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	<title>Liquiditätsplan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:20:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liquidit%C3%A4tsplan&amp;diff=388601&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina am 5. Dezember 2024 um 06:50 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-05T06:50:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liquiditätsplan &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;cash forecast&amp;#039;&amp;#039;}}) ist in [[Unternehmen]] ein Teil der [[Finanzplanung]], der sämtliche erwarteten [[Einzahlung]]en und [[Auszahlung]]en innerhalb einer festgelegten [[Planungsperiode]] gegenüberstellt. Im Rahmen der [[Unternehmensplanung]] gehört der Liquiditätsplan zur kurzfristigen Finanzplanung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundlagen_der_Finanzierungspraxis/esqnDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=unternehmensplanung+finanzplan&amp;amp;pg=PA191&amp;amp;printsec=frontcover Christian Garhammer, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Finanzierungspraxis&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 191]&amp;lt;/ref&amp;gt;, die sich mit [[Operative Planung|operativer Planung]] befasst. Das [[Cash Management]] setzt die Liquiditätsplanung operativ um. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Planungshorizont]]&amp;#039;&amp;#039; erstreckt sich meist von einem Tag bis zu zwölf Monaten, so dass noch relativ hohe [[Eintrittswahrscheinlichkeit]]en der Planungsdaten vorliegen. Aufgabe des Liquiditätsplans ist es, die verschiedenen Einzahlungen und Auszahlungen zeitgerecht einzuordnen, mögliche [[Liquiditätsrisiko|Liquiditätsrisiken]] frühzeitig aufzudecken und durch geeignete Gegenmaßnahmen zu beseitigen. Der Liquiditätsplan ist ein typisches Beispiel für [[rollierende Planung]], bei der die Pläne fortlaufend aktualisiert und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Planungsobjekt&amp;#039;&amp;#039; sind alle erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen ([[Cashflow]]), ihre Höhe und der wahrscheinliche [[Zeitpunkt]] ihrer Verbuchung. Ausgangspunkt sind ein Einnahmen- und ein Ausgabenplan.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst-Tilo Beyer]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Finanzlexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1971, S. 249 f.; ISBN 3-80060325X&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere einnahme- oder ausgabewirksame Teilpläne wie der [[Investitionsplanung|Investitionsplan]] und der [[Kapitalbedarfsplan]] fließen in den Liquiditätsplan ein. Dabei werden so genannte &amp;#039;&amp;#039;Liquiditätsspektren&amp;#039;&amp;#039; berücksichtigt; das sind Verfahren zur Ableitung künftiger Ein- und Auszahlungen aus zeitlich vorgelagerten Betriebsvorgängen:&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Hielscher, &amp;#039;&amp;#039;Liquiditätsspektren&amp;#039;&amp;#039;, in: Fitz Neske/Markus Wiener (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Management-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1985, S. 743 f.; ISBN 3-886400093&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei den Einnahmen wird der [[Auftragseingang]] als Frühindikator für spätere Umsatzerlöse herangezogen,&lt;br /&gt;
* bei den Ausgaben dienen die [[Bestellung]]en ([[Material (Fertigungstechnik)|Material]]) als Frühindikator für künftige Ausgaben.&lt;br /&gt;
Der Liquiditätsplan setzt mithin nicht erst mit der [[Fakturierung]] ein, sondern berücksichtigt ihren Ursprung - Auftragseingang oder Bestellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     [[Umsatzerlös]]e&lt;br /&gt;
     + [[Veräußerung]]serlöse aus dem Verkauf von [[Anlagevermögen|Anlage-]] und [[Umlaufvermögen]]&lt;br /&gt;
     + sonstige Einnahmen ([[Zinsertrag]], [[Provision]]en)&lt;br /&gt;
     + Einnahmen aus [[Eigenkapital]]- und/oder [[Fremdkapital]]erhöhungen&lt;br /&gt;
     = Einnahmen&lt;br /&gt;
     - Ausgaben für [[Arbeitsentgelt|Löhne und Gehälter]]&lt;br /&gt;
     - [[Anschaffungskosten]] für [[Material (Betriebswirtschaft)|Material]] und andere [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]]&lt;br /&gt;
     - sonstige Ausgaben ([[Zinsaufwand]], [[Tilgung (Geldverkehr)|Tilgung]], [[Versicherungsprämie]]n, [[Steuer]]n, [[Dividende]]n)&lt;br /&gt;
