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	<title>Lilienstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lilienstein&amp;diff=21714&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2026-03-21T21:52:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|NAME=Lilienstein&lt;br /&gt;
|BILD=Lilienstein von Süd-West.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Der Lilienstein von Südwesten&lt;br /&gt;
|HÖHE=415.2&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG=DE-NHN&lt;br /&gt;
|LAGE=[[Sachsen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE=[[Sächsische Schweiz]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=50/55/52/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=14/5/5/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=DE-SN&lt;br /&gt;
|TYP=[[Tafelberg]]&lt;br /&gt;
|GESTEIN=[[Sandstein]]&lt;br /&gt;
|ALTER=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lilienstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist einer der markantesten Berge des [[Elbsandsteingebirge]]s in [[Sachsen]]. Er ist der einzige [[Elbe|rechtselbische]] [[Tafelberg]] und stellt das Symbol des [[Nationalpark Sächsische Schweiz|Nationalparks Sächsische Schweiz]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
Der Lilienstein gehört zur Flur von [[Waltersdorf (Bad Schandau)|Waltersdorf]], einem Ortsteil von [[Bad Schandau]]. Er liegt etwa 5&amp;amp;nbsp;Kilometer westlich von Bad Schandau bzw. etwa 15&amp;amp;nbsp;Kilometer östlich von [[Pirna]] in einer 180°-Flussschleife der [[Elbe]], die den Berg auf drei Seiten umfließt. Am Ostfuß des Berges liegt das Einzelgut [[Sellnitz (Bad Schandau)|Sellnitz]], in dem die Jugendbildungsstätte des Nationalparks Sächsische Schweiz untergebracht ist. Südlich des Berges liegen die zum [[Königstein (Sächsische Schweiz)|Königsteiner]] Ortsteil [[Ebenheit (Königstein)|Ebenheit]] gehörenden Häuser. Am Westfuß des Berges verläuft die von markanten [[Pappel]]n gesäumte „Kaiserstraße“. Der Berg ist aufgrund seiner markanten Form und seiner isolierten Lage eine bekannte [[Landmarke]] des Elbsandsteingebirges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange SachsenThüringenAnhalt Heft09 3.jpg|mini|Blick auf den Lilienstein Mitte des 19. Jh.]]&lt;br /&gt;
Die frühesten Nachweise menschlicher Aktivitäten auf dem Liliensteinplateau stellen Geräte aus Feuerstein dar, die an dessen Südrand gefunden wurden. Derzeit kann dafür nur ein allgemein steinzeitliches Alter zwischen [[Spätpaläolithikum]] (12.000 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) und [[Neolithikum]] (bis 2200 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) angenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Torke: &amp;#039;&amp;#039;Zu urgeschichtlichen Funden aus der Hocksteinhöhle (Wolfshöhle/RA-16) bei Hohnstein/Sächsische Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Höhlenforscher&amp;#039;&amp;#039;. 35, 2003, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche Funde von [[Bronzezeit|bronze-]] und [[eisenzeit]]lichen Keramikscherben deuten auf eine [[Urgeschichte|urgeschichtliche]] Nutzung hin, der zuletzt auch ein [[kult]]ischer Charakter zugeschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Simon, M. Torke: &amp;#039;&amp;#039;Die Franzosenhöhle (5050/KÖ-44), ein urgeschichtlicher  Kultplatz am Lilienstein / Sächsische Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Höhlenforscher&amp;#039;&amp;#039;. Dresden Jg. 39, Heft 3, 2007, S. 68–96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste urkundliche Nennung des Liliensteins erfolgte 1379, er wurde als „Ylgenstein“ bezeichnet, aus dieser Zeit stammt vermutlich die Felszeichnung eines Kreuzes am Südaufstieg. Die frühe Bezeichnung geht im Namensstamm wahrscheinlich auf den Heiligen [[Ägidius (Heiliger)|Aegidius]] zurück, der im deutschen Sprachraum auch als Ilg oder Ilgen bezeichnet wurde. Als weitere frühe Namensnennungen ist „Lilgenstein“ (1396) überliefert. Im Zuge der [[Erste Kursächsische Landesaufnahme|Ersten Kursächsischen Landesaufnahme]] wurde der Berg 1592 von [[Matthias Oeder]] als „Liligenstein“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im hohen [[Mittelalter]] bestand um 1200 eine kleine [[Böhmen|böhmische]] Burg auf dem Lilienstein, die [[Burg Lilienstein]]. Ebenso wie der Königstein kam auch der Lilienstein im Gefolge der &amp;#039;&amp;#039;[[Dohnaische Fehde|Dohnaischen Fehde]]&amp;#039;&amp;#039; um 1402 in den Besitz der [[Markgrafschaft Meißen|Markgrafen von Meißen]], der späteren [[Herzog|Herzöge]] und [[Kurfürst]]en von [[Kurfürstentum Sachsen|Sachsen]]. Wurde noch 1406 eine Burgbesatzung erwähnt, verfiel die Burg in den nachfolgenden Jahrzehnten und wurde wohl um 1550 aufgegeben. Bei Grabungen 1894 wurden Grundrisse von gemauerten Befestigungsresten freigelegt und zahlreiche Funde geborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Coblenz: &amp;#039;&amp;#039;Zur frühesten Besiedlung des Liliensteines in der Sächsischen Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen und Funde&amp;#039;&amp;#039;. 12/1967, S. 83–86. &amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den Mauerresten sind noch Aussparungen für Balken oder ähnliches auf den Felsvorsprüngen erkennbar.&lt;br /&gt;
1708 erstieg [[August der Starke]], Kurfürst von Sachsen und König von Polen, den Berg und ließ dazu Stufen auf der Südseite schlagen. Daran erinnert ein vier Meter hoher [[Obelisk]] auf der Ostseite des Gipfelplateaus, der am 4. Juli 1966 durch Blitzschlag zerstört und 2008 durch eine Nachbildung ersetzt wurde. An der Aufstellung war die Ilse-Bähnert-Stiftung des Künstlers [[Tom Pauls]] maßgeblich beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1756 musste die [[sächsische Armee]] während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Kriegs]] auf der Ebenheit am Fuß des Lilienstein vor der [[Preußische Armee|preußischen Armee]] [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs des Großen]] kapitulieren. Sie war zuvor fast zwei Monate während der [[Belagerung bei Pirna]] von der Versorgung abgeschnitten gewesen. Auch 1813 und 1866 marschierten Truppen um den Lilienstein, es kam aber zu keinen Kampfhandlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1771 bestand auf dem Gipfelplateau eine kleine Jagdhütte, die als Rast für kurfürstliche Jagdgesellschaften diente. 1865 wurde für die sächsische Landesvermessung eine [[Königlich-Sächsische Triangulirung|Triangulierungssäule]] auf dem westlichen Teil des Gipfelplateaus errichtet. Ein Jahr später wurde der Baumbestand auf dem Gipfelplateau 1866 im Zuge des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]] komplett abgeholzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Schindler: &amp;#039;&amp;#039;Chronik und Dokumentation zur Geschichte von Wandern und Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz sowie zur Entwicklung touristischer Organisationen in Sachsen. Teil 1 (1864–1918).&amp;#039;&amp;#039; Dresden 2002, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der [[800-Jahr-Feier des Hauses Wettin]] wurde 1889 ein 16&amp;amp;nbsp;m hoher [[Obelisk]] als Gedenksäule vom [[Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz]] errichtet. Er gleicht in der Form etwa einer [[Kursächsische Postmeilensäule|Kursächsischen Postmeilensäule]]. Der Obelisk wurde im Laufe der Zeit mehrmals vom Blitz getroffen und dabei teilweise auch beschädigt. Er wurde im Jahr 2000 grundlegend saniert und mit einem Blitzableiter versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hm-noroc.de/lilienstein/lilienstein-wettinobelisk.html Der Wettinobelisk auf dem Lilienstein]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde der Lilienstein touristisch erschlossen. Eine schon um 1850 an Sonntagen bestehende fliegende Gastwirtschaft wurde 1873 durch ein festes Gebäude einer Bergwirtschaft ersetzt. Dieses wurde 1885 durch einen Neubau ersetzt und 1895 und 1907 baulich erweitert. Zur Versorgung der Bergwirtschaft besteht seit 1893 auf der Südseite des Berges eine [[Materialseilbahn]]. Der Wirt der Bergwirtschaft ließ 1886 auch einen 15 Meter hohen hölzernen Aussichtsturm errichten, der wegen Baufälligkeit 1936 abgebrochen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70401632 Ansicht des hölzernen Aussichtsturmes]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 und 1927 gab es, wie an der [[Bastei (Fels)|Bastei]], Pläne zum Bau einer [[Luftseilbahn]], die jedoch nicht umgesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Eine Seil-Schwebebahn nach dem Lilienstein?