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	<title>Liquidierbarkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:51:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liquidierbarkeit&amp;diff=278988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: Artikel ergänzt +Quelle.</title>
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		<updated>2024-04-11T10:22:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel ergänzt +Quelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liquidierbarkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus {{laS|liquidare}}, „flüssig machen“) ist in der [[Wirtschaft]] die Möglichkeit, [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]] in [[Bargeld]] umwandeln zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Verb „liquidieren“ tauchte ersichtlich erstmals im Jahre 1501 in der Bedeutung von „auflösen, hinrichten“ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 254&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1600 erhielt es in der Kaufmannssprache den Inhalt „eine Rechnung aufstellen“,&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Braune/Hermann Paul/Eduard Sievers, &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039;, Bände 96–98, 1976, S. 231&amp;lt;/ref&amp;gt; was heute noch bei Ärzten als [[Privatliquidation]] gebräuchlich ist. Der Begriff [[Liquidation]] dagegen wird heute ausschließlich für die [[Abwicklung (Wirtschaft)#Liquidation|Abwicklung]] von [[Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)|Gesellschaften]] verwendet und nicht mehr für die [[Hinrichtung]] von Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Harold G. Moulton 1918 entwickelte [[Liquiditätsrisiko#Klassische Theorien|Shiftability-Theorie]] geht davon aus, dass die [[Liquidität]] der [[Kreditinstitut]]e nicht von deren [[Refinanzierung]] abhängt, sondern vielmehr durch die Liquidierbarkeit ihrer [[Vermögenswert]]e in [[liquide Mittel]] bestimmt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Harold G. Moulton, &amp;#039;&amp;#039;Commercial Banking and Capital Formation&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Journal of Political Economy]] 26, 1918, S. 484–508&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Vermögenswerte können durch ihre Abtretbarkeit ({{enS|shiftability}}) in [[Primärliquidität]] verwandelt werden. Seit diesem Aufsatz wird Liquidierbarkeit mit diesem [[Begriffsinhalt]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilanzierung ==&lt;br /&gt;
Ein Vermögensgegenstand ist umso liquider, je schneller er ohne bedeutende [[Wertminderung]] ([[Disagio]]) in [[Zahlungsmittel]] umgewandelt werden kann (Liquidierungsdauer).&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Bonn, &amp;#039;&amp;#039;Finanzplanbasierte Messung und Steuerung des Liquiditätsrisikos&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Reinhold Hölscher]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Finanzmanagement&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, 2006, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Liquidierbarkeit betrifft also die [[Geld]]nähe eines Vermögensgegenstands, durch [[Veräußerung]] oder [[Beleihung (Kreditwesen)|Beleihung]] möglichst verlustfrei in Geld umgewandelt werden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bilanz]] von [[Nichtbank]]en enthält auf der [[Aktivseite]] gemäß {{§|266|hgb|juris}} Abs. 2 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] die nach ihrer Liquidierbarkeit geordneten Vermögensgegenstände. Die [[Bilanzposition]]en sind nach abnehmender [[Kapitalbindungsdauer]], also mit ansteigender Liquidierbarkeit geordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=hpaKSIOYw9sC&amp;amp;pg=PA332&amp;amp;dq=Liquidierbarkeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjilMbKusbhAhXCLVAKHQS8C7w4FBDoAQgnMAA#v=onepage&amp;amp;q=Liquidierbarkeit&amp;amp;f=false Thomas Hutzschenreuter, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 332]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am schwersten liquidierbar sind Gegenstände des [[Anlagevermögen]]s (wie [[Grundstück]]e oder [[Anlage (Technik)|technische Anlagen]] und [[Maschine]]n in § 266 Abs. 2 lit. A I und A II HGB), am leichtesten liquidierbar sind der [[Kassenbestand]] (Bargeld ist bereits die höchste Liquidierbarkeitsstufe) oder [[Bankguthaben]] aus § 266 Abs. 2 lit. B IV HGB. Umgekehrt ist es bei [[Bankbilanzierung|Bankbilanzen]], die dem nach {{§|2|rechkredv|juris}} [[RechKredV]] vorgeschriebenen Gliederungsschema folgen und sich auf der Aktivseite am Ordnungsprinzip der Liquidierbarkeit orientieren, so dass die Aktiva mit den liquidesten Bilanzpositionen wie [[Barreserve]] und Kassenbestand beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liquidierbarkeit bei Immobilienfonds ==&lt;br /&gt;
