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	<title>Linga - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T19:44:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linga&amp;diff=195939&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 15. Dezember 2025 um 22:20 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-15T22:20:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lingam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (n., {{saS|लिङ्ग|liṅga}}, wörtlich ‚Zeichen‘, ‚Symbol‘, ‚Ursprung‘) ist das zumeist an[[ikon]]ische, also nicht bildhafte [[Symbol]] der [[Hinduismus|Hindu]]-Gottheit [[Shiva]]. Hindus sehen im Lingam nicht nur die schöpferische, sondern ebenso die erhaltende und zerstörende Kraft Shivas.&lt;br /&gt;
[[Datei:Shiva Lingam.jpg|mini|Shiva-Linga mit [[Yoni]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Puja-im-shivatempel.jpg|mini|Brahmane bei der [[Puja (Hinduismus)|Shivapuja]]]]&lt;br /&gt;
Nach einer Legende zum Ursprung des Lingam entbrannte unter den Hindu-Hauptgöttern heftiger Streit um die Frage, wer von ihnen der Höchste sei; da erschien eine riesige Feuersäule am Himmel. [[Brahma]] flog in Gestalt einer Wildgans in die Luft, um das obere Ende auszumachen, [[Vishnu]] tauchte mit gleicher Absicht in Ebergestalt in die Tiefen des Meeres hinab; beide erreichten jedoch ihr Ziel nicht. Da nahm die Säule plötzlich Gestalt an und öffnete sich: In ihr erschien Shiva und alle Götter huldigten ihm als höchstem Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wissenschaft assoziiert das Shiva-Lingam gewöhnlich mit der männlichen Schöpferkraft Shivas und interpretiert es als Symbol des [[Phallus]]; im westlichen [[Neotantra]] wird der Begriff sogar synonym zu „[[Penis]]“ gebraucht. Allerdings ist unter Religionswissenschaftlern umstritten, ob hier nicht eher die Symbolik eines vor-hinduistischen [[Steinkult]]es hineinwirkt, das Lingam also nicht in erster Linie ein Phallus, sondern eben ein Stein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar steht in einigen [[Tantra|tantrischen]] Richtungen des [[Hinduismus]] die Elternschaft des Göttlichen, die damit verbundene [[Schöpferkraft]] und so auch die Sexualität an zentraler Stelle. Shivaitische Schriften betonen allerdings die Formlosigkeit des Göttlichen. Daher wird Shiva von seinen Gläubigen selten in anthropomorpher Form, sondern hauptsächlich in seinem Emblem, so die wörtliche Übersetzung für Lingam, verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pashupatinath Mandsaur.jpg|mini|hochkant|Achtgesichtiges Lingam des [[Pashupati]] in [[Mandsaur]]]]&lt;br /&gt;
Lingams können verschieden groß sein; historische, aber auch neuzeitliche Lingams sind meist aus schwarzem oder dunklem [[Dolerit]]-Gestein gefertigt und nahezu immer [[monolith]]isch. Es gibt das zylindrische oder säulenartige &amp;#039;&amp;#039;[[Swayambhu]] Lingam&amp;#039;&amp;#039; (alleinstehend, „selbstseiend“) und das dreiteilige Lingam mit einer Art Sockel. In Tempeln findet man meist das dreiteilige, eine Kombination von Lingam und der [[Yoni]], die den oberen Teil des Sockels bildet. Die Yoni wird oft als weibliches Prinzip des Göttlichen verstanden und, als Gegenstück zum phallusartigen Lingam, als weibliches Geschlecht interpretiert. Wie für alle Symbolik im Hinduismus gilt auch hier, dass keine Erklärung für alle Gläubigen gleichermaßen gültig ist. Mit dieser Frage setzen sich die verschiedenen heiligen Schriften auseinander, die [[Puranas]] ebenso wie Schriften der [[Tantra|tantrischen]] Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Einteilung unterscheidet zwischen &amp;#039;&amp;#039;Acala-Lingams&amp;#039;&amp;#039;, die fest auf einem Platz stehen und den mobilen &amp;#039;&amp;#039;Cala-Lingams&amp;#039;&amp;#039;. Letztere können im Haustempel stehen oder sogar – kurzfristig hergestellt, etwa aus Sand oder Ton – nach dem Ritus wieder zerstört werden. &amp;#039;&amp;#039;Acala-Lingams&amp;#039;&amp;#039; aus Stein, die man im Tempel installiert, bestehen aus drei Teilen: Das obere, zylindrisch geformte Drittel ist &amp;#039;&amp;#039;Rudra-Bhaga&amp;#039;&amp;#039; und diesem Teil gilt die Verehrung. Der &amp;#039;&amp;#039;Rudra-Bhaga&amp;#039;&amp;#039; steht für Shiva in seinem zerstörerischen Aspekt. Der mittlere, manchmal achteckige Teil, &amp;#039;&amp;#039;Vishnu-Bhaga&amp;#039;&amp;#039;, repräsentiert das erhaltende Prinzip, wogegen der viereckige untere, &amp;#039;&amp;#039;Brahma-Bhaga&amp;#039;&amp;#039;, die schöpferische Kraft darstellt. Die beiden unteren Teile bilden den Sockel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach archäologischen Funden wurde eine unbekannte Gottheit (vielleicht [[Rudra]] oder eine andere Vorform von Shiva) bereits in [[Veden|vorvedischer]] Zeit in seiner anikonischen Form als Lingam verehrt. Später dann kommen die Form des naturalistischen Kultbildes (Phallus mit angedeuteter Eichel) und die eingesichtigen Lingams (mit angesetztem Kopf) vor (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Bhumara]]). Sehr selten sind mehrgesichtige Lingams (z.