&amp;#039;&amp;#039; in: Über Berg und Tal (Zeitschrift des [[Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz]]) Heft Februar 1927, S. 22–23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Elbsandsteingebirge#Geologie|titel1=„Geologie“ im Artikel Elbsandsteingebirge}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lilienstein besteht aus Sandsteinen der Stufen b, c, d und e, welche in der geologischen Zeitskala in die Stufen Mittlerer und Oberer [[Turonium|Turon]] bzw. [[Coniac]] der [[Kreide (Geologie)|Kreide]] eingeordnet werden. In neueren Publikationen werden diese wandbildenden Sandsteine auch als &amp;#039;&amp;#039;Postelwitzer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rathewalder&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Schrammsteinschichten&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Wandbildend mit einer Höhe von bis zu 80 Metern sind dabei insbesondere die Stufen c3 und d. Die oberste Stufe e ist auf dem Gipfelplateau nur gering mächtig ausgebildet. Der Sockel des Berges wird von den Stufen c1 und c2 gebildet. Das Gipfelplateau ist im Westteil durch intensive Verwitterung in einzelne Pfeiler und Felsstöcke aufgelöst. Mehrere Stege überbrücken hier die tiefen Klüfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wege zum Gipfel ==&lt;br /&gt;
Der Lilienstein kann über zwei Aufstiege bestiegen werden:&lt;br /&gt;
* Am Westfuß des Berges führt der Südaufstieg auf das Gipfelplateau. Es handelt sich um einen schon im Mittelalter genutzten Aufstieg, der 1708 für den Aufstieg von August dem Starken ausgebaut und mit Stufen versehen wurde.&lt;br /&gt;
* Auch von Norden führte bereits in früher Zeit ein Weg auf den Berg. Hier befand sich vermutlich ein früher Zugang zur Burg Lilienstein. Der Weg wird aber bereits auf einer Karte von 1754 als „herunter gegangner Weg vor Zeiten“ bezeichnet, war also verfallen und unwegsam.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70400326 Plan vom Lilienstein von 1754]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der touristischen Entwicklung wurde dieser Weg im Jahr 1900 vom damaligen Bergwirt Karl Friedrich Bergmann in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung neu erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Aufstiege sind in das markierte Wanderwegenetz der Sächsischen Schweiz einbezogen. Über den Berg führen die &amp;#039;&amp;#039;blau&amp;#039;&amp;#039; markierten Fernwanderwege [[Fernwanderweg Zittau–Wernigerode|Zittau–Wernigerode]], [[Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach–Budapest|Eisenach–Budapest (EB)]] und der [[Europäischer Fernwanderweg E3|Europäische Fernwanderweg&amp;amp;nbsp;E3]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Ausgangspunkte für eine Besteigung sind [[Königstein (Sächsische Schweiz)|Königstein]] (Elbquerung per Fähre), [[Kurort Rathen]], [[Waltersdorf (Bad Schandau)|Waltersdorf]] und [[Prossen]]. Am Nordwestfuß des Berges befindet sich ein Wanderparkplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussicht ==&lt;br /&gt;
Die Aussicht vom Lilienstein ist aufgrund der isolierten Lager an verschiedenen Punkten des Gipfelplateaus umfassend möglich. Der Blick schweift über große Teile der Sächsischen und [[Böhmische Schweiz|Böhmischen Schweiz]]:&lt;br /&gt;
* Die Aussicht in Richtung Süden reicht über die [[Festung Königstein]] und den [[Pfaffenstein]] bis zum [[Děčínský Sněžník]] (Hoher Schneeberg) und den Kamm des [[Osterzgebirge]]s.&lt;br /&gt;