Während der [[Finanzkrise 2007]] wurden [[Offener Immobilienfonds|offene Immobilienfonds]] Opfer ihrer jederzeitigen Liquidierbarkeit. Sie sahen sich mehr Rücknahmeanträgen ([[Wertpapierorder|Verkaufsorders]]) gegenüber als sie aus ihrer Liquiditätsreserve bedienen konnten, so dass sie die Rücknahme noch bis 2011 aussetzen mussten. Heute ist in {{§|98|kagb|juris}} [[KAGB]] als Grundsatz vorgesehen, dass jedem [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] auf Wunsch maximal zweimal im Monat seine Immobilienanteile am [[Sondervermögen (Investmentgesellschaft)|Sondervermögen]] ausgezahlt werden müssen und dass die Kapitalverwaltungsgesellschaft die Rücknahme der Anteile aussetzen darf, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Anteilrückgaben bei Immobilien-Sondervermögen erst nach Ablauf einer Mindesthaltefrist von 24 Monaten möglich sind, Anteilrückgaben unter Einhaltung einer Rückgabefrist von 12 Monaten durch eine unwiderrufliche Rückgabeerklärung gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft zu erklären sind; die Frist zur Rücknahmeaussetzung bei fehlender Liquidität des Fonds beträgt 36 Monate. Reicht diese Frist nicht, erlischt das Recht der Kapitalanlagegesellschaft, den Fonds zu verwalten ({{§|255|kagb|juris}} KAGB, {{§|257|kagb|juris}} KAGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die Liquidität besteht aus drei Teilaspekten, der [[Zahlungsfähigkeit]], der [[Liquiditätsreserve]] und der Liquidierbarkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=IcDOBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA76&amp;amp;dq=Liquidierbarkeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwix1p2eqsbhAhUO0aYKHe81CnIQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Liquidierbarkeit&amp;amp;f=false Edmund Heinen, &amp;#039;&amp;#039;Das Zielsystem der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 75]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahlungsfähigkeit ist gewährleistet, wenn der [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichtige]] jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachkommen kann. Jeder beliebige Vermögensgegenstand – auch ungenutzte [[Kreditzusage]]n – erfüllt die Funktion einer Liquiditätsreserve ([[Zahlungsmittelbestand]]), wenn er kurzfristig liquidierbar ist und zu zusätzlichen [[Einnahme]]n führt; Liquidierbarkeit ist eine Eigenschaft der Liquiditätsreserven.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edmund Heinen]], &amp;#039;&amp;#039;Das Zielsystem der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Liquidierbarkeit ist die Zeitgröße der Liquidationsdauer zu berücksichtigen. Liquidierbarkeit setzt funktionsfähige Märkte mit hoher [[Marktliquidität]] voraus. Je höher die [[Transaktionskosten|Transaktions-]] und [[Informationskosten]] sind, umso schlechter wird die Liquidierbarkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=EFYReDF_FPMC&amp;amp;pg=PA411&amp;amp;dq=Liquidierbarkeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwix1p2eqsbhAhUO0aYKHe81CnIQ6AEILjAB#v=onepage&amp;amp;q=Liquidierbarkeit&amp;amp;f=false Hans-Hermann Francke/Heinz Rehkugler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Immobilienmärkte und Immobilienbewertung&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 406]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Notverkauf]] findet unter [[Zeitdruck]] statt, so dass die erforderliche Liquidationsdauer meist nicht erreicht werden kann und deshalb mit Wertminderungen zu rechnen ist, die bei ausreichender Liquidationsdauer nicht eingetreten wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liquidationswert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Investmentfonds]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Management]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
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