<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lip%C3%B6dem</id>
	<title>Lipödem - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lip%C3%B6dem"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lip%C3%B6dem&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T16:37:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lip%C3%B6dem&amp;diff=505513&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WAH: Änderungen von MonaLisa0815 (Diskussion) auf die letzte Version von ~2026-20928-79 zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lip%C3%B6dem&amp;diff=505513&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-29T19:35:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/MonaLisa0815&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/MonaLisa0815&quot;&gt;MonaLisa0815&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:MonaLisa0815&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:MonaLisa0815 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:~2026-20928-79&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:~2026-20928-79 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;~2026-20928-79&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = EF02.2&lt;br /&gt;
| Data-01 = Lipödem&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lipödem.jpg|mini|Lipödem mit Hautüberhängen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lipödem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] {{lang|grc|λίπος}} &amp;#039;&amp;#039;lípos&amp;#039;&amp;#039; „Fett“ und {{lang|grc|οἴδημα}} &amp;#039;&amp;#039;oídēma&amp;#039;&amp;#039; „Schwellung“; in der Umgangssprache auch als „Reithosenfettsucht“, „Reiterhosensyndrom“ oder „Säulenbein“ bezeichnet) ist eine [[Symmetrie (Geometrie)|symmetrische]] Vermehrung des Fettgewebes an den Gliedmaßen mit Schmerzhaftigkeit und Schweregefühl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=AWMF Registernummer 037-12 |werk=S2K-Lipödem |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=7,22 |format=PDF. 2,4&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Liegt eine Fettgewebsvermehrung ohne Beschwerden vor, wird sie als [[Lipohypertrophie]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tobias Hirsch, Tobias Bertsch |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=AWMF Registernummer 037-12 |werk=S2K-Lipödem |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=22 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Entwicklung des Krankheitsbegriffs ==&lt;br /&gt;
Das Lipödem wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen-Hines-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Beide Mediziner ([[Edgar Van Nuys Allen]] und [[Edgar Alphonso Hines Jr.]]) widmeten diesem Krankheitsbild erstmals 1940 eine Publikation und nannten es Lipödem.&amp;lt;ref&amp;gt;L. E. Wold, E. A. Hines, E. V. Allen: &amp;#039;&amp;#039;Lipedema of the legs; a syndrome characterized by fat legs and edema.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of internal medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, Nummer 5, Mai 1951, S.&amp;amp;nbsp;1243–1250, PMID 14830102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere, häufig synonym verwendete Begriffe sind &amp;#039;&amp;#039;Lipohyperplasia dolorosa&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manuel E. Cornely |Hrsg=Phlebologie |Titel=Terminologie des Lipödems |Nummer=5 |Datum=2005 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Lipomatosis dolorosa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lipohypertrophia dolorosa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Adipositas dolorosa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lipalgie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Adiposalgie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;schmerzhaftes Säulenbein und&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;schmerzhaftes Lipödemsyndrom&amp;#039;&amp;#039;. Ob sie tatsächlich dasselbe Krankheitsbild beschreiben, ist umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;S1-Leitlinie &amp;#039;&amp;#039;Lipödem&amp;#039;&amp;#039;. AWMF Registernummer 037-012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
* symmetrische Vermehrung des [[Unterhautfettgewebe]]s an Armen und Beinen&lt;br /&gt;
* Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit, Spannungs- und Schweregefühl an Armen und Beinen&lt;br /&gt;
* subjektives Gefühl der Zunahme von Schwellungen im Tagesverlauf (durch Messung nicht objektivierbar)&lt;br /&gt;
