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	<title>Linienbreite - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T21:57:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linienbreite&amp;diff=335260&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-101053: Link zum Artikel „Lorentzkurve“ eingefügt</title>
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		<updated>2025-09-01T10:55:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link zum Artikel „Lorentzkurve“ eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:leuchtstoff spektrum.jpg|mini|250px|[[Emissionsspektrum]] einer Hochdruck-[[Quecksilberdampflampe]]. Die Zahlen geben die Wellenlänge (in&amp;amp;nbsp;nm) der Spektrallinien des [[Quecksilber]]s an. Weitere [[Absorptionsbande|Banden]] tragen keine Zahlen – dies sind die Emissionen der [[Leuchtstoff]]e, die durch die [[Ultraviolett|UV]]-Strahlung des Quecksilber-[[Plasma (Physik)|Plasmas]] angeregt werden.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hg Niederdruck Spektrum.png|mini|250px|Spektrum einer Niederdruck-Quecksilberdampflampe. Obere Aufnahme mit einem 256-Pixel-[[Zeilensensor]], untere Aufnahme mit einer Kamera.]]Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linienbreite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spektrale Breite&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Optische Netze - Systeme Planung Aufbau |Auflage=1 |Verlag=dibkom GmbH |Ort=Straßfurt |Datum=2010 |ISBN=978-3-9811630-6-3 |Seiten=41}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist die Breite des [[Frequenz]]- oder [[Wellenlänge]]n&amp;lt;nowiki/&amp;gt;intervalls &amp;lt;math&amp;gt;\Delta \nu&amp;lt;/math&amp;gt; bzw. &amp;lt;math&amp;gt;\Delta \lambda&amp;lt;/math&amp;gt;, das von einer [[Spektrallinie]] in einem Spektrum überdeckt wird. Das Phänomen wurde an [[Optisches Spektrum|optischen Spektren]] entdeckt, tritt aber auch in Spektren anderer Strahlungsarten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Spektrallinie hat ihren Ursprung in den Quantenübergängen zwischen zwei Energieniveaus &amp;lt;math&amp;gt;E_i&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;E_k&amp;lt;/math&amp;gt; eines Atoms, Moleküls oder eines anderen [[Quantensystem]]s mit [[Linienspektrum|diskretem Energiespektrum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;scipt-2009&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=  Josef A. Käs|Titel=Emission und Absorption elektromagnetischer Strahlung durch Atome|Sammelwerk= Scripte zur Experimentalphysik (Universität Leipzig) |Datum = 2009-06-15|Online=https://home.uni-leipzig.de/pwm/teaching/ExPhys4_SS09/script/EP4_juni15_09.pdf }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beim Übergang vom Zustand &amp;lt;math&amp;gt;E_i&amp;lt;/math&amp;gt; in den Zustand &amp;lt;math&amp;gt;E_k&amp;lt;/math&amp;gt; abgegebene elektromagnetische Strahlung ist nicht monochromatisch, sondern besitzt eine gewisse spektrale Verteilung &amp;lt;math&amp;gt; P_\nu(\nu-\nu_0) &amp;lt;/math&amp;gt; um eine Mittenfrequenz &amp;lt;math&amp;gt; \nu_0 =\nu_{ik} &amp;lt;/math&amp;gt;.Diese Verteilung nennt man das Linienprofil einer Spektrallinie. Das Frequenzintervall &amp;lt;math&amp;gt;\Delta \nu =\nu_1 - \nu_2&amp;lt;/math&amp;gt; zwischen den Frequenzen &amp;lt;math&amp;gt;\nu_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\nu_2&amp;lt;/math&amp;gt;, bei denen die [[spektrale Leistungsdichte]] auf die Hälfte abgenommen hat, bezeichnet man als die volle [[Halbwertsbreite]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rudolf Gross (Physiker)|Rudolf Gross]] |Titel=6.3 Linienbreiten von Spektrallinien |Sammelwerk= Physik IV (Skript zur Vorlesung im WS 2003/2004) |Seiten= 209|Online=https://www.wmi.badw.de/fileadmin/WMI/Lecturenotes/Physics_4/Physik4_Kapitel6.pdf }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dabei kennzeichnet die Mittenfrequenz  &amp;lt;math&amp;gt;\nu_0&amp;lt;/math&amp;gt; das Linienzentrum, an dem  &amp;lt;math&amp;gt; I(\nu)&amp;lt;/math&amp;gt; seinen Maximalwert annimmt.&amp;lt;ref name =LexO-LB&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=Linienbreite|Sammelwerk= Lexikon der Optik|Hrsg=[[Harry Paul (Physiker)|Harry Paul]]|Verlag= Springer Medien | Datum=2003 |ISBN=978-3-827-41422-9  |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/optik/linienbreite/1881}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie ist die Breite des Intervalls, in dem die [[Strahldichte#Spektrale Strahldichte|spektrale Intensität]] der betrachteten Linie größer als der halbe Maximalwert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Halbwertsbreite|Hrsg=Ulrich Kilian u. Christine Weber|Sammelwerk=Lexikon der Physik |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag |Datum=2003 |ISBN=978-3-860-25296-3 |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/physik/halbwertsbreite/6325}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Intensitätsverteilung für eine Spektrallinie, bei der kein [[Linienverbreiterung|Verbreiterungsmechanismus]] wirksam ist, hat die Form einer [[Lorentzkurve|Lorentz-Verteilung]].&amp;lt;ref name= &amp;quot;LexO-LF&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Linienformen|Hrsg=Ulrich Kilian u. Christine Weber|Sammelwerk=Lexikon der Physik |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag |Datum=2003 |ISBN=978-3-860-25296-3 |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/physik/linienformen/9081}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht die beobachtete Strahlung von mehreren unabhängigen Quellen aus, so unterscheidet man:&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;homogene Linienbreite&amp;#039;&amp;#039;, die schon jeder einzelne Emittent aufweist,&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;inhomogene Linienbreite&amp;#039;&amp;#039;, die durch die gleichzeitige Beobachtung vieler Emittenten mit leicht verschiedener Mittenfrequenz ergibt. Die inhomogene Linienbreite ließe sich durch eine genauere Auswahl unter den Emittenten verringern.&lt;br /&gt;
