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	<title>Linienschifffahrt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Davidmoerike: /* Die konventionelle Linienschifffahrt 1870–1965 */</title>
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		<updated>2025-01-13T17:16:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die konventionelle Linienschifffahrt 1870–1965&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linienschifffahrt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kursschifffahrt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, im Gegensatz zur [[Trampschifffahrt]], Schiffsverkehre, die mehrere Häfen innerhalb eines [[Fahrplan]]es anlaufen. Sie zählen somit zum [[Linienverkehr]]. Je nach Strecke, Fahrtgebiet und Ladungs- bzw. Passagieraufkommen werden auf Liniendiensten in der Regel mehrere Schiffe eingesetzt. Dies erhöht die Anzahl der Hafenanläufe, die Ladung kann schneller abtransportiert werden, die Kundenzufriedenheit wird erhöht. Da die Einführung eines Liniendienstes hohe materielle (Schiffe) und organisatorische Probleme (Fahrpläne, Stauung) mit sich bringt, ist es in der Seefahrt üblich, dass [[Reederei]]en sich für bestimmte Linien zu [[Konferenz (Schifffahrt)|Linienkonferenzen]] zusammenschließen. Üblich sind Liniendienste beispielsweise in der [[Passagierschifffahrt|Passagier-]], [[RoRo-Verfahren|RoRo-]] oder in der [[Containerschiff]]fahrt.&lt;br /&gt;
Die für die Linienschifffahrt eingesetzten Schiffe werden auch [[Linienschiff (Handelsmarine)|Linienschiffe]] genannt, meist ist damit aber ein [[Linienschiff|militärischer Schiffstyp]] gemeint, der wegen der Geschützaufstellung an den Seiten &amp;#039;&amp;#039;in Kiellinie&amp;#039;&amp;#039; fuhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Liniendienste in der Seeschifffahrt werden unter anderem durch die Einhaltung bestimmter Kriterien gekennzeichnet:&lt;br /&gt;
* Regelmäßigkeit der Lade- und Löschzeiten an vorher feststehenden Tagen und gleichmäßige Verteilung über das Jahr.&lt;br /&gt;
* Abfahrtsfrequenz mit ausreichender Häufigkeit.&lt;br /&gt;
* Pünktlichkeit der fahrplanmäßigen Abfahrten.&lt;br /&gt;
* Operative Stabilität durch Einhaltung des Bedienungsrasters über einen längeren Zeitraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die konventionelle Linienschifffahrt 1870–1965 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cap San Diego.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;[[Cap San Diego]]&amp;#039;&amp;#039;, Beispiel für ein konventionelles Linienschiff]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MV Simonskerk - Unites Netherlands Navigation - 1963.png|mini|&amp;#039;&amp;#039;Simonskerk&amp;#039;&amp;#039; der Vereenigde Nederlandsche Scheepvaart Maatschappij (1963)]]&lt;br /&gt;
Abgesehen von den Vorläufern der Linienschifffahrt, der [[Börtschifffahrt]] oder [[Reihefahrt]], wurde Ladung bis etwa 1870 hauptsächlich durch Segelschiffe in der Trampschifffahrt transportiert. Aus der [[Packetfahrt|Paketfahrt]] und dem Transport von Auswanderern entwickelten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erste Liniendienste mit Segelschiffen. Die Weiterentwicklung der [[Dampfmaschine|Dampftechnologie]] und die Einführung von [[Telegrafie|Telegrafennetzen]], gab den [[Reederei|Reedern]] die technischen Möglichkeiten an die Hand, verlässliche Liniendienste mit [[Dampfschiff]]en durchzuführen. Ab 1870 entwickelte sich die Linienschifffahrt stürmisch. Die wichtigsten Handelsrouten führten von Europa zu den Kolonien in Asien, Afrika und Südamerika, in Deutschland beispielsweise betrieben durch die [[Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft|Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG)]] nach Nordamerika und die [[Woermann-Linie]] und die [[Deutsche Ost-Afrika-Linie|Deutsche Ost-Afrika-Linie (DOAL)]] nach Afrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1970er Jahre hinein war das klassische [[Linienschiff (Handelsmarine)|Linienschiff]] ein vielseitig nutzbares Stückgutschiff (meist mit eigenem Ladegeschirr), das in der Lage war, eine Mischung aus verschiedenen unterschiedlichen Ladungen ([[Fertigwaren]], [[Halbfertigwaren]], [[Massengut]], [[Kühlladung]], Passagiere, vielfach auch mit Tanks für unterschiedliche flüssige Ladungen ausgerüstet) zu transportieren. Diese Vielseitigkeit führte in der letzten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zum Bau von sehr teuren, komplexen Spezialschiffen, die exakt auf ihre Fahrtgebiete zugeschnitten waren. Ein Beispiel hierfür ist die &amp;#039;&amp;#039;Pointe Sans Souci&amp;#039;&amp;#039; der [[CMA CGM|Compagnie Générale Maritime]]. Dieses Schiff war für die Europa-[[Karibik]]-Fahrt gebaut worden, hatte eine Tragfähigkeit von 8000 Tonnen und Luken für Kühlladung, [[ISO-Container|Container]], Fahrzeuge und Ladung auf Paletten. Es war mit Beladungseinrichtungen für Bananen, einer [[RoRo-Schiff|RoRo]]-Rampe und Tanks für [[Rum]] ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermehrte Abspaltung von Ladungsanteilen auf die zu niedrigeren Frachtraten arbeitenden [[Massengutfrachter]], die Konzentration der Hauptlinien zu den industriellen Zentren Europas, Nordamerikas und Japans auf die im Bau und Unterhalt sowie [[Verladung|Be- und Entladung]] verhältnismäßig teuren [[Stückgutschiff]]e, aber auch die Unabhängigkeit der meisten Kolonien führten zu Problemen in der konventionellen Linienschifffahrt. Die [[Befrachter]] aus dem industriellen Bereich wollten schnellere, sichere und günstigere Transporte. Die Reeder benötigten Schiffe, welche nicht die Hälfte ihrer Einsatzzeit zum Laden und Löschen im Hafen lagen. Dies führte seit den 1950er Jahren unter anderem zum vermehrten Bau von sehr teuren [[Schnellfrachter]]n, die man insbesondere auf den sehr langen Liniendiensten einsetzte, da ihr Geschwindigkeitsvorteil hier am besten zum Tragen kam. Gegen Ende der 1960er Jahre gab es vor dem Hintergrund der zunehmenden Containerisierung Versuche, schnelle Varianten der seinerzeit vermehrt preisgünstig gebauten [[Liberty Replacement Ship|Liberty-Ersatzschiffe]] in der Linienschifffahrt einzusetzen, u.&amp;amp;nbsp;a. den britischen Typ [[SD-14 (Schiffstyp)|SD-14]] oder die deutschen Typen [[Trampko-Mehrzweckfrachter|Trampko]] und [[Seebeck 36L|36L]]. Die Werft [[Blohm + Voss]] versuchte zwischen 1967 und 1971 vergeblich, mit ihrem revolutionären [[Typ Pioneer]] (preisgünstige Erstellung nach dem Baukastenprinzip mit weitgehendem Verzicht auf gebogene Bauteile, gleichzeitig in unterschiedlichen Varianten lieferbar) in diesem Segment Fuß zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Container-Linienschifffahrt 1960 bis heute ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Colombo.Express.wmt.jpg|mini|350px|Containerschiff [[Colombo Express]] (8.750 TEU)]]&lt;br /&gt;
Die Lösung war die [[Standardisierung]] des Ladegutes. In den USA gab es seit 1956 Seeverkehr mit [[ISO-Container|Containern]] durch die [[Sea-Land Corporation]]. Durch die Standardisierung der Abmessungen der Ladeeinheiten konnte die [[Containertransport|Containerrevolution]] beginnen. 1966 startete Sea-Land den ersten Container-Liniendienst über den [[Nordatlantik]]. Für die Linienschifffahrt bedeutete das massive Investitionen in Containerschiffe&amp;lt;ref&amp;gt;Schiffsliste und Federzeichnungen in: Krüger-Kopiske, Karsten Kunibert: &amp;#039;&amp;#039;DEUTSCHE CONTAINERSCHIFFE - Eine illustrierte Flottenliste der Containerschiffe im deutschen Management&amp;#039;&amp;#039;, [[Koehlers Verlagsgesellschaft]] mbH, Hamburg, 2004; Schiffe z.&amp;amp;nbsp;B. der [[NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft]] Buxtehude in der Schiffsliste auf den Seiten 46 bis 50 und im Bildanhang nach Schiffsgrößen ab Seite 73; ISBN 3-7822-0907-9;  DNB bibliografischer Nachweis unter: http://d-nb.info/971630968&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Hafen]]infrastruktur und [[Verladung|Ladungsumschlag]]. Dies führte zu Konkursen, Neugründungen, [[Ausflaggung]]en und Fusionen sowie einer [[Diversifikation (Wirtschaft)|Diversifikation]] der gesamten [[Seeschifffahrt]]. Eine der größten Reedereien mit einst über 200 universell einsetzbaren Schiffen war die [[Deutsche Seereederei]] Rostock - international bekannt als „DSR-LINES“. Spezialschiffe transportieren heute die Ladungen, die früher durch Mehrzweck-Stückgutschiffe transportiert werden konnten ([[Autotransporter (Schiffstyp)|Autotransporter]], Produkten[[tanker]], Mini-[[Bulker]]).&lt;br /&gt;
