<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Linsenhofen</id>
	<title>Linsenhofen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Linsenhofen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linsenhofen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T23:38:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linsenhofen&amp;diff=178516&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-42735-98 am 23. Dezember 2025 um 22:16 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linsenhofen&amp;diff=178516&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-23T22:16:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = Linsenhofen&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Frickenhausen (Württemberg)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Frickenhausen&lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Wappen Linsenhofen.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Wappen von Linsenhofen vor der Eingemeindung&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 48/34/42/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 09/22/17/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-BW&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 354&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug              = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 3.35&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 2570&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2022-05-15&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://citypopulation.de/en/germany/settlements/badenwurttemberg |titel=Citypopulation |abruf=2025-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1975-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 72636&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 07025&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linsenhofen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Frickenhausen (Württemberg)|Frickenhausen]] im [[Landkreis Esslingen]] in [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Linsenhofen liegt im [[Steinach (Neckar, Nürtingen)|Steinachtal]] (auch Neuffener Tal genannt), eineinhalb Kilometer südlich von [[Frickenhausen (Württemberg)|Frickenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbarorte von Linsenhofen sind im Norden Frickenhausen, im Südwesten [[Neuffen]] und im Süden und Osten [[Beuren (bei Nürtingen)|Beuren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Linsenhofen, Frickenhausen, Andreas Kieser.png|mini|Linsenhofen 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch]]&lt;br /&gt;
Die Siedlungsforschung geht davon aus, dass die Dörfer mit den Endungen &amp;#039;&amp;#039;-hausen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;-hofen&amp;#039;&amp;#039; als Ausbauorte in den Jahren zwischen 650 und 750 gegründet wurden. Auch das Steinachtal dürfte in dieser Zeit urbar gemacht worden sein. Urkundlich erwähnt wurde Linsenhofen nachweislich in den [[Zwiefalter Chroniken]] der Mönche Ortlieb und Berthold im Jahr 1137. In dem Dokument ist unter anderem die Schenkung von „zwei Huben Land in Lisinhofen an das Kloster Zwiefalten“ vermerkt. Linsenhofen gelangte 1301 zusammen mit Neuffen durch Kauf an [[Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit: Krieg, Pest und ihre Folgen ===&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] blieb das Steinachtal bis 1630 weitgehend unbehelligt. Allerdings mussten hohe Zahlungen zur Finanzierung des Krieges geleistet werden. Die Ämter Nürtingen und Neuffen hatten 1630 die für damalige Verhältnisse ungeheuerliche Summe von 35.672 Gulden aufzubringen. 1631/32 trugen Linsenhofen 259 Gulden und Frickenhausen 156 Gulden zu weiteren Umlagen bei. Die Wirtschaftskraft von Linsenhofen war damals also deutlich höher als die von Frickenhausen. Erst nach der [[Schlacht bei Nördlingen]] 1634 kam der Krieg auch ins Steinachtal. Die berüchtigten Dragoner des [[Walter Butler (Oberst)|Walter Butler]] und Kroaten plünderten die Dörfer. Die Kriegslasten stiegen ins Unermessliche. 1644 wurden Linsenhofen 854 Gulden, 1646/47 sogar 1.612 Gulden auferlegt. Allerdings konnten nur zwei Drittel dieser Summe bezahlt werden. Die Pest wütete, die Bevölkerung Linsenhofens wurde halbiert. 1643 zähle man noch 215 Einwohner. Als der Dreißigjährige Krieg 1648 zu Ende ging, konnte sich die Bevölkerung nicht lange erholen. Bereits 1688 rückten die Franzosen unter General [[Melac]] von Esslingen vor den Hohenneuffen, bei ihrem Rückzug wurde auch Linsenhofen geplündert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ohne großen Krieg blieb das Leben im 18. Jahrhundert ärmlich. Die kostspielige Hofhaltung [[Eberhard Ludwig (Württemberg)|Herzog Eberhard Ludwigs]] und seiner Nachfolger trug ihren Teil dazu bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom 19. Jahrhundert zur Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Linsenhofen kam 1806 bei der Umsetzung der neuen [[Verwaltungsgliederung Württembergs|Verwaltungsgliederung]] im [[Königreich Württemberg]] zum [[Oberamt Nürtingen]]. Die Verwaltungsreform während der [[Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit in Württemberg]] führte 1938 zur Zugehörigkeit zum neu umfassten [[Landkreis Nürtingen]]. Da Linsenhofen nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der [[Amerikanische Besatzungszone|Amerikanischen Besatzungszone]] geworden war, gehörte der Ort somit seit 1945 zum neu gegründeten Land [[Württemberg-Baden]], das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. 1973 erfolgte die [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform in Baden-Württemberg]], bei der Linsenhofen zum [[Landkreis Esslingen]] kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1975 wurde Linsenhofen nach Frickenhausen eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=461}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Linsenhofen gibt es ein Rathaus, eine Grundschule, einen Kindergarten und eine Mehrzweckhalle (Turn- und Festhalle).&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Linsenhofen01.jpg|Pfarramt&lt;br /&gt;
