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	<title>Linienwall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T12:17:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linienwall&amp;diff=292849&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NordNordWest: Umstellung auf neue Koordinatenvorlage</title>
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		<updated>2024-12-30T22:11:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umstellung auf neue Koordinatenvorlage&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linienwall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine leichte [[Befestigungsanlage]] zwischen den Vorstädten und Vororten [[Wien]]s.&lt;br /&gt;
[[Datei:Linienwall.jpg|mini|Einer der letzten übriggebliebenen Reste des Linienwalls an der [[Wiener Schnellbahn]] beim [[Wiener Gürtel#Landstraßer Gürtel|Landstraßer Gürtel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Errichtung des Linienwalls ==&lt;br /&gt;
Zum Schutz gegen die Angriffe der [[Türkenkriege|Türken]] und [[Kuruzen]] wurde unter [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]] 1704 mit dem Bau des Linienwalls begonnen. Der Linienwall war Teil der sogenannten [[Kuruzzenschanze]]n. Diese sollte die Grenze zu Ungarn mit einer zusammenhängenden Defensionslinie entlang der [[Leitha]], der [[March (Fluss)|March]] zur [[Donau]] und weiter bis zum [[Neusiedler See]] schützen. Der Plan für die Umwallung stammte vom kaiserlichen Hofmathematiker [[Johann Jakob Marinoni|Marinoni]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Juni 1704 konnte am Linienwall ein Angriff der [[Kuruzen|Kuruzzen]] auf Wien abgewehrt werden, daran waren 2600 Einwohner Wiens und 150 Studenten beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Blasi, Franz Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Kuruzzenschanze zwischen Petronell und Neusiedl am See.&amp;#039;&amp;#039; In: Bundesdenkmalamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fundberichte aus Österreich – Materialhefte.&amp;#039;&amp;#039; Reihe A, Sonderheft 19 (FÖMat A/Sonderheft 19), Berger &amp;amp; Söhne, Wien 2012. {{ISSN|1993-1271}} (falsche ISSN-Angabe, richtig {{ISSN|1993-1255}}). S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Josephinische Landesaufnahme Wien.jpeg|mini|Der Verlauf des Linienwalles um das Jahr 1790 ([[Josephinische Landesaufnahme]]) ]]&lt;br /&gt;
Beim Linienwall handelte es sich um einen mit [[Palisade]]n verstärkten Erdwall mit einem vorgelagerten Graben, der zwischen dem [[Donaukanal|Donauarm]] bei [[Sankt Marx]] (heute 3. Bezirk) und dem [[Lichtental (Wien)|Lichtental]] (heute 9. Bezirk) verlief, – aus militärischen Gründen im Zickzack. Er trennte dabei die 1850 eingemeindeten Vorstädte (heute 3. bis 9. Bezirk) von den großteils erst 1892 eingemeindeten Vororten (heute 10. bis 19. Bezirk).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Arbeiten am Linienwall wurden alle Bewohner Wiens und der Vorstädte zwischen 18 und 60 Jahren eingeteilt oder mussten einen Vertreter stellen. Der enorme Einsatz an Menschen machte die Fertigstellung des vier Meter hohen und vier Meter breiten Walls innerhalb von nur vier Monaten möglich. Davor wurde ein drei Meter tiefer Graben angelegt. Insgesamt hatte der Linienwall eine Länge von ca. 13,5&amp;amp;nbsp;km. An den wichtigsten Ausfallstraßen wurden 9 Tore mit Zugbrücken und dazu 9 [[Linienamt|Linienämter]] angelegt; diese Örtlichkeiten wurden im Volksmund „Linie“ genannt (z.&amp;amp;nbsp;B. Belvedere-Linie in Verlängerung der damaligen Heugasse, der heutigen Prinz-Eugen-Straße neben dem [[Schloss Belvedere]]). 1738 wurde der Erdwall zusätzlich mit [[Backstein|Ziegeln]] ausgemauert. Die ursprünglichen 9 Tore waren folgendermaßen bezeichnet:&lt;br /&gt;
* Nußdorfer Linie&lt;br /&gt;
* Währinger Linie&lt;br /&gt;
* Hernalser Linie&lt;br /&gt;
* Lerchenfelder Linie&lt;br /&gt;
* Mariahilfer Linie&lt;br /&gt;
* Hundsturmer Linie&lt;br /&gt;
* Matzleinsdorfer Linie&lt;br /&gt;
* Favoritner Linie&lt;br /&gt;
* St. Marxer Linie&lt;br /&gt;
Bis 1790 kamen dann 3 weitere Durchlässe hinzu:&lt;br /&gt;
* Erdberger Linie&lt;br /&gt;
