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	<title>LiquidFeedback - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T14:52:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=LiquidFeedback&amp;diff=2042756&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pstaudt-fischbach: &quot;Analyse&quot; ist m. E. nicht passgenau, Versuch einer passenderen Formulierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=LiquidFeedback&amp;diff=2042756&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-12T15:58:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;Analyse&amp;quot; ist m. E. nicht passgenau, Versuch einer passenderen Formulierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Software&lt;br /&gt;
| Name =&lt;br /&gt;
| Logo = [[Datei:Liquid Feedback Logo.png|Logo]]&lt;br /&gt;
| Screenshot = [[Datei:Liquid Feedback Screenshot.png|250px|Screenshot]]&lt;br /&gt;
| Beschreibung = Anregungsseite zu einer Initiative&lt;br /&gt;
| Hersteller = [http://www.public-software-group.org/ Public Software Group e. V.]&lt;br /&gt;
| AktuelleVersion = Backend&amp;amp;nbsp;v3.1.0, Frontend&amp;amp;nbsp;v3.1.0&lt;br /&gt;
| Betriebssystem = [[Webanwendung]] (Server: [[Unix-Derivat]]e / [[Portable Operating System Interface|POSIX]])&lt;br /&gt;
| Programmiersprache = [[Lua]], [[SQL]], [[PL/pgSQL]], [[C (Programmiersprache)|C]]&lt;br /&gt;
| Kategorie = Meinungsbildung und Entscheidungsfindung über das Internet&lt;br /&gt;
| Lizenz = [[MIT-Lizenz|MIT/X11-Lizenz]]&lt;br /&gt;
| Deutsch = ja&lt;br /&gt;
| Website = [http://liquidfeedback.org/ liquidfeedback.org]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LiquidFeedback&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[freie Software]] zur Unterstützung politischer Meinungsbildungsprozesse und anschließender [[Entscheidungsfindung]], die im Umfeld der [[Piratenpartei]] entwickelt und eingesetzt wurde. Ein wichtiges Merkmal ist die Umsetzung des [[Delegated Voting|Liquid-Democracy]]-Ansatzes,&amp;lt;ref name=&amp;quot;liquidfeedback.org&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/ |titel=Webseite liquidfeedback.org |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die eine neue Form der politischen Repräsentation und Mitsprache etablieren soll. Die Grenzen zwischen [[Repräsentative Demokratie|repräsentativer]] und [[Direkte Demokratie|direkter]] Demokratie sind hierbei fließend konzipiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Nitsche |url=http://liquidfeedback.org/2009/12/16/liquid-democracy-%E2%80%93-was-fliest-hier-eigentlich-und-wohin/ |titel=Liquid Democracy – was fließt hier eigentlich und wohin? |datum=2009-12-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120823101241/http://liquidfeedback.org/2009/12/16/liquid-democracy-%E2%80%93-was-fliest-hier-eigentlich-und-wohin/ |archiv-datum=2012-08-23 |zugriff=2016-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundidee ==&lt;br /&gt;
LiquidFeedback ist ursprünglich als Hilfe für Parteien, Vereine und Initiativen gedacht, die das Internet zur Meinungsbildung und/oder Entscheidungsfindung nutzen wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, anderen Internetmedien innewohnende strukturelle Probleme (z.&amp;amp;nbsp;B. unfaire Behandlung von Minderheiten oder mangelnde Skalierbarkeit) mittels eines strukturierten Diskurses zu lösen und dabei einen Meinungsbildungsprozess zu gewährleisten, bei dem alle Teilnehmer möglichst gleichberechtigt werden, und der Gesamtprozess trotz großer Teilnehmerzahlen handhabbar und effektiv bleibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;friesland_liquidfeedback_zitat&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.friesland.de/portal/seiten/liquidfriesland-buergerverfahren-verfolgen-901000785-20800.html |titel=LiquidFriesland - Bürgerverfahren verfolgen |zugriff=2016-03-18 |zitat=[...] LiquidFeedback [...] realisiert einen strukturierten Diskurs, der auch bei größeren Benutzerzahlen skaliert. [...] LiquidFeedback schützt Minderheiten und deren Möglichkeit, ihren Standpunkt darzulegen, verhindert aber zugleich die Dominanz lauter Minderheiten und kommt ohne Moderator aus, da eine kollektive Moderation durch alle Teilnehmer erfolgt.