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	<title>Limousin-Tonalitlinie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:09:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limousin-Tonalitlinie&amp;diff=2527567&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Quarzdiorite */ Tippfehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limousin-Tonalitlinie&amp;diff=2527567&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-14T14:52:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Quarzdiorite: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Limousin-Tonalitlinie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine gürtelartige Aneinanderreihung [[tonalit]]ischer, [[quarzdiorit]]ischer und verwandter Gesteine im nordwestlichen [[Geologie des Zentralmassivs|Massif Central]] [[Frankreich]]s. Die Gesteine entstanden im Zeitraum [[Devon (Geologie)|Oberdevon]] bis [[Mississippium|Unterkarbon]]. Sie unterscheiden sich von den anderen Granitoiden des Zentralmassivs durch ihren vorwiegend intermediären Chemismus und ihren Reichtum an [[Hornblende]]. Nach der Hauptphase der variszischen Regionalmetamorphose sind sie die ersten magmatischen Absonderungen und ähneln geochemisch [[andesit]]ischen Laven mit kalkalkalischer Affinität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Limousin-Tonalitlinie (abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LTL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), [[Französische Sprache|Französisch]] &amp;#039;&amp;#039;Ligne tonalitique du Limousin&amp;#039;&amp;#039;, wurde erstmals im Jahr 1971 von J. Didier und J. Lameyre in die wissenschaftliche Fachliteratur eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Didier&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Didier, J. und Lameyre, J.|Jahr=1971|Titel=Les roches granitiques du Massif Central|Herausgeber=Plein-Air Service: Symposium J. Jung|Ort=Clermont-Ferrand|Seiten=133-155}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor waren die Gesteine noch als [[Quarzdiorit]]massive des [[Limousin]]s bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Nordwest-Südost-streichende Limousin-Tonalitlinie erstreckt sich über eine Distanz von 220 Kilometer ab [[L’Isle-Jourdain (Vienne)|L’Isle-Jourdain]] im [[Département Vienne]] bis nach [[Capdenac]] im [[Département Lot]]. Sie enthält insgesamt 25 größere Massive magmatischen Ursprungs, deren Gesteine überwiegend in der [[Obere Gneisdecke|Oberen Gneisdecke]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Aneinanderreihung beginnt am Nordwestrand des Massif Central mit der Gruppierung um [[Saint-Barbant]] (mit dem [[Saint-Barbant-Quarzdiorit]], dem [[Availles-Port-de-Salles-Granodiorit]] und dem [[Oradour-Fanais-Quarzmonzodiorit]]), in südöstlicher Richtung folgt dann die Gruppierung östlich von  [[Confolens]] (mit dem [[Lacouture-Quarzdiorit]], dem [[La-Gouyonnerie-Tonalit]], dem [[Saint-Quentin-Quarzdiorit]] und dem [[Saulgond-Tonalit]]). Mehrere kleinere, verstreute Körper befinden sich an der [[Vienne (Fluss)|Vienne]] in der Umgebung von [[Saint-Junien]], wie beispielsweise der [[Saint-Brice-sur-Vienne-Tonalit]], der [[Saillat-sur-Vienne-Tonalit]] (mit kleineren Vorkommen von assoziierten Quarzdioriten und [[Diorit]]en), der [[Saint-Junien-Quarzdiorit]] und der [[La-Bregère-Quarzdiorit]]. Im Süden von [[Limoges]] folgen der [[Aixette-Nexon-Quarzdiorit]], der [[Saint-Jean-de-Ligoure-Diorit]] und der kleine [[Lalet-Diorit]]. Der [[Les Cars-Granit]] enthält ebenfalls kleinere Quarzdioriteinschlüsse. Weiter südlich im [[Bas-Limousin]] ist noch der [[Saint-Julien-le-Vendomois-Quarzdiorit]] anzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter nach Südosten besteht eine Fortsetzung in die [[Département Corrèze|Corrèze]] mit Tonaliten bei [[Tulle]] und nördlich von [[Brive-la-Gaillarde]] als Umrahmung der [[Tulle-Antiklinale]] ([[Ladignac-Massiv]], [[Lagraulière-Tonalit]], [[Sainte-Féréole-Tonalit]] und [[Tulle-Gabbro]] mit [[Hornblendit]]). Weiter