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	<title>Limes Sorabicus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T05:36:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limes_Sorabicus&amp;diff=144423&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-14877-05: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-08T12:56:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Germanische und slavische Volksstaemme zwischen Elbe und Weichsel.jpg|mini|Limes sorabicus Deutsche Karte 19. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Limes Sorabicus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sorbische Mark&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sorbenmark&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet eine [[Grenze|Grenzzone]] zwischen dem [[Fränkisches Reich|Fränkischen Reich]] und den östlich davon siedelnden [[Sorben]], die spätestens um die Mitte des 9. Jahrhunderts durch die [[Fränkische Reichsteilung]] bzw. den [[Vertrag von Verdun]] geschaffen worden war und am Ende des 9. Jahrhunderts ihre Bedeutung schon wieder verloren hatte. Sie wird lediglich an vier Stellen in den [[Fuldaer Annalen]] kurz erwähnt. Dieses Gebiet, bei dem es sich offenbar um eine [[Mark (Territorium)|Grenzmark]] handelte, stand unter dem Kommando eines Fürsten (&amp;#039;&amp;#039;dux Sorabici limitis&amp;#039;&amp;#039;). Bekannt sind drei Amtsinhaber:&lt;br /&gt;
* [[Thakulf]] (849, 858 und 873),&lt;br /&gt;
* [[Ratolf (Sorbenmark)|Ratolf]] (874) und&lt;br /&gt;
* [[Poppo von Thüringen|Poppo]] (880),&lt;br /&gt;
die in anderen Quellen auch als [[Graf]] (&amp;#039;&amp;#039;comes&amp;#039;&amp;#039;), [[Markgraf]] (&amp;#039;&amp;#039;marchio&amp;#039;&amp;#039;) und sogar als [[Fürst]] der [[Thüringer]] (&amp;#039;&amp;#039;dux Thuringorum&amp;#039;&amp;#039;) erscheinen; Poppo gehörte zur Familie der älteren oder fränkischen [[Popponen|Babenberger]], Ratolf wahrscheinlich auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Treaty of Verdun - Sorbs (Sorben).png|mini|500px|Aufteilung des [[Fränkisches Reich|Fränkischen Reiches]] durch den [[Vertrag von Verdun]] vom 10. August 843. Das Siedlungsgebiet der [[Westslawen]] bzw. [[Sorben]] (gelb, oben) grenzt an das [[Ostfrankenreich]] von [[Ludwig der Deutsche|Ludwig dem Deutschen]] (hellbraun).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Lage und Ausdehnung der „Sorbenmark“ wird in den Quellen nicht genannt und ist deshalb bis heute umstritten. Besondere Bedeutung kommt dabei der Auskunft [[Einhard]]s zu, der in seiner um 830 entstandenen Biographie [[Karl der Große|Karls des Großen]], der [[Vita Caroli Magni]], schreibt, jener habe die [[Saale]] als Grenze zwischen Thüringern und Sorben bereits von seinen Vätern übernommen (&amp;#039;&amp;#039;ac Salam fluvium, qui Thuringos et Sorabos dividit&amp;#039;&amp;#039;). Schon 805 war im [[Diedenhofener Kapitular]] das weit westlich davon gelegene [[Erfurt]] als [[Franken (Volk)|fränkischer]] Zollort für den Handel mit den [[Slawen]] bestimmt worden. Entsprechend lokalisierten einige [[Archäologe]]n und [[Historiker]] wie [[Hansjürgen Brachmann]] (1991)&amp;lt;ref&amp;gt;Hansjürgen Brachmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Limes Sorabicus – Geschichte und Wirkung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Archäologie&amp;#039;&amp;#039; 25. 1991, S.&amp;amp;nbsp;177–207.&amp;lt;/ref&amp;gt; diese „Sorbenmark“ westlich der Saale. Beide Erwähnungen sind jedoch um einiges älter als die erste Nennung des Limes Sorabicus und können somit nicht direkt mit dieser verbunden werden. Außerdem muss eine wirtschaftliche Grenze nicht mit der politisch-militärischen Grenze identisch gewesen sein, zumal ein mit Erfurt und den übrigen Handelsplätzen vergleichbarer Zentralort aus dem Gebiet östlich der [[Gera (Fluss)|Gera]] nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Forscher (u. a. [[Rudolf Kötzschke]], [[Hermann Aubin]]) ging und geht dagegen von einer rechtssaalischen Lage des Limes Sorabicus aus. [[Walter Schlesinger]] schrieb 1963 hierzu: „Es muß sich um das Gebiet östlich der Saale gehandelt haben etwa bis zur [[Weiße Elster|Elster]] und [[Pleiße]], vielleicht sogar stellenweise bis zur [[Mulde (Fluss)|Mulde]] vorstoßend, eine dem Reiche locker angegliederte Zone, die im thüringischen Hinterland einen festen Rückhalt hatte und vielleicht durch einzelne vorgeschobene [[Burg]]en geschützt wurde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit hat sich die historische Forschung wieder verstärkt des Problems der Grenze angenommen. Matthias Hardt (2000)&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Hardt: &amp;#039;&amp;#039;Linien und Säume, Zonen und Räume an der Ostgrenze des Reiches im frühen und hohen Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: Walter Pohl, Helmut Reimitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenze und Differenz im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2000, ISBN 3-7001-2896-7, S.&amp;amp;nbsp;39–56.