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	<title>Lilli Friesicke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:51:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lilli_Friesicke&amp;diff=909336&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Qwertzu111111 am 16. Mai 2024 um 13:47 Uhr</title>
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		<updated>2024-05-16T13:47:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luise Elisabeth „Lilli“ Friesicke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Culp&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Oktober]] [[1888]] in [[Elberfeld]], [[Rheinprovinz]]; † [[10. November]] [[1938]] in [[Brandenburg an der Havel]]), war eine deutsche [[Arzt|Ärztin]] und [[Gynäkologe|Gynäkologin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lilli Friesicke kam als Tochter des [[Niederlande|niederländischen]] Kaufmanns Sieghart Culp zur Welt. Sie besuchte erst die Töchterschule, später einen privaten Real-Gymnasialkursus in Elberfeld. Zu Ostern 1909 legte sie ihr Abitur am Real-Gymnasium [[Remscheid]] ab. Sie studierte, was für Frauen zu dieser Zeit noch relativ selten war, [[Medizinstudium|Medizin]] an den Universitäten [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Bonn]]&amp;lt;!--(8 Semester)--&amp;gt; und [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]]&amp;lt;!--(3 Semester)--&amp;gt;. Im Sommer 1914 legte sie das [[Staatsexamen]] ab und wurde nach einer Not[[Approbationsordnung|approbation]] als [[Assistenzarzt|Assistenzärztin]] an der [[Universitätsklinikum Jena|Medizinischen Poliklinik]] zu Jena angestellt. 1915 wurde sie aufgrund ihrer eingereichten [[Dissertation]] zum Thema &amp;#039;&amp;#039;„Die Bedeutung des [[Fötus|fötalen]] [[Hydrocephalus]] als Geburtshindernis“&amp;#039;&amp;#039; zum Doktor der Medizin [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1917&amp;lt;ref name=&amp;quot;fries2&amp;quot; /&amp;gt; heiratete sie in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]] Georg Friesicke, einen [[Radiologe]]n und [[Innere Medizin|Internisten]], mit dem sie spätestens ab 1919/20 am Katharinenkirchplatz 1 in Brandenburg (Havel) wohnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fries1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heiko Hesse |url=https://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Der-mysterioese-Tod-der-Lilli-Friesicke |titel=Der mysteriöse Tod der Lilli Friesicke |werk=[[Märkische Allgemeine]] |datum=2018-11-05 |abruf=2019-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Ärzte betrieben in diesem Hause ihre eigene Praxis, nach dem Tode ihres Mannes im Frühjahr 1927&amp;lt;ref name=&amp;quot;fries2&amp;quot; /&amp;gt; sie allein. Am 30. Januar 1932 erwarb Lilli Friesicke das Grundstück Katharinenkirchplatz 8 von dem bedeutenden Brandenburger [[Architekt]]en [[Max Leue]] für 15.000 [[Reichsmark|RM]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friesicke lilli inschrift b.jpg|mini|Gedenkinschrift für Lilli Friesicke in Brandenburg an der Havel (sic! falsche Namensschreibung)]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung der Nationalsozialisten]] wurde Friesicke als [[Jude|Jüdin]] 1933 die Kassenzulassung entzogen und sie konnte fortan nur noch jüdische Patientinnen gegen Privatliquidation behandeln. Während den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen 1938]] erfasste die Verhaftungswelle auch Lilli Friesicke am 9. November. Im Polizeigewahrsam des Neustädtischen Rathauses beging sie nach amtlichen Angaben am 10. November 1938 [[Suizid]], wobei die genauen Umstände nicht geklärt sind, da es gängige Praxis der Nazis war, so Tötungen in Haft zu kaschieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fries1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Tode wurden ihre beiden unmündigen Kinder, der 17-jährige Heinz Herbert (genannt Heini) und die 13-jährige Tochter Marlene unter die [[Vormundschaft]] des örtlichen nationalsozialistischen Stadtverordneten und Malermeisters Martin Scheyba gestellt, der namens seiner [[Vormundschaft|Mündel]] noch vor der [[Volljährigkeit]] von Heinz Herbert Friesicke am 5. Januar 1943 das Grundstück für 2000&amp;amp;nbsp;RM an den [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Kreisleiter von Brandenburg (Havel) und Bankvorstand Ferdinand Heppner