südlich folgen der [[Beaulieu-Tonalit]] bei [[Beaulieu-sur-Dordogne (Beaulieu-sur-Dordogne)|Beaulieu-sur-Dordogne]] sowie die beiden Vorkommen bei [[Saint-Céré]] ([[Anglars-Quarzdiorit]] und [[Lagineste-Tonalit]]). Südlichster Endpunkt ist schließlich ein Tonalitvorkommen südlich von [[Capdenac]] ([[Capdenac-Tonalit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren auch Vorkommen etwas abseits dieser Hauptlinie in der [[Untere Gneisdecke|Unteren Gneisdecke]]. Beispiele sind der [[Exideuil-Quarzdiorit]] und der [[Mazières-Quarzdiorit]]. Im porphyrischen [[Chirac-Étagnac-Granit]] sind ebenfalls kleinere Tonalit- und Quarzdioritkörper eingeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tonalitgürtel beschränkt sich aber nicht nur auf das Limousin und den Westrand des Zentralmassivs, sondern findet nach Nordwesten eine Verlängerung über das im Untergrund des [[Aquitanisches Becken|Aquitanischen Beckens]] (&amp;#039;&amp;#039;Seuil du Poitou&amp;#039;&amp;#039;) unter mesozoischen Sedimenten verborgene [[Charroux-Civray-Massiv]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cuney, M., Brouand, M. und Stussi, J. M.|Titel=Le complexe plutonique de Charroux-Civray (Vienne): témoin du magmatisme infra-carbonifère dans le segment occidental de la chaîne varisque européenne.|Sammelwerk=Géologie de la France|Band=n° 1-2|Datum=2001|Seiten=143–166}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in das [[Département Vendée]] bei [[Parthenay]]  – Beispiele sind der [[Le-Tallud-Quarzdiorit]] und der [[Moncoutant-Quarzdiorit]] in der [[Haut Bocage]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cuney, M., Brouand, M., Dautel, D., Stussi, J. M., Michard, A., Gros, Y., Poncet, D., Bouton, P., Colchen, M. und Vervialle, J. P.|Titel=Géochimie et géochronologie U/Pb des diorites quartziques du Tallud et de Moncoutant: nouveaux arguments pour une extension de la “Ligne Tonalitique Limousine” en Vendée.|Sammelwerk=C. R. Acad. Sci., Fr.|Ort=Paris|Band=316|Datum=1993|Seiten=1383–1390}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden diese Massive des [[Armorikanisches Massiv|Armorikanischen Massivs]] hinzugerechnet, so erreicht die Tonalitlinie immerhin eine Gesamtlänge von 400 Kilometer und stellt somit eine der bedeutendsten magmatischen Lineamente des Variszischen Orogens dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michel Cuney, Marc Brouand und Jean-Marc Stussi|Titel=Le magmatisme hercynien en Vendée. Corrélations avec le socle du Poitou et l’ouest du Massif central français.|Sammelwerk=Géologie de la France|Band=n° 1-2|Datum=2001|Seiten=117-142}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie ==&lt;br /&gt;
[[Verwitterungsgrus|Grusbildung]] und kugelförmige [[Verwitterung]]sformen sind gelegentlich zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Petrologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quarzdiorit5.jpg|mini|300px|Gestreckter Mazières-Quarzdiorit. Relativ wenig beanspruchter Quarzdiorit oberhalb der Münze. Darunter eine mit Kalzit ausgefüllte Scherkluft, stellenweise noch im offenen Zustand. Darunter sehr stark zerscherter Quarzdiorit.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massive der Tonalitlinie bilden vorwiegend [[Lakkolith]]körper, die oft konkordant zur [[Foliation]] der metamorphen Wirtsgesteine verlaufen. Auch [[Phakolith]]e sind anzutreffen, welche entweder als Antiform (beispielsweise die Vorkommen an der Tulle-Antiklinale)  oder aber als Synform (Saint-Julien-le-Vendomois-Quarzdiorit) organisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern des Gesteinsverbandes finden sich des Öfteren ovale [[Amphibolit]]enklaven und seltenere [[Gneis]]einschlüsse. Die Gesteinskörper können von mittelkörnigen, regellosen oder geregelten [[Granit]]en injiziert werden, auch rosafarbene [[Pegmatit]]adern kommen häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relativ dunklen Gesteine des Tonalitgürtels zeichnen sich durch ihre intermediäre bis basische, chemische Zusammensetzung aus. [[Quarzdiorit]]e und [[Tonalit]]e herrschen vor, [[Diorit]]e sind relativ selten. Ihr [[Petrologie|petrologischer Charakter]] ist durchweg [[kalkalkalisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mineralogie ===&lt;br /&gt;
