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	<title>Linnenbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-03T16:27:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = Linnenbach&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = &lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Fürth (Odenwald)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Fürth&lt;br /&gt;
| Ortswappen              = &lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 49.656145&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 8.755127&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix             = &lt;br /&gt;
| Höhe                    =   209 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug              = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 1.80&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle           = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 388&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2022-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-fuerth.de/gemeinde/wissenswertes-ueber-fuerth/die-gemeinde-fuerth-in-zahlen/ |titel=Die Gemeinde Fürth in Zahlen |sprache=de |abruf=2024-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1971-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 64658&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 06253&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
| Poskarte                = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Linnenbach Kuh neben mobiler Viehtränke.JPG|mini|Landwirtschaft in Linnenbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linnenbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Fürth (Odenwald)|Fürth]] im [[Odenwald]] im [[Südhessen|südhessischen]] [[Landkreis Bergstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Linnenbach liegt an dem gleichnamigen Bach, in der [[Weschnitz]]niederung im [[Vorderer Odenwald|Vorderen Odenwald]] und nordwestlich der nahe gelegenen Kerngemeinde Fürth. Die Gemarkung erstreckt sich nach Nordwesten bis zu dem Gemeindewald, der eine 341 Meter hohe Bergnase über dem &amp;#039;&amp;#039;Seidenbach&amp;#039;&amp;#039; und westlich von [[Erlenbach (Fürth im Odenwald)|Erlenbach]] bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstgelegenen Ortschaften sind die Kerngemeinde Fürth im Südosten, [[Lörzenbach]] im Süden, [[Lauten-Weschnitz]] im Südwesten, Erlenbach im Nordwesten und [[Ellenbach (Fürth im Odenwald)|Ellenbach]] im Nordosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Linnenbach entstand im Gebiet der ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Mark Heppenheim&amp;#039;&amp;#039;, die einen Verwaltungsbezirk des [[Fränkisches Reich|Frankenreichs]] bezeichnete. Am 20. Januar 773 schenkte [[Karl der Große]] die Stadt Heppenheim nebst dem zugehörigen Bezirk, der ausgedehnten &amp;#039;&amp;#039;Mark Heppenheim&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Kloster Lorsch|Reichskloster Lorsch]]. Nach langen Streitigkeiten konnten sich die [[Kurpfalz]] und das [[Erzbistum Mainz]] Anfang des 14. Jahrhunderts über das Erbe aus dem [[Kloster Lorsch|Lorscher Abtei]] einigen und die Pfälzer Teile wurden durch die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amtsvogtei]] Lindenfels verwaltet zu dem auch Linnenbach gehörte. Bis 1737 unterstand Lindenfels dem [[Oberamt Heidelberg]], danach wurde [[Oberamt Lindenfels|Lindenfels ein Oberamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung des Ortes als &amp;#039;&amp;#039;Lindenbachbach&amp;#039;&amp;#039; weist in das Jahr 1357, als der [[Ruprecht I. (Pfalz)|Pfalzgraf Ruprecht]] Elisabeth, der Witwe des [[Landschad von Steinach|Blicker Landschads]], unter anderem verschiedene Burglehen zu Lindenfels und Linnenbach gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|614375103|Seiten=440}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb des [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amts]] Lindenfels gehört der Ort zur [[Oberamt Lindenfels#Thal-Zent|&amp;#039;&amp;#039;Thalzent&amp;#039;&amp;#039;]] dessen [[Zentgericht]] erst in [[Glattbach (Lindenfels)|Glattbach]], später in [[Ellenbach (Fürth im Odenwald)|Ellenbach]] und zuletzt in [[Schlierbach (Lindenfels)|Schlierbach]] abgehalten wurde. Das Gerichte hatte gemeinsam mit Lindenfels eine Richtstätte in den »Faustenbacher Hecken auf dem Bühel«. Für deren Unterhaltung musste die &amp;#039;&amp;#039;Thalzent&amp;#039;&amp;#039; die Hälfte der Kosten tragen.&lt;br /&gt;
