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	<title>Liselott Linsenhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T19:15:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Freygangfreunde: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2025-10-30T13:42:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Liselott Linsenhoff 1969 Ajman stamp.jpg|rechts|260px|Briefmarke Liselott Linsenhoff (1969)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liselotte Cornelia Wilhelmine Antonie „Liselott“ Linsenhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Schindling&amp;#039;&amp;#039;, verheiratete &amp;#039;&amp;#039;Schindling-Rheinberger&amp;#039;&amp;#039;, (* [[25. August]] [[1927]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[4. August]] [[1999]] in [[Antibes]], [[Frankreich]])&amp;lt;ref&amp;gt;Deces.matchid.io/id/pqJDibFqUigK. (?)&amp;lt;/ref&amp;gt; war (unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Liselott Linsenhoff&amp;#039;&amp;#039;) eine deutsche [[Dressurreiten|Dressurreiterin]] und Olympiasiegerin. Sie war zudem Inhaberin, Aufsichtsratsvorsitzende sowie ab 1984 Ehrenaufsichtsratsvorsitzende der Tachowerke [[VDO Automotive|VDO Adolf Schindling AG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Liselott Schindling, verheiratete Linsenhoff, studierte fünf Semester Betriebswirtschaft. Neben [[Josef Neckermann]] war Liselott Linsenhoff, Tochter und Alleinerbin des Industrieunternehmers und Gestütsbesitzers [[Adolf Schindling]], über Jahrzehnte die bestimmende Dressurreiterin in Deutschland. Bei den [[Olympische Reiterspiele 1956|Olympischen Reiterspielen 1956]] in [[Stockholm]] (die Olympischen Spiele fanden in [[Melbourne]] statt, doch aufgrund der Einreisebestimmungen für Pferde in [[Australien]] mussten die Reiterwettbewerbe in [[Europa]] stattfinden) gewann sie die Silbermedaille mit der Dressurmannschaft und die Bronzemedaille im Einzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatte zahlreiche Erfolge im Dressurreiten, unter anderem mit ihrem Pferde Adular (bei den Olympischen Reiterspielen 1956). Bei den [[Olympische Sommerspiele 1968/Reiten|Olympischen Sommerspielen 1968]] in [[Mexiko-Stadt]] gewann sie dann mit der Mannschaft die Goldmedaille mit ihrem Hengst Piaff, der sie [[Olympische Sommerspiele 1972/Reiten|1972]] in [[München]] als erste Frau zur Einzelgoldmedaille tragen sollte. Abgerundet wurde der Erfolg in München durch die Silbermedaille mit der Mannschaft. Somit gewann sie in München als erste Frau die olympische Einzelgoldmedaille im Dressurreiten. Zugleich war sie bei einem Alter von 45 Jahren und 13 Tagen die bis dahin älteste olympische Goldmedaillengewinnerin. 1975 beendete sie ihre Karriere im Dressurreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das große Olympia Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sport Bild|Sport-Bild]]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. Juni 1996, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselott Linsenhoff war katholisch, von 1950 bis 1975 mit Fritz Linsenhoff verheiratet und hieß nach ihrer Scheidung wieder Liselott Schindling. 1981 heiratete sie den Unternehmer und ehemaligen Dressurreiter Klaus Rheinberger (1928–2011)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eurodressage.com/2011/02/16/klaus-rheinberger-passed-away Klaus und Liselott Rheinberger], abgerufen am 31. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.st-georg.de/news/abschied-von-klaus-rheinberger/ &amp;#039;&amp;#039;Abschied von Klaus Rheinberger&amp;#039;&amp;#039;], In: St. Georg.de vom 16. Februar 2011, abgerufen am 31. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; und hieß dann Schindling-Rheinberger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September 1990 wurde sie mit dem [[Hessischer Verdienstorden|Hessischen Verdienstorden]] ausgezeichnet. Schon 1956 hatte sie für ihre sportlichen Leistungen das [[Silbernes Lorbeerblatt|Silberne Lorbeerblatt]] des Bundespräsidenten und 1957 die Goldene Ehrennadel des Landessportbundes erhalten. Zudem erhielt sie das Goldene Reiterabzeichen sowie die Silberne Ehrennadel und zwei Goldene Ehrennadeln der Olympiasieger vom NOK. 1972 erhielt sie das Goldene Band vom Verein Deutsche Sportpresse. Außerdem die Goldene Ente des Vereins Frankfurter Sportpresse, die Goldene Ehrennadel der DOG und die Goldene Ehrennadel der FEI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatte zwei Kinder, Stefan und Ann-Kathrin. Ihre Tochter [[Ann Kathrin Linsenhoff]] war bis zu ihrem gesundheitlich bedingten Rücktritt vom Leistungssport im Jahr 2007 ([[Borreliose]]) eine der erfolgreichsten deutschen Dressurreiterinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vermächtnis für den Dressursport ist die Liselott-Schindling-Stiftung zur Förderung des deutschen Dressurreitsports. Jedes Jahr wird u.&amp;amp;nbsp;a. das Nachwuchschampionat der Pony-Dressurreiter (max. 16-Jährige) ausgetragen. Ferner wird der nach ihrem schwedischen Warmblüter benannte &amp;#039;&amp;#039;Piaff-Förderpreis&amp;#039;&amp;#039; ausgeritten. Auf hochkarätigen Reitturnieren in Deutschland und dem Finale in Stuttgart reiten bis 25-Jährige in dieser Serie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolge ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Deutsche Meisterschaften:&lt;br /&gt;
** 1. Platz: 1971&lt;br /&gt;
** 2. Platz: 1966&lt;br /&gt;
** 3. Platz: 1959, 1961, 1965&lt;br /&gt;
* Bronze Olympische Spiele [[Olympische Reiterspiele 1956#Dressur|1956]]&lt;br /&gt;
* Vizeweltmeister [[Weltmeisterschaften der olympischen Reitsportdisziplinen#WM 1970 2|1970]] und [[Weltmeisterschaften der olympischen Reitsportdisziplinen#WM 1974 2|1974]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Europameister im Dressurreiten#1963 bis 1989|Europameister]] 1969 und 1971&lt;br /&gt;
* Gold Olympische Spiele [[Olympische Sommerspiele 1972/Reiten#Dressur|1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mannschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Silber Olympische Spiele [[Olympische Reiterspiele 1956#Dressur|1956]] und [[Olympische Sommerspiele 1972/Reiten#Dressur|1972]]&lt;br /&gt;
* Gold Olympische Spiele [[Olympische Sommerspiele 1968/Reiten#Dressur|1968]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Europameister im Dressurreiten#1963 bis 1989|Europameister]] 1969, 1971 und 1973&lt;br /&gt;
* Vizeweltmeister [[Weltmeisterschaften der olympischen Reitsportdisziplinen#WM 1970 2|1970]]&lt;br /&gt;
* Weltmeister [[Weltmeisterschaften der olympischen Reitsportdisziplinen#WM 1974 2|1974]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit bei VDO ==&lt;br /&gt;
Die Tochter von Adolf Schindling, dem 1963 gestorbenen VDO-Gründer und Besitzer des Gestüts Asta in [[Tanneck (Elsdorf)]], dessen Alleinerbin sie war, war alleinige Firmeninhaberin, langjährige Aufsichtsratsvorsitzende sowie ab 1984 Ehrenaufsichtsratsvorsitzende der Tachowerke [[VDO Automotive|VDO Adolf Schindling AG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Tier ==&lt;br /&gt;