Das mittel- bis grobkörnige Gefüge (Korndurchmesser 1 bis 10 Millimeter) zeigt eine bevorzugte Ausrichtung der Mineralkörner, die überwiegend zur regionalen Foliation und Lineation konkordant verläuft (Orthogneisifizierung). Die dunkle Gesteinsfarbe wird von schwarzen [[Glimmer]]lamellen ([[Biotit]]) und schwarzen bis grünen, prismatischen oder faserigen [[Amphibol]]en ([[Hornblende]]) verursacht. Daneben treten helle Minerale wie glänzender bis milchiger [[Plagioklas]] und milchig-glasiger [[Quarz]] auf. Der Plagioklas kann aufgrund von [[Kalium]]substitution in Mikrograniteinschlüssen und Pegmatitadern eine Rosafärbung annehmen. An Akzessorien sind honigbrauner [[Titanit]], [[Allanit]] und [[Sulfid]]minerale wie rosafarbener [[Pyrrhotin]] und goldgelber [[Chalkopyrit]] zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonalite ===&lt;br /&gt;
Die mittelkörnigen Tonalite bilden neben den eingangs erwähnten Vorkommen oft linsige Lagen in den wesentlich häufigeren Quarzdioriten. Ihr ursprüngliches, [[hypidiomorph]]es [[Korngefüge]] wird meist von einem eingeregelten, granoblastischen Gefüge überlagert. Diese Orthogneisifizierung ist oft nur sehr schwach entwickelt, sie kann aber bis zur vollständigen Auslöschung des ursprünglichen Gefüges voranschreiten. Die Tonalite sind definitionsgemäß sehr reich an Quarz und enthalten viel Biotit und nur wenig bis überhaupt keine Hornblende. Der Quarz tritt lagig, [[Rekristallisation|rekristallisiert]] auf und zeigt bei beginnender Orthogneisifizierung deutliche Streckung. Spuren von [[Kalifeldspat]] sind sehr selten. Endogene und exogene Umwandlungserscheinungen der Tonalite sind [[Serizitisierung]] und teils [[Saussuritisierung]] des Plagioklases sowie Entfärbung und/oder [[Chloritisierung]] des Biotits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quarzdiorite ===&lt;br /&gt;
Sie stellen den weitaus häufigsten Gesteinstypus. Ihre Gefügeeinregelung fällt noch deutlicher aus als bei den Tonaliten. Auch bei ihnen wird das primär hypidiomorphe Korngefüge granoblastisch bzw. granonematoblastisch überlagert/ersetzt. Der Plagioklas ist ein (manchmal oszillierend) zonierter [[Andesin]] (An &amp;lt;sub&amp;gt;40-50&amp;lt;/sub&amp;gt;). Der meist xenomorphe Quarz tritt in mono- oder polykristallinen, lagigen Ansammlungen auf, zeigt [[undulöse Auslöschung]] und Rekristallisation. Er kann auch als Einschlüsse in Plagioklas und Hornblende vorliegen. Die grüne Hornblende (MgO 10,5 %, FeO 16,7 %) bildet subautomorphe Ansammlungen, bei beginnender Orthogneisifizierung entstehen blastische und poikiloblastische Gefüge. Der sehr [[Pleochroismus|pleochroische]] Biotit erscheint stellenweise als Knicklamellen mit sehr seltenen [[Zirkon]]einschlüssen. Die Chloritisierung des Biotits kann unter Neubildung von [[Epidot]] und [[Prehnit]] sehr weit fortgeschritten sein; gelegentlich entsteht sogar mandelförmiger, die Glimmerlagen auseinanderdrückender Kalifeldspat. Akzessorische Mineralien, meist in Assoziation mit den Fe-Mg-Mineralien, sind [[Magnetit]] und/oder [[Ilmenit]], Sulfide, Titanit, [[Apatit]], Allanit und seltener Zirkon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prozentuale Zusammensetzung (Vol.-%):&lt;br /&gt;
* Quarz: 0–16 %&lt;br /&gt;
* Plagioklas: 20–82  %&lt;br /&gt;
* Mikroklin: 0–4 %&lt;br /&gt;
* Hornblende: 6–31 %&lt;br /&gt;
* Biotit: 8–25 %&lt;br /&gt;
* Akzessorien: 4 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diorite ===&lt;br /&gt;