In seinem Siegel führte das Zentgericht ein Schild mit 3 Feldern. Im ersten Feld befand sich der [[Pfälzer Löwe|Pfälzische Löwe]], im zweiten die [[Staatsflagge Bayerns|bayerischen Rauten]] und im dritten, untersten ein Knabe auf einem Hügel, über dessen Kopf eine Kugel schwebte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Friedrich Moritz Ludwig Marchand |Titel=Lindenfels. Ein Beitrag zur Ortsgeschichte des Großherzogthums Hessen |Ort=Darmstadt |Datum=1858 |Seiten=75 |Online={{Google Buch|Linktext=Online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=NnoAAAAAcAAJ |Seite=75}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anfängen der [[Reformation]] sympathisierten die pfälzischen Herrscher offen mit dem lutherischen Glauben, aber erst unter [[Ottheinrich]] (Kurfürst von 1556 bis 1559) erfolgte der offizielle Übergang zur lutherischen Lehre. Danach wechselten seine Nachfolger und gezwungenermaßen auch die Bevölkerung mehrfach zwischen der [[lutherisch]]en, [[Reformierte Kirchen|reformierten]] und [[Calvinismus|calvinistischen]] Religion. Im Heidelberger Oberamtscompetenzbuch vom Jahr 1610 ist Linnenbach als Filiale von Fürth erwähnt. In der Kirchenbüchern der reformierten Gemeinde Schlierbach wird Lillenbach von 1656 bis 1908 als Filiale geführt, während die lutheranischen Einwohner nach [[Rimbach (Odenwald)|Rimbach]] eingepfarrt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.online-ofb.de/linnenbach/ |titel=Linnenbach im kirchspiel Schlierbach |werk=Ortsfamilienbuch |abruf=2020-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] (1648) dürfte der Ort wie viele Gebiete der Kurpfalz fast menschenleer gewesen sein.&lt;br /&gt;
Nach dem verheerenden Krieg betrieb die Kurpfalz auf ihrem Gebiet eine durch religiöse Toleranz geprägte Wiederansiedlungspolitik. Doch die in der unruhigen Folgezeit ausbrechenden Kriege wie der [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzische Erbfolgekrieg]] (1688–1697) und der [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanische Erbfolgekrieg]] (1701–1714) machte viele der Bemühungen wieder zunichte und Zehntausende Pfälzer emigrierten u.&amp;amp;nbsp;a. nach Nordamerika und Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in religiöser Hinsicht war die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg von großer Unruhe geprägt. 1685 starb die reformierte Linie [[Pfalz-Simmern]] aus und die katholischen Vettern der Linie [[Pfalz-Neuburg]] traten mit [[Philipp Wilhelm (Pfalz)|Kurfürst Philipp Wilhelm]] die Regierung in der Kurpfalz an. Dieser ordnete die Gleichstellung des katholischen Glaubens, in der mehrheitlich evangelischen bevölkerten Pfalz, an. Schon während des Pfälzischen Erbfolgekriegs hatte Frankreich versucht, in den eroberten Gebieten die [[Gegenreformation]] voranzutreiben, und etliche katholische Pfarreien gegründet. Der Krieg endete 1697 mit dem [[Frieden von Rijswijk]], der die Stellung des zu diesem Zeitpunkt regierenden katholischen Kurfürsten [[Johann Wilhelm (Pfalz)|Johann Wilhelm]] stärkte. Dies führte am 26. Oktober 1698 zum Erlass des [[Simultaneum]]. Danach waren die Katholiken berechtigt alle reformierten Einrichtungen wie Kirchen, Schulen und Friedhöfe mitzunutzen, während dies umgekehrt nicht erlaubt wurde. Weiterhin wurde die bis dahin selbständige reformierte Kirchenverwaltung dem Landesherren unterstellt. Erst auf Betreiben [[Preußen]]s kam es 1705 zur sogenannten [[Pfälzische Kirchenteilung]] in der das Simultanum rückgängig gemacht wurde und die Kirchen im Land wurden mitsamt Pfarrhäusern und Schulen zwischen den Reformierten und den Katholiken im Verhältnis fünf zu zwei aufgeteilt. Sonderregelungen gab es für die drei Hauptstädte [[Heidelberg]], [[Mannheim]] und [[Frankenthal (Pfalz)|Frankenthal]] sowie die Oberamtsstädte [[Alzey]], [[Kaiserslautern]], [[Oppenheim]], [[Bacharach]] und [[Weinheim]]. In den Städten mit zwei Kirchen sollte die eine den Protestanten und die andere den Katholiken zufallen; in den anderen, wo nur eine Kirche bestand, der [[Chor (Architektur)|Chor]] vom [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] durch eine Mauer geschieden, und jener den Katholiken, dieses den Protestanten eingeräumt werden. Den Lutheranern wurden nur jene Kirchen zugestanden, die sie im Jahr 1624 besaßen oder danach gebaut hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1784 wird Linnenbach als Ort mit 15 Familien mit 72 Seelen beschrieben. Die Gemarkung enthielt 185 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] Äcker, 43 M. Wiesen, 7 M. Gärten und 6 M. Wald. Der [[Zehnt|&amp;#039;&amp;#039;Große Zehnt&amp;#039;&amp;#039;]] war, zu zwei Dritteln an die [[Kurmainz#Hofkammer|Kurmainzer Hofkammer]] im Namen des [[Kloster Lorsch|Klosters Lorsch]] und zu einem Drittel an die geistliche Verwaltung des &amp;#039;&amp;#039;Stiftes zum Heiligen Geist&amp;#039;&amp;#039; in Heidelberg, abzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Widder&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|1067855437|Seite=500 |Fundstelle=6) Linnenbach}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert brachte Europa weitreichende Änderungen. Infolge der [[Napoleonische Kriege|Napoleonischen Kriege]] wurde das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich (Deutscher Nation)]] durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 neu geordnet und hörte mit der Niederlegung der Reichskrone am 6. August 1806 auf zu bestehen. Durch diese Neuordnung und Auflösung der Kurpfalz kam das Oberamt Lindenfels und mit ihm Linnenbach zur [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]], die 1806 in dem ebenfalls auf Druck [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] gebildeten [[Großherzogtum Hessen]] aufging.&lt;br /&gt;
Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 ein Mitgliedsstaat des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] und danach ein Bundesstaat des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]]. Es bestand bis 1919, nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde das Großherzogtum zum [[republik]]anisch verfassten [[Volksstaat Hessen]]. 1945 nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] befand sich das Gebiet des heutigen Hessen in der amerikanischen Besatzungszone und durch Weisung der Militärregierung entstand [[Groß-Hessen]], aus dem das [[Hessen|Bundesland Hessen]] in seinen heutigen Grenzen hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hessen gehörte Linnenbach durch eine Reihe von Verwaltungsreformen zum Landratsbezirk Lindenfels, sowie den Kreisen Lindenfels und Heppenheim, bis es 1938 zum heutigen Landkreis Bergstraße kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] schloss sich die Gemeinde am 1. Juli 1971 der Gemeinde Fürth an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung und Gerichtsbarkeit ===&lt;br /&gt;
Unter pfälzischer Hoheit wurden Verwaltung und Gerichtsbarkeit über den Ort durch die [[Oberamt Lindenfels#Thal-Zent|„Thal-Zent“]] der „Amtsvogtei Lindenfels“ ausgeübt. Diese [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amtsvogtei]] unterstand dem [[Oberamt Heidelberg]] bis 1737, danach wurde Lindenfels ein [[Oberamt Lindenfels|selbständiges Oberamt]] der [[Kurpfalz|„Pfalzgrafschaft bei Rhein“ im „Kurfürstentum Pfalzbayern“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 das „Oberamt Lindenfels“ der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] zugewiesen hatte, wurde es dort vorerst als hessische [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amtsvogtei]] weitergeführt. Die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ging 1806 in dem unter dem Druck Napoléons zustande gekommenen [[Großherzogtum Hessen]] auf, wo der Amtsbereich des „Amts Lindenfels“ 1812 aufgeteilt und Linnenbach dem [[Amt Fürth (Odenwald)|Amt Fürth]] zugewiesen wurde.&lt;br /&gt;
Die Übergeordnete Verwaltungsbehörde war der „Regierungsbezirk Darmstadt“ der ab 1803 auch als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|311428620|Seite=358ff|Seiten=358ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der endgültigen Niederlage Napoléons regelte der [[Wiener Kongress]] 1814/15 auch die territorialen Verhältnisse für Hessen, daraufhin wurden 1816 im Großherzogtum Provinzen gebildet. Dabei wurde das vorher als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnete Gebiet, das aus den südlich des [[Main]]s gelegenen alten Hessischen und den ab 1803 hinzugekommenen rechtsrheinischen Territorien bestand, in [[Starkenburg (Provinz)|„Provinz Starkenburg“]] umbenannt. 1821 wurden im Rahmen einer umfassenden Verwaltungsreform die Amtsvogteien in den Provinzen [[Starkenburg (Provinz)|Starkenburg]] und [[Oberhessen (Provinz)|Oberhessen]] des Großherzogtum aufgelöst und [[Landratsbezirk]]e eingeführt, wobei Linnenbach zum [[Landratsbezirk Lindenfels]] kam. Im Rahmen dieser Reform wurden auch [[Landgericht (Großherzogtum Hessen)|Landgerichte]] geschaffen, die jetzt unabhängig von der Verwaltung waren. Deren [[Gerichtsbezirk]]e entsprachen in ihrem Umfang den Landratsbezirken. Für den Landratsbezirk Lindenfels war das [[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] als Gericht erster Instanz zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reform