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	<title>Limburger Erbfolgestreit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:02:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Limburger_Erbfolgestreit&amp;diff=106313&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: kleine Präzisierung</title>
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		<updated>2025-10-15T08:30:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kleine Präzisierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Limburger Erbfolgestreit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein politischer Konflikt in den Jahren 1283 bis 1289, der die weitere Entwicklung des [[Rheinlande]]s und [[Herzogtum Westfalen|Westfalens]] stark beeinflusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgangslage ==&lt;br /&gt;
Als Herzog [[Walram V. (Limburg)|Walram V.]] [[Herzogtum Limburg|von Limburg]], ein Bruder von Graf [[Adolf IV. (Berg)|Adolf IV.]] [[Herzogtum Berg|von Berg]], im Jahre 1280 ohne männlichen Nachkommen starb, wurde über seine Tochter &amp;#039;&amp;#039;Irmgard von Limburg&amp;#039;&amp;#039; deren Ehemann [[Rainald I. (Geldern)|Graf Rainald I.]] [[Herzogtum Geldern|von Geldern]] Nachfolger. Dieser Lehnsübergang wie bei einem [[Kunkellehen]] wurde vom Deutschen König [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf von Habsburg]] bestätigt. Als Irmgard 1283 vor ihrem Ehemann starb, erhob [[Adolf V. (Berg)|Adolf V. von Berg]] trotz der Bestätigung des Lehens für Rainald von Geldern Einspruch gegen diese Vererbung. Seinerseits stellte er Erbansprüche an das Herzogtum Limburg. Allerdings gab es mit [[Heinrich VI. (Luxemburg)|Graf Heinrich VI. von Luxemburg]] und [[Falkenburg (Adelsgeschlecht)|Walram von Valkenburg]] noch weitere Verwandte aus dem Hause &amp;#039;&amp;#039;von Limburg&amp;#039;&amp;#039;, die ebenfalls Erbansprüche stellen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Machtkonstellation vor der Schlacht bei Worringen siehe: Irmgard Hantsche: &amp;#039;&amp;#039;Atlas zur Geschichte des Niederrheins&amp;#039;&amp;#039;. Kartographie von Harald Krähe. Bottrop / Essen: Verlag Peter Pomp, 1999 (Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie, Bd. 4), S. 32f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen des Konfliktes ==&lt;br /&gt;
Formal ging es bei dem Konflikt um die Vererbung des Herzogtums Limburg. Der Streit betraf jedoch im Grunde die Territorialordnung in [[Niederlothringen]] mit den Rheinlanden und dem südlichen Westfalen. 953 hatte [[Otto I. (HRR)|Otto der Große]] sowohl das [[Erzbistum Köln]] als auch das [[Herzogtum Lothringen]] an seinen Bruder [[Brun (Köln)|Brun]] vergeben. Seit dieser Zeit war der [[Erzbischof]] von Köln im Grunde auch der weltliche Vertreter des [[Römisch-deutscher König|Deutschen Königs]] in den Gebieten &amp;#039;&amp;#039;[[Kurköln]]s&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Anna-Dorothee Brincken in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 114&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1978&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er vergab einzelne Gebiete als [[Lehnswesen|Lehen]] an seine Vasallen. [[Konrad III. (HRR)|Konrad III.]] erweiterte die bischöflichen Rechte im „ducatus Coloniensis“ 1151 neben anderen Rechten um das &amp;#039;&amp;#039;[[Befestigungsrecht]]&amp;#039;&amp;#039; von Ortschaften im Machtbereich von Kurköln.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Flink in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 120&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1984&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 12. und 13. Jahrhundert versuchten einige seiner Lehnsnehmer, sich von der Oberhoheit des Erzbischofs von Köln zu lösen. Da in dieser Zeitperiode die ursprünglich starke Reichsgewalt der Deutschen Könige deutlich schwächer wurde, wurde auch die Unterstützung der [[Fürstbischof|kirchlichen Herzöge]] durch den König bei Streitfällen geringer. Diese Situation wollten sowohl die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von