* subjektiv empfundene Neigung zur [[Hämatom]]bildung bereits nach geringen [[Trauma (Medizin)|Traumen]] (nicht objektivierbar)&lt;br /&gt;
* im Falle von Faltenbildung: Neigung zu Wundsein ([[Intertrigo]]) zwischen Fettlappen&lt;br /&gt;
* aufgrund der Fettlappen Störungen im Gangbild, [[X-Beine]]&lt;br /&gt;
* Das Lipödem ist bei konstantem Körpergewicht grundsätzlich nicht von fortschreitender Natur (progredient), für eine Progredienz gibt es keine Belege&lt;br /&gt;
* Für den Fall der Zunahme von Körpergewicht ist die Progredienz jedoch belegt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tobias Hirsch, Tobias Bertsch |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Definition, Klinik, Diagnostik und Differenzialdiagnostik |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=22–27 |format=PDF, 2,4&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer gleichzeitig vorliegenden [[Adipositas]] können tageszeitliche Schwellungen der Beine und Neigung zu blauen Flecken auftreten. Für das Lipödem ist beides jedoch nicht Bestandteil der Diagnosekriterien. Keinesfalls ist das Lipödem ein Risikofaktor für eine [[Gerinnungsstörung|Blutgerinnungsstörung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=AWMF Registernummer 037-12 |werk=S2K-Lipödem |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=7–10 |format=PDF. 2,4&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
Das Lipödem tritt fast ausschließlich bei Frauen auf, nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder im [[Klimakterium]]. Hormonelle Veränderungen und Gewichtszunahme werden als Ursachen vermutet, ebenso eine genetische [[Disposition (Medizin)|Prädisposition]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess der Schmerzentstehung ist weitgehend ungeklärt. Es besteht weiterer Forschungsbedarf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Erich Brenner, Manuel Cornely, Gabriele Faerber |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Ätiopathogenese, Pathophysiologie, Symptom Schmerz |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=7–16 |format=PDF, 2,4&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lipödem ist zwar keine Form der Adipositas, jedoch sind fast alle Lipödempatientinnen übergewichtig oder adipös. Lediglich eine Minderheit ist normgewichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tobias Hirsch, Tobias Bertsch |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Definition, Klinik, Diagnostik und Differenzialdiagnostik |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=24 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wiederholte Diäten und Gewichtsabnahmen mit [[Jo-Jo-Effekt]] fördern eine überproportionale Gewichtszunahme in der unteren Körperhälfte. Das Lipödem an sich ist keine fortschreitende Erkrankung. Zunehmendes Körpergewicht sorgt jedoch für eine kontinuierliche Verschlechterung des Lipödems.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=T. Bertsch; G. Erbacher|url=https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.12687/phleb2411-2-2018.pdf?articleLanguage=de|titel=: Lipödem – Mythen und Fakten Teil 1|seiten=87|format=PDF|sprache=de|abruf=2024-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweregrade und Stadien ==&lt;br /&gt;
In den letzten Jahrzehnten wurden von verschiedenen Autoren Beschreibungen der Fettverteilung beim Lipödem mit dem Schweregrad der Erkrankung in Verbindung gebracht. Diese unterschieden sich teilweise erheblich. Rückschlüsse vom Erscheinungsbild der Krankheit auf das Ausmaß von Beschwerden der Patientinnen sind jedoch nicht möglich, ein Zusammenhang ist nicht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausprägung des Lipödems hinsichtlich Form und Größe soll keine Einteilung nach Stadien und Schweregraden begründen. Eine allgemein anerkannte Einteilung nach Stadien und Schweregraden gibt es nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tobias Hirsch, Tobias Bertsch |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Definition, Klinik, Diagnostik und Differenzialdiagnostik |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=23 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadieneinteilung, die im ICD-10 noch vorgenommen wurde, ist im ICD-11 (EF02.2 Lipödem) nicht mehr vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html |titel=ICD-11 in Deutsch – Entwurfsfassung |hrsg=BfArM |sprache=de |abruf=2024-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differentialdiagnostik ==&lt;br /&gt;