Die recht seltenen Diorite sind homogene, feinkörnige, meso- bis melanokrate Gesteine, die nur sehr wenig oder gar keinen Quarz mehr aufweisen. Eine Gefügeeinregelung ist sehr undeutlich zu erkennen. Sie treten meist sporadisch als Züge innerhalb der Quarzdiorite auf. Innerhalb dieser Dioritzüge können auch abgesonderte [[Hornblendit]]lagen vorhanden sein mit zentimetergroßen, automorphen, grünen Hornblenden. Zum Mineralbestand der Diorite zählen Plagioklas, Biotit, grüne Hornblende, Titanit, Apatit sowie akzessorische [[Oxid]]e und Sulfide. Die Plagioklase sind xenomorph bis polygonal. Gelegentlich finden sich noch Pseudomorphosen von Hornblende nach [[Pyroxen]]. Der Biotit ist auch bei den Dioriten chloritisert oder prehnitisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prozentualer Mineralbestand (Vol.-%):&lt;br /&gt;
* Hornblende: 47 %&lt;br /&gt;
* Plagioklas: 34 %&lt;br /&gt;
* Biotit: 15 %&lt;br /&gt;
* Akzessorien: 4 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
=== Hauptelemente ===&lt;br /&gt;
Anbei folgen mehrere, teils gemittelte chemische Analysen von Gesteinen des Tonalitgürtels:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe3&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Oxid  &amp;lt;br /&amp;gt;Gew. % || Availles-Port-de-Salles&amp;lt;br /&amp;gt;Granodiorit !! Chirac-Étagnac&amp;lt;br /&amp;gt;Tonalit|| Saint-Barbant&amp;lt;br /&amp;gt;Quarzdiorit !! Saint-Brice-sur-Vienne&amp;lt;br /&amp;gt;Tonalit !! Saulgond&amp;lt;br /&amp;gt;Quarzdiorit !! Quarzdiorite&amp;lt;br /&amp;gt;6 Analysen !! Anglars&amp;lt;br /&amp;gt;Quarzdiorit !! La Guyonnerie&amp;lt;br /&amp;gt;Diorit || Diorite&amp;lt;br /&amp;gt;3 Analysen|| Saint-Quentin&amp;lt;br /&amp;gt;Diorit ||Lacouture&amp;lt;br /&amp;gt;Diorit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; || 69,00 || 67,24 || 60,07 || 55,99 || 55,18 || 54,29 || 52,94 || 50,98 || 49,89 || 49,80 || 49,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; || 0,32 || 0,40 || 0,82 || 1,06 || 1,06 || 1,29 || 1,25 || 0,75 || 1,47 || 1,96 || 1,30 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; || 15,90 || 16,61 || 17,23 || 17,64 || 17,32 || 17,31 || 19,77 || 19,20 || 18,72 || 16,75 || 18,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; || 2,80 tot || 1,07 || 6,57 tot || 7,74 tot || 8,55 tot || 2,46 || 2,61 || 8,51 tot || 2,70 || 11,08 tot || 9,89 tot&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|FeO ||  || 2,84 ||  ||  ||  || 6,55 || 5,82 ||  || 7,16 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MnO || 0,06 || 0,09 || 0,13 || 0,13 || 0,15 || 0,11 || 0,07 || 0,15 || 0,18 || 0,22 || 0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MgO || 0,91 || 1,74 || 2,93 || 3,63 || 4,54 || 4,01 || 3,09 || 6,29 || 4,28 || 6,00 || 4,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|CaO || 2,60 || 4,33 || 5,82 || 7,14 || 7,65 || 7,16 || 7,22 || 9,31 || 8,20 || 9,00 || 8,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O || 3,55 || 3,38 || 3,44 || 3,42 || 3,43 || 3,36 || 3,90 || 2,76 || 3,64 || 3,18 || 3,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O || 4,19 || 1,69 || 1,94 || 1,57 || 1,56 || 1,59 || 1,28 || 1,26 || 0,78 || 0,95 || 1,62 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|P&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt; || 0,13 || 0,11 || 0,13 || 0,26 || 0,10 || 0,27 || 0,25 || 0,09 || 0,47 || 0,40 || 0,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Flüssigkeitsverlust || 1,00 || 0,63 || 0,82 || 1,00 || 1,06 || 1,07 || 0,90 || 1,02 || 1,02 || 0,90 || 1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Hauptelementen variiert der SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt in den Gesteinen der Tonalitlinie zwischen 49 und 69 Gewichtsprozent, es handelt sich daher im Wesentlichen um intermediäre Gesteine. Die Summe der Alkalien Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O + K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O schwankt hauptsächlich zwischen 4 und 5 Gewichtsprozent - typisch für subalkalische Hauptreihengesteine. Anhand des K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O-Gehalts von 0,78 bis meist nicht mehr als 2 Gewichtsprozent lässt sich ein kalkalkalischer Charakter der Mittel-K-Reihe erkennen. Die mafischen Diorite (um 