Als Ursachen der Linienbreite sind neben der prinzipiellen quantenmechanischen [[Energie-Zeit-Unschärferelation|Energieunschärfe]] aller instabilen Systeme (&amp;#039;&amp;#039;natürliche Linienbreite&amp;#039;&amp;#039;) äußere Störungen wie Zusammenstöße der Emittenten und [[Dopplerverschiebung]] durch ihre ungeordnete Bewegung zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Quantenphysik]] (z.&amp;amp;nbsp;B. bei instabilen [[Elementarteilchen]]) wird die Linienbreite auch oft durch die Energieunschärfe oder [[Zerfallsbreite]] &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma&amp;lt;/math&amp;gt; ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natürliche Linienbreite ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Quantenmechanik]] kann ein [[physikalisches System]], wenn es eine scharf definierte Energie besitzt, sich zeitlich nicht verändern. Umgekehrt besitzen Systeme, die spontan zerfallen oder eine Strahlung erzeugen, eine prinzipielle [[Energie-Zeit-Unschärferelation|Energieunschärfe]], ihre Strahlung eine entsprechende &amp;#039;&amp;#039;natürliche Linienbreite&amp;#039;&amp;#039;. Die Form entspricht dabei einer [[Resonanzkurve]] oder [[Lorentzkurve]], die in der Mathematik auch als  [[Cauchy-Verteilung]] bekannt ist. Das gilt ganz allgemein, gleichermaßen z.&amp;amp;nbsp;B. für Elementarteilchen, [[radioaktiv]]e oder angeregte [[Atomkern|Kerne]], angeregte [[Atom]]e, [[Molekül]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Energieunschärfe beträgt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Gamma = \hbar \lambda = \frac \hbar\tau&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* der [[Reduzierte Planck-Konstante|reduzierten Planck-Konstante]] &amp;lt;math&amp;gt;\hbar =  \tfrac h {2\pi},&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* der [[Zerfallskonstante]] &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt; (Übergangswahrscheinlichkeit pro Zeitspanne),&lt;br /&gt;
* der [[Lebensdauer (Quantenphysik)|Lebensdauer]] &amp;lt;math&amp;gt;\tau = 1/ \lambda&amp;lt;/math&amp;gt; (zukünftige mittlere Aufenthaltsdauer des Systems im Anfangszustand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Form&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \Gamma\cdot \tau = \hbar&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ähnelt der Zusammenhang der [[Heisenbergsche Unschärferelation|heisenbergschen Unschärferelation]] und wird deshalb auch als [[Energie-Zeit-Unschärferelation]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Elementarteilchenphysik]] wird diese Beziehung zur experimentellen Bestimmung extrem kurzer Lebensdauern genutzt. Beispielsweise ergibt sich beim [[Z-Boson|Z&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt;-Boson]] aus der [[Zerfallsbreite]] &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma = 2{,}5 \, \mathrm{GeV}&amp;lt;/math&amp;gt; die Lebensdauer &amp;lt;math&amp;gt;\tau = 2{,}6 \cdot 10^{-25} \, \mathrm{s}&amp;lt;/math&amp;gt; – die kürzeste, die man bisher gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Optik]] hängt die natürliche Linienbreite unmittelbar mit der [[Kohärenzlänge]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann die natürliche Linienbreite mithilfe eines [[Lorentzoszillator]]s modellieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Demtröder, Experimentalphysik 3 Atome, Moleküle und Festkörper, Band 3, S. 246 ff, {{Google Buch|BuchID=DFEzhuWhoTsC|Seite=246|Hervorhebung=natürliche Linienbreite}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linienverbreiterung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Linienverbreiterung}}&lt;br /&gt;
Durch bestimmte Effekte wie die [[Dopplerverbreiterung]] oder die [[Druckverbreiterung]] kommt es zu einer Linienverbreiterung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Laser-Linienbreite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörn Bleck-Neuhaus: &amp;#039;&amp;#039;Elementare Teilchen – Von den Atomen über das Standard-Modell bis zum Higgs-Boson.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Springer, Berlin; Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-32579-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4287194-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spektroskopie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laserphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atomphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-101053</name></author>
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