Der Sicht- und Tastbefund (Inspektion und Palpation) sowie die individuelle Patientengeschichte dienen dem Arzt als verlässliche Anhaltspunkte bei der Diagnosestellung. Die Diagnose Lipödem soll klinisch gestellt werden, eine apparative Diagnostik ist nicht regelmäßig erforderlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tobias Hirsch, Tobias Bertsch |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Definition, Klinik, Diagnostik und Differenzialdiagnostik |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=28 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zum [[Lymphödem]] ist das [[Stemmersches Zeichen|Stemmersche Zeichen]] stets negativ, d.&amp;amp;nbsp;h., bei einem Lipödem lässt sich eine Hautfalte über den Zehen bzw. Fingern abheben. Eine Möglichkeit zur apparativen Diagnostik existiert nicht. Sonographie, CT oder MRT können lediglich Anhaltspunkte geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein Lipödem sicher diagnostizieren zu können, muss ausgeschlossen werden, dass die genannten Symptome durch andere Krankheiten entstanden sein könnten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lipohypertrophie]]&lt;br /&gt;
* Primäres [[Lymphödem]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tabelle zur Differentialdiagnostik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Lipödem&lt;br /&gt;
![[Lipohypertrophie]]&lt;br /&gt;
![[Adipositas]]&lt;br /&gt;
![[Lymphödem]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fettvermehrung || +++ || +++ || +++ || (+)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mehr Fett an Gliedmaßen als am Stamm || +++ || +++ || (+) || +&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ödem]] || – || – || (+) || +++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Druckschmerz || +++ || – || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Symmetrie || + || + || + || –&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
=== Kompressionstherapie ===&lt;br /&gt;
* Kompressionstherapie kann zu Beginn in Form von Kompressionsverbänden erfolgen, längerfristig sind Kompressionsstrümpfe zu bevorzugen.&lt;br /&gt;
* Es kommen rundgestrickte und flachgestrickte Kompressionsstrümpfe in Betracht. Bei deutlichen Sprüngen im Durchmesser an Beinen oder Armen sind flachgestrickte Strümpfe besser geeignet.&lt;br /&gt;
* Die Kompressionstherapie dient der Beschwerdelinderung. Es ist stets die niedrigste Kompressionsklasse zu wählen, die dieses Ziel erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eberhard Rabe |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Kompressionstherapie beim Lipödem |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=38–43 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Physiotherapie ===&lt;br /&gt;
* Manuelle [[Lymphdrainage]] kann zur Schmerzreduktion angewendet werden. Zur Volumenreduktion ist sie nicht geeignet.&lt;br /&gt;
* Bewegung in Kompression ist ein wichtiges therapeutisches Element.&lt;br /&gt;
* Wassersport kann das Behandlungskonzept unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Constance Daubert |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Physiotherapie des Lipödems |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=48–55 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Therapie ===&lt;br /&gt;
Frauen mit Lipödem leiden signifikant häufiger unter sozialen, physischen und psychischen Beeinträchtigungen als Frauen der Normalbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim therapeutischen Konzept Lipödem-assoziierter Schmerzen sollen psychosoziale Faktoren berücksichtigt und gegebenenfalls mitbehandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gabriele Erbacher |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Psychosoziale Therapie |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=57–63 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstmanagement ===&lt;br /&gt;
Der Verlauf der Erkrankung Lipödem hängt wesentlich von der Lebensführung der Patientin ab. Daher ist ein hohes Maß an Gesundheitskompetenz anzustreben. Die Patientinnen sollen ermuntert werden, eine aktive Rolle in der Behandlung ihrer Erkrankung einzunehmen. Die Behandler sollen Erfolge positiv verstärken, Konfrontationen sollen vermieden werden. Schulungen zum Selbstmanagement sollen angeboten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gabriele Erbacher, Susanne Helmbrecht |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Selbstmanagement |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=64–70 |format=PDF, 2,4&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung und Gewichtsmanagement ===&lt;br /&gt;