50 Gewichtsprozent SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) besitzen zum Teil sehr hohe Konzentrationen an TiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, MnO, Gesamteisen, MgO, CaO und P&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;. Die Gehalte an Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O sind durchgehend recht hoch und deuten auf eine mögliche [[Spilit]]isierung der Gesteine hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spurenelemente ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe3&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Spurenelemente&amp;lt;br /&amp;gt;ppm || Chirac-Étagnac&amp;lt;br /&amp;gt; Tonalit || Saint-Brice-sur-Vienne&amp;lt;br /&amp;gt; Tonalit !! Saint-Junien&amp;lt;br /&amp;gt;Diorit !! Quarzdiorite&amp;lt;br /&amp;gt;6 Analysen || Diorite&amp;lt;br /&amp;gt;3 Analysen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ba || 597 || 667 || 996 || 741 || 444&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Co || 6 || 70 || 13 || 56 || 61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Cr || 43 || 31 || 71 || 52 || 70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hf || 2,3 ||  || 5,4 || 5,4 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Li || 50 ||  || 69 || 69 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nb || 4,8 ||  || 11,6 || 11,6 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ni || 12 || 15 || 12 || 13 || 29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rb || 52 || 49 || 50 || 43 || 27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sr || 372 || 604 || 531 || 596 || 685&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Pb || 15 ||  || 10 || 10 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Th || 7,2 ||  || 2,6 || 2,6 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| U || 3,8 ||  || 0,8 || 0,8 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V || 49 ||  || 272 || 272 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Y || 7,2 ||  || 29,2 || 29,2 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zn || 69 ||  || 139 || 139 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zr || 88 ||  || 268 || 268 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Spurenelement]]analysen sind leider etwas unvollständig. Sie offenbaren aber dennoch im Vergleich mit [[Inselbogen]]-Andesiten relativ hohe Werte für die Elemente [[Barium]], [[Strontium]], [[Vanadium]] und zum Teil auch für [[Kobalt]], [[Niobium]], [[Zink]] und [[Zirkonium]]. Die ermittelten Analysenwerte sind jedoch generell den bei Andesiten kontinentaler Subduktionszonen vorgefundenen Konzentrationen sehr ähnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Ewart|Titel=The mineralogy and petrology of Tertiary-Recent orogenic volcanic rocks: with special reference to the andesitic-basaltic compositional range|Herausgeber=R. S. Thorpe|Sammelwerk=Andesites: orogenic andesites and related rocks|Band=26|Datum=1982|Seiten=87|Ort=Chichester|Verlag=Wiley}}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Nickel]], [[Uran]] und [[Thorium]] sind etwas abgereichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Isotopenverhältnisse ===&lt;br /&gt;
Shaw und Kollegen (1993) geben für die Tonalitlinie des Limousins folgende [[Isotop]]enverhältnisse an:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shaw&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Shaw, A., Downes, H. und Thirlwall, M. F.|Titel=The quartz-diorites of Limousin: Elemental and isotopic evidence for the Devono-Carboniferous subduction in the French Massif Central.|Sammelwerk=Chem. Geol.|Band=107|Datum=1993|Seiten=1–18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Granitoiden des Zentralmassivs relativ niedrige &amp;lt;sup&amp;gt;87&amp;lt;/sup&amp;gt;Sr/&amp;lt;sup&amp;gt;86&amp;lt;/sup&amp;gt;Sr-Verhältnisse, die sich zwischen 0,7047 und 0,7059 bewegen&lt;br /&gt;
* relativ hohes εNd zwischen − 0,7 und + 1,8&lt;br /&gt;
