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	<title>Liselotte Herrmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sophie Elisabeth: erg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Liselotte Herrmann+ son.jpg|mini|Lilo Herrmann mit ihrem Sohn, 1935]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liselotte „Lilo“ Herrmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Juni]] [[1909]] in [[Berlin]]; † [[20. Juni]] [[1938]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war eine deutsche [[Kommunismus|kommunistische]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin]] während der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Freiaplatz  (Liber) Liselotte Herrmann.jpg|mini|[[Gedenktafel]], Freiaplatz, in [[Berlin-Lichtenberg]]]]&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann war die Tochter eines [[Ingenieur]]s, sie wurde [[Bürgertum|bürgerlich]]-[[Liberalismus|liberal]] erzogen und schloss sich als Abiturientin in Berlin-Wilmersdorf dem [[Sozialistischer Schülerbund|Sozialistischen Schülerbund]] (SSB) an, welcher der KPD nahestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lothar Letsche |url=https://www.kontextwochenzeitung.de/zeitgeschehen/377/schweigend-leben-gerettet-5163.html |titel=Schweigend Leben gerettet |werk=Kontext:Wochenzeitung |datum=2018-06-20 |sprache=de-DE |abruf=2023-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach abgelegten [[Abitur]] und einem Praktikum in einem Chemiebetrieb 1929 begann sie zunächst ein Studium der [[Chemie]] an der [[Technische Hochschule Stuttgart|Technischen Hochschule Stuttgart]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. April 1931 wurde sie zu einer Geldstrafe von 30 [[Reichsmark]] oder sechs Tage Gefängnis verurteilt, weil sie am 7. September des vorherigen Jahres beim &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Jugendtag&amp;#039;&amp;#039; „Kommunistische Schriften“ verteilt hatte und sich weigerte diese der Polizei zu übergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Frauen gegen Hitler – Schicksale im Nationalsozialismus |Autor=Martha Schad |Verlag=Wilhelm Heine |Datum=2001 |Seiten=203–220 |ISBN=978-3453861381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 204.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wechselte sie für ein Studium der [[Biologie]] an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]]. Sie trat als Schülerin in den Sozialistischen Schülerbund, dann in den [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] ein und wirkte als Studentin auch in den [[Rote Studentengruppen|Roten Studentengruppen]] in Stuttgart und Berlin mit. Seit dem 1.&amp;amp;nbsp;November 1931 war sie Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1933 soll sie einen bisher nicht aufgefundenen „Aufruf zur Verteidigung demokratischer Rechte und Freiheiten an der Berliner Universität“ unterschrieben haben und wurde wegen „kommunistischer Betätigung“ mit etwa 100 anderen Studierenden am 11. Juli 1933 von der Universität verwiesen und von jedem weiteren Studium ausgeschlossen. Danach engagierte sie sich noch intensiver im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur und lebte unter falschem Namen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 204–205.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrmann nahm eine Stelle als Kindermädchen an und arbeitete in Strukturen des im Untergrund wirkenden kommunistischen und linkssozialistischen Widerstands mit.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann soll die in Berlin von der Widerstandsgruppe [[Roter Stoßtrupp]] produzierte Schrift &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Stoßtrupp&amp;#039;&amp;#039; verteilt haben. Vgl. Dennis Egginger-Gonzalez: &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Lukas Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-86732-274-4, S. 133f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. Mai 1934 wurde Liselottes Sohn Walter geboren;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 205.