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	<title>Linzgau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: +&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Geschichte_(Bodenseekreis)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Geschichte (Bodenseekreis) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Geschichte (Bodenseekreis)&lt;/a&gt;; +&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Geschichte_(Landkreis_Sigmaringen)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Geschichte (Landkreis Sigmaringen) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Geschichte (Landkreis Sigmaringen)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Landschaft in Süddeutschland. Zur Autofähre auf dem Bodensee siehe [[Linzgau (Schiff)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfullendorf-bodensee-1900.jpg|mini|Der Linzgau vor dem [[Bodensee]] ([[Obersee (Bodensee)|Obersee]]): Unten [[Pfullendorf]], erhaben [[Schloss Heiligenberg]], im Hintergrund die [[Alpen]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linzgau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Landschaft]] im Süden [[Baden-Württemberg]]s. Im Süden wird sie vom [[Bodensee]], im Osten von der [[Schussen]] begrenzt; im Westen reicht sie etwa bis [[Überlingen]] und nördlich bis nach [[Pfullendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name geht ursprünglich auf eine [[latein]]ische Ableitung des [[Kelten|keltischen]] Flussnamens &amp;#039;&amp;#039;Lentia&amp;#039;&amp;#039; zurück, der später durch den deutschen Namen [[Linzer Aach]] (im Unterlauf &amp;#039;&amp;#039;Seefelder Aach&amp;#039;&amp;#039;) verdrängt wurde. Der vorgermanische Name besteht noch im Ortsnamen &amp;#039;&amp;#039;Linz&amp;#039;&amp;#039; (heute zu [[Aach-Linz]], Stadt [[Pfullendorf]]), einem Ort nahe der Quelle der Aach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vor- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die älteste nachweisbare Besiedlung des Linzgau gehört ins [[Mesolithikum]] (8000–5500&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Sehr bekannt und archäologisch bedeutend sind die [[jungsteinzeit]]lichen [[Pfahlbau]]ten am Ufer des Bodensees, aber auch im Egelsee bei [[Ruhestetten]], die auch in der [[Bronzezeit]] (2200–800&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) immer wieder errichtet wurden. Seit der späten [[Hallstattzeit]] im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. kann die Bevölkerung des Linzgau sicher als [[Kelten|keltisch]] bezeichnet werden ([[Grabhügel]] bei [[Hödingen (Überlingen)|Hödingen]], [[Salem (Baden)|Salem]] und [[Stetten (Bodenseekreis)|Stetten]]). In spätkeltischer Zeit (1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.), von der z.&amp;amp;nbsp;B. eine [[Viereckschanze]] bei Aach-Linz zeugt, geriet der heutige Linzgau in den Einflussbereich des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]], zu dem er bis zum Ende des 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. gehörte. Römische Siedlungen bestanden unter anderem bei [[Überlingen|Bambergen]], [[Meersburg]] und [[Mettenbuch (Ostrach)|Mettenbuch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abzug der Römer hinter den [[Rhein]] begannen [[Germanen|germanische]] Gruppen, sich auch im Linzgau niederzulassen. Der alte keltische Flussname gab dem [[Alemannen|alamannischen]] Teilstamm der &amp;#039;&amp;#039;[[Lentienser]]&amp;#039;&amp;#039;, die im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. vom römischen Historiker [[Ammianus Marcellinus]] erwähnt werden, seinen Namen. Die Ausdehnung ihres Stammesgebietes in der [[Völkerwanderungszeit]] ist nicht rekonstruierbar, es war vermutlich größer als die später mit dem Namen Linzgau bezeichneten Gebiete. [[Archäologie|Archäologische]] Funde der frühen Alamannen sind im Linzgau selten. Lediglich eine Nachbestattung in einem [[hallstattzeit]]lichen Grabhügel von [[Salem (Baden)|Salem]] und ein Frauengrab bei [[Frickingen|Bruckfelden]] kann bisher hier angeführt