* die initialen Bleiverhältnisse fallen mit &amp;lt;sup&amp;gt;206&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb/&amp;lt;sup&amp;gt;204&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb=18,15–18,38, &amp;lt;sup&amp;gt;207&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb/&amp;lt;sup&amp;gt;204&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb=15,57–15,62 und &amp;lt;sup&amp;gt;208&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb/&amp;lt;sup&amp;gt;204&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb=38,06–38,26 recht homogen aus. Hierbei sind die initialen &amp;lt;sup&amp;gt;207&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb/&amp;lt;sup&amp;gt;204&amp;lt;/sup&amp;gt;Pb-Werte signifikant niedriger als in anderen Granitoiden des Variszikums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt deuten die angetroffenen Isotopenverhältnisse auf Inselbogenmagmatismus bzw. auf das Segment eines aktiven Kontinentalrandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionaler Überblick ==&lt;br /&gt;
Die tonalitischen Einzelvorkommen reihen sich in einem leicht gekrümmten, bogenförmigen Kreissegment auf, welches in etwa dem Nordwestrand des Massif Central folgt. Der Krümmungsradius ist in etwa derselbe wie bei der rechts-verschiebenden, Südost-streichenden [[Südarmorikanischen Scherzone]] (SASZ) –  einer bedeutenden Terrangrenze des [[Armorikanisches Massiv|Armorikanischen Massivs]], die etwa 30 Kilometer weiter westlich im [[Aquitanisches Becken|Aquitanischen Becken]] ausläuft. Manche tonalitische Vorkommen, wie beispielsweise der Saint-Barbant-Quarzdiorit, der Lacouture-Quarzdiorit und der Aixette-Nexon-Quarzdiorit, stehen in engem Zusammenhang mit der [[Oradour-sur-Glane-Störung]], einer weiteren bedeutenden, Südost-gerichteten, dextralen [[Seitenverschiebung]] nordöstlich der SASZ. Der Saulgond-Quarzdiorit wird intern von einer SO-streichenden Seitenverschiebung erfasst und rechtsseitig versetzt. Diese relativ kurze Scherbahn liegt  parallel zur etwa 10 Kilometer nordöstlich verlaufenden Oradour-sur-Glane Störung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tonalitgürtel endet bei [[Figeac]], er wird hier vom [[Sillon houiller]] abgeschnitten, der wichtigsten, NNO-verlaufenden Störungszone im Massif Central.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:QuarzdioritMazières.jpg|mini|300px|Stark tektonisch beanspruchter Mazières-Quarzdiorit mit dunklen Amphiboliteinschlüssen und nach hinten abtauchender Harnischstriemung am oberen Bildrand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Limousin-Tonalitlinie ist nach wie vor nicht restlos geklärt. Es bestehen zwei Erklärungsversuche: Der ältere aus dem Jahr 1971 geht von einem [[andesit]]ischen [[Inselbogen]] aus, der jüngere sieht die Gesteine als anatektische Aufschmelzungsprodukte Amphibolit-führender Paragneise während der mediovariszischen [[Metamorphose (Geologie)|Regionalmetamorphose]] im Massif Central an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inselbogen ===&lt;br /&gt;
Gemäß dieser Hypothese repräsentiert der Tonalitgürtel den Verlauf einer ehemaligen [[Subduktion]]szone, an der [[Aquitania (Geologie)|Aquitania]] (Aquitanische Mikroplatte) in nordöstlicher Richtung unter dem mitteleuropäischen Kontinent abtauchte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Didier&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Tonalitgesteine stellen demnach analog zu heutigen Subduktionszonen den plutonischen Wurzelbereich eines devonisch-unterkarbonischen, [[andesit]]ischen [[Inselbogen]]s dar, welcher oberhalb der subduzierenden Aquitanischen Mikroplatte entstanden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shaw&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shaw und Kollegen (1993) gehen von einem abgereicherten Mantelmagma aus, das durch die Subduktion ozeanischer Kruste und terrigener Sedimente modifiziert worden war. Diese primitiven Quarzdioritmagmen wurden anschließend in der Unterkruste durch einen AFC-Prozess (Assimilation kombiniert mit fraktionierter Kristallisation) weiter kontaminiert – wobei saure Magmatite oder Metasedimente assimiliert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shaw&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anatexis ===&lt;br /&gt;