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Herrmann starb am 18. Mai 2013 in Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt; erst 1991 wurde bekannt, dass sein Vater [[Fritz Rau (Widerstandskämpfer)|Fritz Rau]] war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/liselotte-herrmann |titel=Liselotte Herrmann |werk=bundesstiftung-aufarbeitung.de |abruf=2026-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Stuttgarter KPD-Funktionär, der im Dezember 1933 im [[Justizvollzugsanstalt Moabit|Gefängnis Berlin-Moabit]] erschlagen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit September 1934 lebte Herrmann wieder in [[Stuttgart]], wo sie als [[Stenotypist]]in im Ingenieurbüro ihres Vaters arbeitete,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 205.&amp;quot; /&amp;gt; da es in Berlin mit einem Kind zu gefährlich wurde. Ohne Wissen ihrer Eltern nahm sie Kontakte zur illegal wirkenden KPD und deren [[Antimilitärischer Apparat|geheimer militärischer Sektion]] auf. Sie erledigte von ihrem Büro aus Schreibarbeiten für den im Untergrund lebenden KPD-Bezirksleiter [[Stefan Lovasz]] (1901–1938). Von [[Artur Göritz]] erhielt sie vertrauliche Informationen über geheime Rüstungsprojekte, die dieser beschafft hatte, unter anderem über die Rüstungsproduktion im Dornier-Werk in [[Friedrichshafen]] und eine unterirdische Munitionsfabrik bei [[Celle]]. Herrmann leitete diese als nachrichtendienstlicher Kurier an den KPD-Instrukteur in der [[Schweiz]] weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jefferson Adams |Titel=Historical Dictionary of German Intelligence |Reihe=Historical Dictionaries of Intelligence and Counterintelligence |BandReihe=11 |Auflage= |Verlag=Scarecrow Press |Ort=Lanham, Toronto und Plymouth |Datum=2009 |ISBN=978-0-8108-5543-4 |Seiten=184}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr engster Mitarbeiter war Adolf Butz, den sie aus der Roten Studentengruppe kannte. Butz war Assistent am Geographischen Institut der [[Universität Stuttgart|TH Stuttgart]] und unterhielt viele Kontakte zu verschiedenen Kreisen von Gegnern des Nationalsozialismus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Dezember 1935 wurde Liselotte Herrmann von der württembergischen [[Politische Polizei (Deutschland)|Politischen Polizei]] festgenommen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 205.&amp;quot; /&amp;gt;, der späteren [[Hotel Silber (Gebäude)#1933 bis September 1944|Staatspolizeileitstelle Stuttgart]]. 19 Monate blieb sie in [[Untersuchungshaft]] im [[Gerichtsgefängnis Weimarstraße Stuttgart|Stuttgarter Frauenuntersuchungsgefängnis]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 205.&amp;quot; /&amp;gt;, wo sie unter anderem mit [[Lina Haag]] einsaß, ihr Sohn wuchs fortan bei ihren Eltern auf. Am 12. Juni 1937 wurde Herrmann zusammen mit [[Josef Steidle]] und [[Artur Göritz]] vom 2.&amp;amp;nbsp;Senat des [[Volksgerichtshof]]es in Stuttgart wegen [[Landesverrat]]s, begangen in Tateinheit mit Vorbereitung zum [[Hochverrat]], zum [[Todesstrafe|Tode verurteilt]]. Ebenfalls verurteilt wurde der KPD-Bezirksleiter Lovasz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat unter erschwerenden Umständen“. Nach einem Jahr im Berliner [[Frauengefängnis Barnimstraße]], wo sie Kontakt zu [[Maria Wiedmaier]] hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/100-Geburtstag-Von-Lilo-Herrmann/100-geburtstag-von-lilo-herrmann.html |titel=100. Geburtstag von Lilo Herrmann |hrsg=[[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] |abruf=2018-06-20 |kommentar=Dort Verweise auf die Archivbestände von Lilo Herrmann}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde sie mit den mit ihr zum Tod Verurteilten zur [[Hinrichtung]] in die Haftanstalt Berlin-Plötzensee verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit kam es immer wieder zu Verhören, die von Drohungen begleitet wurden. Man teilte ihr mit, dass die Identitäten ihrer Kollegen bekannt seien und dass ein Leugnen keinen Zweck mehr habe; falls sie alles gestehen würde, könnte sie anstelle der Todesstrafe mit einer Haftstrafe rechnen. Da Herrmann den Aussagen keinen Glauben schenkte, schwieg sie. Man ging sogar so weit, ihr zu sagen ihr Kind warte nebenan, sie hörte auch ein Kind rufen „Mutti, warum kommst du nicht“. Doch sie durchschaut die Maskerade.