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	<title>Linzer Programm (Sozialdemokratie) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T11:42:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linzer_Programm_(Sozialdemokratie)&amp;diff=522534&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Duschgeldrache2: HC: Entferne Kategorie:Politisches Dokument</title>
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		<updated>2025-09-18T16:48:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Politisches_Dokument&quot; title=&quot;Kategorie:Politisches Dokument&quot;&gt;Kategorie:Politisches Dokument&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linzer Programm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschösterreichs|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschösterreichs]] galt vom [[3. November]] [[1926]] bis zum Verbot der Partei am [[Österreichischer Bürgerkrieg|12. Februar 1934]]. Es beinhaltet [[Marxismus|marxistische]] und [[Klassenkampf|klassenkämpferische]] Züge und bietet die theoretische Grundlage für die politischen Auseinandersetzungen mit der [[Christlichsoziale Partei (Österreich)|Christlichsozialen Partei]] und den [[Heimwehr]]en, die sich zu dem Zeitpunkt zunehmend [[Klerikalfaschismus|klerikal-faschistisch]] ausrichteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Errungenschaften der [[Geschichte Österreichs#Erste Republik Österreich (1919–1934)|Ersten Republik]] werden im Linzer Programm ausdrücklich anerkannt, da durch sie politische Privilegien abgeschafft und der Arbeiterklasse „politische Gleichberechtigung und Bewegungsfreiheit“ gegeben wurde, jedoch wird kritisiert, dass die [[Bourgeoisie]] durch wirtschaftliche Macht und Tradition noch die Herrschaft über gesellschaftliche Institutionen habe. Eine eventuelle Kooperation mit der Bourgeoisie wird als höchstens temporärer Zustand bezeichnet, da die Klassengegensätze unaufhebbar seien – in diesem Punkt wird der zu den Ideen eines [[Bundesstaat Österreich|Ständestaats]] konträre Standpunkt am deutlichsten, der von der Aufhebung der Klassengegensätze durch die Unterteilung der Gesellschaft in &amp;#039;&amp;#039;Berufsstände&amp;#039;&amp;#039; ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Demokratie sollte nach der im Linzer Programm angestrebten „Eroberung der Herrschaft in der demokratischen Republik“ nicht aufgehoben, sondern in den „Dienst der Arbeiterschaft“ gestellt werden, um [[Großkapital]] und [[Großgrundbesitz]] zu enteignen und die [[Produktionsmittel|Produktions-]] und [[Tauschmittel]] in den „Gemeinbesitz des ganzen Volkes zu überführen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Sozialdemokraten eine [[Monarchismus|monarchistische]] oder [[Faschismus|faschistische]] [[Gegenrevolution]] erwarteten, hielten sie es für notwendig, die Arbeiterklasse in „ständiger organisierter geistiger und physischer Bereitschaft zur Verteidigung der Republik“ zu halten, um mit den Mitteln der Demokratie die „Klassenherrschaft der Bourgeoisie zu brechen“. Sie behielten sich jedoch ausdrücklich die Möglichkeit eines Bürgerkriegs offen, sollte es der Bourgeoisie gelingen, in einer Gegenrevolution die Demokratie zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konzepte ===&lt;br /&gt;
Des Weiteren enthielt das Linzer Programm eine Reihe tagesaktueller, teilweise &amp;#039;&amp;#039;[[Basisdemokratie|basisdemokratischer]]&amp;#039;&amp;#039; aber auch [[Liberalismus|liberaler]] praxisorientierter Ideen, so zum Beispiel:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste&lt;br /&gt;
|breite = 20em&lt;br /&gt;
|anzahl = 3&lt;br /&gt;
|liste = * Abschaffung des Bundesstaates zu Gunsten einer demokratischen Lokalverwaltung&lt;br /&gt;
* Wahl von Richtern durch das Volk&lt;br /&gt;
* [[Asylgesetz 2005|Asylrecht]] für politische Flüchtlinge&lt;br /&gt;
* eine Aufhebung internationaler [[Schutzzoll|Schutzzölle]]&lt;br /&gt;
* Beseitigung bürokratischer Hindernisse&lt;br /&gt;
* Ausbau des Mieterschutzes&lt;br /&gt;
* Verstärkung staatlicher Einflüsse zur Bekämpfung von [[Monopol]]en&lt;br /&gt;
* Gemeinnütziger Wohnungsbau&lt;br /&gt;
* Abbau von Verbrauchsteuern, Schaffung steuerfreier Minima, dagegen Ausbau eines [[Progressives Steuersystem|progressiven Steuersystems]]&lt;br /&gt;
* Betriebliche Mitbestimmungsrechte&lt;br /&gt;
* Ausbau der [[Soziales Sicherungssystem|sozialen Sicherungssysteme]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichberechtigung]] der Frauen&lt;br /&gt;
* Aufklärung über und Bereitstellung von Verhütungsmethoden durch die Krankenkassen&lt;br /&gt;
* Schutz von Schwangeren&lt;br /&gt;
* Unentgeltlichkeit und Demokratisierung des Schulwesens&lt;br /&gt;
