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	<title>Lisene - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lisene&amp;diff=134243&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-03-03T14:33:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Begriff der Kunstgeschichte, zu Verpressöffnungen im Vortriebsschild in der Tunnelvortriebstechnik siehe [[Tunnelbohrmaschine]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lisene1.jpg|mini|Lisenen und [[Rundbogenfries]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lisene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von frz. {{lang|frs|lisière}} „Saum“, „Rand“, „Kante“; auch Lesine, Laschene&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1911 |Lemma=Lisenen |Band=2 |Seite=66 |SeiteBis=66 |zenoID=20001309560}} Andere Wortformen für Lisene.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Laschene |Sammelwerk=Illustriertes Bau-Lexikon |Band=Dritter Band. |Verlag=Otto Spamer |Ort=Leipzig, Berlin |Datum=1883 |Seiten=265 |Sprache=de |Online=[https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mothes1883bd3/0275/image,info Universitätsbibliothek Heidelberg] |Abruf=2025-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist in der [[Architektur]] an [[Fassade]]n eine schwach vortretende, senkrechte Wandvorlage, selten mit kleinem [[Kämpfer (Architektur)|Kämpfer]], aber im Unterschied zum [[Pilaster]] ohne [[Basis (Architektur)|Basis]] und [[Kapitell]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Koepf]], [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 29. März 2025), S. 313: &amp;#039;&amp;#039;Lisene&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Lisenen werden wie Pilaster in der [[Architektur]] zur optischen Gliederung einer [[Fassade]] oder sonstigen Wandfläche verwendet. Sie dienen nicht nur zur Verzierung von glatten Wänden, sondern auch als Ecklisenen zur Betonung der Gebäudekanten&amp;amp;nbsp;– an technisch relevanten Stellen kommt hier aber auch durchaus der Effekt als [[Statik (Mechanik)|statische]] Verstärkung hinzu: So kann die [[Romanik|romanische]] Lisene als Stammform des in der [[Gotik]] aus dem Gebäude herausgezogenen [[Strebepfeiler]]s angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Lisenen wurden in verschiedenen Epochen verwendet, so auch in der [[Römische Architektur|römischen]] und in der Folge in der [[Byzantinischer Baustil|byzantinischen Architektur]]. Diese in Norditalien (vor allem in [[Ravenna]]) verwendete Fassadengliederung griffen die dort siedelnden germanischen [[Langobarden]] auf, so dass durch [[Bogenfries|Rundbogenfriese]] miteinander verbundene Lisenen nahezu stilprägende Merkmale der [[Lombardischer Baustil|lombardischen Architektur]] wurden. Lombardische Baumeister waren wegen ihrer Kunstfertigkeit berühmt, im Ausland begehrt und förderten so die Verbreitung dieses Gestaltungsmerkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Alpen finden sich Lisenen als Gestaltungselemente bereits sehr früh an den Stiftskirchen [[Stiftskirche St. Cyriakus (Gernrode)|St. Cyriakus in Gernrode]] (vor 1000) und der nahegelegenen [[Stiftskirche St. Servatius (Quedlinburg)|St. Servatiusstiftskirche in Quedlinburg]] (997–1021). Von großem Einfluss war die Verwendung von Lisenen am [[Speyerer Dom]] (1030–1106), was viele Baumeister zur Nachahmung anregte. In der Folge findet man sie an vielen [[Romanik|romanischen]] Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Renaissance]] wird die Lisene vom [[Pilaster]] verdrängt, obschon formal orientierte Architekten wie [[Andrea Palladio|Palladio]] und die Baumeister des [[Klassizistischer Barock|klassizistischen Barocks]] durchaus sehr reduzierte, lisenenhafte Elemente verwendeten. Lisenen lebten aber in den Neostilen des [[Historismus]] wieder auf und findet sich durchgängig in der Zweckarchitektur von Industriebauten, insbesondere in der Ziegelarchitektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Putzfassaden des Historismus verwendeten die Lisene als Gliederung, insbesondere als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kantenlisene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oft fälschlich &amp;#039;&amp;#039;Ecklisene&amp;#039;&amp;#039;) zur Einfassung der Fassade an der Gebäudekante. In genuteter Form wird sie dort zur [[Eckquaderung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lisene2.jpg|Lisenen und [[Bogenfries]] an einer Kapellenwand&lt;br /&gt;
Lisene-Ravenna.jpg|Lisenen und Bogenfries (oder [[Blendarkade]]n) am [[Mausoleum der Galla Placidia]] in [[Ravenna]] (ca. 430 n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&lt;br /&gt;
Gernrode-Lisene.jpg|Lisenen am Treppenturm der [[Stiftskirche St. Cyriakus (Gernrode)|Stiftskirche Gernrode]] (vor 1000)&lt;br /&gt;
Maria Laach.jpg|Lisenen an der [[Abtei Maria Laach|Abteikirche Maria Laach]] (1156)&lt;br /&gt;
意大利威尼斯 Venice, Italy Cina Xinjiang, Urumqi il benvenuto all - panoramio (34).jpg|[[Markusturm (Venedig)|Markusturm]], Venedig&lt;br /&gt;
M Bauakademie Berlin 1888.jpg|[[Berliner Bauakademie]] (erbaut 1832–1836, Architekt [[Karl Friedrich Schinkel]]), Foto von 1888&lt;br /&gt;
Kurhausstraße 31 (Bad Kissingen).JPG|Kantenlisenen mit Bänderung ([[Bad Kissingen]])&lt;br /&gt;