Berg&amp;#039;&amp;#039; in den Rheinlanden wie auch die &amp;#039;&amp;#039;[[Haus Mark (Adelsgeschlecht)|Grafen auf der Mark]]&amp;#039;&amp;#039; in Westfalen zur Vergrößerung ihrer Macht und zur Unabhängigkeit vom Erzbischof ausnutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Janssen in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 120&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1988&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Johann I. (Brabant)|Johann I.]][[Herzogtum Brabant|von Brabant]]&amp;#039;&amp;#039; seinerseits war bestrebt, seinen Machtbereich nach Osten mit dem Herzogtum Limburg und Gebieten an der [[Maas]] zu vergrößern. Diese Gebiete waren durch ihre wirtschaftliche Entwicklung mit einem hohen Steueraufkommen von Interesse. Dies führte besonders auch mit dem [[Bischof von Lüttich]] zu ständigen Streitigkeiten, da der Herzog [[Pfründe]]n im Gebiet des [[Bistum Lüttich|Bistums Lüttich]] für sich beanspruchte. Er nutzte deshalb die Bestrebungen der &amp;#039;&amp;#039;Berger&amp;#039;&amp;#039; für seine Ziele und kaufte Adolf V. seine Erbansprüche 1283 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Louis Kupper in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 121&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1989&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 87 bis 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich gelang es mit großem diplomatischen Geschick, den Bischof von Lüttich als Befürworter für die Ansprüche auf Limburg zu gewinnen, obwohl dieser eigentlich sein Gegner war. Am 20. Oktober 1283 wurde ein entsprechender Bündnisvertrag zwischen dem Herzog und dem Bischof geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Louis Kupper in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 121&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1989&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Siegfried von Westerburg|Kölns Erzbischof Siegfried von Westerburg]] gegen einem Machtzuwachs für die [[Grafschaft Berg]] zuvorkommen wollte – der Ausbau der eigenen Vormachtstellung im Rheinland wurde dadurch behindert – erhob er Einspruch gegen den Erbanspruch.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz-Reiner Erkens]]: &amp;#039;&amp;#039;Siegfried von Westerburg (1274-1297)&amp;#039;&amp;#039;, Rheinisches Archiv Nr. 114, 1982, S. 186 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es entstand daraus der Limburger Erbfolgestreit um das Herzogtum Limburg. Adolf V. sah keine Möglichkeit, seine Ansprüche erfolgreich durchzusetzen. Er verkaufte deshalb seine Erbansprüche an Herzog Johann I. von Brabant.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Janssen in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 120&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1988&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 432.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anspruch durch Brabant wurde von Kurköln aber aus den gleichen Gründen wie für die &amp;#039;&amp;#039;von Berg&amp;#039;&amp;#039; abgelehnt. Es bildeten sich zwei Gruppen in diesem Streit und zwar mit folgenden Hauptparteien:&amp;lt;ref&amp;gt;Unter [[Schlacht von Worringen]] ist eine ausführlichere Liste der Beteiligten angeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Seite Kurkölns Erzbischof Siegfried von Westerburg mit den Verbündeten Graf Reinald I. von Geldern, Graf Heinrich VI. von Luxemburg, Graf [[Adolf von Nassau|Adolf]] [[Haus Nassau|von Nassau]] und Graf [[Dietrich von Altena-Isenberg|Dietrich]] [[Berg (bergisches Grafengeschlecht)#Zweig Altena-Isenberg-Limburg|von Altena-Isenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Gegenseite standen Herzog Johann I. von Brabant mit Graf Adolf V. von Berg, [[Eberhard I. von der Mark|Graf Eberhard I. von der Mark]], [[Walram (Jülich)|Graf Walram]] [[Herzogtum Jülich|von Jülich]] und die Kölner Bürgerschaft und Adeligen, die eine Trennung vom Kurfürstentum erreichen wollten, sowie Bergische Bauern.