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	<title>Liselotte Richter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-27T06:23:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liselotte Richter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juni]] [[1906]] in [[Berlin]]; † [[16. Januar]] [[1968]] ebenda) war eine deutsche Philosophin und [[Theologe|Theologin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Richter studierte von 1926 bis 1932 [[Philosophie]], [[Theologie]] und [[Germanistik]] in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]] und [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]]. Sie hörte u. a. bei [[Martin Heidegger]], [[Edmund Husserl]] und [[Erich Frank (Philosoph)|Erich Frank]], bei ihm promovierte sie 1932. Ihr besonderes Interesse galt den Schriften [[Sören Kierkegaard]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akademische Tätigkeit == &lt;br /&gt;
Während des Nationalsozialismus arbeitete Liselotte Richter im Unternehmen Leibniz-Edition&amp;lt;ref&amp;gt;siehe u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Personen- und Korrespondenz-Datenbank der Leibniz-Edition]] der heutigen [[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|BBAW]]&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]] und war von 1943 bis 1945 als DRK-Pflegerin in der Verwundetenbetreuung tätig. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde sie Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur im Berliner [[Bezirk Charlottenburg]], [[Habilitation|habilitierte]] sich an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] und wurde 1948 als erste Frau in Deutschland auf eine Professur für (reine) Philosophie berufen. Im Zuge der Umgestaltung des Philosophischen Seminars (2. Hochschulreform 1950/51) in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde Liselotte Richter 1951 aus der Philosophischen Fakultät gedrängt und an die Theologische Fakultät der Humboldt-Universität &amp;#039;&amp;#039;weggelobt&amp;#039;&amp;#039;. Sie erhielt hier eine Professur mit Lehrstuhl für Religionsphilosophie – als erste Wissenschaftlerin in Deutschland. Ihr Lehrstuhl gehörte zur Unterabteilung [[Systematische Theologie]] in der Fakultät. Sie las Geschichte der Philosophie und widmete sich religionsphilosophischen Studien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Luisenfriedhof II - Grab Liselotte Richter.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Für ihre engagierte Lehrtätigkeit wurde ihr 1965 die [[Ehrendoktor]]würde der Theologischen Fakultät verliehen. Ihre Schriften spiegeln ein vielseitiges Interesse wider. Neben Sören Kierkegaard finden sich auch Publikationen über [[René Descartes]], [[Jakob Böhme]], [[Gottfried Wilhelm Leibniz]], [[Moses Mendelssohn]], [[Angelus Silesius]], [[Rainer Maria Rilke]], [[Karl Jaspers]], [[Albert Camus]], [[Jean-Paul Sartre]] und [[Mahatma Gandhi]]. Sie pendelte zwischen ihrem Wohnort im [[West-Berlin]]er [[Bezirk Charlottenburg]] und dem Arbeitsort [[Ost-Berlin]], war also [[Grenzgänger im Raum Berlin 1948–1961|Grenzgängerin]], auch nach dem Mauerbau setzte sie ihre Lehrtätigkeit fort. Nach langer schwerer Krankheit verstarb sie am 16. Januar 1968 und wurde auf dem [[Luisenfriedhof II]] in [[Berlin-Westend]] beigesetzt. Ihr Grab ist als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theologische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin ehrte Liselotte Richter zu ihrem 100. Geburtstag mit einer Gedenkveranstaltung am 7. Juni 2006. Von [[Richard Schröder (Theologe)|Richard Schröder]], [[Catherina Wenzel]] und Michael Weichenhan wurde aus diesem Anlass der Gedenkband &amp;#039;&amp;#039;„Nach jedem Sonnenuntergange bin ich verwundet und verwaist.“ Für Liselotte Richter zum 100. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;  herausgegeben. Seit 2007 wird von der Leibniz-Edition Potsdam der [[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften]] unter den gymnasialen Oberstufen der Länder Berlin und Brandenburg alle zwei Jahre der mit 1000 Euro dotierte Liselotte-Richter-Preis ausgelobt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Monografien ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff der Subjektivität bei Kierkegaard. Ein Beitrag zur christlichen Existenzdarstellung.&amp;#039;&amp;#039; Triltsch, Würzburg 1934 (zugl. Marburg Univ. Diss.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Immanenz und Transzendenz im nachreformatorischen Gottesbild.