Liesene (Empfangsgebäude Bahnhof Göttingen, 2022).jpg|Lisenen am Empfangsgebäude des [[Bahnhof Göttingen|Bahnhofs Göttingen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;Seit dem [[Brutalismus]] findet sich die Lisene als sichtiges Tragelement des [[Skelettbau]]s in Beton, also nicht als Scheinstütze, sondern als funktionales [[tragendes Element]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Moderne und Postmoderne&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Smithsons photo Robin hood gardens London UK 2005-07-21.jpg|Robin Hood Gardens, London&amp;amp;nbsp;– Lisenenfömige Ausbildung des Tragmauerwerks im Stile des [[Plattenbau]]s&lt;br /&gt;
Lisenen (Göttingen, Berliner Str.30, 2024).jpg|Lisenenstruktur einer modernen Verblendmauerwerk-Fassade (Hotelbau in Göttingen, fertiggestellt 2018&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hagemeister.de/referenz/hotelgebaeude-goettingen |titel=Hotelgebäude Freigeist |werk=hagemeister.de |abruf=2024-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lisenenrahmengestell ==&lt;br /&gt;
Kunsthistoriker haben zur Beschreibung von historischen Fassaden den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Lisenenrahmengestell&amp;#039;&amp;#039; geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Begriffsverwendung beispielsweise: &amp;#039;&amp;#039;Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 50: Stadt Minden, Teil 5., Minden ausserhalb der Stadtmauern, Teilbd. 1&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von [[Fred Kaspar]]. Klartext-Verlag, Essen 1998, ISBN 978-3-88474-635-6, S. 585. ([https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;amp;sca_esv=63099308d1ada3ea&amp;amp;tbm=bks&amp;amp;q=%22Lisenenrahmengestell%22&amp;amp;nfpr=1&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjVheSMtKeJAxUxRPEDHXOXGo0QvgUoAXoECAgQAg&amp;amp;dpr=1.25 BooksGoogle])&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeint ist eine Kombination aus Lisenen mit einer oben verbindenden, horizontalen Fassadenvorlage, die insgesamt wie ein aufgeblendetes Gestell wirkt, das gleichzeitig Fensterachsen rahmt. Der [[Architekturtheorie|Architekturtheoretiker]] [[Leonhard Christoph Sturm]] zeigte diese Möglichkeit der Fassadengliederung bereits 1699 in einem musterhaften Fassadenaufriss seiner &amp;#039;&amp;#039;Civil-Bau-Kunst.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nikolai Goldmanns Vollständige Anweisung zu der Civil Bau-Kunst (...).&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Leonhard Christoph Sturm&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Keßler, Braunschweig 1699, nach S. 165, Fig. 1C ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/goldmann1699/0353/image,thumbs Digitalisat der Abbildung], [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/goldmann1699/0033/image,thumbs Texthinweis zur Abbildung auf S. 9: „Der Aufriß“])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;170&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Lisenenrahmengestell&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lisenenrahmengestell (N. Goldmann, L. C. Sturm, Civil-Bau-Kunst, 1699, nach S.165, Fig.1C).jpg|Aus dem Lehrbuch von [[Leonhard Christoph Sturm]], 1699&lt;br /&gt;
Datei:Wien, Unteres Belvedere, Lisenenrahmengestell, 27.08.2025.jpg|[[Unteres Belvedere|Unteres Belvedere Wien]], 1712–1717&lt;br /&gt;
Datei:Schloss Werneck, Lisenenrahmengestell, 2025 (1).jpg|[[Schloss Werneck]], 1731–1747&lt;br /&gt;
Datei:Lisenenrahmengestell.jpg|Schule in [[Bozen]], 1911&lt;br /&gt;
Datei:RAW-Richthalle BS-Img01.jpg|Verwaltungsgebäude des [[Ausbesserungswerk Braunschweig|Reichsbahn-Ausbesserungswerks Braunschweig]], 1927 fertiggestellt&lt;br /&gt;
Datei:Nuernberg-Kongresshalle-12-aussen-2005-gje.jpg|[[Kongresshalle (Nürnberg)|Kongresshalle Nürnberg]], 1935–1943 &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tischlerei ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
In der Möbeltischlerei bezeichnet man mit Lisene eine erhabene senkrechte Leiste, die eingetiefte Felder rahmt, insbesondere an einer Kante des Möbelstücks. Beispiele finden sich beim [[Frankfurter Schrank]] und im Klavierbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fensterbau wird als Lisene ein senkrechtes Bauelement bezeichnet, das das Fenster unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Lisene – Pilaster – Wandpfeiler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmal-Kultur im Rheinland.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Udo Mainzer]] zum 65. Geburtstag, Werner Verlag, Worms 2010 (= &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege&amp;#039;&amp;#039; 75.2010), ISBN 978-3-88462-300-8, S. 128–141.&lt;br /&gt;
* Wilfried Koch: &amp;#039;&amp;#039;Baustilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 32. Auflage. Prestel, München 2014, ISBN 978-3-7913-4997-8, S.&amp;amp;nbsp;465.&lt;br /&gt;
* [[Hans Koepf]], [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 29. März 2025), S. 313: &amp;#039;&amp;#039;Lisene&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Oskar Mothes|Oscar Mothes]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustrirtes Bau-Lexikon, Band 3: H bis P&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1883, S. 265: &amp;#039;&amp;#039;Laschene.&amp;#039;&amp;#039; ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mothes1883bd3/0275/image,info Digitalisat auf digi.ub.uni-heidelberg.de], abgerufen am 31. Januar 2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4697956-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauteil (Bauwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fassadengliederung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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