die Zeit]] (25. März 1977) seine [[Polemik]] „Über Päpste“ gegen eine sich päpstlich-unfehlbar gerierende Literaturkritik und meinte damit hauptsächlich Reich-Ranicki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem ironischen Kommentar der [[Die Welt|Welt]] wurde 2003 [[Elke Heidenreich]] als Reich-Ranickis Nachfolgerin und &amp;#039;&amp;#039;„Literaturpäpstin“&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Alanyali: [https://www.welt.de/print-welt/article691680/Literatur-Paepstin.html Literatur-Päpstin], [[Die Welt]], 2. Mai 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Anz]], [[Rainer Baasner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Literaturkritik – Geschichte, Theorie, Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage, Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-51095-3.&lt;br /&gt;
* Oliver Pfohlmann, &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon der Literaturkritik&amp;#039;&amp;#039;. TransMIT / Literaturwissenschaft.de, Marburg an der Lahn 2005, ISBN 978-3-936134-09-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Leben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturkritik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marcel Reich-Ranicki]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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