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	<title>Linux Terminal Server Project - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-16T20:31:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linux_Terminal_Server_Project&amp;diff=278763&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-93723-0: /* 3D und Video */  Schreibfehler korrigiert + Bindestrich zur besseren lesbarkeit</title>
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		<updated>2026-02-11T11:42:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;3D und Video: &lt;/span&gt;  Schreibfehler korrigiert + Bindestrich zur besseren lesbarkeit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linux Terminal Server Project&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LTSP&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Linux]]-[[Programmpaket]], das dazu dient, Benutzern von [[Terminal (Computer)|Terminals]] Zugriff auf den [[Terminalserver]] zu gewähren, von dem aus Anwendungen ausgeführt und mittels des Terminals gesteuert werden können. Einsatzgebiete sind beispielsweise Internetcafés oder Büros, bei denen an jedem Arbeitsplatz die gleichen Anwendungen zur Verfügung stehen und die Kosten pro Arbeitsplatz gering gehalten werden sollen. Der Effekt der Kostenminimierung entsteht dadurch, dass für die Terminals keine schnellen Systeme und mitunter keine Festplatten vorgehalten werden müssen. LTSP ist freie Software und seine Veröffentlichung steht unter der Lizenz GPLv2.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ltsp.org/benefits/ |wayback=20140216073521 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2022-03-15 16:15:02 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminals ==&lt;br /&gt;
Die Terminals können aus alten, leistungsschwachen Rechnern bestehen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pentium#Die Pentium-1-Familie|Pentium I]] mit 90 [[Hertz (Einheit)|MHz]], ohne [[Festplatte]], 100 MBit [[Netzwerkkarte]], [[Grafikkarte]]; ein vorhandener [[Peripheral Component Interconnect|PCI-Bus]] erleichtert hierbei die [[Hardwareerkennung]]) oder aus dedizierten [[Thin Client]]s. Als Wirtsbetriebssystem dient eine beliebige [[Linux-Distribution]]. Das [[Booten]] der Terminals erfolgt über [[Preboot Execution Environment|PXE]]-fähige Netzwerkkarten, mittels [[Diskette]] oder [[CD-ROM]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Technologie ==&lt;br /&gt;
=== X-Server ===&lt;br /&gt;
Technisch gesehen vereinfacht LTSP die Ausnutzung der Fähigkeiten des grafischen [[X Window System|X-Servers]], ein beliebiges Linux-Programm in die zwei Teile Programmausführung und Anzeige zu trennen. Die Programmausführung erfolgt auf einem leistungsstarken [[Server]], während die Anzeige zusammen mit der Eingabe über [[Tastatur]] oder [[Maus (Computer)|Maus]] auf beliebig vielen [[Terminal (Computer)|Terminals]] erfolgen kann. Die Anzahl der Thin Clients wird hier von der [[Übertragungsrate]] des [[Netzwerk]]es und der Leistungsfähigkeit des Servers bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lokale Geräte ===&lt;br /&gt;
Für den Einsatz von lokalen Geräten an den Thin Clients verwendet LTSP eine eigene Entwicklung, eine Mischung aus [[udev]] und [[Filesystem in Userspace|FUSE]]. Mit dieser ist es möglich, USB-Massenspeicher, CD-Roms und Disketten an die Clients anzuschließen und sie auf dem Server auszulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
LTSP hat die gleichen Vor- und Nachteile, welche jede [[Terminalserver]]-Installation mit sich bringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere spezifische Vorteile:&lt;br /&gt;
* Unterstützung lokaler (also im Thin Client eingebaute) [[Soundkarte]]n und lokale [[Speichermedien]] wie [[USB-Stick]] oder [[CD-ROM]].&lt;br /&gt;