werden. Nicht viel dichter scheint die Besiedlung des [[Frühmittelalter|frühen Mittelalters]] (im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. Eroberung durch die [[Franken (Volk)|Franken]]) gewesen zu sein, da Hinweise auf die typischen [[Reihengräberfeld]]er, wie auch im östlich angrenzenden [[Oberschwaben]], bisher nur selten gefunden werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alamannien.svg|mini|Die Karte des [[Herzogtum Schwaben|Herzogtums Schwaben]] zeigt den &amp;#039;&amp;#039;Linzgau&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Mit der Einteilung des Fränkischen Reiches in Grafschaften im Frühmittelalter erscheint der Linzgau als [[Gaugrafschaft]] nördlich des Bodensees zwischen [[Hegau]] und [[Argengau]] (771 &amp;#039;&amp;#039;in pago Linzgauvia&amp;#039;&amp;#039;, St. Galler Urkundenbuch 1,59). Im Jahr 764 ist in einer Urkunde der [[Fürstabtei St. Gallen]] bereits ein Graf Warin genannt. Der östliche Teil des Linzgau wurde auch als Schussengau bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Umfang im Mittelalter wird zum Beispiel in einem Lehnsbrief König Wenzels von 1382 für Graf Albrecht von [[Werdenberg (Adelsgeschlecht)|Werdenberg]] beschrieben: Die Grenze verlief von der Rheinbrücke beim [[Kloster Petershausen]] (Stadt [[Konstanz]]), zur Linde in [[Dingelsdorf]], über den See nach [[Bodman-Ludwigshafen|Ludwigshafen]], von dort über [[Nesselwangen]] zum Grauen Stein an der Landstraße zwischen [[Wald (Hohenzollern)|Ruhestetten]] und [[Aach-Linz]]. Weiter von einer Mühle bei [[Pfullendorf]] über einen Grenzstein bei [[Ostrach]] und den Brunnen von [[Riedhausen]] in die [[Schussen]] bei [[Berg (Schussental)|Berg]]. Von dort bilden Schussen und Bodensee die Grenze bis zurück nach Petershausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kirchenorganisation hieß das [[Dekanat]] nördlich des Bodensees &amp;#039;&amp;#039;Landkapitel Linzgau&amp;#039;&amp;#039; (1324 &amp;#039;&amp;#039;capitulum decanatus Lintzgöye&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1135 erhielten die [[Grafschaft Heiligenberg|Grafen von Heiligenberg]] die Landgrafschaft Linzgau, von denen sie 1277 an die Grafen von [[Werdenberg (Adelsgeschlecht)|Werdenberg]] und 1535 an die [[Fürstenhaus Fürstenberg|Fürstenberger]] überging. Im Lauf des Mittelalters ging der Name des Grafensitzes Heiligenberg auf die ganze Grafschaft über, so dass der Name &amp;#039;&amp;#039;Linzgau&amp;#039;&amp;#039; durch den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Heiligenberg&amp;#039;&amp;#039; verdrängt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im Zug der [[Mediatisierung]] Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts fiel ein Großteil des ehemaligen Linzgaus an das [[Großherzogtum Baden]], so dass der Name häufig als Synonym für den ehemaligen badischen [[Landkreis Überlingen]] benutzt wurde. Heute liegt der ehemalige Linzgau im [[Bodenseekreis]], im Südwesten des [[Landkreis Ravensburg|Landkreises Ravensburg]] und im Süden des [[Landkreis Sigmaringen|Landkreises Sigmaringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Linzgau heute ==&lt;br /&gt;
Außer dem katholischen [[Dekanat Linzgau]] ist der Linzgau bis heute eine nicht offiziell gebrauchte Landschaftsbezeichnung und weniger bekannt als z.&amp;amp;nbsp;B. der angrenzende [[Hegau]]. Sie ist jedoch immer gebräuchlich geblieben und gewinnt in den letzten Jahren wieder an Popularität, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Benennung des um 1990 errichteten Einkaufszentrums in Pfullendorf als &amp;#039;&amp;#039;Linzgau-Center&amp;#039;&amp;#039; oder die Selbstbezeichnung [[Markdorf]]s als &amp;#039;&amp;#039;Perle des Linzgaus&amp;#039;&amp;#039; zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der regionale Tourismusverband nennt sich &amp;#039;&amp;#039;Bodensee-Linzgau Tourismus e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; und koordiniert die touristischen Aktivitäten der fünf Ferienorte [[Frickingen]], [[Heiligenberg (Bodenseekreis)|Heiligenberg]], [[Herdwangen-Schönach]], [[Owingen]] und [[Salem (Baden)|Salem]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bodensee-linzgau.de/de/reisefuehrer/deutschland/bodensee-linzgau/32412587/ www.bodensee-linzgau.