ordnete auch die Verwaltung auf Gemeindeebene. So war die [[Bürgermeisterei (Großherzogtum Hessen)|Bürgermeisterei]] in [[Ellenbach (Fürth im Odenwald)|Ellenbach]] neben Ellenbach auch für die Orte [[Erlenbach (Fürth im Odenwald)|Erlenbach]], [[Eulsbach]], [[Lauten-Weschnitz|Lautenweschnitz]] und Linnenbach zuständig war. Entsprechend der Gemeindeverordnung vom 30. Juni 1821 gab es keine Einsetzungen von [[Schultheiß]]en mehr, sondern einen gewählten Ortsvorstand, der sich aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat zusammensetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3555013521|Seite=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 wurden die Verwaltungseinheiten weiter vergrößert und es wurden [[Landkreis|Kreise]] geschaffen. Nach der am 20. August 1832 bekanntgegebenen Neugliederung sollte es in Süd-Starkenburg künftig nur noch die Kreise Bensheim und Lindenfels geben; der Landratsbezirk von Heppenheim sollte in den Kreis Bensheim fallen. Noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung zum 15. Oktober 1832 wurde diese aber dahingehend revidiert, dass statt des Kreises Lindenfels neben dem Kreis Bensheim der Kreis Heppenheim als zweiter Kreis gebildet wurde, zu dem jetzt Linnenbach gehörte.&lt;br /&gt;
1842 wurde das Steuersystem im Großherzogtum reformiert und der [[Zehnt]]e und die Grundrenten (Einnahmen aus Grundbesitz) wurden durch ein Steuersystem ersetzt, wie es in den Grundzügen heute noch existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der [[Märzrevolution]] 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen |titel=Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren |nr=40 |jahr=1848 |datum=1848-08-07 |seite=233 |seiten=237–241 |kbytes=42900}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wurden in den Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch „Regierungsbezirke“ ersetzt, wobei die bisherigen Kreise Bensheim und Heppenheim zum [[Regierungsbezirk Heppenheim]] vereinigt wurden. Bereits vier Jahre später, im Laufe der [[Reaktionsära]], kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück und Ellenbach wurde Teil des neu geschaffenen [[Kreis Lindenfels|Kreises Lindenfels]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren |Titel=Verordnung, die Eintheilung des Großherzogtums in Kreise Betreffend vom 12. Mai 1852 |Sammelwerk=Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852 Nr. 30 |Datum= |Seiten=224–229 |Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510180_00232.html?zoom=0.7000000000000002 Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek digital] |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Dezember 1852 aufgenommenen Bevölkerungs- und [[Kataster]]listen&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3110190567|Seite=172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ergaben für Linnenbach:&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|866461332|Seite=345}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Katholisches und reformatorisches Filialdorf mit 127 Einwohnern. Die Gemarkung besteht aus 718 [[Morgen (Einheit)|Morgen]], davon 475 Morgen Ackerland, 116 Morgen Wiesen und 111 Morgen Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Statistiken des Großherzogtums Hessen werden, bezogen auf Dezember 1867, für das Filialdorf Linnenbach, eine eigene Bürgermeisterei, 14 Häuser, 127 Einwohnern, der Kreis Lindenfels, das Landgericht Fürth, die evangelische reformierte Pfarrei Schlierbach bzw. die lutherische Pfarrei Rimbach und die katholische Pfarrei Lindenfels des Dekanats Heppenheim, angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162355422|Seite=157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Großherzogtum Hessen ab 1871 Teil des Deutschen Reiches war, 1874 eine Reihe von Verwaltungsreformen beschlossen. So wurden die landesständige Geschäftsordnung sowie die Verwaltung der Kreise und Provinzen durch Kreis- und Provinzialtage geregelt. Die Neuregelung trat am 12. Juli 1874 in Kraft und verfügte auch die Auflösung der Kreise Lindenfels und Wimpfen und die Wiedereingliederung von Linnenbach in den [[Kreis Heppenheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kukowski: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Überlieferung aus dem ehemaligen Grossherzogtum und dem Volksstaat Hessen. Band 3&amp;#039;&amp;#039;, K.G. Saur, 1998, ISBN 3-598-23252-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hessischen Provinzen Starkenburg, [[Rheinhessen (Provinz)|Rheinhessen]] und [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Oberhessen]] wurden 