* Möglichkeit preiswerter Ausstattungen von [[Schule]]n und [[Internetcafé]]s. Ein Beispiel einer Linux-Distribution für Schulen mit vorinstalliertem Linux Terminal Server ist [[Ubuntu (Betriebssystem)#Edubuntu|Edubuntu]].&lt;br /&gt;
* Die Thin Clients benötigen keinerlei Software außer dem [[BIOS]], also keine weiteren Systeme oder Programme in einem [[Festwertspeicher|ROM]]. Sie müssen deshalb nicht aktualisiert werden und können Jahrzehnte verwendet werden. Es können auch alte PCs als Thin Clients dienen.&lt;br /&gt;
* Administratoren können fast alle Administrations-Aufgaben am System auch graphisch am Thin Client erledigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3D und Video ==&lt;br /&gt;
Da die eigentlichen Anwendungen auf dem Server ausgeführt werden und die Darstellung der Ausgabe auf den Clients über einen &amp;#039;&amp;#039;entfernten&amp;#039;&amp;#039; X-Server auf den Client über eine Ethernetverbindung realisiert wird, kommt es zu Problemen, z.&amp;amp;nbsp;B. beim Einsatz von [[OpenGL]]-Technologie. Angepasste Grafikkartentreiber stellen ein [[Direct Rendering Infrastructure|DRI]] (Direct Rendering Interface) bereit, über die Applikationen 3D-Anweisungen direkt über den internen Computerbus an die Grafikkarte leiten können. Ist die Grafikkarte physikalisch von der Anwendung getrennt, also nicht im selben Computersystem, ist diese &amp;#039;&amp;#039;schnelle&amp;#039;&amp;#039; Methode der 3D-Darstellung nicht möglich. Dies ist in LTSP-Systemen der Fall. Trotzdem bietet das X-Server-System die Möglichkeit, 3D-Anweisungen an die Grafikkarte zu leiten, ohne das Ergebnis lokal berechnen zu müssen. Voraussetzung ist natürlich ein X-Server mit Treibern, die 3D-Funktionen unterstützten (bei [[NVIDIA]] und [[ATI Technologies|ATI]] proprietär).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3D-Anwendungen sind also durchaus auf den Thinclients abbildbar, jedoch abhängig von der Ethernet-Anbindung, da alle &amp;#039;&amp;#039;OpenGL&amp;#039;&amp;#039;-Befehle über das Netzwerk gesendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiele mit relativ simplen 3D-Anforderungen wie [[X-Moto]] sind über eine 100-Mbit-Verbindung durchaus betrachtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3D-Modelling-Anwendungen fallen nicht gänzlich in dieses Feld, da die finale 3D-Berechnung durch Software-Renderengines bewerkstelligt wird. Die [[OpenGL]]-Funktionalität des XServers findet allerdings während der Modellierung an sich Verwendung. &lt;br /&gt;
[[Blender (Software)|Blender]] lässt sich via LTSP und vernünftigen Grafikkarten-Treibern beispielsweise gut bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Videodarstellung gilt ähnliches. Unterstützt der X-Server mit den entsprechenden Treiber-Modulen ein passendes Video-Protokoll wie [[XVideo]] (wird etwa vom Standard [[VESA]]-Modul nicht unterstützt), ist eine gute Videodarstellung je nach Verbindungsrate zu erwarten. Mit einer 100-MBit-Verbindung ist das Ansehen einer [[SVCD]] durchaus möglich, HDTV-Inhalte überfordern jedoch selbst ein Gigabit-Netzwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versionen ==&lt;br /&gt;
=== LTSP Version 4 ===&lt;br /&gt;
Ältere LTSP-Versionen stellen durch ihr Projekt eigene Softwarepakete der Linux-Umgebung für die Clients zur Verfügung (Kernel, libraries, x-server etc.). Diese sind auf Minimalismus, Größe und Geschwindigkeit optimiert. Ein Nachinstallieren von Programmen auf den Clients (bzw. deren NFS-Umgebung) bereitet schon alleine durch das Fehlen einer [[Paketverwaltung]] wie [[RPM Package Manager|RPM]] oder [[Advanced Packaging Tool|APT]] Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zeit wuchs nicht nur die Leistung der [[Server]]- und [[Desktop-Computer|Desktop]]-Rechner, sondern auch die der Thin Clients. [[Client]]s mit einer Leistung