Die Patientinnen sollen frühzeitig über den nachteiligen Einfluss von [[Adipositas]] auf das Lipödem und die Bedeutung einer gesunden Ernährung sowie einer aktiven Lebensführung aufgeklärt werden. Hierbei muss den Patientinnen klargemacht werden, dass bei einer Gewichtsreduktion auch das Volumen der betroffenen Gliedmaßen reduziert wird. Ernährung und Gewichtsmanagement dienen der Erhaltung oder Wiedererlangung von [[Mobilität]] und Funktionalität. Unter Beachtung der individuellen Situation der Patientinnen sollen Ziele formuliert werden, die sich auf eine Normalisierung der Fettverteilung und auf die Reduktion der Schmerzen beziehen. Grundlage einer Gewichtsreduktion soll immer eine Kombination von ernährungs-, bewegungs-, und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen sein. Patientinnen sind darüber aufzuklären, dass zeitlich befristete Diäten ungeeignet sind. Die Ernährungsgewohnheiten sollen vielmehr dauerhaft auf gesunde Formen umgestellt werden. Hierbei sind Ziele zu setzen, die leicht erreichbar sind. Die Patientinnen sollen lernen, wie ihre Ernährungsgewohnheiten [[Blutzuckerspiegel|Blutzucker-]] und [[Insulin]]spiegel und damit Fettbildung und Entzündungsprozesse günstig oder ungünstig beeinflussen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gabriele Faerber |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Ernährung und Gewichtsmanagement |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=71–79 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liposuktion (OP) ===&lt;br /&gt;
Nach Versagen der konservativen Therapie und anhaltendem Leidensdruck können operative Maßnahmen erwogen werden. Die Fettabsaugung ([[Liposuktion]]) ist dann die Methode der Wahl zur nachhaltigen Reduktion von Unterhautfettgewebe an Armen und Beinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Zu beachten ist, dass durch die Fettabsaugung vor allem die Körperkontur, also das Fettverteilungsmuster verändert wird. Die Fettabsaugung ist keine Methode zur Behandlung der ernährungsbedingten Adipositas. Besteht die Fehlernährung und Überernährung nach der Fettabsaugung fort, wird sich wieder vermehrt Fettgewebe bilden, wenn auch bevorzugt an anderer Stelle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dgaepc.de/wp-content/uploads/2024/01/fettabsaugung-infos-checkliste.pdf |titel=Fettabsaugung |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie |datum=2024-01-09 |format=PDF, 155&amp;amp;nbsp;kB |sprache=de |abruf=2024-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Andauernde Schmerzen durch das Lipödem, die auf die konservative Behandlung nicht ansprechen&lt;br /&gt;
* Einschränkung der Beweglichkeit durch das Lipödem sowie Folgeerkrankungen an Haut oder Bewegungsapparat&lt;br /&gt;
* Eine bestehende Adipositas muss vorrangig behandelt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplikationen nach Fettabsaugungen sind eher selten. Je nach Autor werden Komplikationen in ca. 10 % der Fälle berichtet, wobei das postoperative [[Serom]] mit ca. 5 % der Fälle die häufigste ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuel Cornely, Stefan Rapprich |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-012l_S2k_Lipoedem_2024-01_01.pdf |titel=Leitlinie Lipödem |titelerg=Operative Therapie des Lipödems |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-01-22 |seiten=84–92 |format=PDF, 2,4 MB |sprache=de |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straffung nach Liposuktion ====&lt;br /&gt;
Bleiben nach einer Fettabsaugung große schlaffe Hautsäcke zurück, können diese durch plastisch-chirurgische Maßnahmen behandelt werden. Hierbei ist auf eine lymphgefäßschonende Technik zu achten, um postoperativ chronische [[Lymphödem|Lymphödeme]] zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kostenübernahme durch die Krankenkassen ====&lt;br /&gt;
Mit dem Ziel die Schmerzen zu lindern, die Bewegungseinschränkungen zu beseitigen und eine vermehrte körperliche Aktivität zu ermöglichen, kann die Liposuktion in Deutschland zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.g-ba.de/downloads/62-492-4081/QS-Maßnahmen_Liposuktion-Lipoedem_2026-01-22_iK-2026-03-21.pdf |titel=Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei Verfahren der Liposuktion bei Lipödem |hrsg=Gemeinsamer Bundesausschuss |datum=2026-01-22 |format=PDF, 222KB |sprache=de |abruf=2026-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* gesicherte Diagnose Lipödem durch zwei Fachärzte&lt;br /&gt;
* die Liposuktion hat als Tumeszenz-Liposuktion zu erfolgen, trockene Absaugverfahren sind unzulässig&lt;br /&gt;