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen greift LiquidFeedback hierzu auf den themenbezogenen Einsatz der transitiven Stimmrechtsübertragung (Liquid Democracy) zurück,&amp;lt;ref name=&amp;quot;liquidfeedback.org&amp;quot; /&amp;gt; zum anderen beinhaltet LiquidFeedback einen speziellen Antragsentwicklungsprozess, der über die Konzepte der Liquid Democracy hinausgeht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt; Hierbei wird seitens der Software bewusst auf den Einsatz einer Antragskommission oder die Ernennung von privilegierten Moderatoren verzichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;evolution_proportional_representation&amp;quot; /&amp;gt; Stattdessen moderieren die Teilnehmer kollektiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;friesland_liquidfeedback_zitat&amp;quot; /&amp;gt; Dies wird unter anderem durch eine spezielle Ablaufsteuerung sowie Sortieralgorithmen ermöglicht, die Benutzerbeiträge anhand ihrer Unterstützer so sortieren sollen, dass eine Repräsentation von Minderheitenmeinungen gewährleistet wird, ohne dass hierbei laute Minderheiten eine dominante Stellung einnehmen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;friesland_liquidfeedback_zitat&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;piechocki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzung ==&lt;br /&gt;
Wesentliches Funktionsmerkmal von LiquidFeedback ist das Einbringen von Textvorschlägen, über die später abgestimmt werden soll. Hierbei muss der Benutzer zunächst einen geeigneten Themenbereich auswählen und entscheiden, ob der Textvorschlag (Initiative genannt) ein neues Thema bilden soll oder als Alternativvorschlag zu einer Initiative eines bereits existierenden Themas eingestellt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wunstorf.de/downloads/datei/OTIyMDAzMDg0Oy07L3Vzci9sb2NhbC9odHRwZC92aHRkb2NzL3d1bnN0b3JmL3d1bnN0b3JmL21lZGllbi9kb2t1bWVudGUvdGlwcHNfdS50cmlja3MucGRm/tipps_u.tricks.pdf |titel=LiquidFeedback Tipps und Tricks, 2. Revision |kommentar=PDF-Download |datum=2015-03 |zugriff=2016-02-17 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Falle der Eröffnung eines neuen Themas ist je nach Zielsetzung des Initiators ein zu verwendendes Regelwerk auszuwählen, welches Fristen und [[Quorum (Politik)|Quoren]] sowie die Bedeutung einer erfolgreichen Abstimmung vorgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelwerke werden vom Betreiber der jeweiligen Softwareinstallation vorgegeben. Beispiele hierfür sind:&lt;br /&gt;
* Satzungsänderung&lt;br /&gt;
* Antrag an die Mitgliederversammlung&lt;br /&gt;
* Meinungsbild für Vorstandsbeschlüsse&lt;br /&gt;
* Schnellumfrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Themen und die darin enthaltenen, zueinander in Konkurrenz stehenden Initiativen durchlaufen gemeinsam folgende Phasen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zulassung&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt; (in früheren Softwareversionen: „Neu“&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-projekt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/project/projekt |titel=LiquidFeedback: Projekt |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120217133000/http://liquidfeedback.org/project/projekt |archiv-datum=2012-02-17 |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* in Diskussion&lt;br /&gt;
* Überprüfung&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt; (in früheren Softwareversionen: „Eingefroren“&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-projekt&amp;quot; /&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Abstimmung&lt;br /&gt;
* Abgeschlossen bzw. Abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange sich ein Thema in den Phasen „Zulassung“, „in Diskussion“ oder „Überprüfung“ befindet, können Teilnehmer des Systems jeweils eine oder mehrere Initiativen eines Themas unterstützen. Befindet sich ein Thema im Zustand „Zulassung“, so muss zunächst eine Initiative einen durch das Regelwerk bestimmten Anteil von Unterstützerstimmen auf sich vereinigen. Geschieht dies innerhalb einer durch das Regelwerk vorgegebenen Frist, gelangt das Thema „in Diskussion“. Andernfalls wird das Thema abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ein Thema in der Phase „Zulassung“ oder „in Diskussion“ ist, ist es den Initiatoren der Initiative möglich, ihren Textvorschlag durch Änderungen zu verbessern. Unterstützer der Initiative können Anregungen zur Initiative vermerken oder ihre Unterstützung an die Umsetzung bestimmter Verbesserungsvorschläge koppeln. Nach einer vorgegebenen Frist geht das Thema von der Diskussionsphase in den Zustand „Überprüfung“ über. Diese Phase dient der Verhinderung