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	<title>Linus Kather - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-10T12:25:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linus Kather&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. September]] [[1893]] in [[Prosity|Prossitten]], [[Kreis Rößel]], [[Ostpreußen]]; † [[10. März]] [[1983]] in [[Stühlingen]], [[Landkreis Waldshut]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]], [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], ab 1954 [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|GB/BHE]]) und [[Vertriebenenverband|Vertriebenenfunktionär]]. Er war von 1949 bis 1957 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Von 1949 bis 1958 war Kather Vorsitzender des Bundes vertriebener Deutscher (BvD) bzw. Ko-Präsident des [[Bund der Vertriebenen|Bundes der Vertriebenen]] (BdV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben bis 1945 ==&lt;br /&gt;
Linus Kather wurde als zehntes Kind des Volksschullehrers Leo Kather und seiner Ehefrau Theresia im Dorf [[Prossitten]] (bei [[Allenstein]]) im katholisch geprägten [[Ermland]] geboren. Er erhielt nach eigener Angabe eine „streng religiöse Erziehung“. Sein älterer Bruder war der spätere [[Kapitularvikar]] [[Arthur Kather]]. Linus Kather besuchte ab 1903 das Gymnasium im westpreußischen [[Chełmno|Kulm]]. Nach dem Abitur 1912 studierte er an den Universitäten Berlin, [[Universität Breslau|Breslau]] und Königsberg [[Rechtswissenschaft]]. Bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] meldete er sich als [[Kriegsfreiwilliger]]. Nach zweimaliger Verwundung schied er 1916 aus dem Militärdienst aus und setzte sein Studium fort. Mit einer Arbeit zu „Schenkung und Schenkungsversprechen gemäß §§ 516, 518 BGB“ [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er 1919 an der [[Universität Breslau]] zum [[Dr. iur.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lindsay_KAS&amp;quot;&amp;gt;Denise Lindsay: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.kas.de/wf/de/37.8191/ Linus Kather.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der CDU.&amp;#039;&amp;#039; Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der [[Volksabstimmungen in Ost- und Westpreußen|Volksabstimmung im Regierungsbezirk Allenstein]] im Juli 1920 warb Kather für einen Verbleib des südlichen Ostpreußen beim Deutschen Reich, in seinem Heimatort Prossitten wurde keine einzige Stimme für Polen abgegeben. Nach einer kurzen Tätigkeit als Hilfsrichter in [[Biskupiec|Bischofsburg]] war er ab 1921 als [[Rechtsanwalt]], ab 1929 auch als [[Notar]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] tätig. Von 1930 bis 1933 war Kather einziger Stadtverordneter der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] in Königsberg. Obwohl er 1933 wiedergewählt wurde, verzichtete er als NS-Gegner auf sein Mandat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tilitzki&amp;quot;/&amp;gt; In der [[NS-Zeit]] verteidigte er häufig katholische Geistliche vor dem [[Sondergericht]] in Königsberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tilitzki&amp;quot;&amp;gt;[[Christian Tilitzki]]: &amp;#039;&amp;#039;Alltag in Ostpreussen 1940–1945. Die geheimen Lageberichte der Königsberger Justiz 1940–1945&amp;#039;&amp;#039;. Rautenberg, Leer 1991, S. 179f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem vertrat er Kriegsgefangene vor dem Gericht der Festungskommandantur Königsberg. Im Dezember 1941 und Januar 1942 war Kather für mehrere Wochen inhaftiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lindsay_KAS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war bis zu seinem Ausschluss 1969 Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[KAV Suevia Berlin]], AV Tuisconia Königsberg und [[KDStV Winfridia (Breslau) Münster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen in Vertriebenenverbänden ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Flucht aus Ostpreußen]] im Februar 1945 ließ er sich in [[Hamburg]] als Rechtsanwalt nieder. Kather gründete im Juni die &amp;#039;&amp;#039;Notgemeinschaft der Ostdeutschen&amp;#039;&amp;#039; und wurde deren Vorsitzender. Von 1949 bis 1958 war er Vorsitzender des Zentralverbands vertriebener Deutscher (ZvD) bzw. des Bundes vertriebener Deutscher (BVD). Am 5. August 1950 war er erster Unterzeichner der [[Charta der deutschen Heimatvertriebenen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url= https://www.ermlandfamilie.de/index.php/dokumente.html |titel= Charta der deutschen Heimatvertriebenen |hrsg= Ermlandfamilie|zugriff=2018-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seiner Beharrlichkeit war das 1952 in Kraft getretene [[Lastenausgleichsgesetz]] zu verdanken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RA&amp;quot;&amp;gt;Robert Albinus: &amp;#039;&amp;#039;Königsberg Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1950 bis 1958 war Kather Aufsichtsratsvorsitzender der [[Deutsche Ausgleichsbank|Bank für Vertriebene und Geschädigte]] bzw. &amp;#039;&amp;#039;Lastenausgleichsbank&amp;#039;&amp;#039;. Seine Ernennung zum Präsidenten der Bank scheiterte 1952 an Widerständen aus den Reihen der Politik und der Vertriebenenverbände. Der BdV fusionierte 1957 mit dem Verband der Landsmannschaften (VdL) zum [[Bund der Vertriebenen]] (BdV) als neuer Dachorganisation aller Vertriebenenverbände. In der Übergangszeit von der Gründung bis Ende 1958 war Kather neben dem bisherigen VdL-Vorsitzenden [[Georg Baron Manteuffel-Szoege]] Ko-Präsident der Organisation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass er nie das von ihm erstrebte Ministeramt erhielt und ab 1959 nicht mehr in der Führung des BdV vertreten war, lag dem Historiker [[Matthias Stickler]] zufolge „vor allem an seinem egozentrischen, alles seinem persönlichen Ehrgeiz unterordnenden Charakter, der keine Götter neben sich duldete und zu kooperativem Handeln schlechterdings unfähig war“.