Linienschifffahrt ist heute Teil des [[Kombinierter Verkehr|kombinierten Verkehrs]], die [[Reederei]]en bieten nicht nur reinen Seetransport, sondern steuern meist die Abwicklung der gesamten [[Transportkette]] von Tür zu Tür. In Deutschland  gehörten mit Stand 1. Januar 1995 auch die beiden in der Container-Linienschifffahrt tätigen Reedereien [[Deutsche Seereederei]] Rostock als „DSR [[Senator Lines]] Holding GmbH“ und die [[NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft|REEDEREI NSB]] GmbH aus Buxtehude kurzzeitig zu den Beteiligungen des ehemaligen maritimen Mischkonzerns [[Bremer Vulkan]]. Seit 1998 ist auch für die „Giganten der Meere“ in der Container-Linienschifffahrt der bereits 1993 von der [[Internationale Seeschifffahrts-Organisation|Internationalen Seeschifffahrts-Organisation]] (International Maritime Organization, IMO) verabschiedete [[International Safety Management Code]] (ISM-Code) sowohl in der landseitigen Organisation als auch an Bord der [[Handelsschiff]]e stets auf seine wirksame Umsetzung zu prüfen und flaggenunabhängig auch einzuhalten. Die globale [[Schifffahrtskrisen#Die globale Schifffahrtskrise 2008–2018|Schifffahrtskrise ab 2008]] führte zu der Erscheinung, dass „plötzlich“ mehr Transportkapazitäten als Ladung zur Verfügung standen und durch dieses Überangebot setzte der ruinöse [[Preiswettbewerb]] auch dem Sektor der Container-Linienschifffahrt als wichtigen Bestandteil für die [[Maritime Wirtschaft]] erneut zu, so dass es vermehrt zur Flucht der Reeder in eine noch billigere [[Ausflaggung#ITF-Kriterien|Billigflagge]] und sowohl zu einer noch größeren Herausforderung für die international tätigen Sicherheitsexperten der [[Hafenstaatkontrolle]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ziel von „Port State Control“ ist die Eliminierung von „sub-standard ships“ - veröffentlicht unter https://www.parismou.org/about-us/organisation&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;”Inspection Results Deficiencies“ siehe unter https://www.parismou.org/inspection-search/inspection-results-deficiencies Link abgerufen am 6. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Schutze der [[Meeresschutz|Meeresumwelt]] als auch zu einer noch größeren Herausforderung beim [[Gesundheitsschutz]]&amp;lt;ref&amp;gt;Spiegel - Online Beitrag &amp;quot;Arbeitsleben von Seeleuten Großer Pott, große Depression&amp;quot;, 5. Oktober 2017, unter: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/arbeit-von-seeleuten-uebermuedung-depression-psychosen-a-1164312.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Welt - Beitrag: &amp;quot;Isolation, Stress, Gewalt – das knallharte Arbeitsleben auf hoher See&amp;quot;, 1. Januar 2020, unter: https://www.welt.de/wirtschaft/article204687112/Schifffahrt-Seeleute-leiden-unter-Arbeitsbedingungen-auf-Frachtschiffen.html&amp;lt;/ref&amp;gt; der inzwischen stark reduzierten zivilen multinationalen [[Schiffsbesatzung]]en führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Stopford: &amp;#039;&amp;#039;Maritime Economics&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. Routledge, London 2010, ISBN 978-0-415-27557-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4035849-5|LCCN=sh94002787}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufsschifffahrt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Davidmoerike</name></author>
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