von Textänderungen kurz vor der Abstimmung, da mit dem Einfrieren Änderungen an der Initiative unterbunden werden. Nach Verstreichen einer weiteren Frist geht das Thema in die Phase „Abstimmung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lediglich Initiativen, die ein zweites Quorum an Unterstützerstimmen auf sich vereinigen konnten, stehen am Ende zur Abstimmung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt; Die Höhe des zweiten Unterstützerquorums ergibt sich ebenfalls aus dem verwendeten Regelwerk. Die Abstimmung geschieht mittels eines Präferenzwahlverfahrens&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt; auf Basis der [[Schulze-Methode]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/lqfb/preferential_voting/ |titel=Preferential voting in LiquidFeedback |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120531185246/http://liquidfeedback.org/lqfb/preferential_voting/ |archiv-datum=2012-05-31 |zugriff=2016-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lässt sich bei all diesen Abläufen das eigene Stimmgewicht an andere Teilnehmer [[Delegation (Organisationskonzept)|delegieren]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt; Genutzt werden können erteilte Delegationen jedoch nur, wenn man selbst in einem Thema nicht aktiv ist. Erteilte Delegationen lassen sich jederzeit widerrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systemdaten von LiquidFeedback sind für die Nutzer zwecks der Überprüfbarkeit stets zugänglich, nur die Daten laufender Abstimmungen werden verborgen, mit der Absicht [[Sozialwahltheorie#Heresthetik: Die Kunst der politischen „Manipulation“|taktisches Wählen]] zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tipps_und_tricks&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Behrens |Titel=Game of Democracy |Sammelwerk=The Liquid Democracy Journal |Nummer=2 |Verlag=Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |Ort=Berlin |Datum=2014-10-07 |ISSN=2198-9532 |Online=[http://www.liquid-democracy-journal.org/issue/2/The_Liquid_Democracy_Journal-Issue002-02-Game_of_Democracy.html Artikel in elektronischer Ausgabe] |DNB=106325583X |Abruf=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch: [[Arrow-Theorem]] und [[Gibbard-Satterthwaite-Theorem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Repräsentation von Minderheiten ==&lt;br /&gt;
LiquidFeedback verfügt über diverse Mechanismen zur Repräsentation von Minderheiten. Obwohl Abstimmungen schlussendlich dem demokratischen Mehrheitsprinzip folgen, ermöglicht die Software&lt;br /&gt;
* Minderheiten und sogar Einzelpersonen, ihre Standpunkte zu präsentieren,&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;piechocki&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marcin Piechocki |Hrsg=Wydział Nauk Politycznych i Dziennikarstwa, Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu |Titel=Płynna demokracja w programie Partii Piratów |Sammelwerk=Przegląd Politologiczny |Nummer=1/2015 |Verlag=Wydawnictwo Naukowe Wydziału Nauk Politycznych i Dziennikarstwa |Datum=2015 |ISSN=1426-8876 |Seiten=73–84 |Online=[http://przeglad.amu.edu.pl/wp-content/uploads/2015/05/pp-2015-1-073.pdf Online] |DOI=10.14746/pp.2015.20.1.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Minderheiten, die eine gewisse Größe erreicht haben, ihre Standpunkte zur Abstimmung zu stellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei werden die Beiträge so sortiert, dass eine proportionale Repräsentation der Minderheiten sicherstellt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;liquidfeedback.org&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt; Je nach Einbindung der Software ist es Minderheiten so möglich, ihre Standpunkte direkt auf oberster Ebene einer Organisation zur Diskussion zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Das [[Front-End und Back-End|Frontend]] von LiquidFeedback ist in [[Lua]] geschrieben, das [[Front-End und Back-End|Backend]] ist ein [[PostgreSQL]] Server, wobei [[PL/pgSQL]] zur prozeduralen Programmierung der [[Datenbank]] eingesetzt wird. Beide Teile werden von der Public Software Group e.