verkaufte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fries2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Herbert Friesicke, der nach dem Besuch der Amerikanischen Schule in Berlin zwischenzeitlich den Beruf eines technischen Zeichners erlernt hatte und ein Studium der Ingenieurwissenschaften begonnen hatte, verstarb am 9. Oktober 1945 an [[Typhus]]. Die Tochter Marlene floh 1938 zu ihrem Onkel in die Niederlande. Sie überlebte die Zeit des Nationalsozialismus, heiratete und bekam drei Kinder, die in den Niederlanden leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fries2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heppner wurde durch den Befehl 124 der [[SMAD]] vom 30. Oktober 1945 am 30. November 1948 als Kriegsverbrecher enteignet und die Immobilie dem [[Volkseigentum]] zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Im Zuge von Straßenumbenennungen wurde 1993 eine Straße im Brandenburger Stadtteil [[Nord (Brandenburg an der Havel)|Nord]] nach Lilli Friesicke benannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Friesicke lilli inschrift a.jpg|mini|Offizielles Todesdatum innerhalb einer Gedenkinschrift von Lilli Friesicke in Brandenburg an der Havel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 wurde ihr Name für die Verlegung eines [[Liste der Stolpersteine in Brandenburg an der Havel|Stolpersteines in Brandenburg an der Havel]] ins Spiel gebracht. Aufgrund des Widerstands der örtlichen [[Jüdische Gemeinde|Jüdischen Gemeinde]], die Stolpersteine grundsätzlich ablehnt, nahmen die Initiatoren Abstand von dem Projekt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Lauterbach: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Museum-und-Rathaus-stolpern-ueber-Steine Museum und Rathaus stolpern über Steine].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Märkische Allgemeine]].&amp;#039;&amp;#039; 25. Februar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Am Freitag, dem 10. November 2023, ihrem 85.&amp;amp;nbsp;Todestag, wurden dennoch in Anwesenheit zweier ihrer Urenkelinnen aus den Niederlanden vor dem Standort ihres ehemaligen Wohn- und Praxishaus am Katharinenkirchplatz 8 (inzwischen durch einen Neubaublock ersetzt) drei Stolpersteine für sie und ihre beiden Kinder verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fries2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heiko Hesse |url=https://www.maz-online.de/lokales/brandenburg-havel/brandenburg-an-der-havel-stolpersteine-fuer-ns-opfer-lilli-friesicke-und-ihre-kinder-GL4GQIT6JJCNRLISGT3G7GAGGQ.html |titel=Stolpersteine in Brandenburg: Gedenken an Nazi-Opfer Lilli Friesicke und ihre Kinder |werk= |hrsg=maz-online.de/lokales/brandenburg-havel |datum=2023-11-07 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-brandenburg.de/presse/drei-stolpersteine-im-gedenken-an-familie-friesicke-am-katharinenkirchplatz-verlegt |titel=Drei Stolpersteine für die Familie der Jüdin Dr. Luise „Lilli“ Friesicke am Katharinenkirchplatz verlegt |hrsg=www.stadt-brandenburg.de/presse |datum=2023-11-10 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* AKTE Rep. 23 ESA 325 des Brandenburgischen Landeshauptarchivs&lt;br /&gt;
* Stadtarchiv Brandenburg an der Havel&lt;br /&gt;
* [https://geschichte.charite.de/aeik/biografie.php?ID=AEIK00023 &amp;#039;&amp;#039;Lilli Friesicke, geb. Culp&amp;#039;&amp;#039;], Datenbank Ärztinnen im Kaiserreich, Institut für Geschichte der Medizin, Charité, Berlin 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126151415|VIAF=28054756}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Friesicke, Lilli}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Brandenburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Brandenburg an der Havel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Friesicke, Lilli&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Friesicke, Luise Elisabeth; Culp, Lilli (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Gynäkologin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Oktober 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elberfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. November 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brandenburg an der Havel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qwertzu111111</name></author>
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