* disproportionale symmetrische Fettvermehrung an den Extremitäten&lt;br /&gt;
* Druck- und Berührungsschmerz an den betroffenen Stellen, nicht jedoch an Händen und Füßen&lt;br /&gt;
* konservativer Therapieversuch über mindestens 6 Monate ohne ausreichenden Erfolg&lt;br /&gt;
* keine Gewichtszunahme im Zeitraum 6 Monate vor der Indikationsstellung&lt;br /&gt;
* bei einem [[Body-Mass-Index]] zwischen 32 und 35 kg/m² muss die Waist-to-Height-Ratio ([[Waist-to-Height Ratio|WHtR]]) im Normalbereich liegen&lt;br /&gt;
* bei einem Body-Mass-Index von mehr als 35 kg/m² ist eine begleitende Adipositas-Behandlung nötig&lt;br /&gt;
* Bei der Anamneseerhebung sollen psychische Faktoren, die im Zusammenhang mit dem Krankheitsbild eine Rolle spielen können, erfasst werden&lt;br /&gt;
* In einer bereits zuvor abschließend mit Liposuktion behandelten Region darf kein erneuter Liposuktionseingriff durchgeführt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Voraussetzungen müssen beim Leistungserbringer (Arzt, Krankenhaus) erfüllt sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* je nach Umfang der Maßnahme kann die Liposuktion ambulant oder stationär erfolgen&lt;br /&gt;
* Ärztinnen und Ärzte mit abgeschlossener Ausbildung in einem operativen Fach dürfen die Maßnahme durchführen&lt;br /&gt;
* der Operateur muss bereits in 50 oder mehr Fällen eine Liposuktion bei Lipödem durchgeführt haben&lt;br /&gt;
* die Möglichkeit einer intensivmedizinischen Nachbehandlung muss gegeben sein&lt;br /&gt;
* für Reanimation und sonstige Notfälle müssen entsprechende Einrichtungen vorgehalten werden&lt;br /&gt;
Die Kontrolle der Einhaltung der vorgeschriebenen Standards erfolgen durch den medizinischen Dienst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lipedema|Lipödem}}&lt;br /&gt;
* {{Orphanet|ID=77243 |Name=NICHT SELTENE KRANKHEIT IN EUROPA: Lipödem |Abruf=}}&lt;br /&gt;
* {{OMIM|614103|Lipedema}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.deutsche-gefaessliga.de/lipoedem.html |text=Informationen der Deutschen Gefäßliga |wayback=20130523131106}}, deutsche-gefaessliga.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.dga-gefaessmedizin.de/Lipoedem.189.0.html |text=Informationen der Deutschen Gesellschaft für Angiologie |wayback=20120707000927}} dga-gefaessmedizin.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leitlinien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{AWMF|https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/037-012|Lipödem|S2k|[[Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie]] (DGPL)|Januar 2024}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weiteres&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.amazon.de/Leichter-leben-mit-Lipödem-Selbsthilfe-Programm/dp/3842629419/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;amp;keywords=leichter+leben+mit+lip%C3%B6dem&amp;amp;qid=1580397026&amp;amp;s=books&amp;amp;sr=1-1 Leichter leben mit Lipödem]. ISBN 978-3-8426-2941-7.&lt;br /&gt;
* Philipp Kruppa et al.: &amp;#039;&amp;#039;Lipödem – Pathogenese, Diagnostik und Behandlungsoptionen&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039;, Heft 22–23, 1. Juni 2020; [https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=214171 aerzteblatt.de] (PDF)&lt;br /&gt;
* K. L. Herbst: &amp;#039;&amp;#039;Rare adipose disorders (RADs) masquerading as obesity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta pharmacologica Sinica.&amp;#039;&amp;#039; Band 33, Nummer 2, Februar 2012, S.&amp;amp;nbsp;155–172, {{DOI|10.1038/aps.2011.153}}, PMID 22301856, {{PMC|4010336}} (Review).&lt;br /&gt;
* J. P. Okhovat, A. Alavi: &amp;#039;&amp;#039;Lipedema: A Review of the Literature.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The international journal of lower extremity wounds.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Nummer 3, September 2015, S.&amp;amp;nbsp;262–267, {{DOI|10.1177/1534734614554284}}, PMID 25326446 (Review).&lt;br /&gt;
* Y. S. Torre, R. Wadeea, V. Rosas, K. L. Herbst: &amp;#039;&amp;#039;Lipedema: friend and foe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hormone molecular biology and clinical investigation.&amp;#039;&amp;#039; Band 33, Nummer 1, März 2018, {{DOI|10.1515/hmbci-2017-0076}}, PMID 29522416, {{PMC|5935449}} (Review).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lipodem}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phlebologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WAH</name></author>
	</entry>
</feed>