Für Aufsehen sorgte ein Zeitungsartikel, der im Zuge einer 1962 gestarteten und rund fünf Jahre andauernden [[IG Metall|IG-Metall]]-Kampagne zur Steigerung des [[Organisationsgrad]]es bei den überwiegend weiblichen Beschäftigten von VDO entstand. In diesem Artikel, den der damalige IG Metall-Bildungsfachmann [[Hans Matthöfer]], später [[Bundesminister (Deutschland)|Bundesminister]] unter [[Helmut Schmidt]], für die gewerkschaftliche &amp;#039;&amp;#039;Betriebszeitung&amp;#039;&amp;#039; redigierte, wurde ein Vergleich angestellt zwischen den „vorbildlichen und außerordentlich fürsorglichen Bedingungen“, unter denen Liselott Linsenhoff ihre Pferde im [[Kronberg im Taunus|Kronberger]] &amp;#039;&amp;#039;Gestüt Schafhof&amp;#039;&amp;#039; hielt, und den „schockierenden Einzelheiten der alles in allem miserablen Zustände“, unter denen die Frauen am Fließband im [[Frankfurt-Bockenheim]]er VDO-Werk zu arbeiten hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Abelshauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Nach dem Wirtschaftswunder. Der Gewerkschafter, Politiker und Unternehmer Hans Matthöfer&amp;#039;&amp;#039;. J. H. W. Dietz Nachf., Bonn 2009,  ISBN 978-3-8012-4171-1, S. 156 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lex Linsenhoff ==&lt;br /&gt;
Ende 1972 zog die Unternehmerin aus Steuergründen nach Rüthi im Schweizer Kanton St. Gallen um. Laut § 6 des Außensteuergesetzes (der später sogenannten „Lex Linsenhoff“) musste sie 26 Prozent ihrer Vermögenswerte ans deutsche Finanzamt abführen. Das Gesetz bezweckte, angewachsene stille Reserven anlässlich einer Auswanderung abzuschöpfen, die bei einem Wohnsitz im Inland erst fällig geworden wären, wenn das Unternehmen veräußert würde. Nachdem Liselott Linsenhoff ein gutes Jahr später „aus persönlichen Gründen“ zurückgekehrt war, stellte sich die Frage einer Rückerstattung bereits bezahlter Millionen und eines Erlasses der Restschuld, was nach § 6 aber nur möglich war, wenn „die Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht auf vorübergehender Abwesenheit beruhte“ und die Steuerpflichtige weniger als fünf Jahre im Ausland zugebracht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41599079.html Etwas freihändig] Der Spiegel vom 21. Oktober 1974.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das erste Kriterium schien im Fall Linsenhoff zweifelhaft, weshalb es zum Streit kam. Der Bundesfinanzhof erklärte in einem Urteil vom 17. Juli 2008 das Gesetz für unanwendbar, da das deutsche Steuerrecht auf keinem allgemeinen „Entstrickungsgrundsatz“ aufbaue. Auch würde die spätere Veräußerung der Beteiligung im Ausland eine Veräußerungsgewinnbesteuerung auslösen, bei der der Unterschiedsbetrag zwischen ursprünglichen Anschaffungskosten und Veräußerungspreis angesetzt wird, sodass in diesen Fällen teilweise eine Doppelbesteuerung des Veräußerungsgewinns erfolgen könne, was den Doppelbesteuerungsabkommen widerspreche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schindling-Rheinberger, Liselott.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1076.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Liselott Linsenhoff}}&lt;br /&gt;
* {{Olympedia|11395}}&lt;br /&gt;
* [https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-todestag-der-dressurreiterin-liselott-linsenhoff-100.html WDR: Dressurreiterin Liselott Linsenhoff]&lt;br /&gt;
* [https://www.linsenhoff.de/die-familie-linsenhoff Familie Linsenhoff]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Hessischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Silbernen Lorbeerblattes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Linsenhoff, Liselott&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schindling, Liselott (Geburtsname); Schindling-Rheinberger, Liselott&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Dressurreiterin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. August 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. August 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Antibes]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freygangfreunde</name></author>
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