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teillandschaft &amp;#039;&amp;#039;oberer Linzgau&amp;#039;&amp;#039; umfasst die höher gelegenen Gemeinden nördlich des [[Höchsten]] ungefähr von [[Illmensee]] bis Pfullendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Der ganze Linzgau ist [[Würm-Kaltzeit|eiszeitlich]] überprägt. Die an den Bodensee angrenzenden gelegenen Landschaften sind durch das [[Bodenseeklima]] begünstigt und daher Obst- und Weinbaugebiete. Die Landschaft ist flachwellig, stellenweise aber durch runde Hügelfelder ([[Drumlin]]s) gekennzeichnet, die durch die Einwirkung des [[Rheingletscher]]s in der letzten Eiszeit herausgeschliffen worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der obere Linzgau ist durch stellenweise steile Geländestufen vom Bodenseeraum abgesetzt und klimatisch deutlich rauer. Er erreicht eine Höhe bis zu {{Höhe|833|DE-NN}} ([[Höchsten]]), weshalb hier bereits Mittelgebirgsklima herrscht. Charakteristisch sind hier langgezogene [[Moräne]]nrücken aus alpinem Gesteinsmaterial, das am Ende des [[Gletscher]]s abgelagert wurde. Weite Moor- und Riedgebiete und einzelne Seen bestimmen vor allem im Nordosten das Landschaftsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Linzgau ist größtenteils ländlich geprägt, lediglich am Bodenseeufer ist die Besiedlung dichter und hier gibt es auch bedeutende Industriebetriebe. Die größten Städte sind [[Überlingen]], [[Pfullendorf]] und [[Markdorf]]. Die west-östlich parallel zum Seeufer verlaufenden Bundesstraßen [[Bundesstraße 31|31]] und [[Bundesstraße 33|33]] sowie die [[Bahnstrecke Stahringen–Friedrichshafen]] sind die überregionalen Verkehrsverbindungen, die durch den Linzgau führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Eris Busse (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Überlingersee und Linzgau.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Badische Heimat#Publikationen des Landesvereins Badische Heimat|Badische Heimat]] 23, 1936&lt;br /&gt;
* Carl Borromäus Alois Fickler: &amp;#039;&amp;#039;Heiligenberg in Schwaben. Mit einer Geschichte seiner alten Grafen und des von ihnen beherrschten Linzgaues&amp;#039;&amp;#039;. Macklot, Karlsruhe 1853 ([http://www.google.de/books?id=e2wAAAAAcAAJ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Herbert Liedtke: &amp;#039;&amp;#039;Namen und Abgrenzungen von Landschaften in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. Deutsche Akademie für Landeskunde, Flensburg 2002 (Forschungen zur deutschen Landeskunde 239)&lt;br /&gt;
* Georg Sambeth: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung des Linzgaues.&amp;#039;&amp;#039; In: Freiburger Diöcesan-Archiv 9, 1875, S. 35–100 ([http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6375/pdf/Freiburger_Dioezesan_Archiv_Band_9_1875.pdf Digitalisat]; PDF; 28,0&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Hans Schleuning (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Überlingen und der Linzgau am Bodensee.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart/Aalen 1972 (Heimat und Arbeit)&lt;br /&gt;
* Charlotte Zoller: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs im oberen Linzgau. Liebeserklärung an eine Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; J.Schmid Verlag, Pfullendorf 1993&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/48//N |EW=09/10//E |type=landmark |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bodenseekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Sigmaringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lentienser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Bodenseekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Sigmaringen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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