     = [[Liquiditätsüberschuss]] / [[Liquiditätsdefizit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abschreibung]]en werden in der Liquiditätsplanung nicht berücksichtigt, weil sie nicht ausgabewirksam sind. Einnahmewirksam – und damit planungsrelevant – sind hingegen [[Eigenkapital]]- und/oder [[Fremdkapital]]erhöhungen. Mögliche Liquiditätsdefizite müssen durch jederzeit abrufbare [[Kreditlinie]]n und [[Fazilität]]en (verbindliche [[Kreditzusage]]n) bei [[Kreditinstitut]]en aufgefangen werden ([[Kontokorrentkredit]]e, [[Stand-by-Kredit]]e), um ein [[Finanzierungsrisiko]] zu vermeiden. Ergebnis des Liquiditätsplans ist der erwartete Bestand an [[Zahlungsmittel]]n zum Ende der Planungsperiode. [[Liquiditätsüberschuss]] (Minimierung der [[Rentabilität]]) und [[Liquiditätsdefizit]] (Minimierung des [[Liquiditätsrisiko|Liquiditäts-]] und [[Insolvenzrisiko]]s) sind zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wöhe]]/[[Ulrich Döring]], &amp;#039;&amp;#039;[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, 2013, S. 534; ISBN 978-3800646876&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ein ganzheitliches Bild der Finanzsituation im Unternehmen ist der Liquiditätsplan ein Element der integrierten Finanzplanung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Modernes_Sanierungsmanagement/U1M_EAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Liquidit%C3%A4tsplan+integrierte+Finanzplanung&amp;amp;pg=PR15&amp;amp;printsec=frontcover Andreas Crone/Henning Werner, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Modernes Sanierungsmanagement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 263]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditinstitute ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Refinanzierung#Bankaufsichtsrechtliche Auswirkungen|titel1=„Bankaufsichtsrechtliche Auswirkungen“ im Artikel Refinanzierung}}&lt;br /&gt;
Besonders strenge Regeln gibt es für den liquiditätssensiblen Sektor der Kreditinstitute. Nach {{§|11|kredwg|juris}} Abs. 1 [[Kreditwesengesetz|KWG]] müssen Kreditinstitute ihre Mittel so anlegen, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Durch die seit Januar 2007 in allen [[Mitgliedstaaten der Europäischen Union|EU-Mitgliedstaaten]] geltende [[Liquiditätsverordnung]] (LiqV) wurde diese Generalnorm durch konkrete Anforderungen umgesetzt. Danach gilt die [[Liquidität]] eines Instituts als ausreichend, wenn die zu ermittelnde Liquiditätskennzahl den Wert eins nicht unterschreitet ({{§|2|liqv|juris}} Abs. 1 LiqV). Seit Januar 2014 verlangt die [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]] (englische Abkürzung CRR), dass Institute „über liquide [[Aktiva]] verfügen müssen, deren Gesamtwert die Liquiditätsabflüsse abzüglich der Liquiditätszuflüsse unter Stressbedingungen abdeckt, damit gewährleistet wird, dass sie über angemessene Liquiditätspuffer verfügen, um sich einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter erheblichen Stressbedingungen während 30 Tagen stellen zu können“ (Art. 412 Abs. 1 CRR). Art. 413 CRR schuf die gesetzlichen Voraussetzungen für eine stabile [[Refinanzierung]], wonach Banken seit Oktober 2015 insbesondere – mit zunehmendem Erfüllungsgrad bis 2018 – zwei Kennzahlen, die [[Liquiditätsdeckungsquote]] (LCR) und die [[strukturelle Liquiditätsquote]] (NSFR), einhalten müssen. Die Erfüllung dieser strengen Vorschriften kann im Bankbetrieb nur durch ein detailliertes [[Treasury]]-System gewährleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
[[Ziel]] des Liquiditätsplans ist die Aufrechterhaltung der jederzeitigen [[Liquidität]] durch Ergreifen rechtzeitiger Vorsorgemaßnahmen. Damit beugt die Liquiditätsplanung etwaigen [[Unternehmenskrise]]n vor, die durch [[Zahlungsunfähigkeit]] zur [[Insolvenz]] führen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Definition: Liquiditätsplan |Sammelwerk=Gabler Wirtschaftslexikon |Online=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/liquiditaetsplan-40760 |Abruf=2018-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Liquiditätsplan|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liquiditatsplan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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