* In Richtung Westen geht der Blick über die [[Bärensteine]] und den [[Rauenstein (Berg)|Rauenstein]] hinweg bis nach [[Dresden]], zum [[Wilisch (Berg)|Wilisch]] und zum [[Windberg]].&lt;br /&gt;
* In nördliche Richtung bildet der Elbbogen bei Rathen mit den dahinter liegenden Felsmassiven um die [[Bastei (Fels)|Bastei]] sowie die [[Brand (Sächsische Schweiz)|Brand-]] und [[Ochelwände]] markante Blickpunkte. Am Horizont rücken [[Keulenberg]] und die [[Burg Stolpen]] ins Blickfeld.&lt;br /&gt;
* Die Aussicht in Richtung Osten ist die wohl bekannteste Aussicht des Berges. Der Blick ins Elbtal mit dem dahinter liegenden [[Schrammsteine]]n und dem [[Großer Winterberg (Sächsische Schweiz)|Großen Winterberg]] zeigt lehrbuchhaft den Landschaftsaufbau der Sächsischen Schweiz. Am Horizont reicht der Blick bis zu den Bergen des [[Lausitzer Gebirge]]s mit der [[Lausche]], dem [[Jedlová (Berg)|Jedlová]] (Tannenberg) sowie dem 84 km entfernten [[Smrk (Isergebirge)|Smrk]] (Tafelfichte). Unweit des Obelisken von August dem Starken bildet eine kleine [[Wetterkiefer]] eines der markantesten Fotomotive der Sächsischen Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kletterfelsen ==&lt;br /&gt;
Der Lilienstein gehört zum Gebiet der Steine im [[Klettergebiet Sächsische Schweiz#Gebiet der Steine|Klettergebiet der Sächsischen Schweiz]]. Er verfügt aber nur über die drei Klettergipfel &amp;#039;&amp;#039;Liliensteinnadel&amp;#039;&amp;#039; (Erstbesteigung 1906), &amp;#039;&amp;#039;Liliensteinwächter&amp;#039;&amp;#039; (Erstbesteigung 1921) und &amp;#039;&amp;#039;Heini&amp;#039;&amp;#039; (Erstbesteigung 1961). An der Westecke des Liliensteins befindet sich eine von nur drei zum [[Klettern]] freigegebenen Massivwänden im Klettergebiet der Sächsischen Schweiz. Normalerweise ist das [[Klettern|Felsklettern]] in der Sächsischen Schweiz nur an freistehenden [[Klettergipfel]]n erlaubt. Die Lilienstein-Westecke ist bei Kletterern wegen ihrer langen und exponierten Anstiege beliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
* Am Ostfuß des Berges befindet sich die Petermannhöhle. Die Schichtfugenhöhle wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch den Sandabbau zur Herstellung vorrangig von Aufwasch-, Putz-, Scheuer- und Streusand erweitert. Die Sandgewinnung erfolgte durch die Familie Hempel, die das Gewerbe auch in Höhlen am [[Kleinhennersdorfer Stein]], am [[Gamrig]] und am [[Rauenstein (Berg)|Rauenstein]]  betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hm-noroc.de/lilienstein/am_fusse_des_liliensteins/petermannhoehle.html Petermannhöhle am Lilienstein]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am Lilienstein wurde ab 1989 damit begonnen, wieder [[Wanderfalke]]n in der Sächsischen Schweiz anzusiedeln. Zuvor waren diese Greifvögel in den 1970er Jahren ausgestorben. Es wurde in den unzugänglichen Felswänden der Ostseite ein Auswilderungskäfig installiert. Bis 1996 wurden dort insgesamt 69 Jungfalken ausgewildert. So besteht im Elbsandsteingebirge wieder eine stabile und selbsttragende Wanderfalkenpopulation.&lt;br /&gt;
* Nordöstlich des Lilienstein befand sich am Sellnitzgrund in der Endphase des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] Kriegsgefangenenlager für [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges#Westalliierte Soldaten in deutschem Gewahrsam|amerikanische und britische Kriegsgefangene]]. Sie mussten gemeinsam mit Häftlingen aus dem [[KZ-Außenlager Königstein]] mehrere Stollen in den Steinbruch Niedere Kirchleite im nahen Ort Strand treiben, die unter dem Decknamen [[Schwalbe II (Königstein)|Schwalbe II]] zum Standort einer unterirdischen Treibstofffabrik werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gedenkplaetze.info/nationalsozialistische-oekonomie/kriegsgefangenlager-fuer-amerikanische-und-britische-haeftlinge-am-lilienstein Kriegsgefangenenlager am