&amp;amp;nbsp;V. entwickelt und stehen unter der [[MIT-Lizenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-projekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für LiquidFeedback steht eine experimentelle [[Programmierschnittstelle|API]] zur Verfügung, mit der externe Programme auf die Installation zugreifen können und so zusätzliche Dienste anbieten können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://dev.liquidfeedback.org/ |titel=LiquidFeedback developer platform |zugriff=2016-02-17 |offline=ja |archiv-bot=2018-12-11 09:52:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbereiche ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde LiquidFeedback als Instrument für Organisationen und Parteien geplant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Entwickler einen verbindlichen Einsatz innerhalb von politischen Parteien für sinnvoll erachten, schließen sie einen Einsatz von LiquidFeedback (sowie jeglicher Onlineverfahren) in der Legislative aus, soweit dieser über die Verwendung Vorbereitung von [[Referendum|Referenda]] hinausgeht&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/digital/internet/2013-02/liquid-democracy-nitsche |titel=Repräsentative Demokratie wollten wir gar nicht infrage stellen |hrsg=Zeit Online |datum=2013-02-15 |zugriff=2013-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/2013/04/17/liquid-democracy-ist-keine-alternative-zur-parlamentarischen-republik/ |titel=Liquid Democracy ist keine Alternative zur parlamentarischen Republik |autor=Andreas Nitsche |zugriff=2013-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder es sich um einen zusätzlichen Kanal zwischen Bürgern und Legislative bzw. Verwaltung handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/2012/05/02/burgerbeteiligung-mit-liquidfeedback/ |titel=Bürgerbeteiligung mit LiquidFeedback |autor=Axel Kistner |zugriff=2013-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
LiquidFeedback wurde ab Oktober 2009 von Jan Behrens, Axel Kistner, Andreas Nitsche und Björn Swierczek entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-mission&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/mission/mission-de/ |titel=Mission – LiquidFeedback |autor=Andreas Nitsche |zugriff=2011-11-19 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111013222034/http://liquidfeedback.org/mission/mission-de/ |archiv-datum=2011-10-13 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Veröffentlichung erfolgt durch den Public Software Group e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.public-software-group.org/ |titel=Public Software Group e.&amp;amp;nbsp;V |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. April 2010 wurde die erste stabile [[Version (Software)|Version]] 1.0.0 des [[Front-End und Back-End|Backends]] veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.public-software-group.org/mercurial/liquid_feedback_core/log?rev=tag+v1.0.0 |titel=Added tag v1.0.0 for changeset 67a2e236fea4 |datum=2010-04-15 |autor=jbe |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_core |titel=LiquidFeedback Core (Backend) |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Version 2.0 ====&lt;br /&gt;
LiquidFeedback wurde in den folgenden Jahren stetig weiterentwickelt. Am 29. Juni 2012&amp;lt;ref name=&amp;quot;frontend_projektseite&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_frontend |titel=LiquidFeedback Frontend Projektseite bei der Public Software Group |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; veröffentlichte die Public Software Group mit der Version 2.0 eine gänzlich überarbeitete Benutzeroberfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://dev.liquidfeedback.org/pipermail/announce/2012-June/000007.html |titel=LiquidFeedback 2.0 release announcement |datum=2012-06-30 |zugriff=2016-02-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160217175934/http://dev.liquidfeedback.org/pipermail/announce/2012-June/000007.html |archiv-datum=2016-02-17 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Detlef Borchers |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Piratenpartei-setzt-Liquid-Feedback-2-0-ein-1666325.html |titel=Piratenpartei setzt Liquid Feedback 2.0 ein |werk=heise online |hrsg=Heise Medien GmbH &amp;amp; Co. KG |datum=2012-08-13 |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Version 2.2 mit proportionaler Repräsentation von Minderheiten ====&lt;br /&gt;
