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	<title>Linearmotor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T14:32:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Linearmotor&amp;diff=56681&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21288-3: /* Industrielles Umfeld */</title>
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		<updated>2026-03-16T15:18:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Industrielles Umfeld&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Linearmotor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;linear motor&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;linear synchron motor&amp;#039;&amp;#039; (LSM)}}) ist eine [[Elektrik|elektrische]] [[Antriebsmaschine]]. Er wurde vor dem rotatorischen Motor erfunden. Im Jahre 1854 ließ [[Charles Grafton Page]] einen [[Zylinderspule|Solenoid]]-Linearmotor mit [[Schubkurbel]] patentieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=10480| Code=A| Titel=Electromagnetic Engine| V-Datum=1854-01-31| Erfinder=Charles G. Page}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Maschine war für den Antrieb von [[Lokomotive]]n gedacht. Anders als die verbreiteten rotierenden Maschinen, versetzt ein Linearmotor die von ihm getriebenen Objekte nicht in eine drehende Bewegung, sondern schiebt sie auf geradliniger oder gekurvter Bahn ([[Translationsbewegung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Linearmotors wird auch für Antriebe verwendet, bei denen der bewegliche Teil ([[Anker (Elektrotechnik)|„Läufer“]]) sich dreht, aber nur zum Teil vom feststehenden [[Stator]] umgeben ist (zum Beispiel [[Schallplattenspieler#Antriebstechniken|Plattenteller]]- oder [[Waschmaschine|Waschtrommelantriebe]]). Antriebe für Linearbewegungen wie [[Schwingspule]]n, deren Prinzip keine verschiedenen Kräfte oder Geschwindigkeiten zulässt, werden nicht als &amp;#039;&amp;#039;Linearmotoren&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, sondern nur unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Linearaktor&amp;#039;&amp;#039; mit den Linearmotoren zusammengenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Linear motor U-tube.svg|mini|Schnittdarstellung eines Linearmotors. Der blaue, mittlere Teil ist gegenüber den Permanentmagneten rechts und links beweglich und trägt zwei [[Elektromagnet]]e, um Eisenkerne (grau) gewickelte [[Spule (Elektrotechnik)|Spulen]] (orange) – die Punkte und Kreuze deuten die Stromrichtung an.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsprinzip ==&lt;br /&gt;
=== Unabhängige Erklärung ===&lt;br /&gt;
Die Magnetfelder des Läufers („Mover“) und die Magnetfelder des Stators („Fahrweg“) werden immer so kombiniert (die Elektromagnete werden entsprechend gepolt mit Strom versorgt), dass der Läufer ein Wegstück „nach vorne“ gezogen wird (und vom Magnetfeld hinter sich abgestoßen wird). Hat er die Position erreicht, zu der er gezogen wurde, so wird umgepolt, und der Läufer wird von dieser Position nun weggedrückt und zur nächsten Magnetspule/Permanentmagnet hingezogen. Dadurch, dass der Läufer zwei etwas versetzte Magnetfeld-Erzeuger besitzt, befindet sich immer mindestens einer davon gerade „auf halbem Weg“, was eine Festlegung der Laufrichtung (vorwärts oder rückwärts) ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steuerung des Linearmotors erfolgt über vorgeschaltete Systeme. Neben kabelgebundenen Handschaltern und Fernbedienungen kommt die moderne Raumsteuerung infrage. Die Einbindung in industrielle [[Automatisierungstechnik|Automatisierungssysteme]] wird auch über PC-basierte Steuerungen realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ableitung vom Rotationsmotor ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Linearmotorprinzip.png|miniatur|Von der rotierenden Maschine zum Linearmotor]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich könnten rotative Motoren aller Prinzipien durch eine Projektion, die den runden Luftspalt auf eine Gerade abbildet, in Linearmotoren verwandelt werden, wobei die ursprünglich kreisförmig angeordneten elektrischen Erregerwicklungen ([[Stator]]) auf einer ebenen Strecke angeordnet sind. Der Läufer, der im Drehstrommotor rotiert, wird beim Linearmotor von dem längs bewegten Magnetfeld über die Fahrstrecke gezogen. Daher rührt auch die vielfach verwendete Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Wanderfeldmaschine&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis werden fast ausschließlich entweder [[Drehstrom-Asynchronmaschine]]n (das Magnetfeld ist nicht fest mit der Bewegung gekoppelt) oder [[Drehstrom-Synchronmaschine]]n im weiteren Sinne verwendet (was auch lineare Reluktanzmaschinen und Linearschrittmotoren einschließt). Die Verwendung kommutierter Gleichstrommaschinen ist zwar möglich, aber eher unüblich. Der erforderliche Abstand zwischen Läufer und Linearwicklung kann zum Beispiel mit Rädern oder Luftkissen gehalten werden oder durch Schweben auf einem geregelten Elektromagneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu rotierenden bürstenlosen Maschinen wird in Linearmotoren oft (aber nicht zwingend) der aktiv bestromte Teil bewegt, während der passive Teil stillsteht. Der Läufer (Translator, Schlitten) des Linearmotors entspricht dann topologisch dem [[Stator]] der rotierenden Maschine und der Ständer (Stator, Laufbahn, Schiene) entspricht topologisch dem [[Rotor]] der rotierenden Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzszenarien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrielles Umfeld ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Linear motor by Zureks.jpg|mini|Praktisch aufgebauter Linearmotor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LinearMotor.webm|mini|Linearmotor in Aktion]]&lt;br /&gt;