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter Teilnehmer der Schlacht bei Worringen ist von Ulrich Lehnart, in: „Die Blätter für deutsche Landesgeschichte“, Band 124, 1988, S. 135 bis 185 eine ausführliche Liste mit den Namen von etwa 420 Teilnehmern des Adels angeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die kriegerischen Wirren, die nun besonders im Herzogtum Limburg nach 1283 ausbrachen, endeten mit der [[Schlacht von Worringen]] 1288 nördlich von [[Köln]]. Es war eine der größten mittelalterlichen Ritterschlachten im Bereich Niederlothringen und dem Rheinland mit etwa 4500 bis 6100 Rittern zuzüglich einer Vielzahl nicht berittener Kämpfer.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Lehnart, in: &amp;#039;&amp;#039;Teilnehmer der Schlacht bei Worringen&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Landesgeschichte, Band 124, 1988, S. 135 bis 185.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Kurköln&amp;#039;&amp;#039; wurde mit seinen Verbündeten geschlagen und der Erzbischof gefangen genommen. Erst nach Unterzeichnung des [[Sühnevertrag]]es vom 19. Mai 1289 und der Zahlung eines hohen [[Lösegeld]]es an Graf Adolf V. von Berg wurde der Erzbischof wieder freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Im Vertrag vom 15. Oktober 1289 verzichtete &amp;#039;&amp;#039;Reinald von Geldern&amp;#039;&amp;#039; auf Limburg. Nach einer weiteren Auseinandersetzungen mit Walram von Valkenburg um das Herzogtum wurde dieses mit der Lehnsbeleihung 1292 durch König [[Adolf von Nassau]] rechtskräftig mit dem Herzogtum Brabant vereinigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Louis Kupper in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 121&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1989&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es verblieb danach bis 1406 unter der Oberhoheit von Brabant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Niederlage Kurkölns und seiner Verbündeten führte zu vielen weiteren Veränderungen in Niederlothringen, den Rheinlanden und Westfalen. Einige Beispiele hierzu:&lt;br /&gt;
* Eberhart I. und damit die „Mark“ wurde unabhängig von Kurköln, das auf seine Zuständigkeit für die Lehnsvergabe verzichtete.&lt;br /&gt;
* Adolf V. festigte und erweiterte die Macht der Grafen von Berg im Rheinland und begrenzte dort die Macht von Kurköln; die Befestigungsanlagen einiger linksrheinischen kurkölnischen Burgen wurden abgebrochen.&lt;br /&gt;
* Köln wurde eine [[Freie Stadt|Freie Reichsstadt]], wenn dies formal auch erst 1476 durch den Deutschen König bestätigt wurde;&amp;lt;ref&amp;gt;Anna-Dorothee Brincken in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 114&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;1978&amp;#039;&amp;#039;, S. 245.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Erzbischof musste seinen Wohnsitz in der Stadt aufgeben, und diese gehörte nun rechtlich nicht mehr zum Kurfürstentum Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;Anna-Dorothee Brincken in: &amp;#039;&amp;#039;BDLG, Band 114&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;1978&amp;#039;&amp;#039;, S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Herzogtum Limburg]]&lt;br /&gt;
* [[Herzogtum Berg]]&lt;br /&gt;
* [[Grafschaft Mark]]&lt;br /&gt;
* [[Kurköln|Kurfürstentum Köln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Blätter für deutsche Landesgeschichte (BDLG), Band 124, 1988 ([https://periodika.digitale-sammlungen.de//bdlg/start.html Online-Version beim Münchener Digitalisierungszentrum]).&lt;br /&gt;
* [https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=596&amp;amp;url_tabelle=tab_chronologie&amp;amp;url_zaehler_blaettern=10 Internet-Portal Westfälische Geschichte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzogtum Limburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politischer Konflikt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1280er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurköln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (13. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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