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	<title>Lipopolysaccharide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T03:42:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lipopolysaccharide&amp;diff=1653738&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Assoziative Verweise entfernt</title>
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		<updated>2026-01-03T15:28:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Assoziative Verweise entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:LPS-de.svg|mini|200px|Allgemeine Struktur von Lipopolysacchariden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lipopolysaccharide (LPS)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind relativ thermostabile (wärmeunempfindliche) Verbindungen aus fettähnlichen ([[Lipid|Lipo]]-) und Zucker-Bestandteilen ([[Polysaccharid]]en). Sie sind in der [[Äußere Membran|Äußeren Membran]] [[Gram-Färbung|gramnegativer]] [[Bakterien]] enthalten. Sie wirken als [[Antigen]]e und dienen der [[Serologie|serologischen]] Charakterisierung und Identifizierung der Bakterien. Beim Zerfall der Bakterien werden Teile davon frei und wirken toxisch. Diese Teile werden als [[Endotoxin]]e bezeichnet und von intakten Bakterien nicht abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall kurzkettiger Zucker-Bestandteile ([[Oligosaccharide]]n) spricht man auch von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lipooligosacchariden (LOS)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Lipopolysaccharide bestehen aus drei Teilbereichen, die miteinander verbunden sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lipid A&lt;br /&gt;
: Lipid A bildet den inneren Bereich des LPS (bzw. LOS), das zugleich damit in der äußeren [[Zellmembran|Membran]] verankert ist. Dieser Teil wirkt als [[Endotoxin]]. Er wird frei, nachdem die Zelle zerstört ist. Lipid A ist im Gegensatz zu den meisten anderen [[Lipide]]n der Zellmembran kein [[Phospholipid]]: Die [[Fettsäure]]n sind durch [[Esterbindung]]en an ein [[Disaccharid]] gebunden, das aus [[N-Acetylglucosaminphosphat|&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Acetylglucosaminphosphat]] besteht. Zu den häufigsten Fettsäuren zählen hier [[Capronsäure|Capron-]], [[Laurinsäure|Laurin-]], [[Myristinsäure|Myristin-]], [[Palmitinsäure|Palmitin-]] und [[Stearinsäure]]. Lipid A kann je nach Bakterienart verschieden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kernregion&lt;br /&gt;
: Die Kernregion ist an das Lipid A gebunden und besteht aus einer inneren und einer äußeren Kernregion. Sie besteht im Wesentlichen aus [[2-Keto-3-desoxy-D-mannooctulosonsäure|2-Keto-3-desoxy-&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-mannooctulosonsäure]] (KDO) sowie [[Heptosen|Heptose]], Glucose, Galactose und [[N-Acetylglucosamin|&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Acetylglucosamin]]. Auch die Kernregion kann bei unterschiedlichen Bakterienarten verschieden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Polysaccharid (bzw. Oligosaccharid)&lt;br /&gt;
: Ein an den Kern gebundenes Oligo- oder Polysaccharid bildet den dritten, äußeren Bereich. Es bildet eine Kette aus einer oder mehreren [[Hexosen]], zum Beispiel [[Rhamnose]], [[Galactose]], [[Glucose]] und [[Mannose]], sowie einem oder mehreren [[Didesoxyzucker]]n wie [[Abequose]], [[Colitose]], [[Paratose]] oder [[Tyvelose]], zum Teil modifiziert. Diese Zucker sind in vier- oder fünfteilige Sequenzen verbunden, die oft verzweigt sind. Durch die Wiederholung der Zuckersequenzen entsteht das lange Polysaccharid. Dieses Polysaccharid wird als O-Polysaccharid bezeichnet, weil es als [[Kauffmann-White-Schema|O-Antigen]] des Bakteriums fungiert. Dieser Bereich ist je nach Bakterienart und -stamm verschieden und kann zur Unterscheidung der Bakterien genutzt werden, unter anderem zur Differenzierung pathogener und nicht pathogener Arten. Dazu verwendet man in der Regel [[Serologie|serologische]] Methoden, vor allem die [[Gruber-Widal-Reaktion]]. So können etwa [[Typhus]] und andere [[Salmonellen|Salmonellosen]] unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oligosaccharidketten können sehr kurz sein oder fehlen. Ein Fehlen der Kernregion kommt dagegen nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biosynthese ==&lt;br /&gt;