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jakob Böhme. Mystische Schau.&amp;#039;&amp;#039; (Geistiges Europa). Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1947&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jean-Paul Sartre.&amp;#039;&amp;#039; (Köpfe des XX. Jahrhunderts; 23). Colloquium-Verlag, Berlin 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leibniz und sein Rußlandbild.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1949&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mahatma Gandhi.&amp;#039;&amp;#039; (Köpfe des XX. Jahrhunderts; 25). Colloquium-Verlag, Berlin 1962&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Dichtkunst. Moses Mendelssohns Ästhetik zwischen Aufklärung und Sturm und Drang.&amp;#039;&amp;#039; Chronos-Verlag, Berlin 1948&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;René Descartes. Dialoge mit deutschen Denkern.&amp;#039;&amp;#039;(Geistiges Europa). Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1949&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schöpferischer Glaube im Zeitalter der Angst.&amp;#039;&amp;#039; Glock, Wiesbaden 1954&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herausgeberin ===&lt;br /&gt;
* Albert Camus: &amp;#039;&amp;#039;Der Mythos von Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1959 [u. ö. bis 1997], ISBN 3-499-22198-5 (mit dem Essay &amp;#039;&amp;#039;Camus und die Philosophen in ihrer Aussage über das Absurde&amp;#039;&amp;#039; von Liselotte Richter, der der Neuübersetzung von 1999 nicht mehr beigefügt wurde.)&lt;br /&gt;
* Sören Kierkegaard: &amp;#039;&amp;#039;Werke.&amp;#039;&amp;#039; Europäische Verlagsanstalt, Hamburg (mit dem Essay &amp;#039;&amp;#039;Zum Verständnis des Werks&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Der Begriff Angst.&amp;#039;&amp;#039; 1996, ISBN 3-434-46021-7.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Die Wiederholung.&amp;#039;&amp;#039; 2005, ISBN 3-434-46022-5.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Furcht und Zittern.&amp;#039;&amp;#039; 1998, ISBN 3-434-46023-3.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Die Krankheit zum Tode.&amp;#039;&amp;#039; 1995, ISBN 3-434-46024-1.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Philosophische Brocken.&amp;#039;&amp;#039; 1992, ISBN 3-434-46025-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard Schröder (Theologe)|Richard Schröder]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nach jedem Sonnenuntergange bin ich verwundet und verwaist. Liselotte Richter zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Frank &amp;amp; Timme, Berlin 2006, ISBN 3-86596-088-X.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Wolfgang Tröger]]: &amp;#039;&amp;#039;Liselotte Richter als Forscher- und Lehrerpersönlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeichen der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 40, Heft 11, 1986, S. 283–287.&lt;br /&gt;
* Karl-Wolfgang Tröger: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Spezialfaches Allgemeine Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Helmut Klein (Pädagoge)|Helmut Klein]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Theologischen Fakultät Berlins.&amp;#039;&amp;#039; Humboldt-Universität, Berlin 1975, S. 577–579 (= &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universität zu Berlin&amp;#039;&amp;#039; Jg. 34, 1985).&lt;br /&gt;
* Catherina Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;Von der Leidenschaft des Religiösen. Leben und Werk der Liselotte Richter (1906–1968).&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 1999, ISBN 3-412-12198-3.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=liselotte-richter|lemma=Richter, Liselotte|autor=Hans-Christoph Rauh|band=2|idNum=2838}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12128736X}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12128736X|LCCN=nr/90/10556|VIAF=30388823}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Richter, Liselotte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsches Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirksstadtrat (Bezirk Charlottenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Richter, Liselotte&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Philosophin und Theologin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juni 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Januar 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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