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	<title>Limehouse Blues - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T09:53:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limehouse_Blues&amp;diff=2452756&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-03-14T22:01:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Limehouse Blues cover.jpg|miniatur|Notenausgabe aus den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Limehouse Blues&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Popmusik|Popsong]], dessen Musik 1922 von [[Philip Braham]] geschrieben wurde; der Text stammt von [[Douglas Furber]]. Er hieß zunächst &amp;#039;&amp;#039;Breaker of Hearts&amp;#039;&amp;#039;, bevor Textdichter Furber vorschlug, ihn in &amp;#039;&amp;#039;Limehouse Blues&amp;#039;&amp;#039; umzubenennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz-Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Evergreen-Story&amp;#039;&amp;#039; Weinheim, Berlin 1990. S. 191&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Song entwickelte sich zum [[Jazzstandard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thema und Kennzeichen des Songs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Mittelalter war Limehouse ein Hafen in [[London]]. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wohnten in dem Ortsteil, der zum [[London Borough of Tower Hamlets]] gehört, vorrangig Angehörige des Subproletariats. Auch war dort ein Chinesenviertel, das auch in der zeitgenössischen Literatur behandelt wurde, in dem etwa 100 chinesische Familien lebten. Insbesondere die Verfilmung von [[Thomas Burke (Autor)|Thomas Burke]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Limehouse Nights&amp;#039;&amp;#039; durch [[David Wark Griffith]] (&amp;#039;&amp;#039;Dreams Street&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Gebrochene Blüten|Broken Blossoms]]&amp;#039;&amp;#039;) machte die Verhältnisse im Viertel weiter bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Weija Li &amp;#039;&amp;#039;China und China-Erfahrung in Leben und Werk von Anna Seghers&amp;#039;&amp;#039;, S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text des Songs spielt auf das Elend in diesem Viertel an: &amp;#039;&amp;#039;In Limehouse, where Orientals love to play/In Limehouse, where you can/Hear the Blues allday/Oh Limehouse Blues/I have the Limehouse blues.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Diane Holloway, Bob Cheney &amp;#039;&amp;#039;American History in Song: Lyrics from 1900 to 1945&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 211&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch handelt es sich bei dem Stück keineswegs um einen wirklichen [[Blues]]. Vielmehr handelt es sich bei dieser Wehklage um „eine faszinierende Kombination von Worten, Melodie und Harmonien in einer pseudo-chinesischen Weise.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sigmund Spaeth, zit. n. Peter Stanfield &amp;#039;&amp;#039;Body and soul: jazz and blues in American film, 1927-63&amp;#039;&amp;#039; University of Illinois Press 2005, S. 81 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 32-taktige Song ist in der [[Liedform]] ABAC und (seit 1924) in [[G-Dur]] verfasst. Die A-Teile haben eine [[Lydischer Modus|lydische]] Eröffnung; auch die harmonische Entwicklung im Stück hat mehr mit einem [[Charleston (Tanz)|Charleston]] als mit einem [[Blues]] zu tun.&amp;lt;ref name=JS/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung im Theater ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Limehouse Blues&amp;#039;&amp;#039; erschien der Song in der Show &amp;#039;&amp;#039;A to Z&amp;#039;&amp;#039; von [[Teddie Gerrard]] und [[Jack Buchanan]], die in London aufgeführt wurde. Eine überarbeitete Fassung des Songs wurde 1924 in die &amp;#039;&amp;#039;Charlot’s Revue&amp;#039;&amp;#039; eingefügt, die im &amp;#039;&amp;#039;Prince of Wales Theatre&amp;#039;&amp;#039; in London aufgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz-Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Evergreen-Story&amp;#039;&amp;#039; Weinheim, Berlin 1990. S. 191f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Aufnahmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Aufnahme stammt vom &amp;#039;&amp;#039;Queen’s Dance Orchestra&amp;#039;&amp;#039; in England, das von [[Jack Hylton]] geleitet wurde (und ab 1923 unter seinem Namen auftrat). Doch diese Instrumentalversion war nicht sehr erfolgreich.&amp;lt;ref name=JS&amp;gt;[https://www.jazzstandards.com/compositions-1/limehouseblues.htm Songporträt (www.jazzstandards.com)]&amp;lt;/ref&amp;gt; In New York wurde die Instrumentalversion am 24. Februar 1924 von [[Paul Whiteman]] erstaufgeführt, „in f-[[Moll]], im 2/4 Takt und mäßig schnell, mehr als symphonisches Stück mit Jazzelementen denn als einen Jazzsong.“ Diese Aufführung war im gleichen Konzert, als Whiteman auch die [[Rhapsody in Blue]] dirigierte.&amp;lt;ref name=SK&amp;gt;Schulz-Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Evergreen-Story&amp;#039;&amp;#039; Weinheim, Berlin 1990. S. 192&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Text von Douglas Furber wurde das Lied in Amerika durch [[Gertrude Lawrence]] erstmals interpretiert, in der Show &amp;#039;&amp;#039;Andre Charlot’s Revue of 1924&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=JS/&amp;gt; Diese Show lief (parallel zur Londoner Aufführung) von Januar bis September 1924 in 298 Vorstellungen auf dem  [[Broadway (Theater)|Broadway]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence nahm das Lied ebenfalls auf, aber erst 1931, nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Reaktion auf den Broadway-Erfolg entstanden amerikanische Aufnahmen des &amp;#039;&amp;#039;Limehouse Blues&amp;#039;&amp;#039;. Diese  gelangten in die Charts und erwiesen sich als Bestseller:&amp;lt;ref name=JS/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paul Whiteman and His Orchestra (1924, #24)&lt;br /&gt;