&amp;amp;nbsp;B. im &amp;#039;&amp;#039;Chaumukhnath-Tempel&amp;#039;&amp;#039; in [[Nachna]] oder im &amp;#039;&amp;#039;Pashupathinath-Tempel&amp;#039;&amp;#039; in [[Mandsaur]]). Ungewöhnlich und äußerst selten sind Lingam-Reliefs (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Kalinjar]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lord Shiva devotees offering milk, flowers, fruits and bel leaves on a Shivaling for seeking divine blessings, in a city temple at the celebration of Maha Shivaratri, in New Delhi on February 23, 2009 (1).jpg|mini|Verehrung eines Lingams in einem Tempel mit Milch, Blumen und [[Bengalische Quitte|Bhel]]-Blättern als Opfergaben]]&lt;br /&gt;
Im Ritus werden rituell reine Substanzen wie [[Ghee]], Sandelholzöl, Milch oder Wasser über das Lingam gegossen und über das Sammelbecken der Yoni in eine Schale bzw. nach außen geleitet. Diese Substanzen sind [[Prasad]], d.&amp;amp;nbsp;h. „göttliche“ Nahrung; sie wird an die Gläubigen zu deren Speisung und Segnung verteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultstätten ==&lt;br /&gt;
Unterschiedlichen Volksüberlieferungen zufolge gibt es in Indien etwa sieben bis zwölf wichtige [[Kultstätte|Naturheiligtümer]], in denen jeweils ein von der Natur geformtes Lingam steht, wie etwa in einer Höhle in [[Amarnath]] im [[Himalaya]], wo sich in bestimmten Zyklen eine Eissäule bildet und wieder verschwindet. Diese Plätze sind populäre Wallfahrtszentren. Die heiligsten Plätze der Shivaiten, die [[Jyotirlinga]]s, sind über ganz Indien verstreut. Aber an vielen Plätzen des Landes werden auch andere Lingams oder deren Bruchstücke verehrt (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Murudeshwara]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Große Lingams ==&lt;br /&gt;
Das größte (erhaltene) Shiva-Lingam mit einer Höhe von etwa 5,50 m und einem Durchmesser von etwa 2,30 m befindet sich im &amp;#039;&amp;#039;Bhojeshvara-Tempel&amp;#039;&amp;#039; in [[Bhojpur (Madhya Pradesh)]]. Das Lingam im &amp;#039;&amp;#039;Matangeshvara-Tempel&amp;#039;&amp;#039; im [[Tempelbezirk von Khajuraho]] misst bei einem Durchmesser von etwa einem Meter etwa 2,53 m Höhe. Obwohl heute in vielen Städten Indiens große Shiva-Statuen errichtet werden, gibt es auch einige wenige gemauerte Lingams (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Ratlam]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
Interessant ist, wie die ersten protestantischen [[Missionar]]e aus Deutschland das Lingam in Indien wahrnahmen und den Daheimgebliebenen beschrieben. In den Halleschen Berichten aus [[Tranquebar]] äußerte man sich 1714 wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat | Text= Lingum ist unter ihnen eine Figur, die das membrum virile und faemininum praesentiret, so sie (welches schändlich) als etwas göttliches verehren. Denn solches Lingum stehet in dem allerinnersten Gemache der Pagoden von steinen ausgehauen, welches die Bramanen täglich mit Opfern und vielen Anbetungs-Ceremonien verehren. Nachmals stehet solches Lingum auch öffters in freyen Oertern oder Häyen; welches auch aus Quadrat Steinen gehauen ist. Einige aber haben solches gantz klein aus Stein oder Crystall gemacht, und tragen solches stets um sich, entweder in Haaren auf dem Kopfe, oder am Halse in ein Tüchlein eingehült.| Autor= [[Bartholomäus Ziegenbalg]] | Quelle= „Die vierzehnte Continuation“, Halle 1715}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anneliese und Peter Keilhauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildsprache des Hinduismus. Die indische Götterwelt und ihre Symbolik.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1986, S.&amp;amp;nbsp;145&amp;amp;nbsp;f. und S.&amp;amp;nbsp;167&amp;amp;nbsp;ff., ISBN 3-7701-1347-0&lt;br /&gt;
* Swami Harshananda: &amp;#039;&amp;#039;Hindu Gods and Goddesses.&amp;#039;&amp;#039; Sri Ramakrishna Math, Madras 1987, ISBN 81-7120-110-5.&lt;br /&gt;
* [[Julius Rosenbaum (Mediziner)|Julius Rosenbaum]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Lustseuche im Altertume nebst ausführlichen Untersuchungen über den Venus- und Phalluskultus, Bordelle, Νοῦσος ϑήλεια der Skythen, Paederastie und andere geschlechtliche Ausschweifungen der Alten als &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur richtigen Erklärung ihrer Schriften&amp;#039;&amp;#039; dargestellt.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, H. Barsdorf, Berlin 1904, S. 59–64 (&amp;#039;&amp;#039;Lingamkultus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lingam|Linga}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbol (Hinduismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralgegenstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neotantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Shivaismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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