1937 nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage aufgehoben. Zum 1. November 1938 trat dann eine umfassende Gebietsreform auf Kreisebene in Kraft. In der ehemaligen Provinz Starkenburg war der Kreis Bensheim besonders betroffen, da er aufgelöst und zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen wurde. Der Kreis Heppenheim übernahm auch die Rechtsnachfolge des Kreises Bensheim und erhielt den neuen Namen [[Landkreis Bergstraße]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |titel=Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“. |titelerg=Die Entstehung des Kreises Bergstraße |datum=2007 |seiten=109 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161005121532/http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |archiv-datum=2016-10-05 |abruf=2015-02-09 |format=PDF; 9,0&amp;amp;nbsp;MB |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 wurde die Gemarkungsgröße mit 180&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] angegeben, davon waren 17&amp;amp;nbsp;ha Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] [[Eingemeindung|schloss]] sich die Gemeinde am 1. Juli 1971 freiwillig der Gemeinde Fürth an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden |nr=28 |jahr=1971 |datum=1971-06-21 |seite=5 |seiten=1117 |fundstelle=Punkt 988; Abs. 22. |kbytes=4970}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=348}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Linnenbach wurde wie für alle nach Fürth eingegliederten Gemeinden ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-fuerth.de/rathaus/ortsrecht/hauptsatzung-ab-01.09.2014.pdf?cid=4o |titel=Hauptsatzung |titelerg=§;&amp;amp;nbsp;5 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Fürth |abruf=2020-01 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;349 kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerichtszugehörigkeit in Hessen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Starkenburg wurde das „Hofgericht Darmstadt“ eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das [[Oberappellationsgericht Darmstadt]]. Für Fahrenbach war damit das [[Oberamt Lindenfels|Amt Lindenfels]] zuständig.  Ab 1813 war dann das neu gebildete Justizamt in Fürth die erste Instanz. Die [[Zentgericht]]e hatten damit ihre Funktion verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Bildung der Landgerichte im Großherzogtum Hessen war ab 1821 das [[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] das Gericht erster Instanz.&lt;br /&gt;
Anlässlich der Einführung des [[Gerichtsverfassungsgesetz]]es mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in Amtsgericht Fürth und Zuteilung zum Bezirk des [[Landgericht Darmstadt|Landgerichts Darmstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen und bei Rhein  |titel=Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze |nr=15 |jahr=1879 |datum=1879-05-14 |seite=197 |seiten=197–211|kbytes=17800}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Linnenbach angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|894925483|Seiten=43ff|Seite=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1737: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Kurpfalz|Pfalzgrafschaft bei Rhein]], [[Oberamt Heidelberg]], [[Oberamt Lindenfels|Amt Lindenfels]], [[Oberamt Lindenfels#Thal-Zent|Thal-Zent]]&lt;br /&gt;
* ab 1737: Heiliges Römisches Reich, [[Kurpfalz|Pfalzgrafschaft bei Rhein]], [[Oberamt Lindenfels]], Stadt Lindenfels&lt;br /&gt;
* ab 1777: Heiliges Römisches Reich, [[Kurpfalz-Bayern|Kurfürstentum Pfalzbayern]], [[Kurpfalz|Pfalzgrafschaft bei Rhein]], Oberamt Lindenfels, Stadt Lindenfels&lt;br /&gt;
* ab 1803: Heiliges Römisches Reich, [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Starkenburg (Provinz)|Fürstentum Starkenburg]], [[Oberamt Lindenfels|Amt Lindenfels]]&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Fürstentum Starkenburg, Amt Lindenfels&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW1806&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1812: Großherzogtum Hessen, Fürstentum Starkenburg, [[Amt Fürth (Odenwald)|Amt Fürth]]&lt;br /&gt;
* ab 1815: Großherzogtum Hessen&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]]. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Starkenburg (Provinz)|Provinz Starkenburg]], Amt Fürth&lt;br /&gt;
* ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Landratsbezirk Lindenfels]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung zwischen Justiz ([[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Lindenfels]]&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels&lt;br /&gt;