Mit LiquidFeedback Version 2.2, welche am 10. März 2013 veröffentlicht wurde, wurde der Software ein Mechanismus zur Sortierung von Minderheitspositionen hinzugefügt. Der als &amp;#039;&amp;#039;Harmonic Weighting&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;piechocki&amp;quot; /&amp;gt; bezeichnete Algorithmus soll laut Angaben der Entwickler sicherstellen, dass Minderheitenmeinungen auch dann angemessen dargestellt werden, wenn sehr viele Anträge im System gestellt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;evolution_proportional_representation&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Behrens |Titel=The evolution of proportional representation in LiquidFeedback |Sammelwerk=The Liquid Democracy Journal |Nummer=1 |Verlag=Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |Ort=Berlin |Datum=2014-03 |ISSN=2198-9532 |Online=[http://www.liquid-democracy-journal.org/issue/1/The_Liquid_Democracy_Journal-Issue001-04-The_evolution_of_proportional_representation_in_LiquidFeedback.html Artikel in elektronischer Ausgabe] |DNB=1050096746 |Abruf=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Version 2.2.1, veröffentlicht am 18. März 2013, ergänzte einen weiteren Sortieralgorithmus, der ebenfalls die Darstellung von Minderheitsmeinungen verbessern soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;evolution_proportional_representation&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Version 3.0 und Buchveröffentlichung ====&lt;br /&gt;
Der nächste große Versionssprung auf die [[Versionsnummer]] 3.0 fand am 31. Januar 2014 statt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;frontend_projektseite&amp;quot; /&amp;gt; und beinhaltete erneut eine Überarbeitung der Benutzerführung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=LiquidFeedback 3.0 - Eine Einführung |url=https://www.youtube.com/watch?v=Cp1xpXXqxSc |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die neue Software wurde gemeinsam mit dem von den Entwicklern der Software, Jan Behrens, Axel Kistner, Andreas Nitsche und Björn Swierczek, zeitgleich veröffentlichten Buch &amp;#039;&amp;#039;„The Principles of LiquidFeedback“&amp;#039;&amp;#039; in [[Den Haag]] vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Freek Blankena |url=http://www.binnenlandsbestuur.nl/bestuur-en-organisatie/nieuws/online-democratieplatform-wellicht-bruikbaar-voor.9198506.lynkx |titel=Online democratieplatform wellicht bruikbaar voor e-participatie |hrsg=Binnenlands Bestuur b.v. |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem englischsprachigen Buch erläutern die Entwickler die Prinzipien und Verfahrensweisen der Software.&amp;lt;ref name=&amp;quot;principles&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Behrens, Axel Kistner, Andreas Nitsche, Björn Swierczek |Titel=The Principles of LiquidFeedback |Verlag=Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |Ort=Berlin |Datum=2014 |ISBN=978-3-00-044795-2 |Online=[http://principles.liquidfeedback.org/ Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Monate später folgte mit Version 3.0.1 eine Anpassung des Stimmenauszählungsverfahrens,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://dev.liquidfeedback.org/pipermail/announce/2014-April/000029.html |titel=Release of LiquidFeedback Core 2.2.6 and Core 3.0.1 |datum=2012-06-30 |zugriff=2016-02-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160307124708/http://dev.liquidfeedback.org/pipermail/announce/2014-April/000029.html |archiv-datum=2016-03-07 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; welches die Entwickler in ihrer Publikation &amp;#039;&amp;#039;The Liquid Democracy Journal&amp;#039;&amp;#039; begründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Behrens |Titel=How Chaos Protected the Status Quo (more than we intended to) |Sammelwerk=The Liquid Democracy Journal |Nummer=2 |Verlag=Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |Ort=Berlin |Datum=2014-10-07 |ISSN=2198-9532 |Online=[http://www.liquid-democracy-journal.org/issue/2/The_Liquid_Democracy_Journal-Issue002-04-How_Chaos_Protected_the_Status_Quo.html Artikel in elektronischer Ausgabe] |DNB=106325583X |Abruf=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Version 3.1 ====&lt;br /&gt;