&amp;lt;/ref&amp;gt; nimmt an, dass zur Zeit Karls des Großen an der Elbe und Saale eine an [[antike]]n Vorbildern ausgerichtete Flussgrenze des Reiches geplant gewesen war, die im weiteren Verlauf des 9. Jahrhunderts jedoch auf als auf Burgen gestützte Grenzorganisation zum [[Limes (Grenzwall)|Limes]] Sorabicus ausgebaut worden ist, was der Entwicklung beim [[Limes Saxoniae]] entspräche. Die Frage, ob die „Sorbenmark“ beide Seiten der Saale umfasste oder ob sie sich nur über einen westlichen oder östlichen Flussrandbezirk erstreckte, kann allerdings auch damit nicht eindeutig beantwortet werden. Die meisten der in der heimatkundlichen Literatur für den Limes Sorabicus in Anspruch genommenen Burganlagen wurden jedoch erst im [[Hochmittelalter]] gegründet. Möglicherweise entstanden frühmittelalterliche Burgen wie die im [[Hersfelder Zehntverzeichnis]] genannten Anlagen zwischen unterer Saale und Unstrut, darunter z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Schloss Seeburg (Hassegau)|Seeburg am Süßen See]], [[Burg Schraplau]] und [[Burg Querfurt]] und vergleichbare Burgen an der mittleren Saale auf dem [[Johannisberg (Jena-Lobeda)|Johannisberg bei Jena-Lobeda]] oder dem [[Alter Gleisberg|Alten Gleisberg bei Bürgel]] in einem zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit der Einrichtung des Limes Sorabicus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich hat es sich bei Grenzen im [[Frühmittelalter|Früh-]] und [[Hochmittelalter]] fast immer um mehr oder weniger breite, siedlungsarme [[Zone]]n gehandelt und nicht um scharfe Linien im Sinne heutiger Grenzen. Im [[Orla]]gebiet bei [[Saalfeld/Saale]] reichte der fränkische Einflussbereich nachweislich weit östlich über die Saale hinaus. Auch im mittleren Saaletal um [[Jena]] bildeten beide Seiten des Flusses offenbar einen einheitlichen Siedlungs- und Wirtschaftsraum mit der Saale als wichtigstem Verkehrs- und Verbindungsweg, so dass die östliche Begrenzung der Mark eher in den ausgedehnten Wäldern rechts der Saale lag. Nördlich davon, an der unteren Saale – in den [[Offenlandschaft]]en etwa von [[Naumburg (Saale)|Naumburg]], spätestens aber von [[Weißenfels]] an bis zur Saalemündung – fehlen dagegen natürliche Grenzen der [[Siedlungskammer]]n etwa in Form größerer Waldgebiete. Möglicherweise bildete hier die Saale zumindest am Ende des 8. und in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts eine Grenzlinie im neuzeitlichen Sinne. Dabei ist jedoch eine allmähliche Ausdehnung des [[Ostfrankenreich|ostfränkischen]] Macht- und Einflussbereichs schon vor dem großen Slawenfeldzug [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|König Heinrichs I.]] in den Jahren 928/929 bis zur [[Mulde (Fluss)|Mulde]] und bis kurz vor die Siedlungsgebiete der [[Daleminzier]] hin wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hansjürgen Brachmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Limes Sorabicus – Geschichte und Wirkung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Archäologie&amp;#039;&amp;#039; 25. 1991, S. 177–207.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Dralle]]: &amp;#039;&amp;#039;Limes Sorabicus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Hiera-Mittel – Lukanien 1991, Sp. 1992–1993.&lt;br /&gt;
* [[Matthias Hardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Linien und Säume, Zonen und Räume an der Ostgrenze des Reiches im frühen und hohen Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Walter Pohl]], Helmut Reimitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenze und Differenz im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039;  Philosophisch-historische Klasse Denkschriften 287. Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 1, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2000, ISBN 3-7001-2896-7, 39–56.&lt;br /&gt;
* Matthias Hardt: &amp;#039;&amp;#039;Hesse, Elbe, Saale and the Frontiers of the Carolingian Empire&amp;#039;&amp;#039;. In: Walter Pohl, [[Ian N. Wood]], Helmut Reimitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Transformation of Frontiers. From Antiquity to the Carolingians&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;The Transformation of the Roman World&amp;#039;&amp;#039; 10. Leiden/Boston/Köln 2001, ISBN 90-04-11115-8, S. 219–232.&lt;br /&gt;
* {{RGA|18|446|448|Limes Sorabicus|Matthias Hardt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Limes Sorabicus}}&lt;br /&gt;
* [http://72.rapidforum.com/area=083&amp;amp;topic=108381933533 Zur Grenze zwischen Sachsen, Franken und Slawen]. Diskussion im [http://72.rapidforum.com/ Frühmittelalterforum].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thüringer Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frühmittelalterliche Grenzbefestigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostthüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karolingerzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbenmark| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-14877-05</name></author>
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