* ab 1874: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Volksstaat Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, [[Landkreis Bergstraße]]&amp;lt;ref name=RB1937 /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen|Land Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Gemeinde Fürth&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 1. Juli 1971 als [[Ortsbezirk]] zur Gemeinde Fürth.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Beschreibungen ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen&amp;#039;&amp;#039; berichtet 1829 über Linnenbach:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Linnenbach (L. Bez. Lindenfels) reform. und kath. Filialdorf liegt 1 St. von Lindenfels und hat 13 Häuser und 108 Einw. unter welchen sich 12 Luth., 85 Reform. und 11 Kath. befinden. Im Jahr 1391 wurde Ulrich Landschaden vom Pfalzgrafen Ruprecht II mit dem Orte belehnt, gab aber im folgenden Jahre die Lehenbriefe zurück und erhielt ihn nun als Pfandschaft. Diese Pfandschaft wurde jedoch wieder abgelöst und 1802 kam Linnenbach von Churpfalz an Hessen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|312528080|Seite=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039; von 1845 heißt es:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Linnenbach b. Lindenfels. – Dorf, zur evangel. Pfarrei Rimbach gehörig. – 13 H. 108 E. – Großherzogthum Hessen. – Provinz Starkenburg. – Kreis Heppenheim. – Landger. Fürth. – Hofgericht Darmstadt. – Das Dorf Linnenbach ist im Jahre 1802 von Churpfalz an Hessen übergegangen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;HT-L&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Linnenbach 303 Einwohner. Darunter waren 15 (4,9 %) Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 57 Einwohner unter 18 Jahren, 126 waren zwischen 18 und 49, 66 zwischen 50 und 66 und 54 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einwohner lebten in 117 Haushalten. Davon waren 30 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 39 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 6 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 3 [[Wohngemeinschaft]]en. In 18 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 81 Haushaltungen leben keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1613: || 9 [[Hausgesess]]ene, [[Leibeigenschaft|Leibeigene]]: 4 Männer, 4 Frauen&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1784 || 15 Familien mit 72 Seelen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Widder&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1806: || 85 Einwohner, 10 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW1806&amp;quot;&amp;gt;{{Arcinsys Hessen|ID=v3787892 |linktext=Verzeichnis der Ämter, Orte, Häuser, Einwohnerzahl. (1806)|linkerg= HStAD Bestand E 8 A Nr. 352/4 |hrsg=default |datum=1806-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 108 Einwohner, 13 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1867: || 127 Einwohner, 14 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Linnenbach|width=450|float=none|maxEinwohner=340&lt;br /&gt;
|109|119|135|127|124|122|123|119|127|139|128|137|138|116|193|193|166|171|173&lt;br /&gt;
|vor1834=(1784,72)(1806,85)(1829,108)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,169)(1980,-1)(1990,-1)(1999,344)(2005,338)(2007,330)(2011,303)(2022,388)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Gemeinde Fürth&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2000&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;, 2022&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischen Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 12 [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutheranische]] (= 11,11 %), 85 [[Reformierte Kirchen|reformierte]] (= 78,70 %) und 11 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 10,19 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961 || 117 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 68,42 %), 54  [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 31,58 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Für Linnenbach besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Linnenbach und einige Flurstücke aus den Gemarkungen Fürth und Lörzenbach) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2021 gehören ihm zwei Mitglieder der [[CDU]] und drei Mitglieder den Freien Wählern (FW-Fürth) an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager-da.ekom21cdn.de/2021-03-14/06431007/html5/Ortsbeiratswahl_Hessen_515_Ortsbezirk_Linnenbach.html |titel=Ortsbeirat Linnenbach |werk=Votemanager |abruf=2021-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ortsvorsteher ist Adalbert Keil (FW-Fürth).