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	<title>Lilli Zapf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T22:18:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lilli_Zapf&amp;diff=1539913&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mewa767: Wikilink</title>
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		<updated>2025-10-29T04:51:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anna Mathilde „Lilli“ Zapf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Januar]] [[1896]] in [[Nördlingen]]; † [[12. Dezember]] [[1982]] in [[Tübingen]]) war eine deutsche [[Sekretär]]in und [[Heimatforscher]]in. Sie beschäftigte sich mit der Geschichte der Tübinger Juden, über die sie 1974 ein Buch veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gertrud-Bäumer-Haus Tübingen (AK 541.87 Gebr. Metz).jpg|mini|Gertrud-Bäumer-Haus (um 1955)]]&lt;br /&gt;
Anna Mathilde Zapf, die selbst aber immer die Namensform &amp;#039;&amp;#039;Lilli&amp;#039;&amp;#039; verwendete, war die Tochter des Kgl. Württ. Staatsbahnoberinspektors Michael Zapf und seiner Frau Anna, geborene Lindenmeier. Sie wuchs in Nördlingen auf, lebte aber in den dreißiger Jahren in [[Berlin]], wo sie 1932 ein [[Schreibbüro]] eröffnete. Sie hatte dort auch viele jüdische Kunden, mit denen sie freundschaftliche Beziehungen unterhielt – dies führte 1935 dazu, dass sie als „Judenfreundin“ denunziert und ihre Wohnung durchsucht wurde. Sie floh in die [[Niederlande]] und arbeitete dort als Sekretärin des Juristen [[Hendrik George van Dam]] (der nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] der erste Generalsekretär des [[Zentralrat der Juden in Deutschland|Zentralrats der Juden in Deutschland]] werden sollte). Nachdem er 1940 nach [[England]] geflohen war, lebte sie mit seiner Mutter im Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung blieb sie zunächst noch in den Niederlanden und kehrte 1949 nach Deutschland zurück. Sie lebte kurz bei ihrem Bruder in der [[Oberpfalz]] und kam 1950 nach Tübingen, wo sie bis zu ihrer Pensionierung als Sekretärin am [[Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus|Tropeninstitut]] arbeitete. Von 1955 bis zu ihrem Tod wohnte sie im Frauenhaus „Gertrud-Bäumer-Haus“ in der &amp;#039;&amp;#039;Memmingerstraße&amp;#039;&amp;#039; 18 und gehörte zur evangelischen Eberhardskirchengemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kirche im »Jenseits«. Kirche im Diesseits. 100 Jahre Eberhardskirche&amp;#039;&amp;#039;. TVT, Tübingen 2011, ISBN 978-3-929128-47-5, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 ist sie in Tübingen im Alter von fast 86 Jahren gestorben. Sie wurde in Nördlingen beigesetzt, 2005 wurde ihre Urne auf den [[Stadtfriedhof Tübingen|Tübinger Stadtfriedhof]] überführt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte von Lilli Zapf auf dem Stadtfriedhof in Tübingen.jpg|mini|hochkant|Grab von Lilli Zapf auf dem [[Stadtfriedhof Tübingen|Tübinger Stadtfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Ab Mitte der 1960er Jahre machte Lilli Zapf es sich zur Aufgabe, dem Schicksal der Tübinger Juden nachzuforschen. Von keiner offiziellen Stelle unterstützt, sondern teilweise eher behindert, sammelte sie eine Vielzahl von Informationen aus Archiven, von Ämtern, von Tübinger Juden, die in der Emigration überlebt hatten, und von Tübinger Bürgern. Sie tat dies aus christlicher Überzeugung und mit dem Ziel, möglichst viele Informationen dem Vergessen zu entreißen. Sie war damit eine Pionierin der Vergangenheitsbewältigung in einer Zeit, in der dieses Thema noch nicht auf der Tagesordnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 erschien ihr Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Tübinger Juden&amp;#039;&amp;#039; zum ersten Mal (weitere Auflagen 1978, 1981, 2008 und 2018)&amp;lt;ref&amp;gt;Lilli Zapf: &amp;#039;&amp;#039;Die Tübinger Juden. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;, Katzmann-Verlag, Tübingen 1974, ISBN 3-7805-0326-3, später ISBN 978-3-941818-38-5 ([https://opac.nebis.ch/objects/pdf03/z01_978-3-941818-38-5_01.pdf Inhaltsverzeichnis]; mit Vorwort von [[Ernst Müller (Journalist)|Ernst Müller]])&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt heute als Musterbeispiel der vorbildlichen Aufarbeitung der Situation in einer konkreten Stadt: „Ich kenne keine Darstellung über die Judenverfolgung 1933 bis 1938, die sich an Gründlichkeit, aber auch an menschlichem Einfühlungsvermögen des Autors mit dieser messen kann. Hier ist für den überschaubaren städtischen Bereich ein Maximum an Aufklärungsarbeit geleistet worden.“ ([[Paul Sauer (Archivar)|Paul Sauer]], ehemaliger Direktor des Stadtarchivs Stuttgart).&lt;br /&gt;
[[Datei:Straßenschild Lilli-Zapf-Straße (2020).jpg|mini|Lilli-Zapf-Straße]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Lilli Zapf wurde erst gegen Ende ihres Lebens Anerkennung zuteil. 1981 erlebte sie noch die Genugtuung, dass die Stadt Tübingen ihrer seit langem vorgetragenen Anregung, ehemalige jüdische Mitbürger einzuladen, folgte. Im April 1982, wenige Monate vor ihrem Tod, erhielt sie die Tübinger Bürgermedaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde eine Straße im Loretto-Viertel, in der Tübinger Südstadt, nach ihr benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [http://www.tuebingen.de/2319.html#176.229 Stadtchronik 1996] im Internetauftritt der Stadt Tübingen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
2001 stiftete der hierzu eigens gegründete „Verein zur Verleihung des Lilli-Zapf-Jugendpreis e.V.“ den „Lilli-Zapf-Jugendpreis“, der jährlich von Jugendlichen für engagierte Jugendliche am Holocaust-Gedenktag vergeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [http://www.tuebingen.de/2319.html#176.235 Stadtchronik 2002] im Internetauftritt der Stadt Tübingen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Jaesrich: &amp;#039;&amp;#039;„… ich habe nicht den Doktortitel und bin eine ganz einfache und unverheiratete Frau, also Fräulein Lilli Zapf“. Lilli Zapf und ihr Buch über die Tübinger Juden&amp;#039;&amp;#039;, Kulturamt Tübingen 2013, ISBN 978-3-941818-18-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|102540629X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lilli-zapf.de/ Offizielle Seite des Lilli-Zapf Jugendpreises Tübingen]&lt;br /&gt;
* [[Stolpersteine in Tübingen Innenstadt]] mit vielen Lebensbeschreibungen Tübinger Juden nach Lilli Zapf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102540629X|VIAF=259803673}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zapf, Lilli}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatforscher (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zapf, Lilli&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zapf, Anna Mathilde&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Sekretärin und Heimatforscherin, Erforscherin des Schicksals der Tübinger Juden&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Januar 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nördlingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Dezember 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mewa767</name></author>
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