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Stickler: &amp;#039;&amp;#039;„Ostdeutsch heisst Gesamtdeutsch“. Organisation, Selbstverständnis und heimatpolitische Zielsetzungen der deutschen Vertriebenenverbände, 1949–1972.&amp;#039;&amp;#039; Droste, 2004, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Zeitung und Wirtschaftszeitung|Deutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; charakterisierte Kather 1961 als „dickschädelige[n] ostpreußische[n] Jurist[en], leidenschaftlich und nachtragend in gleicher Weise“, der sich oft „allein auf weiter Flur“ befände.&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach Denise Lindsay: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.kas.de/wf/de/37.8191/ Linus Kather.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der CDU.&amp;#039;&amp;#039; Konrad-Adenauer-Stiftung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1933 war Kather Mitglied der [[Deutsche Zentrumspartei|Deutschen Zentrumspartei]]. Er gehörte 1945 zu den Mitbegründern der CDU in [[Hamburg]]. Nach der Bürgerschaftswahl 1946 war er für den Fall einer CDU-Senatsbeteiligung, zu der es jedoch nicht kam, als Sozialsenator vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. Start als bürgerliche Linkspartei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Demokratische Offenheit. DemOkrit&amp;#039;&amp;#039; 3). M-Press Meidenbauer, München 2007, ISBN 978-3-89975-569-5, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1950 bis 1953 war er Mitglied des [[CDU-Bundesvorstand]]es und zugleich Vorsitzender des „[[CDU Oder-Neiße|Landesverbandes Oder-Neiße]]“ der CDU. Er forderte immer wieder die stärkere Berücksichtigung Vertriebener bei der Vergabe politischer Ämter. Kather selbst strebte das Amt des [[Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte|Bundesministers für Angelegenheiten der Vertriebenen]] an, ihm wurden aber 1949 [[Hans Lukaschek]] und 1953 [[Theodor Oberländer]] vorgezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lindsay_KAS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Streit um die Vertriebenenpolitik wechselte Kather am 15. Juni 1954 zum [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|Gesamtdeutschen Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten]] (GB/BHE) über. Er warf [[Konrad Adenauer]] vor, die [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebenen]] nur als „Stimmvieh“ zu missbrauchen. 1959 wurde er Landesvorsitzender des GB/BHE in [[Nordrhein-Westfalen]]. Als der GB/BHE 1961 mit der [[Deutsche Partei|Deutschen Partei]] (DP) zur [[Gesamtdeutsche Partei|Gesamtdeutschen Partei]] (GDP) fusionierte – für Kather eine „unnatürliche Verbindung von Vertriebenen und [[Deutsch-Hannoversche Partei|Welfen]]“ – verließ er die Partei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lindsay_KAS&amp;quot;/&amp;gt; 1969 kandidierte er als Parteiloser für die [[NPD]] vergeblich zur Bundestagswahl. Im selben Jahr legte er alle politischen Ämter nieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RA&amp;quot;/&amp;gt; Ab 1970 führte Kather die NPD-nahen Organisationen [[Aktion Deutschland]] und [[Aktion Widerstand]], die sich gegen die [[neue Ostpolitik]] richteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Kather gehörte von 1946 bis 1949 der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]] an. 1947/48 war er Mitglied des [[Zonenbeirat]]es der britischen Besatzungszone. Seit der ersten [[Bundestagswahl 1949]] bis 1957 war Kather [[MdB|Bundestagsabgeordneter]] und leitete ab 1949 bis zu seinem Austritt aus der CDU den [[Bundestagsausschuss]] für Heimatvertriebene. Vom 24. Juli 1954 bis zum 13. September 1955 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender des GB/BHE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Recht aller Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Wegweiser-Verlag, Frankfurt am Main 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entmachtung der Vertriebenen.&amp;#039;&amp;#039; Zwei Bände (Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Die entscheidenden Jahre.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Jahre des Verfalls.&amp;#039;&amp;#039;). Olzog, München u. a. 1964–1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Halali in Ostpreußen. Erinnerungen an ein geraubtes Land.&amp;#039;&amp;#039; Langer, Esslingen 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Rechts wegen? Prozesse.&amp;#039;&amp;#039; Langer, Esslingen 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Linus Kather&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Michael Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Funktionäre mit Vergangenheit. Das Gründungspräsidium des Bundes der Vertriebenen und das „Dritte Reich“&amp;#039;&amp;#039;. München : Oldenbourg, ISBN 978-3-486-71626-9, S. 565f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118721178}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kas.de/wf/de/37.8191/ Biografie von Linus Kather] in: [[Konrad-Adenauer-Stiftung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Bundes der Vertriebenen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118721178|LCCN=n/85/175748|VIAF=18017194}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kather, Linus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertriebenenfunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zonenbeirates]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königsberg, Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Bundesvorstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GB/BHE-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BdV-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kather, Linus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU, 1954 GB/BHE), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prosity|Prossiten]], [[Ermland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. März 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stühlingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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