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 209–210.&amp;quot; /&amp;gt; Gegen ihre Hinrichtung gab es nicht nur innerhalb Deutschlands Proteste, sondern auch aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Norwegen, der Tschechoslowakei, Schweden und der Schweiz; von offiziellen Seiten wie Botschaftern, aber auch von verschiedenen Vereinigungen und Organisationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 210.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann starb als erste deutsche Frau und Widerstandskämpferin am 20. Juni 1938 unter dem [[Guillotine|Fallbeil]] in [[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schad&amp;quot; details=&amp;quot;S. 204.&amp;quot; /&amp;gt; Der Scharfrichter war [[Friedrich Hehr]]. Ihr Leichnam wurde dem Anatomischen Institut der [[Charité]] übergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ditte Clemens: &amp;#039;&amp;#039;Schweigen über Lilo: Die Geschichte der Liselotte Herrmann.&amp;#039;&amp;#039; BS-Verlag-Rostock, ISBN 978-3-89954-013-0, S. 84f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuttgart Lilo Herrmann-Gedenkstein-13 020.jpg|mini|Gedenkstein für Liselotte Herrmann im Stadtgarten Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Friedrich Wolf]] schrieb über Lilo Herrmann ein &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Poem&amp;#039;&amp;#039;, das 1954 von [[Paul Dessau]] vertont wurde. Es erschien 1974 als LP mit [[Mathilde Danegger]], dem [[Berliner A-Cappella-Chor]] und Mitgliedern des [[Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin|Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin]] bei [[Nova (Plattenlabel)|Nova]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=idn%3D1007526874 Eintrag in der DNB]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1987 wurde der nach einem Buch von [[Stephan Hermlin]] produzierte [[DEFA]]-Film [[Die erste Reihe|&amp;#039;&amp;#039;Die erste Reihe – Bilder vom Berliner Widerstand&amp;#039;&amp;#039;]] im DDR-Fernsehen erstausgestrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] waren mehrere öffentliche Einrichtungen nach ihr benannt, so etwa seit 1972 die [[Pädagogische Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow]], eine [[Polytechnische Oberschule|POS]] in [[Eilenburg-Ost]], eine POS in [[Eisenach]], die POS in [[Großleinungen]], in [[Eppendorf]], die [[Kurfürst-Moritz-Schule|POS in Boxdorf]] oder ein Kindergarten im sächsischen Freiberg. Die Post der DDR gab 1961 im Rahmen der Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Aufbau und Erhaltung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten|Aufbau und Erhaltung der Nationalen Gedenkstätten Buchenwald, Ravensbrück und Sachsenhausen]]&amp;#039;&amp;#039; eine Briefmarke mit dem Bild von Liselotte Hermann heraus (Michel-Nummer 851).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der rechtlichen Neugründung dieser Einrichtungen nach 1990 wurden diese Benennungen überwiegend nicht übernommen, so etwa bei der Neugründung der [[Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege|Fachhochschule für die öffentliche Verwaltung]] in Güstrow, die sich in den Baulichkeiten der ehemaligen Pädagogischen Hochschule befindet. Das Denkmal vor der Güstrower Einrichtung blieb aber erhalten. Auch auf dem Mahnmal im Innenhof der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] ist Liselotte Herrmanns Namen verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wie vor bestehen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR zahlreiche nach ihr benannte Straßen, darunter in [[Berlin]], [[Neubrandenburg]], [[Erfurt]], [[Gera]], [[Jena]], Wismar, [[Weimar]] und [[Chemnitz]]. Zu diesen sind neue Straßenbenennungen im Westen