Die Version 3.1 der Software beinhaltet eine Schnittstelle zur Verbindung von LiquidFeedback mit [[Versionsverwaltung|Versionskontrollsystemen]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Git]] oder [[Mercurial]]. Die hierzu umgesetzten Konzepte wurden am 28. Juni 2015,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Björn Swierczek |Titel=Democratic File Revision Control with LiquidFeedback |Sammelwerk=The Liquid Democracy Journal |Nummer=4 |Verlag=Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |Ort=Berlin |Datum=2015-07-28 |ISSN=2198-9532 |Online=[http://www.liquid-democracy-journal.org/issue/4/The_Liquid_Democracy_Journal-Issue004-01-Democratic_Revision_Control_with_LiquidFeedback.html Artikel in elektronischer Ausgabe] |DNB=1080274499 |Abruf=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die dazugehörige Software am 14. Dezember 2015 ebenfalls unter [[MIT-Lizenz]] veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Nitsche |url=http://www.interaktive-demokratie.org/news/2015/20151214-LiquidFeedback-3_1-for-democratic-software-and-product-development.de.html |titel=LiquidFeedback 3.1 für demokratische Software- und Produktentwicklung |hrsg=Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2015-12-14 |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Einsatz in der Piratenpartei Berlin ===&lt;br /&gt;
Erstanwender war ab Januar 2010 die [[Piratenpartei Deutschland]] (Landesverband Berlin) zur [[Innerparteiliche Demokratie|innerparteilichen Meinungsbildung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://berlin.piratenpartei.de/2010/01/03/pressemitteilung-piratenpartei-revolutioniert-parteiinternen-diskurs-interaktive-demokratie-mit-liquid-feedback/ |titel=Pressemitteilung: Piratenpartei revolutioniert parteiinternen Diskurs |autor=Lena Rohrbach |zugriff=2013-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Satzung der Berliner Piraten regelt, dass die Organe gehalten sind, „das Liquid-Democracy-System zur Einholung von Empfehlungen zur Grundlage ihrer Beschlüsse zu nutzen und von diesen Empfehlungen abweichende Entscheidungen zu begründen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-ppb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Interaktive Demokratie e. V. ===&lt;br /&gt;
Die Nutzung steht allen Parteien und Organisationen offen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/open-source |titel=LiquidFeedback Lizenz (MIT/X11) |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130208120027/http://liquidfeedback.org/open-source |archiv-datum=2013-02-08 |zugriff=2016-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das Interesse an Informationsveranstaltungen zu LiquidFeedback und anderen [[Informationsdemokratie|interaktiven Demokratieformen]] sehr groß ist, haben sich die Entwickler am 27. Juni 2010 entschieden, hierfür einen eigenen Verein &amp;#039;&amp;#039;Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; zu gründen. Die Entwicklung von LiquidFeedback wird unverändert im Rahmen des &amp;#039;&amp;#039;Public Software Group e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; fortgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/2010/06/27/entwickler-grunden-interaktive-demokratie-e-v/ |titel=Entwickler gründen Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2010-06-27 |autor=jbebln |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterer Einsatz und Rezeption ===&lt;br /&gt;
LiquidFeedback wird in der deutschen Piratenpartei von den Landesverbänden Berlin (seit 2010), Mecklenburg-Vorpommern (seit 2012), Sachsen-Anhalt (seit 2012) und Saarland (seit 2013) eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-ppb&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wiki.piratenpartei.de/BE:Satzung#.C2.A7_11_LIQUID_DEMOCRACY |titel=Satzung Piratenpartei Deutschland Berlin, §&amp;amp;nbsp;11 – Liquid Democracy |zugriff=2013-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-ppmv&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wiki.piratenpartei.de/MV:Satzung#.C2.A7_9b_-_Die_Landesmitgliederversammlung |titel=Satzung Piratenpartei Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, §&amp;amp;nbsp;9b – Die Landesmitgliederversammlung |zugriff=2013-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wiki.piratenpartei.de/LSA:Landesverband/Organisation/Satzung#Abschnitt_D:_Liquid_Democracy |titel=Satzung Piratenpartei Landesverband Sachsen-Anhalt, Abschnitt&amp;amp;nbsp;D: Liquid Democracy |zugriff=2013-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Piratenparteien [[Partito Pirata Italiano|Italien]] und [[Piratenpartei Österreichs|Österreich]] nutzen LiquidFeedback seit 2011 bzw. 2012.