* Belvederelinie&lt;br /&gt;
* Gumpendorfer Linie (auch als Neue Linie bezeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linienkapellen ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1740 und 1760 errichtete man 18 [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapellen]] an den Toren, die alle dem [[Johann von Nepomuk|heiligen Nepomuk]] geweiht waren. Dies führte auch dazu, dass es in Wien heute zahlreiche Statuen des Heiligen gibt. Der [[Volksmund]] nannte die Kapellen schlicht „Hansl am Weg“. Die Kapellen sollten allen von und nach Wien Reisenden sowie den Mautbeamten an der Steuergrenze (1850–1891 Stadtgrenze) die Gelegenheit bieten, an einer [[Andacht]] oder einer [[Heilige Messe|Messe]] teilzunehmen. Als einzige Linienkapelle ist die [[Hundsturmer Kapelle]] (auch Schönbrunner Kapelle) in [[Margareten]] an ihrem ursprünglichen Standort (heute: [[Liste der Straßennamen von Wien/Margareten#S|Schönbrunner Straße]] 124) und im Originalzustand erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Johannes-Nepomuk-Kapelle (Am Tabor)|Johannes-Nepomuk-Kapelle am Tabor]] wurde 1879 abgerissen und einige Meter weiter nördlich wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahe der [[Volksoper Wien|Volksoper]] wurde im Zuge des Baus der dort 1898 eröffneten [[Wiener Stadtbahn]] von [[Otto Wagner]] eine [[St.-Johannes-Nepomuk-Kapelle (Währinger Gürtel)|Johannes-Nepomuk-Kapelle]] abgerissen und einige Meter entfernt wiederaufgebaut. Diese Kapelle befindet sich zwischen dem ehemaligen Stadtbahn- und heutigen U6-Viadukt und der inneren Fahrbahn des [[Gürtel (Wien)#Währinger Gürtel|Währinger Gürtels]] im 9. Bezirk.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Antonia Graf: &amp;#039;&amp;#039;Otto Wagner.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Werk des Architekten 1860–1902.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Instituts für Kunstgeschichte. Akademie der Bildenden Künste Wien.&amp;#039;&amp;#039; 2, 1). 2. Auflage. Böhlau, Wien u. a. 1994, ISBN 3-205-98224-X, S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linienwall als Steuergrenze, Linienämter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LinienwallWienWaehring.JPG|mini|Der Linienwall an der Stelle des heutigen Währinger Gürtels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ernsthafte Bewährungsprobe musste der Linienwall nicht bestehen. Die am 13. März und 11. Juni 1704 vor Sankt Marx erschienenen Kuruzzen zogen weiter, als der Wall von der Wiener Bürgerwehr in kürzester Zeit besetzt war. Nur 1848 diente er den aufständischen Wienern kurzfristig als Schutz vor den kaiserlichen Truppen. Aus militärischer Sicht hatte der Linienwall seinen ursprünglichen Zweck schnell verloren. Die regelmäßige Instandsetzung und den Ausbau mittels Ziegelverkleidung verdankte er seiner Funktion als [[Steuer]]grenze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bertrand M. Buchmann |Titel=Der Wiener Linienwall und die Linienämter |Sammelwerk=Wiener Geschichtsblätter |Band=33 |Datum=1978 |Seiten=65–76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An den „Linien“ wurde bei den Mautstellen, den so genannten [[Linienamt|Linienämtern]], für die Einfuhr von Lebensmitteln in Richtung Wien ab 1829 die so genannte [[Zoll (Abgabe)|Verzehrungssteuer]] ([[Akzise]]) eingehoben, eine Art zusätzlicher Umsatzsteuer. Damit waren die erst viel später, 1850, eingemeindeten Vorstädte innerhalb des Linienwalls mit der Stadt Wien steuerlich gleichgestellt, d.&amp;amp;nbsp;h. höher besteuert, – die so genannten Vororte außerhalb des Walls blieben umsatzsteuerlich begünstigt. Infolgedessen blühte etwa in [[Neulerchenfeld]] (heute 16. Bezirk) das Gastronomiewesen enorm auf („des Heiligen Römischen Reichs größtes Wirtshaus“), da hier Speisen und Getränke deutlich billiger verkauft werden konnten als innerhalb des Linienwalls. Außerdem war beim Überqueren der „Linien“ ein [[Wegzoll]], das sogenannte „[[Liniengeld]]“, zu entrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schleifung des Linienwalls ==&lt;br /&gt;