hinzugekommen, so in [[Kiel]], [[Schwäbisch Hall]] und [[Vaihingen an der Enz]]. In [[Leipzig]] ist ein kleiner Park im Osten der Stadt nach ihr benannt. In [[Frankfurt (Oder)]] gibt es im Westteil der Stadt eine Kindertagesstätte „Lilo Herrmann“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Studienort Stuttgart wurde 1988 vom Stadtjugendring ein Gedenkstein vor der Universität errichtet. Dieser war immer umstritten, weil Lilo Herrmann laut einem Gutachten des an der Universität lehrenden Historikers [[Eberhard Jäckel]] für eine Bewegung arbeitete, die „die Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Freiheit und Menschenrechte allgemein“ unterdrücken wollte. Der Gedenkstein steht im zum Besitz des Landes gehörenden [[Stadtgarten Stuttgart|Stadtgarten]] unmittelbar neben der Universität. Die Bauverwaltung und die Universität ließen den Gedenkstein nicht entfernen, selbst die CDU-Bürgermeister [[Manfred Rommel|Rommel]] und Thieringer befürworteten seine Aufstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= Dieter Lachenmayer |url=http://www.vvn.telebus.de/anachric/2008/02/02a.htm |titel=Gedenken an Lilo Herrmann: Menschlichkeit hat kein Parteibuch |hrsg=[[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|VVN-BdA Baden-Württemberg]] |datum=2008-07 |abruf=2018-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |autor=Heidrun Holzbach-Linsenmaier |url=https://www.zeit.de/1988/29/engstirnige-magnifizienz |titel=Engstirnige Magnifizenz |werk=Die Zeit |datum=1988-07-15 |abruf=2020-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Stuttgart - Hölderinstraße 22 - Lilo Herrmann.jpg|mini|Stolperstein für Liselotte Herrmann in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
Im Stadtteil [[Fasanenhof (Stuttgart)|Fasanenhof]] war schon 1972 eine kleine Anliegerstraße, der keine Postadressen zugeordnet sind, nach ihr benannt worden. Am 14. März 2008 wurde in der Stuttgarter Hölderlinstraße ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] zum Gedenken an Liselotte Herrmann verlegt. Anwesend waren damals ihr Sohn Walter Herrmann und ihre Enkelin Carola Herrmann. 2012 erhielt ein linkes Hausprojekt in [[Stuttgart-Heslach]] den Namen „Linkes Zentrum Lilo Herrmann“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.linkeszentrumstuttgart.org/ |titel=Linkes Zentrum Lilo Herrmann |abruf=2018-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cristina Fischer: &amp;#039;&amp;#039;„Aber den Mut werde ich schon nicht verlieren“. Das letzte Lebensjahr der Widerstandskämpferin Liselotte Herrmann (1909–1938) im Frauengefängnis an der Barnimstraße.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2021.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von [[Werner Breunig]] und Uwe Schaper. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2022, S. 101–136.[https://landesarchiv-berlin.de/berlin-in-geschichte-und-gegenwart-jahrbuch-des-landesarchivs]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]] |Titel=Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945 | Auflage=2., überarbeitete und stark erweiterte |Verlag=Karl Dietz Verlag Berlin |Ort=Berlin |Datum=2008 |Seiten= |ISBN=978-3-320-02130-6 |Online=[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/liselotte-herrmann online] |Abruf=2012-06-02}}&lt;br /&gt;
* Lothar Letsche: &amp;#039;&amp;#039;Herrmann, Minna Pauline Liselotte.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Maria Magdalena Rückert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Biographien unter Einbeziehung hohenzollerischer Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band I. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-018500-4, S. 106 ff.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Grundmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lilo Herrmann und der Plan der Munitionsanlage Scheuen bei Celle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]].&amp;#039;&amp;#039; Heft I/2010.&lt;br /&gt;