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wiki.piratenpartei.de/Piratenpartei_Italien |titel=Piratenwiki – Piratenpartei Italien. |zugriff=2012-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://futurezone.at/netzpolitik/11506-piratenpartei-beschliesst-programm-online.php |titel=Österreich: Piratenpartei beschließt Programm online. |zugriff=2012-08-06 |offline=ja |archiv-bot=2018-12-11 09:52:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Parteien oder deren Untergliederungen setzen LiquidFeedback im Testbetrieb und zur Vorbereitung der [[Parteitag]]e ein. [[Slow Food]] verwendet seit März 2012 ebenfalls LiquidFeedback. Ein erstes bekannt gewordenes Beispiel für den Einsatz in Unternehmen ist die [[Synaxon|Synaxon AG]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.brandeins.de/magazin/risiko/revolution-von-oben.html |titel=Brandeins: Revolution von oben |zugriff=2013-01-13 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130309014124/http://www.brandeins.de/magazin/risiko/revolution-von-oben.html |archiv-datum=2013-03-09 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LiquidFeedback hat ein gewisses Medieninteresse hervorgerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/503656 |titel=Liquid Feedback: Die Piraten machen Demokratie flüssig |autor=Dirk von Gehlen |hrsg=Süddeutsche Zeitung |werk=jetzt.de |datum=2010-05-13 |zugriff=2011-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5101251,00.html |titel=Partido Pirata usa tecnologia digital para garantir política participativa |hrsg=Deutsche Welle |datum=2010-01-08 |zugriff=2011-11-21 |sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.stern.de/politik/deutschland/2-parteien-im-internet-noch-online-herr-abgeordneter-1534813.html |titel=Parteien im Internet: Noch online, Herr Abgeordneter? |hrsg=Stern.de |datum=2010-01-22 |zugriff=2011-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Seiten der Piratenpartei wurde die Hoffnung geäußert, dass man mit der Software die Probleme der [[Basisdemokratie]] (siehe [[Ehernes Gesetz der Oligarchie]]) besser lösen könne, als dies bei den anderen Parteien geschehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://piratenpartei.soup.io/since/56491824?mode=own&amp;amp;newer=1 |titel=Revolution der innerparteilichen Demokratie |datum=2010-05-16 |hrsg=[[Piratenpartei Deutschland]] |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde erwartet, dass das System Kompetenz statt Öffentlichkeitstauglichkeit belohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://heise.de/-1051345 |titel=Im Internet mehr Demokratie wagen |datum=2010-08-05 |autor=Peter Zschunke |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wurde die Resistenz des Systems gegen Störer („[[Troll (Netzkultur)|Trolle]]“) gepriesen, da nur konstruktive Rückmeldung möglich sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://klabautercast.de/2010/03/29/folge-6-liquid-democracy/ |titel=Folge 6: Liquid Democracy |datum=2010-03-29 |autor=Martin Haase, [[Christopher Lauer]] |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 beschloss der Kreistag des niedersächsischen [[Landkreis Friesland|Landkreises Friesland]] einstimmig, die Software als Plattform zur Bürgerbeteiligung ab November 2012 unter der Bezeichnung „[[LiquidFriesland]]“ zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://buergerinfo.friesland.de/getfile.php?id=16783&amp;amp;type=do |titel=LiquidFriesland – Projektbeschreibung |hrsg=Landkreis Friesland |zugriff=2016-03-03 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160305012716/http://buergerinfo.friesland.de/getfile.php?id=16783&amp;amp;type=do |archiv-datum=2016-03-05 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; LiquidFriesland wurde im November 2012 in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/digital/internet/2012-11/liquid-feedback-friesland |titel=Bürgerbeteiligung: Landkreis Friesland führt Liquid Feedback ein |hrsg=Zeit Online |datum=2012-11-09 |zugriff=2012-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für LiquidFriesland wurde zusätzlich zu den Möglichkeiten einer Bottom-up-Kommunikation das Instrument der Top-down-Kommunikation in LiquidFeedback installiert, um die Akzeptanz von Vorhaben der Kreisverwaltung bei den Bürgern erkunden zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;The Potsdam eGovernment Competence Center: [http://www.ifg.cc/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=41492&amp;amp;Itemid=93 &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Friesland führt Liquid Feedback ein&amp;#039;&amp;#039;]. 12. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenschutzdebatte ===&lt;br /&gt;