* Ausdehnung der Schulpflicht, Schülerhöchstzahlen&lt;br /&gt;
* Förderung Begabter aller Klassen beim Besuch höherer Schulen&lt;br /&gt;
* Religionsfreiheit (Betrachtung von Religion als Privatsache)&lt;br /&gt;
* aber: Bekämpfung autoritärer religiöser Institutionen&lt;br /&gt;
* Völlige Trennung von Kirche und Staat&lt;br /&gt;
* Förderung von Volkssport und Volksbildung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Linzer Programm&amp;#039;&amp;#039; bekennt sich eindeutig zum [[Marxismus]], besonders zum im [[Kommunistisches Manifest|Kommunistischen Manifest]] vertretenen [[Historizismus|Geschichtsdeterminismus]]. Dieser besagt, dass der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus (und später zum [[Kommunismus]]) eine geschichtliche Notwendigkeit sei. Sowohl Konservative als auch Deutschnationale pflegten daher vor einem &amp;#039;&amp;#039;Austrobolschewismus&amp;#039;&amp;#039; zu warnen. Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass ein solcher Übergang nur im Zusammenhang mit ähnlichen Entwicklungen in anderen Ländern vonstattengehen kann – eine These, die im Übrigen auch [[Leo Trotzki]] vertrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialistische Internationale ===&lt;br /&gt;
Des Weiteren bekannte man sich zur [[Sozialistische Internationale|sozialistischen Internationale]], zum [[Selbstbestimmungsrecht der Völker]] und zum [[Anschluss Österreichs]] an das damals republikanische Deutsche Reich, die [[Weimarer Republik]] (der Passus zum Anschluss wurde 1933, nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]], gestrichen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Österreich-Lexikon|Österreich-Lexikon (aeiou)]]: [https://austria-lexikon.at/af/AEIOU/Anschluss Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Anschluss&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Außerdem sprach man sich gegen jede Form von kriegerischen Handlungen und die Einmischung von ausländischem Großkapital aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Völkerbund wird als „Kampfboden des Klassenkampfes“ bezeichnet; Tendenzen, die ihn zum „Werkzeug der Verteidigung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung“ werden lassen, werden kritisiert und eine Demokratisierung sowie der Eintritt aller Völker gefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung auf politische Gegner ==&lt;br /&gt;
Das Linzer Programm wirkte als [[Fanal]]. Aufgrund der revolutionären Formulierungen wurde es als Aufruf zum [[Klassenkampf]] verstanden und von den politischen Gegnern auch dahingehend propagandistisch ausgeschlachtet. Vor allem den [[Heimwehren]] gelang es, daraus Profit zu schlagen, da sich diese infolge des Linzer Programms regen Zustroms aus der Bevölkerung erfreuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Feichter: &amp;#039;&amp;#039;Das Linzer Programm (1926) der österreichischen Sozialdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Jahrbuch der Stadt Linz]] 1973/74.&amp;#039;&amp;#039; Linz 1974, S. 233–339 ({{OoeGeschichte|pdf=hjstl_1973_74_0233-0339_a.pdf}}).&lt;br /&gt;
* [[Norbert Leser]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Reformismus und Bolschewismus. Der Austromarxismus als Theorie und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Europa-Verlag, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 1968.&lt;br /&gt;
* [[Siegmund Kaff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Austrobolschewismus als Hüter der „Gesetzlichkeit“. Ein Kapitel aus der innerpolitischen Krankheitsgeschichte Österreichs&amp;#039;&amp;#039;. Amalthea-Verlag, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 1930.&lt;br /&gt;
* Gustav Otruba: &amp;#039;&amp;#039;Linzer Programme 1882–1923–1926. Meilensteine in der Parteiengeschichte Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichische Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 45, Heft 2, 1991, S. 142–150 ({{OoeGeschichte |pdf=hbl1991_2_128-164.pdf}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.marxists.org/deutsch/geschichte/oesterreich/spoe/1926/linzerprog.htm &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschösterreichs. Das Linzer Programm (3. November 1926).&amp;#039;&amp;#039;] Volltext im [[Marxists Internet Archive]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialdemokratische Partei Österreichs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Austromarxismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Politikgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundsatzprogramm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Duschgeldrache2</name></author>
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