* Karin Algasinger: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H. Untersuchungen zur Lebensgeschichte einer Widerstandskämpferin und zur Rezeption ihrer Gegnerschaft zum Nationalsozialismus von ihrer Verhaftung bis heute in der Publizistik und der wissenschaftlichen Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Magisterarbeit. Universität Passau, 1991.&lt;br /&gt;
* Alfred Behr: &amp;#039;&amp;#039;Ein schwäbischer Streit der Historiker um ein Denkmal, Ende einer DDR-Legende über Lilo Herrmann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 29 v. 4. Februar 1993, S. 4.&lt;br /&gt;
* [[Willi Bohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgart: Geheim! Ein dokumentarischer Bericht.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/Main 1969.&lt;br /&gt;
** später: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgart: Geheim! Widerstand und Verfolgung 1933–45.&amp;#039;&amp;#039; 3. erweiterte Auflage. Röderberg, 1978, {{OCLC|220949353}}.&lt;br /&gt;
* Sigrid Brüggemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung der politischen Gegnerinnen und Gegner aus dem linken Spektrum.&amp;#039;&amp;#039; In: Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern.&amp;#039;&amp;#039; Schmetterling-Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-89657-138-0, S. 165–195.&lt;br /&gt;
* Ingeborg Höch: &amp;#039;&amp;#039;Keine Adresse oder: Die ungeliebte Erinnerung …&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgart für Frauen, Entdeckungen in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1992, S. 148–156.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Jäckel]]: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H. zwischen Legende und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Uni-Kurier.&amp;#039;&amp;#039; 37/1988. (Faksimile In: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H., eine Stuttgarter Widerstandskämpferin.&amp;#039;&amp;#039; S. 46–52.)&lt;br /&gt;
* Karl H. Jahnke: &amp;#039;&amp;#039;Artur Göritz, L.H.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungen. Jugend im Widerstand 1933–45.&amp;#039;&amp;#039; (Bibliothek des Widerstandes). Frankfurt/Main 1970.&lt;br /&gt;
** später: &amp;#039;&amp;#039;Jugend im Widerstand 1933–45.&amp;#039;&amp;#039; 2. bearbeitete Auflage. 1985, S. 33–43.&lt;br /&gt;
* Karl H. Jahnke: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Leben und antifaschistischen Kampf von Lilo H.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H., eine Stuttgarter Widerstandskämpferin.&amp;#039;&amp;#039; S. 8–38.&lt;br /&gt;
* Karl H. Jahnke: &amp;#039;&amp;#039;Liselotte Herrmann.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl H. Jahnke: &amp;#039;&amp;#039;Ermordet und ausgelöscht. Zwölf deutsche Antifaschisten.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Geleitwort von Karl Kielhorm. Ahriman-Verlag, Freiburg im Breisgau 1995 (Unerwünschte Bücher zum Faschismus, Bd. 8), ISBN 3-89484-553-8, S. 33–43.&lt;br /&gt;
* Lothar Letsche: &amp;#039;&amp;#039;Schwierigkeiten mit einer Ehrung; Neues über Lilo H. und ihre Mitkämpfer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H., eine Stuttgarter Widerstandskämpferin.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 1993, S. 56–65; 67–91.&lt;br /&gt;
* Lothar Letsche: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H.: Alleinerziehend im Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lauter Frauen: Aufgespürt in Baden-Württemberg, 47 Porträts.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2000, S. 63–65.&lt;br /&gt;
* Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, Landesverband Baden-Württemberg e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lilo H., eine Stuttgarter Widerstandskämpferin.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literarische Verarbeitungen:&lt;br /&gt;
* Max Burghardt: &amp;#039;&amp;#039;Briefe die nie geschrieben wurden.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (DDR) 1966.&lt;br /&gt;
* Ditte Clemens: &amp;#039;&amp;#039;Hoffnung auf Leben. Eine dokumentarische Erzählung über L.H.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Güstrower Beiträge.&amp;#039;&amp;#039; 2/1989, S. 15–87.&lt;br /&gt;
