<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Limonit</id>
	<title>Limonit - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Limonit"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limonit&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T10:37:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limonit&amp;diff=134936&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nassauer27: Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limonit&amp;diff=134936&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-12T15:20:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einleitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Brauneisen|Zum deutschen Juristen siehe [[Achim Brauneisen]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Brauneisenstein Brauner Johannes Suhl.jpg|mini|300px|Schlackiger Brauneisenstein mit Original-Beschriftung aus dem Bergwerk Brauner Johannes in [[Suhl]] (Sammlung Naturhistorisches Museum Schleusingen)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Limonit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brauneisenerz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brauneisenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Basalteisenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein sehr häufig zu findendes, [[eisen]]- und wasserhaltiges Mineral[[gemenge]] verschiedener Eisenoxide wie [[Goethit]], [[Lepidokrokit]] und verschiedener anderer [[Eisen(III)-oxidhydrat|hydratisierter Eisenoxide]]. Zusätzlich wurden an einigen Fundorten auch Beimengungen von [[Hämatit]] gefunden. Daher wird Limonit heute nicht mehr als eigenständiges Mineral angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Glühen setzt Limonit Wasser frei, [[Dehydratisierung (Chemie)|dehydratisiert]] also. Um festzustellen, ob ein ockerfarbenes Gestein oder eine potenzielle Farberde Limonit enthält, hält man eine [[Gesteinsprobe|Probe]] über eine Gasflamme, bis sie rot zu glühen beginnt. Hat sie sich nach dem Abkühlen ins [[Rot]]e oder [[Purpur (Farbe)|Purpurne]] verfärbt, handelte es sich um Limonit. Damit erklärt sich auch, dass viele gelbe [[Tonmineral|Tone]] nach dem Brennen rötliche Töpfer- oder Ziegeleiwaren (z. B. [[Terrakotta]]) ergeben. Auf demselben Effekt beruhen die Pigmente [[Ocker|gebrannter Ocker]], [[Siena (Farbe)|gebrannte Siena]] oder [[Umbra (Farbe)|gebrannte Umbra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Fundorte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:La Palma Limonit.jpg|mini|Limonitausfällung am Grund eines Bachs in der [[Caldera de Taburiente]]]]&lt;br /&gt;
Limonit ist ein Bestandteil [[Sedimentgestein|sedimentärer]] eisenhaltiger [[Gestein]]e. Diese werden als [[Eisenstein (Gestein)|Eisensteine]] oder veraltet als [[Eisenkalkstein]] bezeichnet. Beispiele solcher Gesteine sind [[Raseneisenerz]], [[Oolith]]ische Eisensteine, [[Minette (Erz)|Minette]], [[Trümmereisenerz]] und [[Bohnerz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin kommt Limonit in sekundären [[Lagerstätte]]n (Lagerstätten, die durch Verwitterung primärer Minerale entstanden) vor. Häufig findet es sich als Verwitterungsprodukt eisenhaltiger Minerale ([[Olivin]], [[Pyroxengruppe|Pyroxene]], [[Amphibolgruppe|Amphibole]], [[Biotit]], aber auch von [[Magnetit]]) in [[Mafische Minerale|mafischen]] [[Vulkanit]]en wie [[Melaphyr]] und Basalt oder in felsischen Magmatiten wie [[Diorit]] und [[Granit]].&lt;br /&gt;
Im Alltag begegnet uns Limonit vor allem als [[Rost]] an Eisengegenständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Limonit tritt in verschiedenen Ausbildungen auf: &amp;#039;&amp;#039;Brauner Glaskopf&amp;#039;&amp;#039; (als tropfige, nierige oder schlackeartige Varietät – gelbbraun bis fast schwarz), &amp;#039;&amp;#039;derber Brauneisenstein&amp;#039;&amp;#039; (gelbbraun bis schwarz, nicht zu verwechseln mit [[Braunsteine|Braunstein]], einem Manganoxid). Sedimentäre Lagerstätten bestehen oft aus Eisenkalk (hell-rehbraun bis dunkel rostigbraun, ein Limonit-getränkter Kalkstein) und mit Limonit stark angereicherten [[Letten (Gestein)|Lettenlagen]], die entweder als derber, fester Brauneisenstein oder als Letten ausgebildet sind. Letztere werden auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Farberde]]n&amp;#039;&amp;#039; ([[Pigment]] wie [[Ocker]] und [[Siena (Farbe)|Siena]]) gewonnen. Ocker ist eine pulverartige Verwitterungsform des [[kristall]]inen Limonits, die als Farberde auch als [[Umbra (Farbe)|Umbra]] gehandelt wurde und im [[Bergbau]] auch &amp;#039;&amp;#039;Brauneisenmulm&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Es findet sich auch in der [[Verwitterungszone]] basisch begleiteter Erzgänge (z. B. im „Eisernen Hut“ der Kupfer-/Zinkgänge des [[Erzgebirge]]s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben [[Magnetit]] und [[Hämatit]] stellt Limonit das wichtigste Eisenerz dar, das heute noch in vielen Ländern in Großtagebauen gewonnen wird. FeO(OH) ist auch das Endprodukt, das beim Rosten von Eisen entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Fundorte in [[Deutschland]] sind vor allem [[Auerbach in der Oberpfalz]] und [[Sulzbach-Rosenberg]] in Bayern, [[Beselich]] in Hessen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Seit 25 Jahren Heimatgedächtnis |TitelErg=Die Obertiefenbacher Heimatstube |Sammelwerk=Jahrbuch für den Landkreis Limburg-Weilburg 2023 |Hrsg=Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg |Datum=2022 |ISBN=978-3-927006-59-1 |Seiten=153–157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Eschweiler Bergbau#Vorzeitliche Erz- und Kohlebergbaugeschichte|Eschweiler]] (im [[Korkus]] und [[Propsteier Wald]]) in Nordrhein-Westfalen sowie [[Kamsdorf]] (bei [[Saalfeld/Saale|Saalfeld]]), [[Brotterode-Trusetal]] ([[Laudenbach (Brotterode-Trusetal)|Laudenbach]]), [[Atterode]] (Stahlberg, Hohe Klinge) und [[Albrechts]] (das „Altenfeld“) in Thüringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] spielte Brauneisenerz zur [[Eisen]]erzeugung eine geringere Rolle als [[Hämatit]], das in den alten [[Rennfeuer]]n besser verhüttbar war. Erst mit der Einführung der Stück-, Blau- und Hohen Öfen im [[16. Jahrhundert]] begann das Aufblühen der Brauneisenerzgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Eigenschaft als Anteil der [[Pigmente|Erdpigmente]] zählt er aber zu den frühesten vom Menschen genutzten [[Werkstoff|Material]]ien und lässt sich in steinzeitlichen [[Höhlenmalerei]]en und [[Felsbild]]ern nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Limoniteinlagerungen in Gesteinen ==&lt;br /&gt;
Die Minerale des Limonitkomplexes sind bei vielen Gesteinen eine natürliche farbgebende Komponente und oft in sehr feinverteilter Form eingelagert. Bei vielen Sandsteinen bewirken sie die gelbliche bis rostbraune Farbe. In Karbonatgesteinen sind Gelbtönungen in allen Nuancierungen dadurch ebenfalls häufig verursacht. Limonit und verwandte Minerale sind ein wichtiger, aber nicht der einzige gelbtönende Gesteinsbestandteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung ist der Umstand, wo Limonit und andere Eisenmineralien in Bau- und Dekorationsgesteinen in so fein verteilter Form vorliegen, dass sie mit dem Auge nicht wahrgenommen werden können, aber durch spätere Umwelteinwirkungen oder Weiterverarbeitungen eine nachträgliche Gelbfärbung erzeugen. Beispielsweise tritt diese Erscheinung bei einigen Graniten und bestimmten Sorten des [[Carrara-Marmor]]s auf, die nach Verlegung in stark alkalischen Klebern oder bei der Einwirkung von atmosphärischen Einflüssen deutliche Verfärbungen in unterschiedlich großen Flächen aufweisen. Wie auch bei allen anderen Werkstoffen üblich, ist im Zusammenhang mit solchen Erscheinungen die Eignung des jeweiligen Gesteins für den konkreten Anwendungsfall durch die Fachleute zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brauneisenerz ist Hauptbestandteil von [[Raseneisenstein]] und vom sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adlerstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.heilpflanzen-welt.de/adlerstein-hahnemann-apothekerlexikon/ |titel=Adlerstein |titelerg= |hrsg=Rainer H. Bubenzer |werk=www.heilpflanzen-welt.de |datum= |abruf=2024-05-23 |sprache= |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;lapis aquilae&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Aetites aquilinus&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lapis aetites&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aetites&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), einem eiförmigen, innen hohlen Stein, in dem kleine Steinchen oder verhärtete Erde enthalten ist. Solche Adlersteine wurden als Amulett oder Wehenmittel verwendet, aber auch pulverisiert als Zutat zu einer Salbe gegen Epilepsie verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 133 und 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/dwb2/adlerstein Deutsches Wörterbuch].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste individueller Mineralgemenge]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Minerale]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gesteine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Martin Okrusch, Siegfried Matthes | Titel= Mineralogie. Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde | Auflage= 7., vollständig überarbeitete und aktualisierte | Verlag= Springer | Ort= Berlin [u.&amp;amp;nbsp;a.] | Datum= 2005 | ISBN= 3-540-23812-3 | Seiten= 22, 36, 39, 282}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Stefan Weiß | Titel= Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018 | Auflage= 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte | Verlag= Weise | Ort= München | Datum= 2018 | ISBN= 978-3-921656-83-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Limonite|Limonit}}&lt;br /&gt;
* {{Mineralienatlas | ID= Limonit | Abruf= 2020-07-27}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=3&amp;amp;l=L&amp;amp;name=Limonit |titel=Limonit |titelerg=Eigenschaften, Entstehung und Verwendung |hrsg=acquimedia |werk=www.steine-und-minerale.de |datum= |abruf=2023-01-31 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.wissen-im-netz.info/mineral/lex/abc/l/limonit.htm | wayback= 20161205204400 | text= Mineralien-Lexikon – Limonit}}&lt;br /&gt;
* Uni Jena: {{Webarchiv | url= http://www.igw.uni-jena.de/struktur/arbeitsgebiete/mommel/rocks.htm | wayback = 20070611214557 | text = Ausbildungsform von Limonit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4136333-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineralgemenge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
	</entry>
</feed>