Die [[Anatexis]]hypothese widerspricht dem Subduktionsmodell nicht, konzentriert sich jedoch auf unmittelbare, geologisch/petrologische Gegebenheiten (so werden beim Subduktionsmodell zur Erzeugung der Inselbogenmagmen ebenfalls anatektische Vorgänge benötigt). Bereits 1957 hatte M. Chenevoy die bevorzugte Gefügeeinregelung der Tonalitgesteine erkannt. Überdies lässt sich im Gelände der allmähliche Übergang von den orientierten Tonalitgesteinen zu den sie umhüllenden Paragneisen beobachten, wobei die Gneise ihrerseits erste Anzeichen von Schmelzbildung zu erkennen geben. Die Gneise sind also im Kontaktbereich zu den Tonaliten strikt genommen [[Metatexit]]e. Diesen Sachverhalt erklärte M. Chenevoy mit der anatektischen, in situ-Bildung der Tonalitgesteine innerhalb der Gneise. Er nahm an, dass sie durch Aufschmelzen aus mafischen, in die Gneise eingelagerten Amphibolitlinsen hervorgegangen waren und somit foliationskonkordante [[Migmatit]]e darstellen.&lt;br /&gt;
Dennoch bestehen neben diesen progressiven Übergängen paradoxerweise auch eindeutig intrusive Kontakte, insbesondere am Rand von größeren Tonalitgesteinsmassiven. Eine Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch liefert die Bildungstiefe. Die Tonalitintrusiva waren im Vergleich zu den Migmatiten in wesentlich größerer Tiefe entstanden, konnten aus dem Gesteinsverband abwandern und anschließend in höhere Krustenbereiche intrudieren, wohingegen die orientierten Gesteine in ihrer wesentlich seichteren Ausgangsposition im ursprünglichen Gesteinsverband verblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit von Clemens und Vielzeuf (1987) spricht ebenfalls für das anatektische Modell&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clemens, J. D. und Vielzeuf, D.|Jahr=1987|Titel=Constraints on melting and magma production in the crust|Sammelwerk=Earth Planet. Sci. Lett.|Band=86|Seiten=287-306}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Autoren zeigen, dass Gesteine mit hohem Gehalt an wasserhaltigen Fe-Mg-Mineralen wie Biotit oder Hornblende sich unter günstigen Druck-Temperatur-Bedingungen durch Dehydrierung relativ leicht aufschmelzen lassen. Die plagioklasführenden Paragneise der Oberen Gneisdecke (und auch der Unteren Gneisdecke) sind demnach zur Anatexis gut geeignet, da sie sehr reich an Biotit und Amphibol sind. In ihrer Studie über ähnliche Gesteine in den Artense-Decken der [[Auvergne]] kommen Mercier et al. (1992) zu dem Schluss, dass im Ausgangsgestein bereits vor Beginn der regionalen Foliationsbildung eine Anatexis eingesetzt hatte und die noch während und nach Abklingen der Deformation weiter fortdauerte. Schmelzprodukte sind hornblendeführende Gesteine (± Biotit) mit quarzdioritischer bis tonalitischer Zusammensetzung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mercier, L. u. a.|Jahr=1992|Titel=Évolutions tectono-métamorphiques des nappes de l’Artense (Massif central français): nouveaux marqueurs de la collision dans la chaine varisque|Sammelwerk=Bull. Soc. géol. Fr.|Band=163, n° 3|Seiten=293-308}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter ==&lt;br /&gt;
Radiometrisch bestimmte Altersangaben an Gesteinen des Tonalitgürtels bewegen sich in der Zeitspanne 379 bis 350 Millionen Jahre [[Before Present|BP]] ([[Devon (Geologie)|Oberdevon]] bis [[Mississippium|Unteres Mississippium]]), d.&amp;amp;nbsp;h. sie entstanden gegen Ende der mediovariszischen Epoche&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Bernard-Griffiths u. a.