* Ditte Clemens: &amp;#039;&amp;#039;Schweigen über Lilo. Die Geschichte der L.H.&amp;#039;&amp;#039; Ravensburg 1993, 2. Aufl. 1995. (Vermerk in der 2. Auflage: &amp;#039;&amp;#039;Bedingt durch äußerst schwierige Recherchearbeiten erschien die Hardcover-Erstausgabe dieser Dokumentation mit einem Einbandfoto, welches, entgegen aller Auffassung, nicht Lilo Herrmann darstellte. Die Autorin und der Verlag bitten, den Irrtum zu entschuldigen.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Stephan Hermlin: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die erste Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (DDR) 1951. (Nach Motiven aus diesem Film wurde der Film &amp;#039;&amp;#039;[[Die erste Reihe]]&amp;#039;&amp;#039; (Fernsehen der DDR 1987) gedreht, in dem Lilo Herrmann von Johanna Schall dargestellt wird)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;So kannten wir dich Lilo. Lilo H., eine deutsche Frau und Mutter.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von Nationalpreisträger Max Burghardt, Nationalpreisträger Friedrich Wolf u.&amp;amp;nbsp;a., Berlin (DDR) 1954.&lt;br /&gt;
* Friedrich Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H. Eine wahre Heldin unseres Volkes.&amp;#039;&amp;#039; 1946.&lt;br /&gt;
* Friedrich Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Lilo H. – Die Studentin von Stuttgart, ein biographisches Poem.&amp;#039;&amp;#039; 1950 (vertont als „Melodram“ von Paul Dessau (1952/53) – Einzelausgabe mit Faksimile der Partitur: Berlin (DDR) 1963).&lt;br /&gt;
* Paul Dessau: &amp;#039;&amp;#039;Lilo Herrmann. Ein biographisches Poem von Friedrich Wolf.&amp;#039;&amp;#039; [[Verlag Neue Musik]], Berlin, ISMN M-2032-0665-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118549987}}&lt;br /&gt;
* Almut Nitzsche: {{FemBio|http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/liselotte-herrmann}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|liselotte-herrmann}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/03_dt.html |titel=Liselotte Herrmann |hrsg=Biografie bei der [[Gedenkstätte Plötzensee]] |datum=2003 |abruf=2018-06-20 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=J. Kaiser |url=http://www.vvn.telebus.de/anachric/an9807/9807a4.htm |titel=60. Todestag von Lilo Herrmann: „…das größte Glück der größten Menge!“ |hrsg=[[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten|VVN-BdA Baden-Württemberg]] |datum=1998-07 |abruf=2018-06-20 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* Michael Kitzing: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/6fd00e1d-2a19-4a1b-a99b-c1efe0947cdf/1/Liselotte_%22Lilo%22_Herrmann.html Liselotte &amp;quot;Lilo&amp;quot; Herrmann (1909-1938)]&amp;#039;&amp;#039;, In: Stadtarchiv Stuttgart (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/dts/ Digitales Stadtlexikon Stuttgart]&amp;#039;&amp;#039;, publiziert am 2. März 2023.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Hausgruppe des Linken Zentrum Lilo Herrmann (Hrsg.) |url=https://www.linkeszentrumstuttgart.org/wp-content/uploads/2017/10/ll-broschuere-onlineversion.pdf |titel=Lilo Herrmann – Eine Stuttgarter Widerstandskämpferin |datum=2012-07 |abruf=2018-06-20 |format=PDF, 790&amp;amp;nbsp;kB |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118549987|LCCN=no89005495|NDL=|VIAF=52481263}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Herrmann, Liselotte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Stuttgart ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Herrmann, Liselotte&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Herrmann, Lilo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kommunistische Widerstandskämpferin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juni 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Juni 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sophie Elisabeth</name></author>
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