Linearmotoren werden in [[Werkzeugmaschine]]n, [[Positioniersystem]]en und [[Handlingsystem|Handlingmodulen]] in [[Bearbeitungszentrum|Bearbeitungszentren]] verwendet. Herkömmlich werden Vorschubkräfte von einem sich drehenden Elektromotor erzeugt und in einem Getriebe in eine translatorische Bewegung umgesetzt. Die Bewegung wird also &amp;#039;&amp;#039;indirekt&amp;#039;&amp;#039; herbeigeführt. Linearmotoren ermöglichen es hingegen, direkt eine translatorische Bewegung darzustellen, man nennt sie deswegen auch &amp;#039;&amp;#039;Direktantriebe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linearmotoren haben in diesem Bereich den Vorteil hoher [[Beschleunigung]]en von bis zu 6[[g-Kraft|g]] und von Verfahr[[geschwindigkeit]]en bis 800&amp;amp;nbsp;m/min (48&amp;amp;nbsp;km/h). Die maximalen Kräfte, die mit asynchronen [[Polysolenoid-Linearmotor]]en erreicht werden, liegen derzeit bei 30&amp;amp;nbsp;kN. Für das Erreichen noch höherer mechanischer Kräfte werden ebenfalls Konzepte mit gekühlten, supraleitenden Spulen entwickelt. Außerdem sind sie wegen der wenigen aufeinander reibenden Teile besser für einen Einsatz in [[Reinraum|Reinräumen]] geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linearmotoren werden auch häufig in Positioniergeräten oder verschiedenen anderen Maschinenarten, etwa bei [[akustische Mikroskopie|Ultraschallmikroskopen]], [[Plasmaschneider|Plasmaschneidanlagen]], [[Laserschneiden|Laserschneidanlagen]] und [[Wasserstrahlschneidanlage]]n, eingesetzt. Auch eignen sie sich als Pumpen für flüssige Metalle (zum Beispiel Natriumkreislauf in [[Atomkraftwerk]]en), wobei die Spulen fest montiert sind und das flüssige Metall als Läufer im Durchlaufrohr in Bewegung bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linearmotoren werden auch für Bahnantriebe ([[Transrapid]]/[[RailCab]], [[HSST]] oder [[Achterbahn]]en) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Normsymbol-Linearmotor.JPG|mini|100 px|Normsymbol Linearmotor]]&lt;br /&gt;
Verstärkt werden Linearmotoren wegen der vielen konstruktiven Vorteile mittlerweile in Haushalts-Elektro-Kleingeräten, wie elektrischen Zahnbürsten, elektrischen Rasierern oder Mundduschen eingebaut. Als Stator kommen dabei Magnete aus [[Neodym-Eisen-Bor]] zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zum Läuten von [[Kirchenglocke]]n finden Linearmotoren als verschleißfreier Ersatz der klassischen Läutemaschinen zunehmend Verwendung. Dabei befindet sich der Stator fest am Glockenstuhl, während der als Metallplatte ausgeführte Läufer nur mit dem Glockenjoch verbunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenverarbeitung ===&lt;br /&gt;
Mit dem sogenannten „Winchester-Plattensystem“ [[IBM]]-3340 kamen Linearmotoren als Ersatz für die vorherigen hydraulischen Antriebe der Festplattenansteuerung zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Gerecke und Klemens Poschke: {{Webarchiv|url=http://www.storage-insider.de/themenbereiche/rz-techniken/grundlagen/articles/249782/index4.html |wayback=20140221052100 |text=&amp;#039;&amp;#039;IBM Storage System Kompendium&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-03-15 13:59:50 InternetArchiveBot }} (eingesehen am 29. Oktober 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;BR&amp;gt;Bei einigen teureren CD-Spielern wird das Abtastsystem ebenfalls mit einem Linearmotor angetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Springer: &amp;#039;&amp;#039;Fachkunde Elektrotechnik.&amp;#039;&amp;#039; 18. Auflage, Verlag Europa-Lehrmittel, Wuppertal 1989, ISBN 3-8085-3018-9&lt;br /&gt;
* Gregor D. Häberle, Heinz O. Häberle: &amp;#039;&amp;#039;Transformatoren und Elektrische Maschinen in Anlagen der Energietechnik.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Verlag Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten 1990, ISBN 3-8085-5002-3&lt;br /&gt;
* Günter Boy, Horst Flachmann, Otto Mai: &amp;#039;&amp;#039;Die Meisterprüfung Elektrische Maschinen und Steuerungstechnik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage, Vogel Buchverlag, Würzburg 1990, ISBN 3-8023-0725-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Linear motors|Linearmotor}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.trithor.de/pdf/application-notes/2006-08-31%20Trithor%20Development%20of%20Linear%20Motors%20for%20Industry.pdf | wayback=20061028115405 | text=Supraleitende Linearmotoren}} (PDF; 611&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.ipes.ethz.ch/ipes/2002Feldlinien/feld_dreh.html Applet zur Visualisierung des Feldes in einer Asynchron-, Synchronmaschine, bzw. in einem Linearmotor]&lt;br /&gt;
* [http://home.wtnet.de/~jhelm-drube/rapid5.htm Flash-Animation zum Transrapidsystem]&lt;br /&gt;
* [http://www.coastersandmore.de/rides/lim/lim_lsm.shtml Linearantriebe bei Achterbahnen] – Artikel mit Prinzipanimationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1052559506}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektromotor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrische Antriebstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lineartechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
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