Die Einführung von LiquidFeedback führte innerhalb der [[Piratenpartei Deutschland|deutschen Piratenpartei]] zu Auseinandersetzungen.&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund, dass die Software aus Gründen der Nachvollziehbarkeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;golem_entwickler_kritik&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Keywan Najafi Tonekaboni |url=http://www.golem.de/news/pseudonyme-liquid-feedback-entwickler-kritisieren-piratenpartei-1209-94652.html |titel=Liquid-Feedback-Entwickler kritisieren Piratenpartei |werk=golem.de |hrsg=Golem Media GmbH |datum=2012-09-19 |zugriff=2016-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei elektronischen Abstimmungen das Konzept verfolgt, jede Aussage und jede Stimme auch nachträglich einer Person zuordnen zu können, gab es seitens einiger Parteimitglieder&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,710552,00.html |titel=Piraten streiten über Demokratie-Wunderwaffe |datum=2010-08-06 |autor=adg |hrsg=[[Spiegel Online]] |zugriff=2011-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einwände, der [[Datenschutz]] werde missachtet.&lt;br /&gt;
Da die Software für namentliche Abstimmungen ausgelegt ist,&amp;lt;ref name=&amp;quot;lf-mission&amp;quot; /&amp;gt; seien Rückschlüsse auf die jeweilige politische Meinung prinzipbedingt immer möglich und auch beabsichtigt, so die Befürworter; siehe auch: [[Deutscher Bundestag#Namentliche Abstimmungen|Namentliche Abstimmungen im Bundestag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Piratenpartei entschied sich jedoch, das Abstimmungsverhalten ihrer Mitglieder mittels [[Pseudonym]]en zu verschleiern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;golem_entwickler_kritik&amp;quot; /&amp;gt; Aufgrund dieses Gegensatzes zwischen pseudonymen Abstimmungen und demokratischen Prinzipien distanzierten sich die Entwickler vom Einsatz in der Piratenpartei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://liquidfeedback.org/2012/09/17/liquidfeedback-entwickler-distanzieren-sich-vom-einsatz-ihrer-software-in-der-piratenpartei/ |autor=Jan Behrens, Axel Kistner, Andreas Nitsche und Björn Swierczek |titel=LiquidFeedback-Entwickler distanzieren sich vom Einsatz ihrer Software in der Piratenpartei |werk=LiquidFeedback – Interactive Democracy |datum=2012-09-17 |zugriff=2012-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin teilte in einer Stellungnahme die Einschätzung der Entwickler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://redmine.piratenfraktion-berlin.de/issues/4692 |autor=Piratenfraktion AGH Berlin |titel=Stellungnahme der Fraktion zum LQFB |datum=2012-11-27 |zugriff=2013-01-27 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150120013200/https://redmine.piratenfraktion-berlin.de/issues/4692 |archiv-datum=2015-01-20 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erklärte der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit ([[Alexander Dix]], vertreten durch einen Mitarbeiter) seine Haltung, dass nicht nur Wahlen, sondern auch andere Stimmabgaben innerhalb politischer Parteien geheimzuhalten seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/1/12/Stellungnahme_LDSB.pdf |titel=Stellungnahme zur geplanten Klarnamenpflicht im LiquidFeedback-System der Piratenpartei Deutschland Berlin |autor=Daniel Holzapfel |datum=2014-11-13 |zugriff=2016-01-04 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entwickler von LiquidFeedback vertraten hingegen den Standpunkt, dass offene Abstimmungen über Sachfragen in politischen Parteien zulässig seien und das [[Parteiengesetz (Deutschland)|Parteiengesetz]] lediglich für bestimmte Personenwahlen eine [[Wahlgeheimnis|geheime Abstimmung]] vorschreibe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.interaktive-demokratie.org/publications/20141126-Ueber-die-Zulaessigkeit-offener-Abstimmungen-in-politischen-Parteien-in-der-Bundesrepublik-Deutschland.de.html |titel=Über die Zulässigkeit offener Abstimmungen in politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland |autor=Axel Kistner, Björn Swierczek |hrsg=Interaktive Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2014-11-26 |zugriff=2016-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anwendungssoftware]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freie Software]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stimmabgabe bei Wahlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Informatik und Gesellschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pstaudt-fischbach</name></author>
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