* Lipid A und die Kernregion&lt;br /&gt;
: werden im [[Zytoplasma]] synthetisiert und dort aneinandergehängt. Dieser Verband wird dann durch die Zellmembran geklappt und lagert sich spontan in die äußere Membran der [[Zellwand]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oligo-/Polysaccharidketten&lt;br /&gt;
: werden auch im Zytoplasma synthetisiert, sie sind jedoch stark [[hydrophil]] und können nicht ohne weiteres durch die lipophile Zellmembran transportiert werden. Damit dies dennoch möglich ist, wird [[Bactoprenol|Undecaprenylphosphat]] daran gebunden. Dadurch bekommt es ein [[lipophil]]es Ende, durch das es durch die Zellmembran gezogen werden kann. Im [[Periplasmatischer Raum|periplasmatischen Raum]] werden nun durch [[Polymerase]]n Teilbereiche kopiert und an die vorhandenen Ketten gehängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden die Saccharidketten mit dem Lipid-A-Kernregion-Verband durch [[Ligase]]n verbunden und mit Hilfe von Poren ([[Bayer’s Junctions]]) in die äußere Membran transportiert. Dieser Vorgang ist passiv und daher ohne Energieaufwand möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktionen des menschlichen Körpers auf endotoxisch wirksame Lipopolysaccharide ==&lt;br /&gt;
Gelangen Lipopolysaccharide ins Blut, binden sie dort an das Serumprotein [[Lipopolysaccharid-bindendes-Protein]] (LBP). Dieser Komplex bindet an den Membranrezeptor [[CD14-Rezeptor|CD14]], unter anderem auf der [[Monozyt]]enoberfläche, und induziert über [[NF-κB]] die Freisetzung von [[Tumornekrosefaktor]] und [[Interleukin#Interleukin 1|Interleukin-1β]] durch diese CD14-tragende Zelle. Die CD14-Expression wird wiederum durch TNF vorübergehend [[Parakrine Sekretion|parakrin]] induziert (positive Selbstverstärkung).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rivest&amp;quot;&amp;gt;[http://www.ebmonline.org/cgi/content/full/223/1/22 Rivest S et al.: &amp;#039;&amp;#039;How the Blood Talks to the Brain Parenchyma and the Paraventricular Nucleus of the Hypothalamus During Systemic Inflammatory and Infectious Stimuli.&amp;#039;&amp;#039; Proc Soc Exp Biol Med 2000;223(1):22-38].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lipopolysaccharide können durch [[Zirkumventrikuläres Organ|zirkumventrikuläre Organe]] (Stellen mit einer durchlässigeren [[Blut-Hirn-Schranke]]) direkt in das Gehirn gelangen und von dort ausgehend vor allem in der [[Gliazelle#Mikroglia|Mikroglia]] ihren eigenen Rezeptor, CD14, vermehrt induzieren, um dann lokal die nachfolgende Zytokinproduktion anzuregen. Dies ist einer der Wege, die zu [[Fieber#Fieberphysiologie|Fieber]] führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rivest&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerstörung von Lipopolysacchariden ==&lt;br /&gt;
Hitzebeständige Geräte kann man durch Erhitzen (5 Stunden bei 200&amp;amp;nbsp;°C) von Lipopolysacchariden befreien. Für nicht hitzebeständige Geräte wendet man 1-molare Natronlauge an, die 15 Stunden lang einwirken soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lipopolysaccharides|Lipopolysaccharide}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterientoxin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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