Lilienstein]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Kriegsende dienten die Baracken bis Juni 1946 vielen [[Heimatvertriebene]]n aus dem nahen [[Sudetenland]] ([[Sudetendeutsche]]) als notdürftige Unterkunft. Mehr als 100 der meist schwachen und älteren Menschen starben während dieser entbehrungsreichen Zeit. Ihre letzte Ruhestätte fanden sie auf dem am Kirchweg für sie angelegten Waldfriedhof am Sellnitzgrund. An ihr Schicksal erinnert eine Gedenktafel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Hammer CG (C14)Lilienstein.jpg|Historische Ansicht (1810) des Liliensteins von Osten (Prossen) aus&lt;br /&gt;
File:Königstein - 19977184772.jpg|Blick von der Festung Königstein auf den Elbebogen und den darüber liegenden Lilienstein&lt;br /&gt;
File:20090607125DR Meusegast (Dohna) Rastplatz Zürner-Bank.jpg|Der Lilienstein als Landmarke – Ansicht vom Ziegenrücken bei [[Meusegast]]&lt;br /&gt;
File:Lilienstein (Sächsische Schweiz) Mauerreste der mittelalterlichen Burg (01-2).jpg|Mauerreste der Burg Lilienstein&lt;br /&gt;
File:Lilienstein Königlich-Sächsische Triangulirung Station 56 (Foto Norbert Kaiser).jpg|Reststück der Triangulationssäule von 1865&lt;br /&gt;
File:Lilienstein-Obelisk.jpg|Wettin-Obelisk von 1889&lt;br /&gt;
File:Lilienstein Friedrich-August-Obelisk 20220414 134928.jpg|Blick auf den 2008 wieder errichteten Obelisk August des Starken&lt;br /&gt;
File:Nationalpark Sächsische Schweiz Lilienstein lub 2024-07-23 img18 Felsbaude.jpg|Blick auf das Bergrestaurant&lt;br /&gt;
File:20240411.Suedaufstieg (Lilienstein).-027.jpg|Historische Stufenreihe am Südaufstieg&lt;br /&gt;
File:Nationalpark Sächsische Schweiz Lilienstein lub 2024-07-23 img34 Nordabstieg.jpg|Nordaufstieg durch eine künstlich erweiterte Felsspalte&lt;br /&gt;
File:Vyhlídka Westecke na Liliensteinu.jpg|Aussicht am Westhorn des Liliensteins, links die Festung Königstein&lt;br /&gt;
File:Výhled z jižní strany Liliensteinu na pevnost Königstein.jpg|Aussicht vom Lilienstein in Richtung Süden&lt;br /&gt;
File:Lilienstein 54.jpg|Aussicht vom Lilienstein in Richtung Osten&lt;br /&gt;
File:Nationalpark Sächsische Schweiz - Lilienstein Kiefer.jpg|Die markante Wetterkiefer an der Ostaussicht&lt;br /&gt;
File:Lilienstein Juni 2016-111-Aussichtsplattform.jpg|Aussicht vom Lilienstein auf den Elbbogen bei Rathen, links oben die Bastei&lt;br /&gt;
File:Uvnitř Petrovy (Francouzské) jeskyně pod Liliensteinem.jpg|Petermannhöhle am Ostfuß des Liliensteins&lt;br /&gt;
File:Waldfriedhof Waltersdorf 42534.JPG|Waldfriedhof am Nordfuß des Berges&lt;br /&gt;
File:Nationalpark Sächsische Schweiz 03.jpg|Beschilderung des Nationalpark Sächsische Schweiz mit der charakteristischen Silhouette des Liliensteins&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WdH|1}}&lt;br /&gt;
* [[Alfred Meiche]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-Topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 1927.&lt;br /&gt;
* Peter Rölke (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Berg- und Naturverlag Rölke, Dresden 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Sagen vom Lilienstein}}&lt;br /&gt;
* [https://www.saechsische-schweiz-touristik.de/elbsandstein/entdecken-erleben/ausflugsziele/lilienstein.html Der Lilienstein]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70400326 &amp;#039;&amp;#039;Grundriß des Felsens Lilienstein 1754&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.peakfinder.com/de/?lat=50.93007&amp;amp;lng=14.08390&amp;amp;ele=409&amp;amp;azi=96.81&amp;amp;alt=-3.28&amp;amp;fov=33.69&amp;amp;cfg=s&amp;amp;name=Lilienstein Virtuelles Panorama] vom Lilienstein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7588708-3|VIAF=242329059}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in der Sächsischen Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Felsen in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Schandau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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