* [[Gus Haenschen|Carl Fenton]] and His Orchestra (1924, #14)&lt;br /&gt;
* [[Duke Ellington Orchestra|Duke Ellington and His Orchestra]] (1931, #13)&lt;br /&gt;
* Glen Gray and the [[Casa Loma Orchestra]] (1934, #20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Filmmusik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Song war Namensgeber für den gleichnamigen Kriminalfilm (1934), den [[Alexander Hall (Regisseur)|Alexander Hall]] mit [[George Raft]] und [[Anna May Wong]] drehte. Der Song fand auch Eingang in Musikfilme wie &amp;#039;&amp;#039;Ziegfeld Follies&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Fred Astaire]] und [[Lucille Bremer]] in asiatischem Makeup), und &amp;#039;&amp;#039;Star!&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Julie Andrews]], ebenfalls in asiatischem Makeup). Im antisowjetischen Propaganda-Film &amp;#039;&amp;#039;[[GPU (Film)|GPU]]&amp;#039;&amp;#039; (1942) von [[Karl Ritter (Regisseur)|Karl Ritter]] wurde der Titel von [[Freddie Brocksieper]] und seiner Combo gespielt. [[Woody Allen]] verwendete die Einspielung von [[Jackie Gleason]] (1960) und von [[Bert Ambrose]] (1936) in seinem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Alice (1990)|Alice]]&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Harvey, [[Dick Hyman]] &amp;#039;&amp;#039;The Soundtracks of Woody Allen: A Complete Guide to the Songs and Music in Every Film, 1969-2005&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 13f., 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; in Allens &amp;#039;&amp;#039;[[Sweet and Lowdown]]&amp;#039;&amp;#039; kam eine Version von [[Howard Alden]] zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Harvey, Dick Hyman &amp;#039;&amp;#039;The Soundtracks of Woody Allen&amp;#039;&amp;#039;, S. 141 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Weg zum Jazzstandard ==&lt;br /&gt;
Der Song gehörte bald als Standardstück zum Repertoire vieler Jazzmusiker. [[Joe Venuti]] spielte den Song 1927 mit Gitarrist [[Eddie Lang]], Pianist [[Arthur Schutt]] und dem Multiinstrumentalisten [[Adrian Rollini]] ein. [[Benny Carter]] veränderte die Geschwindigkeit und arrangierte eine [[Up tempo|Up-tempo]]-Version für das Fletcher Henderson Orchestra, die 1934 eingespielt wurde. Auch [[Django Reinhardt]] spielte den Song mit dem [[Quintette du Hot Club de France]] ein (1936), [[Chu Berry]] bereits bei seinen ersten Aufnahmen unter eigenem Namen (1937). [[Sidney Bechet]] nahm 1941 eine virtuose Version mit ihm und [[Charlie Shavers]] als Solisten auf. [[Art Tatum]] interpretierte den Song 1943. [[Dietrich Schulz-Köhn]] stellte fest, dass sich im Jazz „die Tempi derart verändert[en], dass nun in Jazzkonzerten der ursprüngliche Charakter des &amp;#039;&amp;#039;Limehouse Blues&amp;#039;&amp;#039; verloren zu gehen drohte.“ Als Beispiel benennt er das Konzert des Trios von [[Gene Krupa]] und [[Charlie Ventura]] in der New Yorker [[Town Hall (New York City)|Town Hall]] von 1945: Der Schlagzeuger Krupa trieb dort den Saxophonisten Ventura und den Pianisten George Walters „zu einem solchen Tempo an, dass sogar der Kritiker [[Leonard Feather]] auf dem Cover der Schallplatte seine große Verwunderung über das rasante Spiel zum Ausdruck brachte.“&amp;lt;ref name=SK /&amp;gt; Ähnliches gilt auch für eine Aufnahme der Trompeter [[Dizzy Gillespie]] und [[Roy Eldridge]] mit dem Trio von [[Oscar Peterson]] 1954. Dort „benutzte man das Thema und die Harmonien des &amp;#039;&amp;#039;Limehouse Blues&amp;#039;&amp;#039; deutlich als ein Vehikel für [[Improvisation (Musik)|Improvisationen]], ohne den besonderen Charakter des Songs hervorzuheben“,&amp;lt;ref name=SK /&amp;gt; wie er für Schulz-Köhn besonders in der Interpretation von Duke Ellington aus dem Jahr 1931 aufscheint.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulz-Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Evergreen-Story&amp;#039;&amp;#039; Weinheim, Berlin 1990. S. 194f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cannonball Adderley]] zeigte 1959 (&amp;#039;&amp;#039;Quintet in Chicago&amp;#039;&amp;#039;) mit [[John Coltrane]], dass der Song sich auch für Improvisationen im [[Modern Jazz]] eignet. Auch [[Joe Henderson]] zeigte mit [[Wynton Kelly]] 1968 das Potenzial des &amp;#039;&amp;#039;Limehouse Blues&amp;#039;&amp;#039;. Nur vereinzelt nahmen sich Jazzsängerinnen wie [[Rosemary Clooney]] (1961) des Songs an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietrich Schulz-Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Evergreen-Story: 40 x Jazz&amp;#039;&amp;#039; Quadriga, Weinheim, Berlin 1990. ISBN 3-88679-188-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Popsong]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Titel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lied 1922]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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