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-fuerth.de/rathaus/rat-politik/ortsvorsteher/ |titel=Ortsvorsteher |hrsg=Gemeinde Fürth |werk=Webauftritt |abruf=2021-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Für den überörtlichen Verkehr wird Linnenbach durch die [[Kreisstraße]] K 53 erschlossen, die zwischen der Kerngemeinde und Lörzenbach von der als [[Siegfriedstraße]] bekannten [[Bundesstraße 460]] und der mit ihr vereinten [[Bundesstraße 38]] abzweigt und nach Erlenbach und [[Seidenbach]] weiterführt, wo sie endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johann Goswin Widder: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer vollständigen Geographisch-Historischen Beschreibung der Kurfürstl. Pfalz am Rheine. Band 1&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1786–1788. ([https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015014113016&amp;amp;view=1up&amp;amp;seq=5 Online bei Hathi Trust, digital library])&lt;br /&gt;
* Georg W. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg, Band 1.&amp;#039;&amp;#039; Oktober 1829&lt;br /&gt;
* Christoph Friedrich Moritz Ludwig Marchand: &amp;#039;&amp;#039;Lindenfels. Ein Beitrag zur Ortsgeschichte des Großherzogthums Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt, 1858 ([https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=NnoAAAAAcAAJ online bei Google Books])&lt;br /&gt;
* Otto Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Heimatbuch Fürth i. Odw: mit den Ortsteilen Fürth, Brombach, Ellenbach, Erlenbach, Fahrenbach, Krökkelbach, Krumbach, Linnenbach, Lörzenbach, Seidenbach, Steinbach, Weschnitz&amp;#039;&amp;#039;, Gemeinde Fürth i. Odw. 1994, ISBN 3-7657-1110-1&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116334665 |GNDfehlt=2022-12-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Linnenbach (Fürth im Odenwald)|Linnenbach}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-fuerth.de/buergerservice/ortsteile/linnenbach/ &amp;#039;&amp;#039;Linnenbach&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Fürth.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=431007080|titel=Linnenbach, Landkreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|ID=13124|titel=Linnenbach, Landkreis Bergstraße|datum=2018-06-08}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Titel=Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen&lt;br /&gt;
 |Verlag=Verlag des Historischen Vereins Hessen&lt;br /&gt;
 |Ort=Darmstadt&lt;br /&gt;
 |Datum=1976&lt;br /&gt;
 |OCLC=4461987}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HT-L&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor  = [[Johann Friedrich Kratzsch]]&lt;br /&gt;
| Titel  = Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten&lt;br /&gt;
| Band   = 2&lt;br /&gt;
| Verlag = Zimmermann&lt;br /&gt;
| Ort    = Naumburg&lt;br /&gt;
| Datum  = 1845&lt;br /&gt;
| Seiten = 45&lt;br /&gt;
| OCLC   = 162810705&lt;br /&gt;
| Online = {{HathiTrust Buch|BuchID=hvd.hnkyri|Seq=53}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2000&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-fuerth.de/rathaus/finanzen/haushaltsplaene/2008-vorbericht.pdf?cid=bi |titel=Haushaltsplan 2008 |titelerg=Vorbericht |hrsg=Gemeinde Fürth im Odenwald |abruf=2021-02}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=12 |seiten=8 und 62 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2021-01 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=12 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=ja}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL&lt;br /&gt;
| typ      = HRBL&lt;br /&gt;
| hrsg     = Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler&lt;br /&gt;
| jahr     = 1937&lt;br /&gt;
| nr       = 8&lt;br /&gt;
| datum    = 1937-04-01&lt;br /&gt;
| titel    = Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen&lt;br /&gt;
| seiten   = 121 ff&lt;br /&gt;
| seite    = 125&lt;br /&gt;
| kbytes   = 11200&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Fürth (Odenwald)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bergstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Fürth, Odenwald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bergstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1357]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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