1846 wurden [[Wien Südbahnhof|Südbahnhof und Ostbahnhof]] bei der Belvedere-Linie außerhalb des Linienwalls eröffnet, 1858 der [[Wien Westbahnhof|Westbahnhof]] bei der Mariahilfer Linie. 1856 wurde das [[k.k.]] [[Arsenal (Wien)|Arsenal]] ebenfalls außerhalb des Walls eröffnet. Der Linienwall war militärisch längst obsolet geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1862 wurde direkt an der Außenseite des Walls eine Straße geplant und gebaut, die 1873 eröffnete [[Gürtel (Wien)|Gürtelstraße]]. 1874 wurden die 1850 mit eingemeindeten Teile des 4. Bezirks, [[Wieden (Wien)|Wieden]], und des 5. Bezirks, [[Margareten]], außerhalb des Walls als neuer 10. Bezirk, [[Favoriten]], konstituiert. Am 18.&amp;amp;nbsp;Dezember 1890 fiel die Entscheidung, auch die Vororte zu den Bezirken XI&amp;amp;nbsp;– XIX einzugemeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Wien seit 60 Jahren|TitelErg=Zur Erinnerung an die Feier der 60jährigen Regierung Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. der Jugend Wiens gewidmet von dem Gemeinderate ihrer Heimatstadt|Verlag=[[Martin Gerlach senior|Gerlach &amp;amp;amp; Wiedling]]|Ort=Wien|Jahr=1908|Seiten=27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihrer Eingemeindung per 1.&amp;amp;nbsp;Jänner 1892 war damit auch die bisherige Steuergrenze obsolet und das letzte Hindernis zur Demolierung der Befestigungsanlage weggefallen. Der Linienwall wurde ab März 1894 abgetragen, der Gürtel stark ausgebaut und 1895 mit dem Bau der 1898 eröffneten Gürtellinie der [[Wiener Stadtbahn|Stadtbahn]] begonnen. Ihre Viadukte bzw. Einschnitte wurden genau in die Mitte des nun sehr breiten Gürtels platziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Relikte ==&lt;br /&gt;
Außer der [[Hundsturmer Kapelle]] zeugen heute nur spärliche Mauerreste vom genauen Verlauf des Linienwalls:&lt;br /&gt;
* im [[Landstraße (Wien)|3. Bezirk]] zentrumsseitig entlang der Trasse der [[Wiener Schnellbahn|Schnellbahn]]-Stammstrecke zwischen [[Haltestelle Wien Rennweg|Rennweg]] und [[Haltestelle Wien Quartier Belvedere|Quartier Belvedere]] vormals Südbahnhof;{{Coordinate|NS=48.187743|EW=16.389366|type=landmark|region=AT-9|text=ICON0|name=Wallreste am Rennweg}}&lt;br /&gt;
* im Bereich des ehemaligen Viehmarktes in [[Sankt Marx]] (3. Bezirk) beim Anton-Kuh-Weg;{{Coordinate|NS=48.190861|EW=16.405484|type=landmark|region=AT-9|text=ICON0|name=Wallreste am Anton-Kuh-weg}}&lt;br /&gt;
* im [[Wieden (Wien)|4. Bezirk]] im Innenhof des Hauses Weyringergasse 13 (nicht öffentlich zugänglich).{{Coordinate|NS=48.188455|EW=16.378042|type=landmark|region=AT-9|text=ICON0|name=Wallreste in der Weyringergasse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Linienwall 2 02 20220227 0110.jpg|Reste des Linienwalls an der Stammstrecke der S-Bahn Wien nahe Landstraßer Gürtel&lt;br /&gt;
Linienwall 1 01 20220223 0320.jpg|Reste des Linienwalls am Donauprallhang nahe Anton-Kuh-Weg&lt;br /&gt;
Linienwall 3 03 220220428 0130.jpg|Reste des Linienwalls im Innenhof des Hauses Weyringergasse 13&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingrid Mader: &amp;#039;&amp;#039;Der Wiener Linienwall aus historischer, topographischer und archäologischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fundort Wien.&amp;#039;&amp;#039; 14, 2011 (2011), S. 144–163.&lt;br /&gt;
* Ingrid Mader, Ingeborg Gaisbauer, Werner Chmelar: &amp;#039;&amp;#039;Der Wiener Linienwall. Vom Schutzbau zur Steuergrenze&amp;#039;&amp;#039;. (Wien Archäologisch 9). Stadtarchäologie Wien, Wien 2012, ISBN 978-3-85161-064-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx?TabID=3946&amp;amp;Alias=wzo&amp;amp;lexikon=Wien&amp;amp;letter=W&amp;amp;cob=3857 | wayback=20060219144623 | text=Wiener Zeitung – Der Vorläufer des Gürtels}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bezirksmuseum.at/default/index.php?id=348 Bezirksmuseum Wieden – Der Linienwall auf der Wieden]&lt;br /&gt;
* [http://www.eduhi.at/dl/Wien&amp;amp;Donau1850-Karte_vonSteinhauser.jpg Verlauf des Linienwalls um Wien, um 1850]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbefestigung in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NordNordWest</name></author>
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