| Titel=The tonalite belt of Limousin (French Massif Central): U-Pb zircon ages and geotectonic implications | Sammelwerk=Bull. Soc. Géol. Fr. | Jahr=1985 | Band=(8), I, n° 4 | Seiten=523-529}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Le-Tallud-Quarzdiorit in der Vendée wurde beispielsweise mit 373 +6/−11 Millionen Jahren datiert (U/Pb-Methode an Zirkon). Neubestimmungen bzw. Neuberechnungen durch Bertrand und Kollegen (2001) ergaben für Tonalite des Charroux-Civray-Massivs 360 ± 3 und 356 ± 5 Millionen Jahre, für den Availles-Port-de-Salles-Granodiorit 355 ± 5 Millionen Jahre, für den Saint-Jean-de-Ligoure-Diorit 354 ± 7 Millionen Jahre und für den Isle-Jourdain-Tonalit 351 ± 6 Millionen Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean-Michel Bertrand u. a.|Titel=Géochronologie U-Pb sur zircons de granitoïdes du Confolentais, du massif de Charroux-Civray (seuil du Poitou) et de Vendée|Sammelwerk=Géologie de la France|Band=n° 1-2|Datum=2001|Seiten=167–189}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überdies haben benachbarte Gesteine wie der [[Oradour-sur-Glane-Diatexit]] und der [[Lanneau-Diatexit]] ein Alter von  375 ± 6 Millionen Jahren BP erbracht (Rubidium-Strontium-Methode), der etwas jüngere [[Cieux-Vaulry-Granit]] besitzt ein Alter von 352 ± 12 Millionen Jahren BP (ebenfalls Rb-Sr)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Duthou, J. L.|Jahr=1977|Titel=Chronologie Rb-Sr et géochimie des granitoïdes d’un segment de la chaîne varisque, rélations avec le métamorphisme: le Nord-Limousin (Massif central français) (thèse d’État)|Sammelwerk=Annales sci. univ. Clermont II|Band=n° 63, fasc. 30|Seiten=294}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Gesteine des Tonalitgürtels beanspruchte rund 25 Millionen Jahre. Sie sind ein Beispiel für die Dichotomie magmatisch/intrusiver und dynamometamorpher Bildungsweisen. Welcher Prozess letztendlich ausschlaggebend war lässt sich nicht eindeutig entscheiden, wahrscheinlich waren beide Prozesse beteiligt. Bedingt durch den favorablen Chemismus der Paragneise wurde die lang anhaltende Anatexis erleichtert. Dass tektonische Bewegungen eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Gesteine spielten, wird durch die räumliche Assoziation des Tonalitgürtels mit bedeutenden, dextralen Seitenverschiebungen unterstrichen. Manche Gesteinskörper wurden sehr stark verformt, beispielsweise der Mazières-Quarzdiorit, der stellenweise intensiv zerschert wurde und bei dem es zur Bildung von offenen Scherklüften kam, welche dann ihrerseits erneut verfaltet wurden. Andere Tonalitkörper wie der Exideuil-Quarzdiorit hingegen treten als sehr  massive, dunkle, relativ gering verformte Quarzdiorite auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Bernard-Griffiths u. a.|Titel=The tonalite belt of Limousin (French Massif Central): U-Pb zircon ages and geotectonic implications | Sammelwerk=Bull. Soc. Géol. Fr.|Jahr=1985|Band=(8), I, n° 4|Seiten=523-529}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Chenevoy, M. u. a.|Jahr=1990|Titel=Feuille Nexon (712)|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans|ISBN=2-7159-1712-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Chèvremont, P. u. a.|Titel=Feuille Rochechouart (687)|Sammelwerk= Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Floc&amp;#039;h, J.-P. u. a.|Titel=Feuille La Rochefoucauld (686)|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Herausgeber=BRGM|Ort=Orléans}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Peiffer, M. T.|Titel=La ligne tonalitique du Limousin – sa contribution à la connaissance de la géologie régionale|Sammelwerk=Annales scientifiques du Limousin|Band=3|Datum=1987|Seiten=3–15}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Shaw, A., Downes, H. und Thirlwall, M. F.|Titel=The quartz-diorites of Limousin: Elemental and isotopic evidence for the Devono-Carboniferous subduction in the French Massif Central.|Sammelwerk=Chem. Geol.|Band=107|Datum=1993|Seiten=1–18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Petrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paläozoikum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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