Linsenhofen05.jpg|[[St.-Georgs-Kirche (Linsenhofen)|Evangelische Kirche St. Georg]]&lt;br /&gt;
Linsenhofen06.JPG|Altes Fachwerkhaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: &amp;#039;&amp;#039;In Silber zwei schreitende rotgekleidete Männer, die an einer geschulterten roten Stange eine grüne Traube tragen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortswappen lässt sich seit 1778 nachweisen. Das auch in anderen Weinbaugemeinden verwendete Motiv bezieht sich auf das [[Altes Testament|Alte Testament]] der [[Bibel]]. Danach brachten die ins gelobte Land ausgesandten Botschafter [[Josua, der Sohn Nuns|Josua]] und [[Kaleb]] eine übergroße Traube Weinbeeren aus dem Land [[Kanaan]] mit. In Linsenhofen heißt es noch heute zum Wappen: „Josua und Kaleb tragen einen Trauben weg“ (vgl. 4. Mose/{{B|Num|13,23}}). Offiziell bestätigt wurde das Wappen vom Innenministerium Baden-Württemberg allerdings erst kurz vor der Eingemeindung, nämlich am 11. Dezember 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Der Ortschaftsrat besteht aus 12 Personen, hauptamtliche Ortsvorsteherin ist Regine Theimer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bürgermeister / Ortsvorsteher seit 1934&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitraum !! Name&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Bürgermeister&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1934–1939 || Rudi Sauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939–1940 || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1940–1945 || Otto Maisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1945–1948 || Gottlieb Lepple (kommissarisch)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948–1975 || Otto Maisch&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Ortsvorsteher:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1975–1976 || Otto Maisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976–2015 || Helmut Weiß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 2015 || Regine Theimer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerentwicklung bis zur Eingemeindung nach Frickenhausen zeigt, dass die Zahl der Einwohner seit 1834 gemäß den [[Liste der Volkszählungen in Deutschland|Ergebnissen der Volkszählung in Deutschland]] bis zum Jahre 1900 gesunken und dann ab 1939 kontinuierlich bis 1970 wieder gestiegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Entwicklung von 1834 bis 1970&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Stichtag&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. Dezember 1834 || 1105&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Dezember 1871 || 934&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Dezember 1900 || 917&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. Mai 1939 || 1064&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. September 1950 || 1425&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. Juni 1961 || 1508&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27. Mai 1970 || 1815&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Aus der Umgebung von Linsenhofen stammt eine Mostapfelsorte, der Linsenhofer Sämling (auch Linsenhofer, Schöner aus Beuren, Linsenhofer Renette).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Viktor August Jäger]] (* 26. November 1794 in Linsenhofen; † 29. August 1864 in [[Köngen]]), Pfarrer und Vorsteher der [[Blinden- und Taubstummenanstalt Gmünd]], seinerzeit führender Autor blindenpädagogischer Schriften und Pionier der Blinden- und Taubstummenarbeit&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg Knie, Pädagogische Reise durch Deutschland im Sommer 1835: auf der ich elf Blinden-, verschiedene Taubstummen-, Armen-, Straf- und Waisenanstalten als Blinder besucht und in den nachfolgenden Blättern beschrieben habe. S. 162–172, https://de.wikisource.org/wiki/Blinden-_und_Taubstummenanstalt_Gm%C3%BCnd&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* [[Steffen Seischab]] (* 1969), Historiker und Autor, lebt in Linsenhofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Nürtingen |Titel=Linsenhofen |Seite=173–176 |Wikisource=Kapitel B 16}}&lt;br /&gt;
* Hans Schwenkel: &amp;#039;&amp;#039;Heimatbuch des Kreises Nürtingen&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Würzburg 1953, S. 556–574&lt;br /&gt;
* [[Sönke Lorenz]], Andreas Schmauder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frickenhausen, Tischardt, Linsenhofen – Aus neun Jahrhunderten Ortsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Frickenhausen 2000, ISBN 3-00-006828-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/359/Linsenhofen+%5BAltgemeinde-Teilort%5D Linsenhofen bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* [https://www.ev-kirche-linsenhofen-tischardt.de/ Internetauftritt der evangelischen Kirchengemeinde Linsenhofen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=5083591-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Esslingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Esslingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Frickenhausen, Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1137]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinort im Weinanbaugebiet Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinort in Baden-Württemberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-42735-98</name></author>
	</entry>
</feed>