kleiner 300 MHz sind mittlerweile eher unüblich. So gilt es doch in der Regel zumindest gängige Monitore mit einer Auflösung ≥ 1280 × 1024 zu bedienen, wofür wiederum eine Grafikkarte mit AGP-Steckplatz gängig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ergeben sich für die Clients auch größere Arbeitsgebiete, wie etwa „Video decoding on client side“, [[Irda]]-Ansteuerung (Infrarot-Fernbedienung), Installation proprietärer Grafikkartentreiber (für [[AIX]], [[TV-Out]], OpenGL beispielsweise), Nutzung lokaler Geräte wie TV-Karten etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LTSP Version 5 ===&lt;br /&gt;
Die aktuellen LTSP-Versionen liefern den Clients eine Umgebung, die einer regulären Linux-Distribution entspricht. Dadurch kann der Benutzer das Linux-System der Thin Clients beliebig erweitern und Pakete nach eigenem Wunsch installieren. So lassen sich die Clients mit besserer Unterstützung für [[ACPI]], Irda usw. erweitern. Da dies wenig mit dem ursprünglichen LTSP-Projekt gemein hat, erhielt es den Codenamen &amp;#039;muekow&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LTSP ab Version 19.08 ===&lt;br /&gt;
Am 18. August 2019 gab der [[Maintainer]] des Projekts bekannt, dass LTSP von Grund auf neu programmiert wurde und künftig die Versionsnummer „Jahr.Monat“ tragen werde. LTSP5 wurde damit zu einer historischen Version. Der Schwerpunkt soll künftig auf der Unterstützung von [[Fat Client]]s sowie [[UEFI]] und [[Wayland (Display-Server-Protokoll)|Wayland]] liegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;github268&amp;quot;&amp;gt;[https://github.com/ltsp/ltsp/discussions/268 Announcing LTSP 19.08] von Alkis Georgopoulos auf [[Github]], 18. August 2019. Abgerufen am 29. November 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Debian]] liefert mit seiner 2022 aktuellen Version „Bullseye“ die stabile Version 21.01 aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deb-packages&amp;quot;&amp;gt;[https://packages.debian.org/stable/allpackages Software-Pakete in »bullseye«], Debian-Paketliste Bullseye, abgerufen am 29. November 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiede zwischen den Versionen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Version&lt;br /&gt;
! LTSP 4&lt;br /&gt;
! LTSP 5 (MueKow)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! GUI Export&lt;br /&gt;
| [[XDMCP]]&lt;br /&gt;
| ssh -X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Remote login ([[X Display Manager]])&lt;br /&gt;
| [[KDE Display Manager|KDM]]/[[Gnome Display Manager|GDM]]&lt;br /&gt;
| [https://wiki.ubuntu.com/LdmImprovements LTSP Display Manager (LDM)]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Paketform&lt;br /&gt;
| tarball&lt;br /&gt;
| In der Distribution&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Root Dateisystem&lt;br /&gt;
| [[Network File System|NFS]] 3&lt;br /&gt;
| [[Network Block Device|NBD]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Authentifizierung&lt;br /&gt;
| XDMCP&lt;br /&gt;
| SSH&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[NX NoMachine]]&lt;br /&gt;
* [[Sun Ray]]&lt;br /&gt;
* [[X2Go]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://ltsp.org/ ltsp.org] – Offizielle Seite des Projekts mit deutscher Dokumentation&lt;br /&gt;
* [http://en.altlinux.org/LTSP ALT] –  LTSP 5.0 ALT Linux&lt;br /&gt;
* [http://wiki.debian.org/LTSP Debian] – LTSP 5.0 Debian &lt;br /&gt;
* [http://k12linux.fedorahosted.org Fedora Core] – LTSP 5.0 Fedora&lt;br /&gt;
* [http://www.gentoo.org/doc/de/ltsp.xml Gentoo] – LTSP 5.0 Gentoo&lt;br /&gt;
* [http://en.opensuse.org/LTSP openSuSE] – LTSP 5.0 openSUSE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linux-Software|Terminal Server Project]]&lt;/div&gt;</summary>
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